Heitzgrundumsatz!!! Abrechnung bei Kamin

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von mp3junkie, 23.02.2007.

  1. #1 mp3junkie, 23.02.2007
    mp3junkie

    mp3junkie Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    neuerdings sind wir Vermieter geworden und stehen jetzt vor dem Problem der Heizkostenabrechnung und Aufteilung.

    Ich habe leider zu dieser Konstellation keine passenden einträge finden können.

    Situation: Wir bewohnen ein Einfamilienhaus mit einer Einiegerwohnung im DG (keinerlei Verbindung innerhalb des Hauses). Im EG (dort wohnen wir) heitzen wir mit Holz durch unseren Heitzkamin und haben somit die letzten Monate die Heizung ausgeschaltet (komplett) lassen können. Unser Warmwasser kommt über Durchlauferhitzer. Jetzt haben wir einen Untermieter und werden Heizkostenverteiler an die Heizkörper anbringen lassen. Das Problem was sich daraus für mich bei der Abrechnung der Heizkosten ergibt ist folgendes:
    Dadurch das der Mieter ja nun die Heizung praktisch alleine nutzt, verpraucht er ja auch das gesamte Öl alleine. Er hätte ja theoretisch auch die Bevorratungskosten bzw den Grundverbrauch komplett zu tragen, oder?

    Gibt es irgend ein Gesetz welches eine Berechnungsgrundlage für eine Grundverteilung (evtl nach m²) vorgibt wenn in einem Hausbereich keine Heitzkosten gemessen werden können (da kein Verbrauch).

    Ich wäre euch für eine Antwort wirklich Dankbar.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas123, 23.02.2007
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    Mir ist nicht klar, was Heizkostenverbrauchsröhrchen bringen sollen, wenn er der allleinige Verbraucher ist....Du müsstest sonst bei deinen Heizkörpern auch welche anbringen, damit du einen Verbrauch aufteilen und abrechnen kannst....

    Wenn er tatsächlich allein Öl verbraucht, dann würde ich ihm einfach die verbrauchte Menge Öl in Rechnung stellen...

    Ansonsten kannst du mangels korrektem Abrechnungsnachweis Ärger kriegen.

    Zu deiner Frage: es gibt nix!!! du mußt es nachweisen!!!!

    Vorschlag: Wenn der Heizkessel im Keller ist und das warme Wasser durch deine Wohnung in seine geht, lass ihm halt 30 % nach. Das ist fair und könnte er akzeptieren.

    Grüßle Thomas
     
  4. Heizer

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    Nach Heizkostenverordnung brauchts Du nicht verbrauchsabhängig abzurechnen.

    Spare Dir also den ganzen Spaß und viel Geld und schließe eine Warmmiete ab.

    Wenn Du dennoch abrechnen willst, hast Du Dich auch an die HKVo zu halten. Jeder Heizkörper (auch Deine) muß einen Heizkostenverteiler bekommen oder jede Wohnung einen Wärmemengenzähler.

    Anhand der Anzeigewerte werden dann die Kosten verteilt. Normalerweise sieht die HKVo eine Aufteilung von 30-50% Grundkosten nach m² und 50-70% Verbrauchsabhängige Kostenumlage vor.

    Du kannst auch 100% nach Verbrauch abrechnen, jedoch muß Dein Mieter dem zustimmen.
     
  5. #4 lostcontrol, 24.02.2007
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    da stimme ich dem heizer mal wieder (so langsam wird mir das unheimlich) voll und ganz zu.
    bei der situation mit der einliegerwohnung muss man ja glücklicherweise nicht diese besch... heizkostenabrechnung machen sondern kann das auch anders lösen, also z.b. durch eine "warmmiete".

    heizkostenverteiler nutzen in der situation nur dann etwas, wenn sämtliche an die zentralheizung angeschlossenen heizungen mit einem messgerät versehen sind - und das verursacht zusätzliche kosten für BEIDE parteien, die im allgemeinen bei dieser konstellation höher sind, als das risiko, dass der mieter "wärmer" lebt als man selbst.
     
