Hausverwalter zahlt einer Partei Geld nicht aus!

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von josch1967, 10.03.2012.

  1. #1 josch1967, 10.03.2012
    josch1967

    josch1967 Neuer Benutzer

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    Folgender Fall:

    A, B und C erhalten einen vom Gericht bestellten Verwalter für ihre WEG (drei Eigentumswohnungen), nachdem sich A mit den beiden anderen nie über wichtige Dinge einigen konnten. Nachdem die erste Versammlung abgehalten wurde, erfolgte über verschiedene Dinge eine Abstimmung. U.a. wurde beschlossen, dass B von A und C ausstehende Versicherungsbeiträge für die Wohngebäude- und Brandversicherung der Jahre 2009-2011 zu erhalten hätte. Die Abstimmung erfolgte einstimmig, dass man sich dahingehend einig wäre.
    Der Verwalter wollte die Abrechnung dann im Januar 2012 machen, erledigte dies dann nach Aufforderung per E-Mail erst am 30.1.2012.
    Dann forderte er den Querulanten A auf binnen 14 Tagen den fälligen Betrag auf das Konto der WEG zu bezahlen (C hat alles ordnungsgemäß erledigt!). Der Querulant A reagiert nicht, er bekommt eine Nachfrist und reagiert immer noch nicht. Erst nach Aufforderung von B an den Verwalter 14 Tage nach der ersten abgelaufenen Frist und der "Drohung" mit dem Antrag auf einen gerichtlichen Mahnbescheid verspricht A den Betrag zu überweisen.
    Dies macht er dann auch, allerdings mit der Auflage/Aufforderung an den Verwalter den Betrag nicht an B auszuzahlen.
    Der Verwalter will dies genau so tun, er möchte den Betrag auf dem WEG-Konto "ruhen" lassen bis zu einer Klärung. Eine Begründung dafür liefert er nicht.
    Da die Forderungen berechtigt waren, von A und C auch in der Versammlung anerkannt wurden, einstimmig abgestimmt wurde und auch sonst alle Formen und Fristen eingehalen wurden, stellt sich das Problem, wie A zu der Aufforderung an den Verwalter kommt bzw. wieso er sich darauf einläßt.
    Allerdings hat der Verwalter auch schon erklärt, dass er den Vertrag beenden will, obwohl für ein Jahr abgeschlossen wurde, weil kein gedeihliches Verhältnis möglich ist miteinander, und will die Zustimmung von den Parteien.
    B sieht das Problem, dass der Verwalter bzw. A möchten, dass der Vertrag aufgelöst wird, dann die auf dem Konto befindlichen Beträge jeweils wieder ausbezahlt werden und die ganzen Forderungen wieder von vorne losgehen.

    Müssen in einer Versammlung beschlossenen Punkte nicht vom Verwalter durchgesetzt werden bzw. kann er eine Auszahlung einfach so verhindern bzw. kann er überhaupt einen Vertrag kündigen, ohne konkrete gravierende Gründe dafür?
    B sieht vermutlich nur den Weg über einen Rechtsanwalt oder das Gericht, zudem stellt sich die Frage der Zinsen für das geschuldete Geld bzw. eine evtl. Haftung des Verwalters für die Sache bzw. ein Fehlverhalten seinerseits.
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

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    Es ist mir immer ein Rätsel warum es bei Unwettern und Überschwemmungen immer die falschen erwischt.
     
  4. #3 Martens, 10.03.2012
    Zuletzt bearbeitet: 10.03.2012
    Martens

    Martens
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    Ich schmeiß mich weg! :D

    Ok, das Problem ist, daß da drei Parteien in einer Wirtschafts- und Schicksalsgemeinschaft zusammenhängen und trotzdem meinen, sie könnten wie bockige kleine Kinder in der Sandkiste agieren.

    Ich gehe davon aus, daß B seine Wohnung nicht verkaufen oder zumindest vermieten kann, um Abstand zu gewinnen. Also erscheint es sinnvoll, daß B sich einen in diesen Dingen versierten Anwalt nimmt und seine Ansprüche gegenüber der WEG durchsetzt.

