heizkosten bei einzelgasöfen und boiler?

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von ottis, 04.05.2008.

  1. ottis

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    Hallo,

    ich habe vor aus meiner jetzigen Whg. auszuziehen. Mir wurde eine Wohnung in Frankfurt am Main angeboten. Sie ist 50 qm groß, 1 Zi+Küche, befinde sich in einem freistehenden Hinterhaus von 1934 (keine weiteren Nachbarn). Dach ist ein Flachdach. Die Fenster sind isoliert und schließen gut (Termoplane). Da sich zwei Bäume davor befinden, ist es relativ schattig (nicht völlig dunkel). Es gibt zwei Einzelgasöfen und einen Boiler für das Warmwasser.

    Mit welchen Heizkosten hätte ich in etwa zu rechnen? Bisher hatte ich nur Zentralheizung, aber wie sähe es mit Gasofen aus? Bei google habe ich nichts extra zum heizen mit gasheizung in einzelwohnungen gefunden.

    Vielleicht hat jmd. schon damit Erfahrung gemacht, auch was Nach- oder Vorteile gegenüber Zentralheizung gibt?

    Danke für eure Hilfe

    Grüsse, ottis
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 05.05.2008
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    hat das haus einen vollwärmeschutz? oder ist es original-substanz von 1934?
    falls letzteres: wie dick sind die mauern, und was für mauern sind es?
    ist das flachdach isoliert? wenn ja: wie?
    die bäume dürften keine rolle spielen sofern es nicht immergrüne oder nadelbäume sind - denn im winter (während der heizperiode) fällt dann der schatten weg.

    pauschal kann man bezüglich heizkosten ohnehin nicht viel sagen.
    da spielt schon die bausubstanz 'ne grosse rolle, aber auch die art der heizung (also ob neuern datums oder älteren, welche technik usw.).

    ist der boiler ein gasboiler oder ein elektro-boiler?

    der grosse vorteil von einzelheizungen liegt darin, dass man ganz alleine einfluss auf die heizkosten hat. d.h.: es macht sich in jedem falle bemerkbar, wie man heizt und man kann direkt sparen.
     
  4. ottis

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    Hallo,

    erstmal danke für die schnelle Antwort.

    Soweit ich weiß, ist das Dach nicht isoliert und es gibt keinen Vollwärmeschutz. Die Mauern sind sehr dick, ich hab sie nicht ausgemessen, aber sie sind massiv (kein rigips oder ähnliches). Die Öfen sind nicht im besten Zustand, schätze 60-er, aber zum Glück gibt es Lüftungsschlitze in den Wänden. Auf jedenfall ist das Klima in der Wohnung sehr angenehm, wie bei alten Häusern. Bei 19 Grad draussen waren es drinnen ca 14 und die Luft war gut. Der Boiler geht auch über Gas. Im Prinzip bin ich äußerst sparsam was Nebenkosten angeht, aber wie gesagt, hab keine Erfahrung mit Gaseinzelöfen und will keinen Schock bei der Abrechnung erleben (könnt es mir finanziell auch nicht leisten). Das man nicht genau sagen kann, was man ausgeben muss ist mir bewußt (Personenabhängig), ich dachte nur an eine Vorstellung in etwa (eher etwa 50,- oder 150,-)?

    PS: Die Bäume sind Mispeln.

    Grüsse,ottis
     
  5. #4 lostcontrol, 05.05.2008
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    nicht-isoliertes flachdach direkt über deiner wohnung = sehr hohe heizkosten.

    kein vollwärmeschutz = je nach aussenwand höhere heizkosten (wie dick sind sie denn die mauern? und aus was bestehen sie? betonmauern, die es teilweise ja auch schon 1934 gab, isolieren sehr schlecht, ziegelmauern dagegen einigermassen gut, hängt halt viel davon ab wie dick das gemäuer ist).

    die isolierglas-fenster bringen dir nicht viel, wenn das haus ansonsten keinen vollwärmeschutz hat.... dann geht die wärme halt an anderer stelle verloren...

    lüftungsschlitze in den wänden? wie ist das denn zu verstehen?
    gasöfen aus den 60ern? klingt für meine ohren nach sehr überaltert und deshalb von der effizienz her miserabel = sehr hohe heizkosten.

    d.h. IM haus war es kälter als draussen??? das würde ich ja jetzt bei normalen temperaturen definitiv NICHT als vorteil sehen.
    im sommer mag das ganz angenehm sein wenn's im haus kühler ist, aber im normalfall ist das eher nachteilig.