  6. #5 mp3junkie, 24.02.2007
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    Erst mal danke für eure Antworten,

    die Heizkostenverteiler würden für das Gesamte Haus 250 Euro im Kauf kosten. Die Abrechnung kann man ja dann selber erstellen. Also die Kosten sind bei einem Geschätzten Jahresverbrauch von 4000 Litern Öl meines Erachtens zu vernachlässigen, oder? Dazu kommt noch, das die DG Wohnung bis in den Giebel offen ist und somit eine Menge zu heizen wäre.

    Gibt es denn irgend einen festgeschriebenen Wert der sagt, ob man nun 30 oder 50 % der Heizkosten nach m² verteilt und den Rest nach verbrauch oder ist das alles Vereinbarungssache? Die Heizungsrohre laufen (logischerweise) durch unsere Wohnung ins DG, jedoch nur durch 2 Schächte von denen keine Wärme abgestraht wird. Von daher haben wir davon keinerlei Nutzen.

    Gruß MP3Junkie
     
  7. #6 lostcontrol, 24.02.2007
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    ob man die abrechnung selbst erstellen kann? ich weiss nicht recht...
    also MIR wär das echt zu kompliziert... aber da kann man sich sicher auch einarbeiten, keine frage...
    ich weiss nur, dass die ablese-junx bei uns immer mit einem computer antanzen zum ablesen, will heissen: ganz so einfach ist das mit dem ablesen wohl dann doch nicht (hängt aber wohl auch von den geräten ab).

    aber ich wunder mich wirklich über die hohen heizkosten...
    wenn da wirklich nur eine wohnung beheizt wird mit den 4000 litern öl, wie gross ist die denn um himmels willen?
    soviel öl brauch ja nicht mal ich mit einem (ungedämmten!!!) privathaus von 1932 mit ebenso alter zentralheizung! und dabei fand ich bisher dass meine 200qm beheizbare wohnfläche garnicht mal so wenig sind...
    wieviel fläche hat denn die "einliegerwohnung"???

    bei privathaus mit einliegerwohnung gilt eine sonderkonstellation. da gibt es nämlich ÜBERHAUPTKEINE vorschriften wie man die heizkosten abrechnet.
    aber wenn ich obige werte so lese, dann fürchte ich fast, dass der ausdruck "einliegerwohnung" da nicht so ganz stimmig ist...
     
  8. #7 lostcontrol, 24.02.2007
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    ach ja, nicht vergessen:
    eine zentralheizung verbraucht nicht nur öl (bzw. gas, pellets etc.), sondern auch strom (und zwar nicht gerade wenig!) und wasser, ausserdem muss natürlich auch der schornsteinfeger kommen und die anlage muss mehr-oder-weniger regelmässig gewartet werden.
    das sind alles kosten, die umgelegt werden müssen!
    es geht also nicht nur um den ölverbrauch...
     
  9. Heizer

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    Alle elektronischen Heizkostenverteiler lassen sich auch manuell ablesen. Ein MDE Gerät ist nicht zwingend notwendig.

    Wichtig ist nur, daß man vom Messdienst sich die technische Dokumentation zukommen läßt um die Umrechnungsfaktoren zu bekommen. Oder man läßt sie bei der Montage gleich auf Produktscale programmieren. (Faktor wird gleich ins Gerät einprogrammiert)

    Allerdings halte ich die 250 € für etwas sehr schöngerechnet. Oder habt Ihr zusammen blos 5 Heizkörper?

    Zu dem Kaufpreis kommt natürlich noch die Montage, Heizkörpererkennung und die Erstellung der technischen Doku dazu. Das alles kann man nicht ohne weiteres selbst machen. Und der ganze Spaß nach 10 Jahren wieder aufs neue. Weiterhin kann natürlich mal so ein HKV ausfallen. In 10 Jahren durchschnittlich 1-5% je nach Fabrikat. Und was ist wenn mal ein Heizkörper gewechselt werden muß? Ummontage mit Anfahrt kostet dann meist ca. 50€.

    Und wie sieht es mit Wasserzählern aus? Die kosten dann auch nochmal. Wenn die Warmwasserbereitung mit über die Heizung geht brauchst Du auf jeden Fall auch zumindest Warmwasserzähler. Und die müssen aller 5 Jahre getauscht werden. Kosten mit Montage je Zähler etwa 30-50€

    Alles zusammen fallen so aller 10 Jahre ganz grob geschätzt mindestens etwa 1000€ an. Dazu kommen noch die Aufwände für die Ablesung und die Erstellung der Abrechnung.
     