    Da die näheren Umstände, warum B die Versicherung zahlte und die anderen sich nicht beteiligten und auch der genaue Wortlaut der Beschlüsse nicht bekannt ist, kann ich nicht beurteilen, wie im Detail vorgegangen werden sollte. Besteht jedoch ein Zahlungsanspruch, so muß dieser nötigenfalls vor Gericht durchgesetzt werden.

    Man könnte sich auch einen erfahrenen Mediator suchen, um die Situation mal grundsätzlich aufzuräumen. Vermutlich haben sich über die Jahre diverse Mißverständnisse oder unterschiedliche Ansichten angesammelt, die zur heutigen Situation geführt haben. Eine Mediation kann diesen Zustand klären, dazu ist es jedoch erforderlich, daß alle Beteiligten eine Lösung wollen - und nicht nur ihr Recht.
    Langfristig ist eine Mediation übrigens deutlich günstiger, als ein Anwalt...

    Der Verwalter wird an diesem Objekt mehr graue Haare als Honorar bekommen. Es ist verständlich, daß der Kollege sich bedeckt hält, solange die Eigentümer sich weiterhin bekriegen, er kann nur verlieren.

    Christian Martens
     
  5. #4 josch1967, 10.03.2012
    josch1967

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    die ansprüche waren korrekt, da der eine wohnungseigentümer die versicherungen über jahre alleine bezahlte, weil er diese mit dem zweiten verrechnete, der dritte sich aber einfach ausgeklinkt hatte. man muss dazu sagen, dass es sich bei allen drei um familienangehörige handelt und der querulant sich mit den beiden anderen und daher auch dem anspruchsnehmer zerstritten hat.
    da die ansprüche korrekt waren, wurden diese dann auch gegenüber dem verwalter aufgeführt, in der versammlung beschlossen und letztendlich auch vom querulant bezahlt. es geht jetzt einfach nur darum, dass er die auszahlung an den anspruchsnehmer gegenüber dem verwalter verweigert und dem anspruchsnehmer diesbezüglich keine rechtsgrundlage bekannt ist. einspruch/widerspruch gegen den beschluss wurde nämlich nicht geführt, sondern der verwalter will das geld einfach im moment auf dem konto lassen, vermutlich bis er vom vertrag zurücktritt und der querulant es dann wieder zurückfordern kann.
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Entschuldige, meinst Du vielleicht den Anspruchsteller?
     
  7. #6 Martens, 10.03.2012
    Martens

    Martens
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    Also, vielleicht redest Du weiterhin von A, B und C oder auch von "Ich" und "Die", das vereinfacht die Kommunikation.

    Der Verwalter kann und wird nicht vom Vertrag zurücktreten, weil es einen Grund für den Rücktritt vom Vertrag vermutlich nicht gibt - sofern er denn sein Honorar bekommt.
    Er kann aber den Vertrag kündigen, mit welcher Frist, steht im Vertrag. Er braucht auch keinen Grund für die Kündigung, wenn er keinen Bock mehr auf diesen Kindergarten hat (nicht persönlich gemeint, aber so wird es ja lt. Deiner Schilderung sein), dann kündigt er eben. Was soll er sonst tun?

    So, Du als B hast also einen Zahlungsanspruch an die WEG, der auch in Beschlüssen festgehalten worden ist.

    Eventuell hast Du damit ein Recht auf Zurückbehaltung des monatlichen Wohngeldes (sofern überhaupt Wohngeld gezahlt wird) oder Aufrechnung mit dem Wohngeld in Höhe Deiner Forderung, Du zahlst also solange kein Wohngeld, bis Deine Forderung ausgeglichen ist.

    Ansonsten mußt Du nötigenfalls diesen Anspruch gegenüber der WEG und / oder dem Verwalter durchsetzen, damit Du zu Deinem Geld kommst. Man kann hierfür einen Mahnbescheid fertigen oder eine anwaltliche Mahnung mit anschließender Klage absetzen lassen. Ziel ist ein Titel, mit dem ggfs. in das Vermögen der WEG vollstreckt werden kann, das Geld ist dort ja eingezahlt worden.

