Heizkosten - auf welche Art abrechnen

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von kleiner Schelm, 14.10.2006.

  1. #1 kleiner Schelm, 14.10.2006
    kleiner Schelm

    kleiner Schelm Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wir haben in unserem 2-Familienhaus eine Wohnung vermietet. Jetzt stellt sich die Frage nach der Berechnung der Nebenkosten, speziell Heiz- und Warmwasserkosten.
    In dem Haus ist eine Öl-Zentalheizung eingebaut.
    Es gibt Zähler für: gesamtes Wasser (Hausanschluss) ; kaltes Wasser Mietwohnung ; gesamtes Warmwasser ; Warmwasser Mietwohnung
    In den Heizungskreisen der zwei Wohnungen sind Grundkörper für Allmess Wärmezähler vorhanden. Es sind zur Zeit keine Zähler eingebaut.

    Ich denke, dass ich verstanden habe, wie ich den Verbrauch Warmwasser berechne.

    Da die Wärmezähler (Abrechnung der Heizkosten) sehr teuer sind, stellt sich die Frage nach einem anderen Abrechnungssystem.

    Unter welchen Arten der Abrechnung kann ich wählen ?
    Welche Abrechnung empfehlt ihr mir, bzw. ist die günstigste Variante ?

    Nur zu meinem Verständnis:
    Wenn ich aus dem Verbrauch Warmwasser eine Zahl x-Liter Heizöl errechnet habe, kann ich die dann vom gesamten Ölverbrauch abziehen und habe den Ölverbrauch (in Liter) der Heizung.
    Dieser Betrag wird mittels der Wärmesser auf die Wohnungen aufgeteilt. Hier läuft zudem auch das gleiche Spiel wie bei dem Warmwasser: 70(Verbrauch)/30(Wohnfläche)
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

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    Wenn Du die andere Wohnung in dem Haus bewohnst bist Du nicht zur verbrauchsabhängigen Abrechnung verpflichtet und kannst einfach nach m² verteilen.

    Andernfalls würde ich in die Allmessunterteile auch die passenden Wärmezähler einbauen lassen und danach die Heizkosten verteilen. Eine Alterantive sind Heizkostenverteiler an den Heizkörpern. Die müssen dann aber an allen Heizkörpern in allen Wohnungen montiert werden. 7 Heizkostenverteiler kosten etwa dasselbe wie ein Wärmemengenzähler. Allerdings laufen die HKV 10 Jahre und die Wärmemengenzähler haben nur 5 Jahre Eichfrist.

    Ich würde allerdings einen Messdienst mit der Verteilung beauftragen. Die bauen dann Geräte ein und vermieten die an Dich. Die Mietkosten kannst Du dann auf den Mieter umlegen.

    Ansonsten ist das mit der Warmwasserberechnung schon richtig. Mit der Formel in der HKVo wird die Energie berechnet die für die Wassererwärmung aufgewendet wurde. Diese Kosten werden dann von den Gesamtkosten in Abzug gebracht und übrig bleiben die Kosten für Raumwärmeerzeugung.
     
  4. #3 kleiner Schelm, 14.10.2006
    kleiner Schelm

    kleiner Schelm Neuer Benutzer

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    Hallo Heizer,

    danke für die schnelle Antwort.
    Ich bewohne die eine Wohnung selbst. Dass ich da einfach nach m² aufteilen darf, habe ich net gewußt.
    Allerdings habe ich in den Mietvertrag geschrieben, dass nach Verbrauch abgerechnet wird.
    Da wußte ich noch net, daß da horrende Kosten zur erfassung des Verbrauchs fällig werden.
    Wenn ich zwei Wärmezähler einbaue, kostet der Spaß 800 Euro (geschätzt).
    Das wäre dann für 5 Jahre.
    Dafür kann man viel Öl kaufen.
    Ich muss nochmal mit unseren Mietern reden. Wir verstehen uns sehr gut.
    Die Kosten der Wärmezähler würde ich ja umlegen (z.B. Zähler mieten).
    Ich sehe aber net ein, dass sich Unternehmen eine goldene Nase verdienen und alle 5 Jahre überteuerte Zähler verkaufen.
    Wenn ich mich mit den Mietern einige, sparen wir so 800 Euro.
    Das ist fakt.
    Eventuell kann ich ja lustigerweise privat Zähler einbauen (ebay) nur so zum Spaß.
    Damit könnte ich nur für mich mal vergleichen, ob die Abrechnung nach m² ungefähr stimmt.
     
