Heizkosten nicht trennbar da Ringleitung für 2 Etagen, wir benutzen auch noch Kamin

Diskutiere Heizkosten nicht trennbar da Ringleitung für 2 Etagen, wir benutzen auch noch Kamin im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, wir haben auf dem Bungalow meiner Schwiegereltern noch ein Dach draufgesetzt in dem wir auch wohnen, unten gibt es noch eine...

  1. moopy

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    Hallo,
    wir haben auf dem Bungalow meiner Schwiegereltern noch ein Dach draufgesetzt in dem wir auch wohnen, unten gibt es noch eine Einliegerwohnung, also insgesammt 3 Wohneinheiten.
    Wir haben eine Gasheizung, die mit dem Warmwasserspeicher gekoppelt ist, für alle Etagen.
    Damals sind für unsere Etage neue Wasser und Heizungsleitungen verlegt worden, wir benutzen zum heizen aber eigentlich nur unseren Kamin und hatten mit meinen Schwiegereltern bis jetzt eine 70/30 Regelung für Heizung und Wasser nach Personenzahl.
    Jetzt haben wir das Haus geerbt und wollen die mittlere Etage vermieten, die Heizungs-und Wasserleitungen für die mitllere Etage und die Einliegerwohnung (die wir weiterhin nutzen wollen) verlaufen als Ring unter der Decke im Erdgeschoss und gehen je nach Bedarf nach oben in die erste Etage oder halt ins Erdgeschoss.
    Ich kann also überhaupt nicht festlegen wie der Verbrauch der beiden Etagen ist, Messgeräte an den Heizkörpern klappt wegen unserem Kamin nicht.
    Wir haben auch schon mit einem Rechtsanwalt gesprochen, der sagte wenn der Mieter eine Pauschale akzeptiert ist es ok, aber wenn er seine Meinung ändert und eine genaue Heizkostenabrechnung haben will, haben wir ein Problem und wenn ich keine genaue Abrechnung vorlegen kann braucht er auch nicht zu bezahlen.
    Wenn der Mieter eine Pauschale akzeptiert, bin ich also immer darauf angewiesen das er seine Meinung nicht ändert, das ist nicht zufriedenstellend.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Was klappt da nicht? Die Gaszentralheizung wird über eHKV abgerechnet, der Kamin ist euer Privatvergnügen. Für's Warmwasser ist noch eine Verbrauchserfassung erforderlich. Falls die Leitungen hier auch nicht ausreichend getrennt sind, muss die Verbrauchserfassung eben an jeder Entnahmestelle erfolgen - das sind in der Regel nicht so viele.

    Insgesamt sehe ich hier (im Moment) wirklich keine unlösbaren Probleme.
     
  4. #3 lostcontrol, 01.11.2013
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    da kann ich mich Andres nur anschliessen: warum klappt das nicht?
    die messgeräte erfassen den verbrauch der heizkörper, wenn ihr nur den kamin benutzt verbrauchen die heizkörper nichts. und wenn ihr dann noch 30:70 die heizkosten berechnet passt das doch einigermassen.
     
  5. aquila

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    Wir haben eine ähnliche Situation in 2 ETW, die sich eine Therme teilen. Für die Abrechnung der Heizkosten haben wir HKV installiert. Aber wir können den Anteil für Warmwasser nicht ermitteln, da sich keine Möglichkeit an der Therme befindet, um einen Wärmemengenzähler einzubauen. Einzig an jeden Verbraucher eine Warmwasseruhr könnten wir anschließen. Die Ungenauigkeit der Wasseruhren ist jedoch nur für die Aufteilung einer Gesamtmenge an Wasser/Energie zulässig so viel ich weiß, den ab Ende 2013 muss die auf die zentrale Warmwasserversorgung entfallende Wärmemenge mit einem Wärmezähler gemessen werden (§ 9 Absatz2). Damit ist bei uns nur durch kompletten Umbau der Therme eine verbrauchsgerechte Erfassung möglich. Soweit mir bekannt, gestattet der Gesetzgeber bei unzumutbar hohem Aufwand eine rechnerische Ermittlung des Energieanteils an der Warmwasserbereitung.