    Christian Martens
     
  8. #7 josch1967, 11.03.2012
    josch1967

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    der Vertrag mit dem Verwalter wurde über ein Jahr abgeschlossen, jetzt möchte er die Zustimmung, dass wir mit der Beendigung einverstanden sind, obwohl er eigentlich weder kündigen noch zurücktreten kann.
    Da es wohl mit ihm keinen Sinn mehr hat würde dem nichts entgegenstehen, denn sowohl wir als auch die zweite Partei sind einer Meinung. Es geht aber darum, dass zum einen das uns zustehende Geld auf unser Konto kommt, zum anderen ein zweiter Beschluss noch umgesetzt wird, und erst dann einer Kündigung bzw. einem Rücktritt zugestimmt wird. Das Problem wird nach wie vor darin bestehen, dass er "raus" möchte und dann das Geld an den Querulant rücküberweisen will.
    Bevor dieser das Geld schon mit Verspätung an den Verwalter überwiesen hat, wurde dem Verwalter mitgeteilt, dass bei einem Nichtbezahlen des Geldes mit einem Antrag auf gerichtlichen Mahnbescheid gedroht wurde. Er sprach dann mit dem Querulanten und dieser versprach das Geld zu überweisen, so dass wir von einem Mahnbeschid zunächst absahen. Dann fuhren wir allerdings ins Urlaub bzw. sind 30 Tage lang weg und 4 Tage später kam die E-Mail mit der Nachricht, dass er kündigen will bzw. das Geld auf dem Konto der WEG "parkt" bis zu einer Klärung. Trotz eines sofortigen E-Mails mit der Drohung auf rechtliche Konsequenzen bzw. Aufforderung für eine Begründung für sein Verhalten kam dazu nichts, da er weiß, dass uns durch den Urlaub die Hände gebunden sind.
    Ich werde ihn daher nochmals zu einer evtl. Begründung für sein Verhalten auffordern bzw. mit rechtlichen Konsequenzen drohen bzw. falls ich dich richtig verstehe, würde sich ein Mahnbescheid dann gegen ihn richten, da der Querulant ja eigentlich seine Schulden bezahlt hat, auch wenn er dann dafür gesorgt hat, dass wir das Geld nichtz erhalten. Die Forderung bestünde dann aber gegen den Verwalter, da er das Geld ja nicht rausrückt.
    Die Situation war folgendermaßen:
    Vor Gericht wurde sich mit den Parteien auf einen Verwalter geeinigt, da wir Vorschläge gemacht hatten. Dieser wurde dann bestimmt und er setzte eine Versammlung ein, machte selbst Themenvorschläge und in der Versammlung wurden dann unsere Forderungen vorgetragen. Diesen Forderungen stimmten alle drei Parteien zu, es wurde ein Protokoll gefertigt, der Verwalter wurde für ein Jahr bestimmt und es wurde auch kein Einspruch/Widerspruch gegen die Beschlüsse erhoben. Dann machte der Verwalter die Abrechnung, ließ diese recht spät aber noch rechtzeitig im angegebenen Zeitraum (Versammlung war im Dezember, Abrechnung erfolgte Ende Januar) zukommen,nur der Querulant zahlte zunächst nicht.
    Dann aber doch, nur bekommen wir das Geld trotzdem nicht.
    Die Rechtslage wäre dann wohl so, dass ein Antrag auf gerichtlichen Mahnbescheid gegen den Verwalter mit der Zinsforderung gestellt wird bzw. vermutlich müssen wir halt bis nach dem Urlaub warten.?
     
  9. #8 Martens, 12.03.2012
    Martens

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    Der Anspruch besteht mAn gegen die WEG vertreten durch den Verwalter.

    Der Verwalter hat also einen Vertrag mit Festlaufzeit ohne Kündigungsmöglichkeit abgeschlossen? Das ist unklug. :)
    Ihn aber mit Gewalt halten und zur Erledigung seiner Pflichten zwingen zu wollen, ist ebenfalls unklug.

    Mittelfristig müßt Ihr drei Euch irgendwie einigen, das kann man nicht über einen Verwalter machen. Wenn eine Einigung nicht möglich ist (Mediation, bitte mal überlegen), dann bleibt jeden einzelnen Eigentümer noch der Weg über das Gericht, in jedem Einzelfall aufs Neue.

    Christian Martens
     
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