Heizkosten in Nebenkostenabrechnung 2012 viel zu hoch :-(

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von EagleOne, 01.11.2013.

  1. #1 EagleOne, 01.11.2013
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    Hallo zusammen,
    ich habe vor Kurzem meine Nebenkostenabrechnung bekommen. Ich soll für meine kleine 62m2 Wohnung mehr als 1300€ zahlen! Es handelt sich dabei um eine Gasheizung. Mein Problem hierbei war (bin inzwischen ausgezogen), dass es sich um ein 10 Familienhaus handelte, die Abrechnung allerdings nur über einen Zähler statt fand. Somit werden die gesamten Heizkosten auf die Quadratmeter umgelegt. Bei meiner ehemalige Vermieterin habe ich bereits angefragt, dass ich Einsicht bekomme in die genauen Verbrauchszahlen. Denn das dubiose ist, dass ich damals bei meinem Auszug von Nachbarn zu hören bekamm, dass die Heizung schon länger kaputt sei! Nun bin ich dabei zu beweisen, dass die Heizung in der Tat kaputt war, um so die Nachzahlung kürzen zu können.

    Meine Frage an Euch, kann man dann die Nachzahlung kürzen? Welche Schritte würdet ihr eventuell gehen, um in meinem Fall an Euer Recht zu kommen?

    Danke für Eure Antworten.
     
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  3. #2 lostcontrol, 01.11.2013
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    ein einziger gaszähler reicht völlig für eine einzige zentralheizung.
    die frage sollte eigentlich eher sein: hattet ihr keine heizkostenverteiler an den heizkörpern bzw. wärmemengenzähler?
    die heizkostenverordnung besagt ja dass zwingend nach verbrauch abgerechnet werden muss, entsprechend muss der verbrauch auch gemessen werden - wurde das bei euch gemacht oder nicht?

    was steht denn in deiner betriebskostenabrechnung drin?
    abgesehen davon hast du selbstverständlich ein recht auf einsichtnahme in die entsprechenden belege. hast du diesbezüglich schon mal SCHRIFTLICH bei deiner vermieterin angefragt?

    hättest du das nicht merken müssen wenn die heizung kaputt gewesen wäre?
    und hätte dann nicht der verbrauch entsprechend eher deutlich niedriger sein müssen?

    nein. den verbrauch musst du bezahlen.
    aber vielleicht wurde euch ja auch die heizungsreparatur untergemogelt.
    lass dir die belege zeigen!

    einsicht in die belege nehmen und alles genau nachprüfen.
    je nachdem was dabei rauskommt reagieren.
     
  4. #3 EagleOne, 01.11.2013
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    Nein so etwas gab es dort nicht. Auch der Grund warum ich ausgezogen bin. Damals bei meinem Einzug sicherte mir meine Vermieterin zu, dass diese Zähler während oder kurz ach meinem Einzug nachgerüstet wurden. Jedoch passiert ist dieses nie.

    Es steht drin, dass das gesamte Gebäude ca. 11.654€ und ein paar kleine gekostet haben soll. Ebenso ist dieses bezogen auf das ganze Gebäude, sprich 635 Quadratmeter. Da keine Zähler da sind, werden die gesamten Kosten durch die komplette Anzahl der Quadratmeter geteilt (sprich 635) und hochgerechnet auf 62 Quadratmeter. Da es ja keine Zähler gibt, bin ich ebenso nach Heizkostenverordnung berechtigt 15% von den Heizkosten zu kürzen. Den gesamten Verbrauch hat man nicht angegeben. Werde ihn hoffentlich bald einsehen können.

    Genau dieses ist eben das Problem. Ich weiß, dass das Steuergerät der Heizung kaputt war und die Heizung viel zu viel Gas nutzte. Dieses ist auf den ersten Blick auch nicht zu erkennen, da für den Endverbraucher die Heizleistung immernoch ok ist. Ausserdem war ich kaum zu Hause, nur am Wochenende (in der Woche nur abends und wenn die Heizung durchgelaufen war ging ich eh wieder ins Bett - somit blieb sie aus). Ich nutzte die Heizung deshalb auch kaum, sodass es nun für mich umso bitterer ist. Es handelt sich auch um eine Fussbodenheizung angeschlossen an einer Gasheizung. Hierdurch braucht die Heizung sowieso lange bis man etwas spürt und sie kannte nur zwei Zustände: an oder aus! Regulierung Fehlanzeige!