  5. Heizer

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    Das mit den Zähler bei ebay kannste zwar machen, aber da gibt es einiges zu beachten.

    Die Batterien in Wärmemengenzählern halten meist nur 6-7 Jahre. Danach müssen die eigentlich nachgeeicht werden und da wird die Batterie mit gewechselt. Selber kann man das nicht machen da die meist so gebaut sind das sie dann nicht mehr funktionieren.

    Kleiner Tipp: Baue statt Wärmemengenzähler mechanische Warmwasserzähler ein. Da gibt es passende für Allmessunterteile. Die Wärmezähler sind ja auch nichts anderes wie Wasserzähler mit 2 Fühlern und Rechenwerk. Damit Du damit verwertbare Ergebnisse bekommst muss allerdings die Vor- und Rücklauftemperatur halbwegs gleich sein. Das ist zwar nicht für eine Abrechnung zulässig aber nur so zum Gucken eine preiswerte Alternative.
     
  6. #5 kleiner Schelm, 15.10.2006
    kleiner Schelm

    kleiner Schelm Neuer Benutzer

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    Hallo Heizer,

    Deine Tips sind sehr gut. Danke für Deine Hilfe.
    Ich habe mich über die Allmess Zähler mal versucht schlau zu machen.
    Man kann die Batterie mit etwas Aufwand tauschen. Allerdings konnte ich net in Erfahrung bringen,ob das Programm des Zählers richtig weiterläuft. Wenn da was programmiert ist, dass nach 5 Jahren nicht mehr richtig erfaßt/ausgewertet wird, nutzt der Zähler nix mehr.

    Nach meiner Meinung reicht ein Mengenzähler aus wenn in den Wohnungen Thermostate an den Heizkörpern installiert sind.
    Die Vorlauftemperatur ist ja gleich, da die Wohnungen über eine Heizung laufen.
    Die Thermostate machen auf, wenn der Raum geheizt werden muss. Dann laufen x Liter Wasser durch bis die eingestellte Temperatur des Raumes erreicht ist. Wenn auf 5 gestellt wird läuft eben länger (=mehr) Wasser durch. Wenn ein Fenster offen steht läuft auch mehr Wasser durch.
    Das ganze würde nur net funktionieren, wenn alte Regler an den Heizungen montiert wären. Da diese Regler net schließen läuft da kontinuierlich je nach Einstellung eine Menge x Liter Wasser durch. Das Wasser wird aber net abgekühlt, wenn der Raum schon die Temperatur erreicht hat.
    Ist aber bei den neuen Thermostaten net der Fall.
    Habe ich bei meinen Überlegungen was vergessen ?
    Ich denke, dass ich die Zähler einbaue, die nur die Wassermmenge erfassen.
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ich habe in anderen Foren gelesen das beim Betterietausch die beschriebenen Probleme aufgetaucht sind. Ich kann nicht mit sicherheit sagen ob das auch auf die von Allmess zutrifft. War ja auch mehr als Warnung gemeint.

    Die Leute haben sogar versucht mit Hilfe einer Stützspannung dem WMZ vorzugaugeln das die Batterie garnicht gewechselt wurde weil keine Spannungsunterbrechnung stattgefunden hat. Aber auch das hat nichts geholfen.
     
  8. RMHV

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    Ich denke, die Überlegungen könnte man mit "Geiz frisst Verstand" überschreiben. :zwinker
    Mit Warmwasserzählern kann man den Verbrauch an Heizernergie nicht ermitteln.
    Übliche Installation unterstellt, wird ständig das warme Wasser durch das gesamte System gepumpt. Vorlauf, vorbei an den Heizkörpern und dann Rücklauf zur Heizung. Der Eingang der Heizkörper ist am Vorlauf, der Ausgang am Rücklauf angeschlossen. Öffnet ein Thermostatvernil, wird das Wasser auch durch den Heizkörper fließen und sich dabei abkühlen. Die im Wasser gespeicherte Wärmeenergie wird an die Umgebung abgegeben. Die Menge der abgegebenen Wärmeenergie muss erfasst werden. Da die Durchflussmenge von der Zirkulationspumpe bestimmt wird, geht die Erfassung des Energieverbrauchs ausschließlich über die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Wenn alle Heizkörper zugedreht sind findet auch keine Zirkulation statt. Wo soll das Heizwasser auch zum Rücklauf kommen wenn nicht durch den Heizkörper?