    frag doch einfach mal den vormieter, was er so an gasverbrauch hatte (wichtig: nicht den preis erfragen sondern den verbrauch). aber vergiss nicht gleichzeitig auch danach zu fragen, was für 'ne raumtemperatur er so üblicherweise hat (1°C mehr raumtemperatur = ca. 6% mehr heizkosten). und das duschverhalten spielt da ja in dem fall auch 'ne rolle...

    also, da stellen sich halt noch ein paar zusatzfragen:
    wer bezahlt den schornsteinfeger?
    wer bezahlt die wartung des ofens?
    musst du die grundgebühr an den gasversorger selbst zahlen oder läuft die aufs haus und wird umgelegt?
    gibt's spezialtarife für wenigverbraucher (wäre bei dir ja der fall)?
    usw.....

    sorry, aber das ist wirklich schwer zu sagen.
    bezüglich warmwasser sowieso - da ist das dusch- bzw. badeverhalten der leute ja nun mal extrem unterschiedlich. zwar könnte ich dir aktuell sogar ziemlich genau sagen, wieviel gas ich für meine warmwasserversorgung derzeit brauche, aber a) bin ich ja 'ne frau (und dusche statistisch gesehen deshalb öfter und länger) und b) habe ich eine niegelnagelneue warmwassertherme im keller. zudem hab ich sicherlich einen anderen gaspreis als du.

    bezüglich heizung würde ich dir empfehlen vielleicht mal beim gasversorger nachzufragen bzw. beim heizungsbauer - die versorger können dir preise und durchschnittsverbräuche nennen und der heizungsbauer kann dir sagen was vom ofenmodell zu halten ist...

    aber ganz ehrlich, wenn ich vor der wahl stünde, würde ich die wohnung aus 2 gründen nicht nehmen:
    1.) nicht-isoliertes flachdach (da geht wärme raus wie blöd - UND die dinger werden, sofern nicht regelmässig sehr gut neu abgedichtet, immer mal wieder undicht. hast du wasserschäden auf dem boden entdeckt? die könnten vom undichten dach stammen...)
    2.) stark überalterte heiztechnik (wenn die öfen tatsächlich aus den 60ern stammen, dann sind die so sehr jenseits der modernen technik und effizienz, dass es gut möglich ist, dass die so oder so bis zur hälfte mehr verbrauchen für den gleichen wärmeeffekt wie moderne geräte - gas war in den 60ern ja noch billig, da war die technik einfach nicht auf sparsamkeit ausgerichtet). aber da frag am besten mal die vermieterin, wie alt die tatsächlich sind - könnte ja sein dass der brenner innendrin zwischendurch mal ausgetauscht wurde...

    andererseits:
    wenn die wohnung wirklich so hübsch ist bzw. genau dem entspricht, was du dir so wünschst bzw. was du so brauchst und zudem auch noch von der kaltmiete her günstig ist, dann würde ich evtl. auch gerne bei den heizkosten ein bisschen draufzahlen... ökologisch ist das zwar nicht, aber es geht ja auch darum, dass man sich wohlfühlt...

    also:
    ===> vormieter nach VERBRAUCH fragen (verbrauch, nicht euro, ganz wichtig!!!)
    ===> gasversorger nach tarifen, preisen und durchschnittsverbräuchen fragen
    ===> heiztechnik checken - art, alter usw. - evtl. vom vermieter den bericht der letzten wartung zeigen lassen.
    ===> vermieter fragen, wer den schornsteinfeger zahlt (verteiler?) und wer die wartung zahlt und wie hoch die entsprechenden kosten jeweils sind
     
  6. ottis

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    Hallo,

    danke für die vielen Hinweise. Vormieter kann ich leider nicht mehr fragen, wohnt nicht mehr da. Aber die anderen Sachen werde ich auf jeden Fall den Vermieter fragen, zur Sicherheit. Im Prinzip bin ich sozusagen ein "gebranntes Kind", weil meine derzeitige Wohnung ca. 45 Grad im Sommer hat, Marder auf dem Dach und am ....der Welt ist, deshalb war ich anfangs so begeistert von der Neuen. Mal schauen, was der Verm. sagt.

    Übrigens: Bin kein Mann.

    Grüsse, ottis
     
  7. #6 lostcontrol, 05.05.2008
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    dann frag den vermieter, ob er den verbrauch des vormieters kennt - falls nicht, dann soll er die adresse rausrücken.
    übrigens gilt seit 01.01.2008 diese geschichte mit dem energiepass - hast du dir den schon zeigen lassen? das müsste in diesem fall ja ein verbrauchsorientierter energiepass sein, und da sollte entsprechend drin stehen, wie hoch der verbrauch ist.

    dann wirst du mit einem nichtisolierten flachdach aber auch nicht glücklich. die isolierung fehlt ja dann in beide richtungen, d.h.: im winter geht dir die heizungswärme verloren, im sommer sitzt du in einem backofen mit oberhitze...
     
