Heizkosten um das 3-fache höher

Diskutiere Heizkosten um das 3-fache höher im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Abend, zunächst meine Vorstellung. Bin Vermieter und Mieter zugleich und habe folgendes Problem. Meine Freundin bewohnt mit 4 Pers. eine...

solveigh

Guten Abend,

zunächst meine Vorstellung. Bin Vermieter und Mieter zugleich und habe folgendes Problem.
Meine Freundin bewohnt mit 4 Pers. eine 100 m² -Wohnung. Eine Ölheizung ist im Haus. In den Abrechnungen 2000-2005 betrugen die Heizkosten immer so zwischen ca. 750-1000 Euro. Die Abrechnung 2006 liegt bei 2900 Euro :stupid. Bei Einsicht in die Brunataprotokolle zeigt sich ein seit nunmehr 6 Jahren immer der gleiche Anfangs und Endbestand an Öl in Höhe von 1800 Litern. Verbraucht wurden demnach immer die Zukaufsmenge an Öl, in diesem Jahr, in Höhe von 6000 Litern. Die Verbrauchsstriche bei der Brunata waren konstant. (Mir ist schon klar das durch die Striche nur die tatsächlichen Kosten verteilt werden und dies sich nicht in Literangaben wiederspiegelt ;-) )
Also nun seid Ihr gefragt. Das Haus kam 5 Jahre mit ca. 1800 Litern Öl aus. Die Vermieterin schreibt das aufgrund des kalten Winters 2005/2006 eine erneute Tankung nötig war und nun 6000 Liter verbraucht wurden.

Eine Steigerung um das 3-fache??? Das ist doch unmöglich.
Es geht wirklich um die Steigerung der Verbrauchsmenge um das 3-fache. DAs die Heizölkosten gestigen sind ist unstrittig!

Wo liegt der Fehler und wie begründe ich das am besten?? gern mit Urteilen oder Quellennachweis und was ist zu tun. Erhoffe eine einvernehmliche Regelung, wenn möglich.


Danke für Eure Mithilfe
 

Capo

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Ich würde an deiner Stelle die Rechnung des Öllieferanten sehen wollen. Wenn das nachgetankte stimmt, steckt vielleicht irgendwo ein Rechenfehler vor oder es wurde wirklich so viel verbraucht, weil zB Wohnungen vermietet wurden, Mietergewohnheiten sich geändert haben (offene Fenster) etc

Lass dir die Berechnung erklären und du bist ein Stück weiter.
 

Heizer

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Ehrlichgesagt kommen mir 700-1000€ Heizkosten für eine 100m² Wohnung etwas wenig vor. Daher habe ich eine Vermutung:

Möglicherweise wurde jahrelang der Anfangs- und Endbestand nicht berücksichtigt und ca. aller 9-10 Monate getankt. Irgendwann ist dann nach Jahren eine zweite Tankung im Jahr fällig und dementsprechend entstehen höhere Kosten. Zusätzlich hat der kalte Winter auch noch mehr Ölverbrauch verursacht. Das ist so nicht zulässig!

Lasse Dir die Tankrechnungen und die Berechnung der Anfangs- und Endbestände zeigen.
 

Insolvenzprofi

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Original von capo
Ich würde an deiner Stelle die Rechnung des Öllieferanten sehen wollen.

genau, und darüber hinaus würde ich überprüfen, dass er den Restbestand, der nun noch im Tank war, auch von den Heizkosten abgezogen hat...denn der ist ja nicht verbraucht worden...


denn 6000 l gekauft heißt ja nicht gleich, dass man alles umlegen kann, wenn noch 5000 l im Tank sind...

es scheint eine zentralheizung zu sein, wieviel einheiten sind denn im haus?
 

Insolvenzprofi

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Original von Heizer
Ehrlichgesagt kommen mir 700-1000€ Heizkosten für eine 100m² Wohnung etwas wenig vor. Daher habe ich eine Vermutung:

das würde passen, wenn das Haus neuwertig ist, gut isoliert ist und damit verbunden weniger verbraucht würde...Un wenn das nicht der Fall ist, wissen wir ja nicht, wie der individuelle Verbrauch ist... manche machen die Heizung nur an, wenn es minus 5 grad ist.... allerdings bei der Zentralheizung ist es auch so, dass manche Bewohner im Haus auf volle Pulle stellen und zum schluss betrifft es dann alle...
 

Heizer

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Ich meine ja nicht, dass es extrem wenig ist, aber für 100 m² schon eher an der unteren Grenze der durchschnittlichen Kosten. Sicher kann ein Niedrigenergiehaus noch deutlich sparsamer sein. Oder extrem sparsames Heizverhalten. Aber da er davon nix geschrieben hat unterstelle ich mal den Durchschnitt. Und der liegt bei 1,00-1,50€ je m² und Monat. Es sollte also so um die 1200-1800€ im Jahr rauskommen.
 

solveigh

Guten Abend,

ich danke Euch für Eure Anregungen und Einwände. Ich gehe auch davon aus das der Restbestand falsch ist, weil der Vermieter seit 5 Jahren IMMER den gleichen Anfangs,- wie Restbestand angibt und die Zukaufmenge an Öl als Verbrauch angibt.
Also stimmt dei Abrechnung vermutlich seit 5 Jahren nicht.

Habe eben mal gegoogelt und folgendes gefunden. 1 Liter Heizöl sind in Kwh umgerechnet 10 Kwh. Bei einem vermeintlichen Verbrauch von 6.000 Litern wären das 60.000 Kwh für die Beheizung der 100 m²!!! Warmwasser wird extra berechnet , extra wird ebenfalls die Gastherme für WW im Bad mit monatlich 80 Euro von den Stadtwerken abgrechnet. Das Haus ist aus den 60- Jahren und nicht wärmeisoliert. Ja die vorherigen Heizkosten für die Wohnung waren wirklich gering.
Das haus hat 3 Einheiten die angeblich über eigene Zähler über Brunata abgerechnet werden--> für meine Begriffe aber aus dem gleichen Tank und auf der Abrechnung meiner Freundin taucht die Gesamttankmenge des Jahres 2005 auf.

Mein Haus aus den 50-Jahren verbraucht ohne Wärmeisolierung/Dämmung bei einer Größe von 90 m², 21.000 Kwh (Gas).


MfG

Solveigh

Da ich aber n
 

Heizer

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Die Gesammtmenge tauch auf jeder Rechnung auf. Diese ist ja die Berechnungsgrundlage von der der zu zahlende Anteil lt. Kostenverteilrechnung ermittelt wird. Ich gehe davon aus, dass die Brunataabrechnung weitesgehend korrekt ist. Nur die zugrundegelegten Kosten, die ja Brunata vom Eigentümer genannt bekommt, sind wahrscheinlich falsch.

Ich würde daher eine Korrektur der Abrechnung verlangen. Die vorhergehenden natürlich nicht, da da ja mehr rauskommen würde. Außerdem kann man heute nicht mehr den Anfangs- und Endbestand der vergangenen Jahre ermitteln. Auf den zu wenig erhobenen Kosten wird der Eigentümer wohl sitzen bleiben. Aber die aktuelle Abrechnung wird er korrigieren müssen.
 
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