Heizkörperablesen durch Verwalter

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Thomas123, 25.11.2009.

  1. #1 Thomas123, 25.11.2009
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Ich habe zum 30. 11.2009 einen Mieterwechsel.

    Anstatt nun mit dem Mieter die Heizkörper aufzunehmen und die Zählerstände dem Verwalter mitzuteilen, besteht der Veralter darauf diese selbst abzulesen und will dazu in die Wohnung kommen.

    Als Begründung gibt er Plausibilitätsgründe an.

    Außerdem teilt er mir mit, dass es der Heizkostenabrechnungsfirma nicht möglich sein soll, einfach mit den mitgeteilten Zählerständen das Jahr (einen Monat früher) abzuschließen und mit den mitgeteilten Zählerständen weiterzurechnen.

    Ich teile schon immer anderen Hausverwaltungen mit, welche Zählerstände vorhanden sind und nie gab es Probleme.

    Ich kenne mich zwar im Mietrecht ein wenig aus, mit der Ableserei von Heizkörpern nicht so sehr.

    Was meint ihr dazu?

    Er teilt mir auch mit, es entstünden bei der Verwaltung zusätzliche Kosten bei Mieterwechsel. Ich frage mich nur, welche Kosten das sein könnten? Die Zahl der Personen in der Wohnung ändert sich nicht.

    Ist das nur Kostentreiberei?
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

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    Ja das mit der Ableserei ist nicht so einfach.

    Möglicherweise hat der Verwalter schlechte Erfahrungen gemacht mit abgelesenem Blödsinn und dann gab es erhebliche Probleme bei der Betriebskostenabrechnung.

    Handelt es sich um Verdunstungsröhrchen könnt Ihr das Ablesen eh vergessen. Das ist so kurz vor dem Jahresende nicht mehr möglich.

    Aber auch bei elektronischen ist das nicht immer einfach. Wir haben dafür extra ein Merkblatt wo genau erklärt ist was man ablesen muss. Darauf können dann auch gleich alle Stände vermerkt werden. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.

    Kosten entstehen beim Messdientleister durch die Stammdatenäderung. Das ist immer manueller Aufwand, der natürlich Geld kostet.

    Kommt extra noch der Ableser, will der natürlich auch bezahlt werden.
     
  4. #3 Thomas123, 26.11.2009
    Thomas123

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    Hallo Heizer,

    danke für die Antwort.

    Es sind Verdunstungsröhrchen eingebaut. Der Verwalter will aber gerade diese Röhrchen ablesen.....???? (Ich denke, der ist nur neugierig, wie es in der Wohnung aussieht......)

    Was die Stammdatenänderung anbelangt....was soll sich da ändern? Ich krieg als Eigentümer die Heizkostenabrechnung und muß mit den Mietern abrechnen.

    Und der Ableser kommt doch sowieso, um die Röhrchen auszutauschen.

    Ich stelle mir das so vor: Die Heizkostenfirma nimmt die Ende November abgelesenen Zählerstände, rechnet damit ab und tauscht einfach am Jahresende die Zählerröhrchen aus.

    Die einzige manuelle Arbeit, die sich zusätzlich ergibt, ist, den Verbrauch auf den alten Röhrchen nochmals zu erfassen und beim Austausch derselben Ende 2010 die Differenz auf die neuen Verbräche draufzuschlagen. Das muß doch laufend so gemacht werden und dürfte doch kein so großer Aufwand sein?

    (Ich habe den Eindruck, die Heizkostenfirma ist dafür zu bequem, die beiden Daten einzugeben, und rechnet einfach die Differenz an Tagen nach Gradzahltagen ab....)

    Grüße
    Thomas :wink
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Weshalb sollte sich der WEG-Verwalter wohl für den Wohnungszustand interessieren? Wenn es Gründen dafür gibt, kann er sie nennen und hat Anspruch auf Zugang. Wenn es keine Gründe gibt, wird er sich kaum nach Arbeit drängen.

    Aber offensichtlich soll die Heizkostenabrechnung für die beiden Nutzer getrennt erstellt werden. Wenn es nur eine einzige Heizkostenabrechnung geben soll, stellt sich die ganze Frage nämlich schlicht und einfach nicht. Dann hat die WEG nicht das geringste mit einem Mieterwechsel zu schaffen.

    Der Verbrauch zwischen dem Ablesezeitpunkt und dem Austausch der Röhrchen soll unter den Tisch fallen? Oder soll es doch zwei Abrechnungen mit den jeweiligen Werten geben?

    Egal ob groß oder klein: es ist ein Aufwand, den die Abrechnungsfirma vergütet haben möchte.

    Dass eine Ablesung von Verdunstern kurz vor dem Stichtag nicht möglich ist, hatte Heizer schon geschrieben.
    Ich habe eher den Eindruck, dass es sich um eine Art von Verfolgungswahn des Wohnungseigentümers zu handeln könnte. Soll er doch tatsächlich etwas für die Leistungen bezahlen, die er in Anspruch nimmt... :help
     
  6. #5 Thomas123, 26.11.2009
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Naja, man muß halt heutzutage schauen wo man bleibt...und bevor was bezahlt wird, sollte man das schon mal hinterfragen...da kommen manchmal die tollsten Sachen zum Vorschein....

    Aber nach den Antworten zu urteilen, dürfte die Angelegenheit ihre Richtigkeit haben... Besten Dank
    und :bier
    :wink
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Durch die Kaltverdunstungsvorgabe, die gesetzlich vergeschrieben ist, ist eine Zwischenablesung von Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip innerhalb einer Zeitspanne von 450 Gradtagen vor oder nach dem Stichtag nicht möglich.

    Eine Kostenabgrenzung nach Gradtagen ist daher die einzige verbleibende Möglichkeit.

    Natürlich hat der Messdienst auch Stammdatenänderung in seiner EDV durchzuführen. Zum Beispiel den Mieternamen, das Auszugsdatum, Verzugsanschrift etc. Dasselbe dann natürlich beim neuen Mieter. Insbesondere aber die abgelesenen oder errechneten Ablesewerte.

    Bei der Stichtagsablesung hingegen erfolgt die Erfassung der Werte meist elektronisch mit einem MDE Gerät. Diese Daten werden dann ohne manuellen Aufwand eingespielt und fertig. Dieser Aufwand ist aber schon im normalen Servicepreis enthalten und wird nicht extra berechnet.

    So lange kein Datentausch über L/M Satz oder ähnlichem ins GES oder ähnlichem Erfolgt, ist das manueller Arbeitsaufwand, der natürlich bezahlt werden muss.

    Aber auch beim automatisiertem Datentausch sind noch einige Sachen manuell zu erledigen. Zum Beispiel der Abgleich der neuen Ordnungsbegriffe, anlegen neuer Zählpunkte etc.
     
Thema: Heizkörperablesen durch Verwalter
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