Heizkosten neu verteilen

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von ingo1404, 01.03.2015.

  1. #1 ingo1404, 01.03.2015
    ingo1404

    ingo1404 Benutzer

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    Moin zusammen,
    ich bin neu hier und habe einen ganzen Haufen Fragen.
    Wir stehen vor der Anschaffung eines älteren 2 Familienhauses zur Vermietung.
    Im 2. OG befindet sich eine ca 70 qm große vermietete Wohnung und ein einzelnes Zimmer mit Duschbad welches leersteht. Der Strom und die Heizung/Warmwasser (Gastherme) laufen über die vermietete Wohnung.
    Ich möchte das einzelne Zimmer gerne an Wochenendheimfahrer bzw. Monteure vermieten, wie mache ich das mit der Abrechnung möglichst fair und transparent?


    Im 1. OG befindet sich eine 90 qm große Wohnung. Über die Therme dieser Wohnung laufen noch ein ehemaliger Laden im EG der von uns mal zu einer kleinen 2 Zimmer Wohnung ausgebaut werden soll, gleiche Frage wie oben.

    Danke Euch schon mal für die Antworten.
    Werden noch mehr Fragen in anderen Unterforen von mir aufkommen.
    Gruß Ingo
     
  2. AdMan

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  3. #2 Glaskügelchen, 01.03.2015
    Glaskügelchen

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    Versteh ich das richtig, dass beide Wohnungen mit Etagenheizungen versehen sind? Da ist es schonmal relativ ungewöhnlich, wenn der Vermieter die Abrechnungen erstellt, da in solchen Fällen die Mieter normalerweise direkt mit dem Versorger abrechnen.
    Bei Strom wirst du auf jeden Fall getrennte Zähler benötigen.
     
  4. #3 ingo1404, 01.03.2015
    ingo1404

    ingo1404 Benutzer

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    Moin,

    ja beide Wohnungen haben eine Gastherme und der Mieter rechnet seinen Gasverbrauch auch direkt mit dem Versorger ab.
    Mein Problem liegt darin, das ich das einzeln zu vermietende Zimmer ja irgendwie abrechnen muß. Ich kann den Mieter im 2.OG ja schlecht die Heizkosten für die kleine Wohnung (Zimmer mit Duschbad) bezahlen lassen.
    Denke mit einer Abrechnugsfirma wie ISTA wird es aber unnötig teuer.
    Gleiche gibt es dann später mal bei der anderen Wohnung, wenn wir den Laden im EG mal umbauen.
    Danke und Gruß
    Ingo
     
  5. #4 Glaskügelchen, 01.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 01.03.2015
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Erfahrener Benutzer

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    Ob es mietrechtlich überhaupt möglich ist, den Mieter erstmal dazu zu "zwingen" den Verbrauch der anderen Wohnung mitzubezahlen, möchte ich bezweifeln. Eine solche Regelung bedarf auf jeden Fall der Zustimmung des Mieters. Auch mit Zustimmung wird es ohne entsprechende Ablesevorrichtungen nicht gehen.
    Schlimmstenfalls musst du weitere zwei Thermen installieren lassen.

    Wie ist das überhaupt jetzt geregelt? Grundgebühr und Gefrierschutzheizleistung zahlt der Mieter momentan ja schon anteilig mit.
     
  6. Andres

    Andres
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    Zugegeben etwas radikale Antwort: Sucht ein anderes Objekt. Dieses Haus bringt die technischen Voraussetzungen für eine Vermietung nicht mit. Der Laden im EG deutet darauf hin, dass das vielleicht mal ein mit mittelgroßer Familie samt Familienbetrieb selbstgenutztes "Mehrgenerationenhaus" (würde man heute sagen) war. Dinge, die für dich als Vermieter unerlässlich sind, standen beim Bau dieser Immobilie gar nicht zur Diskussion.


    Wie Glaskügelchen schon geschrieben hat, muss der Mieter der größeren Wohnung nicht den Verbauch des Monteurzimmers mitabrechenen. Solange die Versorgung also nicht aufgetrennt wird, läuft alles auf dich. Gerade beim Strom würde ich das unbedingt vermeiden. Bei der Heizung ist es kein Beinbruch, allerdings ist damit der ganze Vorteil der Etagenheizung auch schon wieder weg.


    Ähnliche Antwort: Der Mieter muss hier nicht als Vertragspartner des Versorgers auftreten. Entweder trennt man die Versorgung sauber oder es läuft alles zunächst auf dich und wird danach abgerechnet.

    Die Gestaltungsspielräume für die Abrechnung halten sich auch in Grenzen. Das Objekt hat schon jetzt drei und später vier Wohnungen. Also gelten für dich alle Bestimmungen der HeizkostenV. Du bist verpflichtet, Verbauchserfassung für Heizung und Warmwasser zu betreiben (baurechtlich könnte spätestens beim Umbau noch ein Kaltwasserzähler vorgeschrieben sein) und musst auch entsprechend der Verordnung abrechnen. Fairness ist irrelevant, Transparenz ist vorgeschrieben.


