Heizgradtage

Diskutiere Heizgradtage im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo Leute, In einem anderen Thread wurden die Heizgradtage gerade diskutiert, daher habe ich mal diesen Extra-Thread aufgemacht, in dem das...

  1. #1 Mano Duro, 31.12.2016
    Mano Duro

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    Hallo Leute,

    In einem anderen Thread wurden die Heizgradtage gerade diskutiert, daher habe ich mal diesen Extra-Thread aufgemacht, in dem das Thema erörtert werden kann...

    Ich habe dazu folgende Frage: In meinem neuen Objekt rechnet Techem die Heizkosten ab. Dazu wird u.a. unter Zeitfaktor eine Gradtagtabelle angegeben in der auch für Juni, Juli, August und September einige Gradtage angegeben werden.

    Da aber in diesem Objekt die Zentralheizung NUR heizt - fürs Warmwasser gibt es Durchlauferhitzer in jeder Wohnung - ist die Zentralheizung in den o.g. Monaten definitiv AUS.

    Jetzt konstruiere ich mal folgende Fall: Ein Mieter zieht im Juni ein und ende September aus. Er bekommt eine Heizkostenabrechnung in der ihm über die Gradtage auch ein Verbrauch zugewiesen wurde. Er weiss aber die Heizung war in der gesamten Zeit aus und klagt dagegen. Hat er eine Chance, was meint ihr?
     
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  3. #2 immobiliensammler, 31.12.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Ich meine nein, da die Ansätze der Gradzahlen wohl von den Gerichten bereits anerkannt wurden! Nicht umsonst benutzen ja alle Abrechnungsdienstleister die gleichen Tabellen! Aus dem Hinterkopf: Beruhen diese nicht auf irgendwelche VDI-Leitsätze?
     
  4. dots

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    Der Schornsteinfeger kommt auch, wenn nicht geheizt wird.Und er schickt eine Rechnung.
    Ich finde es durchaus gerecht, wenn die Kosten so wie von dir beschrieben verteilt (umgelegt) werden.
     
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  5. #4 Newbie15, 31.12.2016
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    Nein, hat er nicht. Es werden ja nur 30-50% der Gesamtkosten so umgelegt, der Rest nach Verbrauch. Von daher wird es sich in dem Zeitraum am Ende um wenige Euros handeln.
     
  6. #5 Mano Duro, 31.12.2016
    Mano Duro

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    dots: Ja, das kann man durchaus so sehen. Ich glaube auch nicht dass die Mieter in dem Objekt gegen eine Techem-Abrechnung vorgehen, und wenn würde ich einfach Techem nicht bezahlen bis die das in Ordnung bringen. Meine Frage war rein juristisch-theoretischer Natur...
     
  7. #6 Mano Duro, 31.12.2016
    Mano Duro

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    Ich hatte das so verstanden dass die Gradtage benutzt werden um den VERBRAUCH zuzuordnen und nicht die Grundkosten. Das wäre mein theoretischer Angriffspunkt gewesen. Liege ich da falsch?
     
  8. #7 Newbie15, 31.12.2016
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    Ja.

    Verbrauch wird eben nach abgelesenem Verbrauch verteilt. Nur wenn dies nicht möglich ist, wird auch der Verbrauchsanteil nach Gradtagszahlen verteilt.
     
  9. Berny

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    Mano Duro,
    mit Juni, Juli, August bin ich einverstanden (jeweils 13 1/3), mir sind aber auch andere Werte nach VDI 2065 bekannt: Juni 15, Juli 10, August 15.
    September ist teurer, m.W. 30.
     
  10. #9 Fremdling, 01.01.2017
    Fremdling

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    Bitte sauber trennen. Nach Heizkostenverordnung gibt es
    1. einen %-Anteil der z.B. (sinnigerweise) nach der beheizbaren Wohnfläche verteilt wird und
    2. einen %-Anteil, der verbrauchsabhängig entsprechend Messvorrichtung verteilt wird.
    Und dann mag es u.a. im Einzelfall noch Zeiten geben, in denen einem Nutzer die Wohnung zur Verfügung stand, er also hätte heizen können, die Messvorrichtung aber noch nicht vom ersten Tag an installiert war. In diesen Fällen kann sein zeitweise gemessenes Heizverhalten fiktiv über die Gradtagzahlen für die Zeiten noch fehlender Messgeräte hochgerechnet werden.

    War in Deinem angenommenen Fall die Heizung tatsächlich aus und wird der Verbrauch elektronisch (keine Verdunstertechnik) ermittelt, wären die Verbrauchswerte Null und er bekäme zusätzlich zu den Verbrauchsanteilen nach Wohnfläche keine weiteren Kosten zugeordnet. Eine Klage kann sich dann also entweder mit einer schlicht falschen Abrechnung durch den Dienstleister oder einem nachweisbaren Gerätedefekte am Messgerät beschäftigen. Ob das chancenreich ist, hängt vom Fall und Richter ab.
     
  11. Berny

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    Mano Duro:

    "Ich glaube auch nicht dass die Mieter in dem Objekt gegen eine Techem-Abrechnung vorgehen,"
    - Warum nicht? Die Provider (egal welcher!) können auch nur die Daten verarbeiten, welche ihnen von ihren Vertragspartnern (das sind bspw. Dein/e Vermieter) geliefert werden. Plausibilitätskontrollen machen die m.W. nicht.

    "Ich hatte das so verstanden dass die Gradtage benutzt werden um den VERBRAUCH zuzuordnen und nicht die Grundkosten."
    - Ja,ist klar, bspw. Verbrauch 70% nach HKV- u.ä.-Werten, Grundkosten 30% nach Mietflächenanteilen.
     
  12. #11 Papabär, 03.01.2017
    Papabär

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    Der Mieter hat i.d.R. 12 Monate Zeit für seine Beanstandungen. Wenn Du wirklich hoffst, die Zahlungen an die Techem so lange zurückzuhalten, hast Du wohl noch keine Bekanntschaft mit deren Inkassounternehmen (bzw. deren Gebührensätzen) gemacht.
     
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  13. #12 Mano Duro, 03.01.2017
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    Das habe ich nicht, und ich habs auch nicht vor...
    Das war natürlich ein vereinfacht dargestellter Sachverhalt.
     
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  14. #13 jorgk, 03.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 03.01.2017
    jorgk

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    Hier (auf der anderen Seite) findet sich dieser Text:
    "Der verbrauchsunabhängige Teil der Heizkosten -zumeist als Grundkosten in der Heizkostenabrechnung bezeichnet- muss bei einem Mieterwechsel während der Abrechnungsperiode immer nach der Gradtagszahlentabelle auf die anteilige Mietzeit umgerechnet werden."

    Also: Verbrauchskosten nach Verbrauchsmessung aufteilen (wenn die Methode für die Zeitspanne taugt, siehe Link), den Festkostenanteil nach Gradtagszahlen aufteilen.

    Das Beispiel vom TE passt hier super: Dieser Mieter muss dann fast nichts zahlen, denn er bekommt die 'billigen' Monate/Tage.
    Und der kleine Betrag (statt 0) ist halt in seinem Fall dafür da die Heizungsanlage 'zur Verfügung' zu haben (denn sie wäre in Betrieb genommen worden, wäre es genügend kalt gewesen) - das kostet schließlich auch.
    Deswegen gilt diese Regelung auch nur für die Heizkosten, nicht für Warmwasser - da muss zeitanteilig aufgeteilt werden, denn WW braucht man auch im Sommer.

    Siehe: § 9b Abs. 2 HeizkostenV

    Grüsse
    jorg
     
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