  8. ottis

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    Hallo,

    danke. Stimmt mit dem Dach, daran hab ich nicht gedacht. Die Wohnungsmarktsituation in Frankfurt ist einfach schrecklich! Jede Wohnung unter 450 hat irgendeinen Haken!:motzki :wink

    ottis
     
  9. #8 lostcontrol, 05.05.2008
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    vergiss nicht, nach dem
    ENERGIEPASS
    zu fragen! das ist enorm wichtig und wird dir in diesem fall sicher weiterhelfen!
     
  10. #9 Eddy Edwards, 06.05.2008
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    Nach der neuen EnEV ist für Bestandsgebäude mit Fertigstellungsjahr bis 1965 ab 1. Juli 2008 der Energieausweis Pflicht.
     
  11. #10 lostcontrol, 07.05.2008
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    der energieausweis ist auch für später fertiggestellte häuser pflicht.
    ABER: es gibt jede menge ausnahmen und sonderfälle.
    und es gibt zwei sorten energiepass, einmal den verbrauchsorientierten ("kleinen") energiepass, den man auch durchaus für ziemlich sinnlos halten könnte, weil er nichts aussagt was man als eigentümer / mieter nicht schon wüsste, aber trotzdem erstmal geld kostet, und dann den "großen" energiepass, bei dem tatsächlich die bausubstanz analysiert wird.

    wessen immo zu den ausnahmefällen gehört (und das sind viele!!!), der tut gut daran, sich diese tatsache bescheinigen zu lassen, damit er/sie das den mietern auch schriftlich vorlegen kann. ansonsten werden die mieter den verdacht hegen, dass der eigentümer sich um den (mit kosten verbundenen) energiepass herumdrücken will - sei's aus finanziellen gründen oder um etwas zu vertuschen...
     
  12. #11 Eddy Edwards, 27.05.2008
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    ...der sogenannte bedarfsorientierte.

    Trotz vereinzelter Ausnahmen kann man grundsätzlich für Bestandsgebäude welche vermietet oder verkauft werden sollen folgendes feststellen:
    • für Wohngebäude der Baufertigstellungsjahre bis 1965 müssen bis 01.07.2008
    • für später errichtete Wohngebäude müssen erst ab dem 01.01.2009 und
    • für Nichtwohngebäude müssen erst ab dem 01.07.2009
    die Energieausweise zugänglich gemacht werden.
     
  13. #12 lostcontrol, 27.05.2008
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    jepp, das ist der aktuelle stand.
    aber nachdem der termin nun wirklich zig mal verschoben wurde (zuletzt hiess es ja, das ganze gälte ab 01.01.2008) haben eben viele vermieter den energiepass schon machen lassen...

    fragen kann man auf jeden fall trotzdem mal danach, gell?
     
  14. #13 Eddy Edwards, 27.05.2008
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    dat steht außer Frage! Aber wir wollen doch weder die Vermieter noch die Mieter aufschrecken und wieder irgendwelche Sachen hinein interpretieren: "ich muss noch keinen Nachweis haben" :motzki "doch, brauchst du schon, du willst nur was verheimlichen" - das bringt doch keinem etwas...
     
  15. #14 lostcontrol, 27.05.2008
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    dazu hab ich an anderer stelle schon was geschrieben, nämlich dass ich es für äusserst sinnvoll halte, dass diejenigen vermieter, die tatsächlich keinen energiepass brauchen (und das sind etliche, drum find ich das ja auch einigermassen albern den auf diese art und weise einzuführen - entweder das gilt für alle oder eben für niemand!!!), den "nachweis" dass sie keinen brauchen ebenfalls griffbereit haben zwecks vorlage gegenüber potentiellen mietern.

    das mit dem energiepass ist doch völlig albern, wenn es da so viele ausnahmen gibt.
    z.b. fallen ja auch diejenigen wohnhäuser raus, in denen es nur 3 (oder waren es 4?) wohnungen gibt...
    ich z.b. brauche für keines der 4 häuser die ich betreue energiepässe, obwohl mehr wohnungen drin sind (dabei ist mindestens eines davon ein echter problemfall was das angeht).
    für unsere komplette altstadt braucht man keine energiepässe!

