Heizabrechnungsfirma weigert sich, die Heizkostenabrechnung zu korrigieren. Was tun?

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von gleits, 09.03.2016.

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  1. gleits

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    Hallo,

    Jährlich muss ich als Vermieter eines 5-Parteienhauses Nebenkosten abrechnen. Wesentlicher Bestandteil sind die einzelnen Heizkostenabrechnungen. An allen Heizkörpern sind funktaugliche Messgeräte montiert. Bei der letzten Ablesung konnte ein Gerät nicht per Funk ausgelesen werden. Die Ablesung war Mitte Januar 2015. Die entsprechende Wohnung war bis Ende Januar 2015 vermietet, danach 2 Monate im Leerstand. Das Ableseunternehmen hat das Gerät Mitte März 2015 ausgetauscht.

    Leider sehe ich in der aufgeteilten Abrechnung, dass ein Teil des hohen Werts aus dem kaputten Gerät, dem Leerstand(also mir) zugewiesen wurde, gemäß Gradtagenschlüssel und nicht taggenau.

    Es ist nicht mein Verschulden, dass das Gerät defekt war und auch nicht, dass es erst Mitte März ausgetauscht wurde. Als Betrag sind ca. 100€ im Spiel.

    Das Unternehmen hält sich stur und weist den hohen Wert nicht dem Mieter aus Januar 2015 zu.

    Was kann ich machen? Zum Anwalt oder zur Verbraucherzentrale gehen?

    Das einzige, was ich mir beim Auszug des Mieters notieren konnte war der Zählerstand der Fernwärmestation im Keller. Daran sind alle Heizkörper angeschlossen . Die Funkgeräte sind nur elektronisch ablesbar, nur per Software der Abrechnungsfirma.

    Danke
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Wie will man bei einem defekten Erfassungsgerät denn bitte taggenau abrechnen?


    Und das hat wer behauptet?


    Selbst eine Abrechnung nach deinem Gusto erstellen.


    Das kommt erst, nachdem du mit der selbstgestrickten Abrechnung eine Bauchlandung erlebt hast.


    Sollte der dezente Sarkasmus zu unterschwellig gewesen sein: Bisher kann ich nicht erkennen, dass die Abrechnungsfirma fehlerhaft abgerechnet hat. So ärgerlich eine Dauer von 2 Monaten für einen Austausch auch sein mag, sehe ich auch hier kein schwerwiegendes Verschulden, zumindest solange im Vertrag nicht bindende Fristen für die Behebung solcher Defekte vereinbart sind, was mich sehr wundern würde. Ist mal wieder ein Argument dafür, die Dinger lieber zu kaufen, denn aus eigener Initiative bekomme so etwas meist deutlich zügiger auf die Reihe ...
     
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  4. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Also ist das Gerät defekt, weil es einen zu hohen Wert anzeigt? Geht es in der Substanz dann darum, das nicht du, sondern dein Exmieter für die fehlerhafte Ablesung bezahlen soll? Und warum wird überhaupt nach einem Gerät abgerechnet, das defekt ist?
    Fragen über Fragen?
     
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  5. gleits

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    So Ihr Vermieterfeinde:

    Ich möchte keinesfalls Geld vom Mietee ergaunern, sondern dass jeder das zahlt, was er verbraucht.

    Ein Heizkostenverteiler war defekt und die Ablesung konnte nur manuell erfolgen und nicht per Funk. Der Verteiler sendete keine Funksignale aus.

    Erst im März wurde dieser Verteiler ersetzt. Man hat jedoch den im März abgelesenen Wert genommen und teilweise dem Leerstandsmonat Februar zugeordnet. Bei Leerstand habe ich jedoch nichts verbraucht. Alle anderen Heizkostenverteiler dieser Wohnung lieferten sehr geringe Werte, was für mich plausibel ist.

    Habt Ihr zumindest verstanden, worum es geht?
     
  6. GSR600

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    Bei den Funkfähigen Digitalen HKV kenn ich es, das Stichtagsgenau abgelesen werden kann, ist das erfolgt?
     
  7. #6 BHShuber, 09.03.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    ?????

    Nein, das hast du ja schon gemerkt dass wir hier alle blöd sind.

    Gruß
    BHShuber
     
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  8. gleits

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    Angeblich können die das aber in diesem Fall müssen sie nach Gradtagen umrechnen
     
  9. GSR600

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    War die Funkablesung nicht möglich oder zählt das Gerät falsch?
    Wenn das Gerät falsch zählt ist die Abrechnung nach Gradtagszahlen richtig.
     
  10. Duncan

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    Ich denke man bezieht sich da auf §9b HKVo und will, da das Gerät den nun schon nachweislich defekt ist Fall 9a kommt also noch hinzu, auf Nummer sicher gehen, damit dir die Abrechnung nicht um die Ohren fliegt, da ein entsprechender Rechtsstreit dich immer teurer kommt als die 3,50€ Heizkosten....
     
  11. gleits

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    Es sind 100€ im Spiel.
     
  12. #11 sara, 09.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 09.03.2016
    sara

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    verstehe deine Aufregung nicht, für 2 Monate Leerstand in den Monaten Feb. u. März ist das wohl ein geringer Betrag der für Heizung angefallen ist. Denn Grundgebühr + Frostschutzstellung Heizung, das kommt hin..
    Außerdem ist der Betrag steuerlich auch abzugsfähig, so ist das eben wenn man vermietet.
    Für mich ist die Abrechnung mit den Gradzahltagen auch korrekt.

    Und wahrscheinlich vermieten die meisten die hier schreiben schon länger als du, bei mir zig Jahre!
     
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  13. Duncan

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    Das ist ca. die Hälfte der Erstberatung beim Anwalt...
     
  14. gleits

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    Kann man das Ganze mit der Heizkostenabrechnung nicht selbst machen, indem man solche Geräte kauft und die Ablesungen selbst unternimmt. Dann könnte ich bei jedem Auszug den Stand ablesen und bei Defektheit einen Verteiler selbst austauschen?
    Das Ganze kostet um die 600€ Im Jahr was zwar umlegbar ist aber mir trotzdem zu teuer vorkommt.
     
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  15. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Auch bei Leeerstand gibt es einen Verbrauch.
     
  16. Syker

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    Naja nicht unbedingt, du @Nanne meinst Grundkosten.
     
  17. Syker

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    Hallo Gleits,

    Ja das kann man durchaus.
    Gegenüber dem M bist du rechtlich eh voll verantwortlich, auch wenn ein Dienstleister die Abrechnung macht.

    VG Syker
     
  18. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Naja, nicht unbedingt: bei Leerstand im Februar und März wär ein gewisser Verbrauch doch wünschenswert... :91:
     
  19. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Natürlich kannst Du das selbst machen, es gibt einige die das selbst erledigen.
     
  20. #19 immobiliensammler, 09.03.2016
    immobiliensammler

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    Genau, machs selbst und kauf auch gleich die Geräte - dann bist Du alleine für Deine Fehler verantwortlich. Wenn Dir eine Abrechnung schiefgeht wird das sicher erheblich teurer, aber man kann ja 600 Euro sparen!
     
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  21. gleits

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    Welche Fehler kann man denn machen, wenn man sich an das Gesetz hält?
     
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