    Die Abrechnungen habe ich bei meiner ehemaligen Vermieterin bereits angefragt. Auch seit wann bekannt ist, dass die Heizung kaputt ist. Denn ein Verbrauch von mehr als 0,84€ pro Quadratmeter pro Monat ist mehr als verdächtig und zeigt, dass etwas nicht richtig sein kann.

    Bin gespannt was in den Abrechnungen steht.
     
  5. #4 lostcontrol, 01.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2013
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    der gesamte verbrauch wären dann wohl die ~11.654€.
    darauf würden dann auf dich ~1.138€ entfallen. das kommt mir für 62 quadratmeter zwar viel vor, ist aber durchaus möglich, vor allem dann wenn stark geheizt wurde.
    vvon den ~1.138€ kannst du tatsächlich die fraglichen 15% abziehen weil keine verbrauchsmessung möglich war.

    aber wie soll das jetzt dazu passen dass du über 1.300€ nachzahlen sollst?
    bezieht sich das mit dem nachzahlen vielleicht auf etwas anderes als die heizkosten? an denen kann's ja nicht gelegenhaben, die sind ja rein rechnerisch niedriger als das was du nachzahlen sollst.
    wie hoch war denn deine betriebskostenvorauszahlung?
    und wieviel wasser hast du verbraucht? das ist ja immer der zweitdickste brocken bei den betriebskosten...

    vielleicht solltest du die abrechnung mal einscannen und hier einstellen - natürlich ohne deine persönlichen daten.

    dieses argument hört man oft, aber das ist schon bei denjenigen die HKVs haben albern, denn die grundkosten müssen trotzdem auf alle gerecht verteilt werden.
    klar trifft es dich dann beim rest, der nach verbrauch abgerechnet werden müssten deutlich härter dass andere vermutlich mehr geheizt haben und du das mitbezahlen musst, aber letztendlich ist das nur für einen teil der heizkosten so.

    hast du diesen eindeutigen mangel denn beim vermieter SCHRIFTLICH gemeldet?

    hast du ihr auch gleich mehrere terminvorschläge gemacht wann du bei ihr vorbeikommen kannst?

    sorry, aber da muss ich dir widersprechen.
    hier mal zahlen von 2011 (neuere konnte ich auf die schnelle nicht finden):
    http://www.mieterbund.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=21893&cHash=9e1c1e238329745038488e0d75e503ee
    da ist von 99 cent pro quadratmeter die rede.

    was steht denn in der abrechnung die du bekommen hast, darauf bin ich erstmal gespannt...
     
  6. #5 EagleOne, 01.11.2013
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    Nachzahlen soll ich fast 600€. Die 1300€ sind nur auf die Heizkosten bezogen. Alle anderen Punkte sind so weit ok, nur die Heizkosten sind viel zu hoch!

    Wo bitte ist das gerecht! Meine Eltern haben ein Einfamilienhaus und bezahlen nur ein wenig mehr als ich an Heizkosten! Das ist nicht gerecht! Die haben ca. 120 Quadratmeter Wohnfläche. Zum anderen wohnen in dem Haus 3-4 Parteien von den 10 die bereits in Rente und somit den ganzen Tag zu Hause sind!

    Brauchte ich nicht, das war ihr bei meinem Einzug schon bekannt. Etwas dagegen unternommen hat sie nie!

    Nein, ich möchte Kopien von den Abrechnungen haben. Diese stehen mir laut Mieterschutzbund auch zu, denn ich bin es leid und werde diese Abrechnungen durch den Mieterbund prüfen lassen. Nicht das dort irgendwo noch versteckte Kosten schlummern. Meine alte Vermieterin hat mich viel zu oft hinters Licht geführt!
     