    ganz abgesehen davon wurde jetzt zum x-ten mal geändert, welche häuser nun eigentlich energiepässe brauchen und welche nicht. vermutlich wird sich das bis zum 01.07.2008 dann auch noch ein, zwei mal ändern (das wurde mir übrigens von unserem energieberater höchst persönlich so angekündigt, und der ist irgendwie in diesem gremium mit drin bzw. hat seine finger da mit drin - er sagte mir ausdrücklich ich solle warten mit den energiepässen und in der zwischenzeit hat sich das ja auch bestätigt, denn plötzlich brauch ich ja keine mehr).

    das ist MIETER-VERARSCHE!!!
    dann doch lieber ein ehrliches wort vom vermieter / eigentümer in die richtung "die kaltmiete ist nicht so hoch, weil das haus nicht den aktuellen ansprüchen in sachen wärmeschutz entspricht.
    und dann soll man für den verbrauchsorientierten energiepass das heizverhalten der vormieter eruieren? ja wo sind wir denn? muss ich jetzt im auftrag von vater staat den mietern hinterherspitzeln? soll ich sie verhören oder was?

    mal ganz abgesehen davon, dass das baujahr nicht unbedingt was über die bausubstanz aussagt. altbau ist nicht automatisch schlecht. vorkriegshäuser sind oftmals in sachen wärmeschutz DEUTLICH besser als nachkriegshäuser, trotz des entsprechend höheren alters.

    und vom denkmalschutz will ich jetzt garnicht erst anfangen...
    ich hab derart die schnauze voll davon auf dem rathaus vom energieberater zu hören dass ich einen vollwärmeschutz brauchen würde und der denkmalbeauftragte, der daneben hockt, sagt im gleichen atemzug "das dürfen sie aber nicht".

    sorry, aber das thema erbost mich etwas...
     
  16. #15 Eddy Edwards, 27.05.2008
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    Es gibt doch gar keinen Grund, sich darüber zu erbosen!

    Zuerst gilt festzuhalten, dass dieser Energieausweis und die Maßnahmen daraus unterschiedlich zu betrachten sind.

    Nach der EnEV 2007 ist für ALLE Gebäude welche verkauft oder vermietet werden (der Vollständigkeit halber auch bei Verpachtung oder beim Leasing und natürlich bei Neubauten) ein Energieausweis bereitzuhalten.

    Die Verpflichtung für die einzelnen Gebäude ergibt sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Siehe oben.

    Nur für die Wahl ob ein Ausweis auf Grundlage des Verbrauchs oder des Bedarfs erstellt wird, sind verschiedene Aspekte zu beachten. Hierunter zählt u. a.: Zitat EnEV: "für Wohngebäude, die weniger als fünf Wohnungen haben und für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt worden ist."

    Nur für die Maßnahmen gibt es vereinzelte Ausnahmen.

    Und wenn sich dann zwei im Rathaus streiten, würde ich mich doch ganz lässig zurück lehnen und das Schauspiel genießen. Denn wenn es sich tatsächlich um ein Baudenkmal handelt, hat man wenigstens in Sachen der EnEV etwas Glück. Im Allgemeinen sind die Forderungen der Denkmalschutzbehörde recht kostspielig. Die EnEV läßt folgende Ausnahme zu, die ich ganz nah bei mir tragen würde:

    Und wenn man einen Energieberater an der Hand hat, welcher die Finger im Spiel hat bei der Aufstellung der EnEV versteht man vielleicht noch viel besser, dass wir Kleinen nichts dagegen ausrichten können und sind die Vorschriften noch so verwirrend und unlogisch, wir werden sie beachten müssen.
     
  17. #16 lostcontrol, 27.05.2008
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    falsch. lies das noch mal nach. es sei denn in der aller-allerneuesten version steht schon wieder was anderes drin.
    vor ca. 4 wochen hat zumindest unser städtischer energieberater noch was anderes gesagt.

    diese angeblich so "vereinzelten" ausnahmen umfassen hier die komplette altstadt.
    ich nenn das nicht "vereinzelt".

    machst du witze? wir würden ja gerne etwas machen, aber man lässt uns nicht!
    es haben schon mieter die wohnungen nach süden abgelehnt, weil man uns nicht genehmigt, dort rolläden anzubringen. in diesen wohnungen kann es wirklich verdammt warm werden, und innen-rollos bringen ja bekanntlich nicht viel.

    der von dir zitierte absatz ist mir bekannt.
    und gilt bei uns für die gesamte altstadt.
    ich würde eigentlich lieber das geld für den energiepass abdrücken und ernst machen in sachen wärmeschutz etc. was bringt denn eine historische altstadt, in der niemand mehr wohnen will und die peu à peu dekorativ verfällt, weil sich mangels anständiger mieteinnahmen keiner mehr leisten kann die häuser in schuss zu halten?
    ok - wir haben da noch glück, zum einen weil das haus gut in schuss ist, zum anderen weil wir genug rücklagen haben. aber es gibt schon mehr als genug häuser, die aufgrund der streitereien im rathaus langsam zerfallen. mehrere davon musste die stadt schon selbst aufkaufen, kann es sich aber auch nicht leisten, die entsprechend instand zu setzen.... also auch leerstand und zerfall - nur dieses mal auf kommunale kosten...