    Die Suchmaschine deiner Wahl wird diese Vermutung bestätigen. Es gibt bessere und günstigere Anbieter. Man kann es auch selbst machen, aber dann muss man sich das notwendige Wissen aneignen. Das sollte sofort passieren. Viele Probleme lassen sich später nicht mehr vernünftig lösen, wenn man bereits Fakten geschaffen hat.


    Wenn es unbedingt diese Immobilie sein soll, würde ich mir überlegen, ob man nicht direkt nach dem Kauf einen Umbau auf eine Zentralheizung vornimmt und auch gleich alle anderen Hindernisse beseitigt, also alle Versorgungsstränge geeignet auftrennt. Ich könnte wetten, dass auch eine korrekte Erfassung des Allgemeinstroms in diesem Haus nicht möglich ist ...

    Der Kaufpreis sollte entsprechend verhandelt werden. Wenn das nicht gelingt, würde ich vom Kauf dieser Individuallösung abraten. Wenn du leiden willst, hau dir mit einem Hammer auf die eigenen Zehen - das macht mehr Spaß. ;)
     
  7. #6 ingo1404, 02.03.2015
    ingo1404

    ingo1404 Benutzer

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    Moin zusammen,

    danke erstmal für die ausführliche Antwort.

    Es soll das Haus sein, preislich denke ich wir haben eine gute Lösung gefunden. Wir sind unter dem 10 fachen der Jahreskaltmiete, wenn nur die beiden vorhandenen Wohnungen vermietet würden.

    Der Laden ist von dem Mieter der Wohnung 1 OG betrieben wurden kleiner Schusterladen der gute Mann hat bis 91 Jahre :verrueckt004: noch nebenbei etwas gearbeitet weil es ihm Spaß gemacht hat. Jetzt ist er im Herbst ausgezogen und im Altersheim. Deshalb wurde die Heizung EG und 1. OG so gemacht. Die Therme ist BJ 2006 deshalb möchte ich sie nicht entsorgen. Glaube die Trennung wäre auch kein Problem.
    Im 2. OG die Wohnung ist seit ca 15 Jahren an den einen Mieter vermietet. Das einzelne Zimmer wurde nur alle paar Wochen von einer älteren Dame (Verwandte des Herrn aus dem 1.OG) für max 1 Nacht benutzt, hat der Mieter einfach mitbezahlt so wie ich das überblicke.

    Zähler für Allgemeinstrom ist vorhanden.

    Das Haus soll es sein, weil es im Ort liegt wo ich selber auch wohne mit guter Versorgung und Verkehrsanbindung (IC-Halt, Nahverkehr, Bus, Autobahn).
    Das die Abrechnung etwas problematisch wird war mir von vorneherein klar, mit dem vorhandenem Mieter 2.OG werde ich eine Lösung finden, evtl würde er sogar das Zimmer noch zusätzlich nehmen, mehr Miete bekomme ich aber über´s einzeln vermieten.

    Habe schon mal gesucht wegen Abrechnungsfirmen, da aber alles Neuland ist bin ich auch für Tips mit Namen dankbar, selber machen habe ich auch überlegt wäre wahrscheinlich das vernünftigste.

    Danke und Gruß

    Ingo
     
  8. #7 Papabär, 02.03.2015
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Alter Falter!
    Nimm den Hammer ...

    Da wäre zumindest ein Ende der Schmerzen absehbar.
     
  9. Duncan

    Duncan
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    OK, die gute Versorgung wird sich demnächst auch auf eine Filiale eines Mieter(schutz)vereins und den einen oder anderen FA für Miet-usw.-Recht erweitern...
    :wink003:
     
  10. Berny

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    Schliesse mich an.
    Eine andere Möglichkeit wäre, sich Angebote von Installationsfirmen machen zu lassen, wonach dann eine einwandfreie Trennung der einzelnen Wohnungen versorgungs- und abrechnungstechnisch möglich wäre.
     
  11. #10 Palbiez, 05.03.2015
    Palbiez

    Palbiez Neuer Benutzer

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    Aufteilung

    Die Aufteilung kann folgendermaßen ablaufen:

    - Zähler an jeden Heizkörper und die Thermen beim Energieversorger auf dich nehmen
    - zentrale Wärmemengenzähler und damit alles auf eine Therme umrüsten

    Genauso beim Strom

    Wichtig könnte noch sein, dass eine Umnutzung von Gewerbe auf Wohnungen genehmigungspflichtig ist. Das heißt, dass ihr Ggf alle neuen Bauvorschriften beachten müsst bei der Umnutzung.

    service-bw: Baugenehmigung - Änderung der Nutzung einer baulichen Anlage beantragen
     
Thema: Heizkosten neu verteilen
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