    Langer Text kurzer Sinn: Wir haben auch noch keine perfekte Lösung aber die Mieter kennen das Problem und befürworten die angebotene Abrechnung. Ob das bei Mieterwechsel zu Einsprüchen bzgl. der Abrechnung führt, wird sich zeigen.
     
  6. moopy

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    ich kann aber den Gasverbrauch zwischen Heizung und Wasser nicht trennen, und wir benutzen auch schonmal die Heizung, da kann ich doch keine genauen Angaben machen.
    Es soll doch die Wärmemenge und nicht die Wassermenge festgelegt werden und das geht nicht an jeder Abnahmestelle, das sind 6 plus unsere Ringleitung und dann kommt noch die Heizung.
     
  7. aquila

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    und genau wenn das sich nur mit unzumutbar hohem Aufwand ändern lässt, gestattet der Gesetzgeber eine rechnerische Ermittlung des Energieanteils an der Warmwasserbereitung. Hier ist ein ganz interessanter Artikel dazu
     
  8. #7 lostcontrol, 01.11.2013
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    was meint denn der heizungsbauer dazu? standardmässig ist das eigentlich bei allen thermen / brennwertkesseln möglich, man muss nur den entsprechenden zähler einbauen.

    dafür gibt's ja dann entsprechende HKVs.

    mit der warmwassermenge wäre euch aber doch schon mal geholfen, oder nicht? und die kann man ja messen.

    warum sollte das nicht gehen? wir haben aufgrund altbau eigentlich in allen unseren altbauwohnungen an jeder entnahmestelle wasserzähler (allerdings nur kaltwasswerzähler, warmwasser wird dort lokal erzeugt, muss also nicht gemessen werden). de fakto bedeutet das pro wohnung 2-4 wasserzähler.
     
  9. aquila

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    Es gibt Thermen, die mit dem Kessel eine Einheit darstellen und dadurch keine Möglichkeit für den Einbau eines Wärmemengenzählers besteht. Das ist auch das Beispiel, welches klassischer Weise als
    Ausnahme (bzgl. gestattetes Rechenverfahren aufgrund unvertretbar hohen Aufwandes) aufgeführt wird.
     
  10. #9 lostcontrol, 01.11.2013
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    es müsste sich aber doch messen lassen wieviel von dem warmwasser in die warmwasserleitungen gepumpt wird und nicht in die heizungsleitungen, oder?
     
  11. Andres

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    Man kann es sich einfach machen und einen Fall mit "unzumutbar hohem Aufwand" annehmen. Dann fliegt einem die Abrechnung vielleicht irgendwann mal um die Ohren, weil der Mieter (erfolgreich) klagt, dass der Aufwand nicht unzumutbar war.

    Oder man überlegt sich ernsthaft, wie man die Erfassung angehen könnte, und findet plötzlich praktikable Lösungen ...

    Es muss beides passieren. Die Wärmemenge muss erfasst werden, um das Gas zwischen Heizung und Warmwasser aufzuteilen. Die Wassermenge muss erfasst werden, um die Warmwasserkosten zwischen den Nutzern aufzuteilen.

    Dass an jeder Entnahmestelle eine Wasseruhr montiert werden muss, ist außerdem der absolute worst case. Es ist ja auch möglich, dass z.B. das gesamte Warmwasser für's Bad durch eine Leitung kommt - dann genügt ein Zähler für den ganzen Raum.


    Ich stimme zu, dass es schön wäre, wenn die Therme die WMZ direkt enthält. Da man die WMZ aber auch an die Leitungen montieren kann, geht das auch anders.
     
  12. aquila

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    Ich gehe allerdings davon aus, wenn zwei Installationsfirmen und ein Gerätemietservice sagen, dass kein Wärmemengenzähler intallierbar ist, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Situation widerspiegelt.
     
  13. #12 lostcontrol, 01.11.2013
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    das bezieht sich jetzt aber auf deinen fall und nicht auf das eingangsposting.
    in deinem fall @aquila gibt es ja noch eine andere möglichkeit, ihr habt ja die sondersituation in der ihr das problem auch komplett anders lösen könnt, das ist aber im fall des TE nicht gegeben.
     
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