Hausverwaltung durch Eigentümer

Dieses Thema im Forum "Verwaltung" wurde erstellt von wasserhugo, 01.04.2007.

  1. #1 wasserhugo, 01.04.2007
    wasserhugo

    wasserhugo Neuer Benutzer

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    Hallo und guten Tag,

    in unserer Wohnanlage (24 Wohnungen) herrscht allgemein große Unzufriedenheit mit der Hausverwaltung. Nun hat sich ein Miteigentümer angeboten, die Hausverwaltung zu übernehmen. Er ist im Facility-Management tätig und hat somit sicher auch das nötige Wissen.
    Da ich bisher keine Erfahrung mit einem Miteigentümer als Verwalter habe, erhoffe ich mir hier im Forum den einen oder anderen Tipp.
    Persönlich kann ich mir diese Situation eigentlich nur positiv vorstellen. Ein Miteigentümer hat ja vom Grundsatz her die gleichen Interessen wie ich- nur das Beste für mein Eigentum-.

    Gibt es auch andere Erfahrungen?????

    Gruß

    Wasserhugo
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas123, 02.04.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Klar hat er EIGENE Interessen...... :stupid :zwinker :zwinker Hausverwalter kann jeder machen......

    Was macht man im "Facility-Management"??? - Tolles Wort.......hört sich gut an...(früher sagte man dazu Hauswartung.....oder Putzfrau) :wisper :zwinker :lol :lol

    Unter Facility-Management" kann man alles subsumieren...Gebäudereiniger, Fensterputzer, Ingenieur....Hausmeister.....

    Zuerst kommts drauf an, ob er Ahnung hat. Er muß im Lauf der Zeit mit sämtlichen Gewerken und Handwerkern sachkundig und neutral klarkommen....außerdem die Abrechnung machen... Nicht wenig bei 24 Parteien....was macht er, wenn er mal krank wird????? :stupid :stupid

    Ich empfehle eine größere Hausverwaltung, die haben Sachbearbeiter und deswegen meist mehr Sachverstand...... (in der Regel....aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.... :wisper)

    Im Forum gibts einen Beitrag: Wie finde ich eine gute Hausverwaltung.... :wisper wenn ihn der Admin nicht gelöscht hat.... :zwinker :wink :wink :wink
     
  4. Birgit

    Birgit Benutzer

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    Hhm... eine schwierige Frage!

    Zunächst ist die wichtigste Frage, ob der Miteigentümer, der jetzt auch verwalten möchte, über die notwendige fachliche Qualifikation verfügt und für den Notfall auch eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung hat.

    Grundsätzlich gibt es erfahrungsgemäß in jeder Eigentümergemeinschaft unterschiedliche Interessenlagen... schon zwischen Kapitalanlegern (= Vermietern ihrer Wohnung) und Selbstnutzern. Insofern würde ich nicht pauschal davon ausgehen, dass er die gleichen Interessen hat wie ich!

    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich etliche WEG-Verwaltungen übernommen habe, in denen vorher ein Miteigentümer Verwalter war und dass das eigentlich immer in "bösem Blut" geendet hat, weil es eben doch immer wieder zu (tatsächlichen oder angeblichen) Interessenskollisionen kam.

    Deshalb würde ich mir die Bestellung eines Miteigentümers zum Verwalter gut überlegen!
     
  5. #4 Thomas123, 02.04.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    :top
    Aber SEHR GUT.... :top :stupid :stupid :zwinker :wink :wink :wink
     
  6. #5 Frederike, 04.04.2007
    Frederike

    Frederike Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich bin der Meinung, nur einer aus der Gemeinschaft (wenn es überschauber ist - mit 24 Parteien ist es ggf. etwas zu viel) kann die Interessen der Eigentümer richtig verteten. Er verwaltet und gibt auch das eigene Geld mit aus! Ein "professionelle" Hausverwalter (was immer es auch heißen soll), der bei Baumaßnahmen 2-4% der Summe kassiert, hat kein Interesse daran, ein günstiges Angebot zu holen, ggf. auch zu verhandeln.
    EIn Verwalter aus der Reihe der Eigentümer wohnt meistens (idealerweise) vor Ort, ist also schneller greifbar.
    Ich habe vor 9 Jahren eine Verwaltung übernommen (vom Vorbesitzer meiner Wohnung) und wir (11 Parteien) kommen damit bestens zu recht. Das Haus gehört ja uns und es liegt uns am Herzen den Wert des Hauses zu erhalten (gute Rücklage, notwendige Investitionen etc. - Haus aus den 60-er Jahren). Alle Unstimmigekeiten (die gibt es doch immer) können schnell ausdiskutiert werden. Eigentümerversammlungen gibt es 3-4 mal im Jahr. Wäre es notwenig, auch öfters (natürlich ohne zusätzliche Gebühren!).
    Ich kann es nur empfehlen. Bei 24 Parteien hätte ich aber erstmals ein Jahr Probe empfohlen und mind. 2 Beiräte.
    Schöne Grüße
    Frederike
     
  7. #6 Martens, 05.04.2007
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    moin Frederike,

    es ist schön, mal wieder von einem Beispiel zu hören / zu lesen, wo die Selbstverwaltung durch die Eigentümer funktioniert. Das gibt mir einen Teil Zuversicht in die Menschen zurück!