    Der Trick mit den Wasserzählern war früher gängige Praxis. Ist aber heute für Abrechnungen nicht mehr zugelassen.
     
  10. #9 kleiner Schelm, 29.10.2006
    kleiner Schelm

    kleiner Schelm Neuer Benutzer

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    Hallo,

    was sagt eigenlich unser Gesetzgeber dazu, wenn ständig und sinnlos warmes Wasser durch Mauern etc. gepumpt wird und damit Öl "verheizt" wird ?
    Das soll übliche Installation 2006 sein ??? Für mich schwer vorstellbar.
    Die alten Regler, die nicht schließen (wenn es im Raum warm genug ist) sind meines Wissens verboten worden.

    Ich kann bestätigen, dass im Heizkreislauf nicht immer wasser fließt.

    Ob die Zähler richtig messen/anzeigen kann ich derzeit nicht sagen. Wie oben beschrieben, bin ich nicht auf die Zähler (zum abrechnen) angewiesen.
     
  11. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wenn alle Heizkörper zugedreht sind, wird auch nicht geheizt und der Verbrauch ist Null. Würde allerdings der geschlossene Zulauf eines einzelnen Heizkörpers die Zirkulation unterbrechen, könnte in nachfolgende Heizkörper nicht mehr geheizt werden. Das ist nun bekanntermaßen nicht der Fall. Oder hat schon mal jemand festgestellt, dass in einem Raum mit 2 Heizkörpern ein Heizkörper nicht benutzt werden kann, wenn nicht vorher der andere aufgedreht wurde?
    Die Zirkulation ist im Strang immer dann gewährleistet, wenn auch nur ein einziger Heizkörper offen ist. Es fließt dann eine konstante Wassermenge und diese Wassermenge kann kein Maß für die Leistungsabnahme an den Heizkörpern sein.

    Dem möchte ich nicht widersprechen. Man kann Heizungen schließlich auch komplett abschalten. :zwinker
     
  12. #11 kleiner Schelm, 30.10.2006
    kleiner Schelm

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    Hallo,

    die Thermostate, die an den Heizungen installiert sind, arbeiten so:
    Wenn das Thermostat auf eine Temperatur (= Zahl von 1 bis 5) gestellt wird, öffnet das Thermostat so lange, bis die Temperatur erreicht ist.
    Der Unterschied zu den alten Thermostaten ist, dass hier immer komplett offen bzw. geschlossen ist.
    So gesehen findet keine Zirkulation statt, wenn in allen Räumen die Temperatur erreicht ist.
    Vom Heizungskeller gibt es Leitungen zu den Stockwerken. In den Stockwerken gibt es dann die Verteiler, an denen die Heizungen angeschlossen sind.
    Wenn ein Heizkörper warmes Wasser benötigt, nimmt er welches vom Verteiler ab.
    Am Verteiler gibt es (zumindest bei mir, ich habe nachgesehen) keinen Bypass (zwischen Vor- und Rücklauf)
    Es ist also ausgeschlossen, dass irgendwo Wasser fließt, wenn kein Heizkörper was anfordert. Das Wasser in den Leitungen kühlt natürlich ab. Deshalb dauert es auch etwas, wenn man einen Heizkörper aufdreht, da das erkaltete Wasser erst durchfließen muss.
     
  13. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Also halten wir fest:

    Wasserzähler für den Heizwasserkreislauf für die Selbstkontrolle mit Einschränkungen ja aber für eine rechtssichere Abrechnung NEIN !!!

    Noch ein Tipp für die Wasserzähler: Wenn dann kannst Du auch Kaltwasserzähler nehmen. Die sind billiger und unterscheiden sich nur in der Farbe des Typenschildes und der Eichgebühr. Die ist nämlich bei Warmwasserzählern höher, daher auch der Preisunterschied. Ansonsten sind die 100% Baugleich.
     
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