  7. #6 sara, 01.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2013
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    wie lostcontrol schon angemerkt hat ist dieser Nachzahlungsbetrag nicht alleine mit den Heizkosten begründet.
    Die Heizkosten (nach der von dir genannten Berechnung) von 1138€ für eine 62qm Wohnung pro Jahr würde ich auch nicht als überzogen halten eher normal, wenn es sich nicht um ein Niedrigenergiehaus handelt.

    Dass die Abrechnung nicht Gesetzeskonform ist, steht außer Acht.
    Allerdings sind die Kosten der Heizkostenverteiler und der damit verbundenen Abrechnung auch von den Mietern zu tragen. Da kannst du für deinen Wohnungsanteil + ~ 80€ für diese Berechnung zahlen.

    Wichtig ist die einzelnen Posten der Rechnungslegung für die Heizkostenabrechnung dir genau anzuschauen und diese sind im Grunde auch bei der Heizkostenabrechnung aufzuführen.

    Wie lostcontrol schon schrieb - Belege zeigen lassen.
     
  8. #7 lostcontrol, 01.11.2013
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    moment - in deinem eingangsposting schreibst du, dass du 1.300 euro nachzahlen sollst. jetzt sind es plötzlich nur noch 600 euro?
    und wie kann das sein dass rein rechnerisch nach quadratmetern aufgeteilt ein niedrigerer betrag rauskommt als die 1.300 euro?

    du hast aber schon den betriebskostenspiegel angeschaut und gelesen dass da 2011 im bundesschnitt 99 cent pro quadratmeter und monat an heizkosten errechnet wurden? und verstanden dass du da drunter liegst?
    wieso sollen die heizkosten dann zu hoch sein?

    niemand hat gesagt dass das gerecht ist.

    und wie sollen wir diesen vergleich jetzt nachvollziehen können?
    ich bewohne auch ein einfamilienhaus und bezahle mehr heizkosten. wie fies.
    aber sicher hatte deine 62qm-wohnung den gleichen dämm-standard etc. wie dein elternhaus...
    sorry, aber solche substanzlosen vergleiche kannst du dir sparen, die haben hier nichts verloren.

    das ändert alles nichts an der quadratmeterzahl nach der bei dir abgerechnet wird.
    zumal es ein bisschen spät ist sich darüber aufzuregen. du hättest die wohnung garnicht mieten dürfen.

    kannst du das beweisen dass ihr das bei deinem einzug bekannt war?
    falls nicht vergiss das - dieses argument kannst du leider komplett in die tonne kippen.

    da hat dich der mieterschutzbund falsch informiert.
    kopien stehen dir nur zu wenn du
    a) zu weit entfernt wohnst als dass es zumutbar wäre dass du hinfährst (die meisten urteile gehen da von mehr als 60/70km aus)
    b) selbstverständlich porto und kopierkosten für die kopien bezahlst.

    darfst du gerne tun, aber dann wirst du die kopien SCHRIFTLICH erbitten müssen und auch bezahlen müssen bzw. mit deinem anwalt bei der vermieterin zur einsicht erscheinen müssen.

    um so schlimmer dass du dich dann überhaupt nochmal auf eine wohnung einlässt in der es noch nicht mal entsprechende erfassungssysteme gibt und bei der die heizung schon bei deinem einzug kaputt ist...

    tu dir selbst den gefallen und scan die abrechnung mal ein und stell sie hier rein.
     
  9. #8 Papabär, 01.11.2013
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    Das ist überhaupt keine Antwort auf die gestellte Frage. Lostcontrol wollte Dir damit einen Tipp geben ... und der war nicht einmal schlecht.

    Du scheinst entweder beratungsresistent oder naiv ... oder vlt. auch beides zu sein.



    Das wird vermutlich an den 700,- € Guthaben aus der Abrechnung der "kalten" Nebenkosten liegen, gelle? Und - lass mich raten: Dieses Guthaben ist auch der Grund, warum dieser Teil der Abrechnung nicht beanstandet wird. :84:
     
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