    Leider ist das, was Du erlebst und schilderst, nicht der Normalfall.

    Spätestens dann, wenn einzelne Eigentümer doch nicht (nur) zum Vorteil des Ganzen tätig werden oder einzelne Eigentümer ihre persönlichen Interessen deutlich vor die Interessen der Gemeinschaft stellen, zerbricht so eine Konstruktion und die aktiven Eigentümer tun gut daran, sich Entlastung durch einen externen Verwalter zu beschaffen.

    Ein paar Anmerkungen zu Deinem Beitrag:

    Das ist natürlich Ansichtssache, ich bin anderer Ansicht und der Begriff "richtig vertreten" wäre noch zu definieren.

    In der Tat wird der Begriff "professionell" heutzutage oft ohne Sinn und Versand gebraucht. Ich spreche deshalb im Zusammenhang mit Hausverwaltungen wie unserer auch lieber von einer gewerblichen Hausverwaltung, wir üben diese Tätigkeit eben aus, um mit dem Ertrag unsere Brötchen zu bezahlen.

    Baubetreuungskosten: Jede Dienstleistung hat ihren Preis und bei Koordinierungsaufgaben und Zusatzaufwand der Verwaltung im Zusammenhang mit Bauleistungen hat es sich eingebürgert - ähnlich wie es bei Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern und Architekten vorgeschrieben(!) ist - die Vergütung prozentual an den Kosten der Maßnahme zu orientieren. Ob das immer glücklich ist, mag man diskutieren. Es ist auch möglich, solche Leistungen auf Stundenbasis im Nachweis abzurechnen, bezahlt werden müssen sie aber schon.

    Aus der Art der Kostenregelung auf die Qualität der Leistung zu schließen, ist jedoch zu kurz geschossen, wie ich meine.

    Mal eine Geschichte aus meinem Leben: eine Baumaßnahme ist kompliziert und bedarf der Vorbereitung und Überwachung durch einen Kundigen. Die Verwaltung schlägt den externen Dienstleister vor, der separat zu bezahlen wäre, ein Eigentümer mit entsprechender Qualifikation stellt sich für diese Aufgaben der WEG kostenfrei zur Verfügung, er bekommt die Aufgabe also übertragen.

    Nun geht bei der Baumaßnahme einiges schief, die Fehler müssen zwei Jahre später ausgebessert werden, es kostet die Gemeinschaft erneut Geld. Der Bauleiter zieht sich auf die Position zurück: tut mir leid, ich habe das ja für die Gemeinschaft kostenfrei getan (diverse weitere Gründe werden genannt, weshalb das Ganze schief ging), also bin ich für die Folgen auch nicht verantwortlich.

    Externe Dienstleister kann man auswechseln, in Regress nehmen, aus sonstigen Gründen verklagen und sie später vergessen - all dies geht mit dem Miteigentümer nicht oder nur sehr schwierig, da bleibt immer etwas hängen und es ist nie wieder so glatt wie vorher in der WEG.

    Und hier zeigt sich im Nebensatz, daß man als verwaltender Eigentümer leicht in irgendwelche Fallen laufen kann: ein Beirat besteht nach dem Gesetz aus drei Beiräten - zwei sind kein Beirat und vier auch nicht.

    Wie gesagt, solange man sich grundsätzlich einig ist oder sich immer einigen kann, spielt das keine Rolle, wenn man jedoch sieht, welchen Andrang es bei Gericht in der WEG Abteilung gibt, sind solche Kenntnisse aus der Juristerei natürlich schon von Vorteil für den Verwalter. Vom gewerblichen Verwalter kann ich verlangen, daß er soetwas - und noch ein paar Dinge mehr - eben weiß und die Gemeinschaft entsprechend berät.

    Trotzdem, wenn es bei Euch so funktioniert, wünsche ich Euch ganz doll, daß es noch lange so bleibt und Ihr weiterhin Erfolg und (auch) Spaß mit der Selbstverwaltung Eurer WEG habt!

    bis denn,
    Christian Martens
     
  8. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Hausverwalter und Eigentümer sind nur Menschen.

    Ob große Verwaltungsfirma oder kleine, oder Selbstverwaltung, es hängt an
    Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit des Verwalters.

    Bei größeren Firmen werden die Eigentümer oft überfahren.
    Bei Problemen werden weniger Lösungen, vielmehr Anwälte gesucht.
    Diese haben sowieso keine Interesse kleinere WEG zu verwalten, weil sich
    nicht rentiert.
     
  9. #8 Martens, 12.04.2007
    Martens

    Martens
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    moin,

    der Markt ist voll von kleineren Hausverwaltungen, die auch kleinere und mittelgroße WEGs verwalten. Dies gerne, freundlich und dabei günstig und kompetent.

    Natürlich machen alle Fehler, auch wir, das trifft leider zu.

    bis denn,
    Christian Martens
     
Thema: Hausverwaltung durch Eigentümer
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