  10. #9 lostcontrol, 24.02.2007
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    also ich kann das so auch nicht glauben... bei uns haben die dinger mit einbau pro stück € 56,00 gekostet (vor einigen jahren).

    und nur 5 heizkörper? und dann einen verbrauch von 4000 litern öl jährlich?
    neeee - das kann wirklich nicht sein.
     
  11. #10 mp3junkie, 24.02.2007
    mp3junkie

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    Hallo nochmal,

    zu den HKV kann ich nur das Angebot von Brunata Metrona zugrunde legen. Bei diese Firma kosten die elektronischen HKV mit 2 Fühlern 25,80 Pro Stück inkl. Montage. Letztendlich sind es bei 12 Heizkörpern dann rund 300 Euro.

    Den Verbrauch haben ich nur schätzen können (auf folgender Grundlage).

    Wir haben das Haus im August gekauft. Der Ölbestand war zu die´sem Zeitpunkt 3000 L Eir haben bis Ende Dezember unsere Einheit von 100m2 über die Zentralheizung beheizt. Die DG (75 m² jedoch ca. 220 m³)Wohnung stand bis Ende Januar leer.
    Zwischen 1. Januar und 30. Januar war die Heizung praktisch nicht in Betrieb. Seit Februar wird die DG Wohnung beheizt und unsere Einheit nach wie vor per Holz.

    Der Gesamtverbrauch bis heute liegt jetzt bei 2700 Litern. Also schätze ich den Jahresverbrauch auf ca 4000 Liter, oder? Die Heizung hat schon einige Jahre auf dem Buckel ist jedoch gerade mit einem Wirkungsgrad von 92% gemessen worden.

    Ich hoffe das bringt ein wenig Klarheit in die Wohnsituation.

    Bevor ich es vergesse: Der Keller wird nicht beheizt.

    Gruß MP3Junkie
     
  12. Heizer

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    Das Angebot von Brunata gilt aber bestimmt nur in Verbindung mit dem Abschluss eines Gerätewartungsvertrages und/oder Abrechnungsvertrages.

    Denn wie gesagt sind die Kosten meist deutlich höher.

    Die Verkaufspreise von 2 Fühlergeräten liegen so im Schnitt bei 20-25€. Die Montage dauert im Schnitt etwa 5 min. Diese Zeit ist dann nochmal für die Heizkörpererkennung und Faktorberechnung notwendig. Ergibt also 2 Verrechnungsstunden bei 12 Geräten. Sagen wir für Subunternehmer aus Polen je 30€/h. Werkzeugnutzung, Montagekleinmaterial u.s.w. lasse ich mal weg.

    Also 20€x12=240 Gerätepreis + 60€ Montage + 30€ Anfahrt und Richtkosten sind 330€. Zuzüglich Märchensteuer natürlich dann ca. 400€.

    So würde ich höchstens für eine große Hausverwaltung kalkulieren wenn da ein Großauftrag winken würde aber nicht für ein Zweifamilienhaus.
     
  13. #12 lostcontrol, 24.02.2007
    lostcontrol

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    ich fass mal zusammen:
    ihr habt 2.700 liter öl verbraucht auf 175qm in 4 monaten???
    das kann ich irgendwie nicht so recht glauben... das wäre ein enorm hoher verbrauch, obwohl nicht alle räume in dieser zeit durchgängig beheizt wurden.

    habt ihr den ölstand nicht gemessen vor dem einzug eures mieters?
    habt ihr den ölstand zum 31.12.2006 gemessen?
    habt ihr wirklich richtig gemessen?
    habt ihr die 3000 liter kontrolliert beim einzug? vielleicht seid ihr da ja abgezockt worden???

    ich kann mir einen so hohen verbrauch beim besten willen nicht vorstellen. wie gesagt: ich hab schon hohe heizkosten, weil keine zeitgemässe wärmedämmung vorhanden ist. mir reichen aber trotzdem die 3000 liter, die mein tank fasst für ein jahr und für 200qm wohnfläche (ok, kann sein dass ich in einem wirklich kalten winter - so wie früher - tatsächlich mehr brauche).

    woran liegt das denn bei euch? undichte fenster? dachboden nicht isoliert?
    habt ihr irgendwo schimmel?
     
Thema: Heitzgrundumsatz!!! Abrechnung bei Kamin
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