    jaja... mein letzter kommentar zu diesen streitereien auf UNSERE kosten war: "sie sitzen hier in ihrem rathaus das auch nicht vollwärmegeschützt ist, schauen aus dem fenster zu wie auf der anderen strassenseite IHRE häuser zerfallen weil sie es sich nicht leisten können sie instand zu halten und machen UNS vorschriften, wie wir das besser stemmen sollen...

    aber lassen wir das.
    ich bin da einfach supersauer.
    und wie gesagt: ich brauche ja keine energiepässe (zumindest nicht nach der aktuellen regelung), also sollte ich mich vielleicht besser raushalten...

    ich frag mich halt wie die mieter das wohl sehen.
    ICH würde mich verarscht fühlen.
     
  18. #17 Eddy Edwards, 31.05.2008
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    Hab ich doch glatt gemacht! Aber nichts anderes gefunden.

    Nach Einführung der EnEV 2007 zum Oktober 2007 wurde an dieser Verordnung nach meiner Recherche seit dem nichts geändert. Allerdings wird bereits an einer EnEV 2009 gearbeitet. Im veröffentlichten Entwurf von April 2008 soll sich allerdings an diesem Absatz auch nichts ändern.

    Also in der Verordnung kann ich nicht viele Ausnahmen rauslesen. Und bei euch scheint dann die ganze Altstadt unter Denkmalschutz stehen.

    Das ist nun mal so mit den "lieben" Denkmalschützern. Obwohl man trotz des Kuckucks schon etwas machen kann. Wobei doch meistens bei diesen schönen alten Gebäuden die Außenwände sowas von dick sind, dass man auf einen Fassadenwärmeschutz auch verzichten kann.
     
  19. #18 lostcontrol, 31.05.2008
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    mir ging's ja auch drum welche häuser als ausnahmen gelten.
    dabei geht's z.b. um die anzahl der wohnungen.

    wie gesagt: baujahr, anzahl der wohnungen.
    ob und wann man den energiepass vorlegen muss war nicht mein thema - ich glaub da haben wir aneinander vorbeigeredet.
    es gibt die besagten ausnahmen - das ist teilweise der denkmalschutz, teilweise liegts am baujahr (bzw. an der letzten kernsanierung), teilweise an der anzahl der wohnungen im gebäude.
    bekannte von mir überlegen grad lauthals ob sie nicht einfach eine mini-dachwohnung "zurückbauen" sollen zum blanken dachboden - nur damit sie um den energiepass drumrumkommen. halte ich jetzt auch nicht für sinnvoll, so teuer ist der pass ja dann auch nicht, und besagte wohnung ist recht hübsch, wenn auch winzig. aber mini-wohnungen haben halt leider immer 'ne hohe fluktuation und meinen bekannten ist das wohl auch zu stressig.

    richtig. die komplette altstadt steht unter denkmalschutz.

    naja... is hier nich ganz so. es geht ja fast nur um fachwerkhäuser (bei denen wär es eh schad wenn man die fassade verkleiden würde), so dick sind die mauern da ja bekanntlich nicht...

    versteh mich nich falsch eddy - ich finde die idee mit dem energiepass ja als solches schon ok, ich find das sinnvoll wenn mieter (bzw. käufer) sich offiziell informieren können was sie erwartet.
    nur die umsetzung der sache ist katastrophal.
    der sogenannte "verbrauchsorientierte" energiepass für einzelne wohnungen ist totaler nonsens, weil das nichts mehr mit der bausubstanz zu tun hat sondern extrem von den heizgewohnheiten der jeweiligen mieter abhängt.
    und ich finde eben, dass es nicht so viele ausnahmen geben sollte.
    oder eben sowas wie 'nen "qualifizierten" energiepass, der tatsächlich auf die jeweilige individuelle bausubstanz eingeht - das ist ja aktuell so nicht gegeben. meiner ansicht nach kann man ein fachwerkhaus nun mal schlecht mit einem betonbau vergleichen, genau das wird aber beim energiepass letztendlich gemacht, weil dinge wie z.b. raumklima oder ökologische bauweise usw. nicht aufgenommen werden, obwohl gerade letzteres für viele ein absolutes qualitätsmerkmal ist.
     
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