Heizkosten verdoppelt

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von sabrina_l, 14.09.2007.

  1. #1 sabrina_l, 14.09.2007
    sabrina_l

    sabrina_l Gast

    Guten Tag,

    wir wohnen in einem 3- Familienhaus auf dem gleichen Grundstück ist auch noch ein extra Gebäude mit Gewerbe (Geschäft für Bürobedarf).

    Unsere Heizkosten sind 50 zu 50 aufgeschlüsselt durch alle vier Parteien. Das ging auch solange gut bis 2005 das Geschäft für Bürobedarf das Gewerbegebäude bezogen hat. Aus mir unbekannten Gründen ist den ganzen Tag (Sommer wie Winter) die Tür zum Geschäft auf.

    Jetzt kam mit der Heizkostenabrechnung der Knaller wir haben nicht mehr wie sonst 4500 Euro Gesamtheizkosten, sondern 7000 Euro. 3500 Euro sollen nun Auf alle verteilt werden.
    Statt 550 Euro sollen wir nun 875 Euro zahlen plus unsere 50 Prozent Verbrauch- 300 Euro (50 Prozent von 600)
    Kann man sich da wehren?

    Liebe Grüße
     
  2. AdMan

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  3. #2 pragmatiker, 14.09.2007
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    prüfe zunächst nach, wie sich die erhöhung zusammensetzt: wieviel entfällt auf eine preissteigerung für das brennmaterial und wieviel ist tatsächlich mehrverbrauch.
    zunächst dürftest du wohl zahlungspflichtig sein. anhand der abrechnung aus dem letzten jahr läßt sich einfach ersehen, wieviel mehr der gewerbebetrieb jetzt verbruacht hat.
     
  4. #3 onkelfossi, 15.09.2007
    onkelfossi

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    Hallo!

    Das ist das Problem bei 50:50. Die Fixkosten wie Wartung, Schornsteinfeger nehmen höchstens 20% ein. Die anderen 30% fallen schon in den Verbrauchsbereich, werden aber wegen dem Schlüssel als Grundkosten umgelegt. Wenn sich dann die Flächen der einzelnen Nutzeinheiten nicht deutlich unterscheiden, hat der "Energieverschwender" gegenüber dem "Energiesparer" einen deutlichen Vorteil, da alle anderen seinen Teil mittragen. Da kannst du nichts gegen machen, da der Umlageschlüssel so in Ordnung, wenn auch nicht mehr zeitgemäß ist. Ich würde bei dem nächsten Mietvertrag auf 70:30 achten. Am besten ist eh 80:20, da die Grundkosten selten über 20% der Gesamtkosten einnehmen und der Rest Verbrauch ist. Nur dazu bedarf es der Zustimmung der Mieter.

    VG, fossi
     
  5. #4 pragmatiker, 15.09.2007
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    80%-20% geht gar nicht, das verstößt gegen die Heizkostenverordnung. Höchstens 70% nach Verbrauch und 30% nach Fläche geht.
     
  6. #5 onkelfossi, 15.09.2007
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    Falsch. Es kann mit den Mietern ein anderer Maßstab als in der HeizKV vereinbart werden. Damit gehen auch 80:20 oder andere Maßstäbe.
     
  7. #6 pragmatiker, 15.09.2007
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    onkelfossi, woher nehmen sie ihre weisheiten ?
     
  8. #7 onkelfossi, 15.09.2007
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    Wurde das hier nicht mal erörtert?
     
  9. Heizer

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    Das steht doch so in der Heizkostenverordnung.
     
  10. #9 pragmatiker, 16.09.2007
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    damit onkelfossi hier nicht noch mehr verwirrung schafft bitte lesen: § 7 absatz 1 Heizkostenverordnung.

    (wenn man keine ahnung hat, sollte man lieber schweigen)
     
  11. #10 onkelfossi, 16.09.2007
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    Ach, ich habe keine Ahnung? Dann lies mal weiter. Oder kannst du gar nicht lesen?

    § 10 Überschreitung der Höchstsätze

    Rechtsgeschäftliche Bestimmungen, die höhere als die in § 7 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 genannten Höchstsätze von 70 vom Hundert vorsehen, bleiben unberührt.

    Vielleicht solltest du das beherzigen, was du anderen vorschlägst.
     
  12. #11 pragmatiker, 16.09.2007
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    aber die ausgangsfrage war, ob sich die mieterin gegen die (vom vermieter vorgegebene und immer benutzte) verteilung wehren kann, also e i n s e i t g jetzt etwas anderes verlangen kann.
    und darauf die einfache antwort: NEIN

    nur wenn jetzt noch a l l e mieter einem anderen schlüssel zustimmen, könnte eine änderung bis zu 100% nach verbrauch erreicht werden.

    der fall in der ausgangsfrage ist aber wie gesagt ein ganz anderer.

    sind wir jetzt d áccord ? :bier
     
  13. #12 onkelfossi, 16.09.2007
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    Ich habe gesagt, dass sie nichts gegen die 50:50 machen kann und dass dieses Verhältnis mittlerweile ungerecht ist und 70:30 bzw. 80:20, mit Zustimmung der Mieter, gerechter ist. Darauf sollte sie bei einem neuen Mietvertrag achten. Das war ein Tip. Du hingegen hast gesagt, dass dies, unabhängig von der Fragestellung, generell gegen die HeizKV verstößt. Also war es kein Mißverständnis sondern deine Unwissenheit. Das ist auch nicht schlimm, jeder lernt dazu. Es hätte nur von Größe gezeugt, sich dies hier einzugestehen.
     
  14. #13 pragmatiker, 16.09.2007
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    :shame
     
  15. #14 onkelfossi, 16.09.2007
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    :Blumen
     
  16. Heizer

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    So nach dem das nun geklärt ist kann ich ja eine neue Härte reinbringen :crazy

    Eine Änderung des Umlageschlüssels ist nur einmal innerhalb der ersten 3 Jahre nach der Erstfetlegung nach Heizungsneubau oder Grundsanierung möglich.


    Das bedeutet also bei einer alten Anlage das weder der Mieter die Änderung verlangen kann, noch der Eigentümer berechtigt ist den Schlüssel einfach so zu ändern.

    Eine Änderung bedingt eine erhebliche Änderung in der Heizanlage oder die energetische Sanierung des Gebäudes.

    Diese Regelung ist zwar sehr umstritten weil so eine gerechtere Anpassung des Verteilschlüssels nicht möglich ist, aber sie ist halt so noch gültig.
     
  17. #16 onkelfossi, 16.09.2007
    onkelfossi

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    Das ist sehr interessant. Wo haste das her bzw. wo steht das? Gibts dazu Urteile?
     
  18. #17 sabrina_l, 17.09.2007
    sabrina_l

    sabrina_l Gast

    Guten Morgen,

    also ich entnehme den Antworten, dass wir uns nicht wehren können.
    In erster Linie geht es mir gar nicht so um den Schlüssel, nein- es geht mir darum, dass das Gewerbegebäude mit in die Betriebskosten einbezogen wird und die Kosten für alle nach oben treibt.

    -hohe Grundsteuer
    -hohe Heizkosten
    -usw.

    ich möchte nocheinmal betonen, die gemeinsamen Heizkosten sind enorm gestiegen, die Preissteigerung kann man mal weglassen.
    Mein Mann und ich haben mit den anderen zwei Parteien gesprochen, unsere KW-Stunden sind weniger als im Vorjahr bei allen(insgesamt so um die 3500KW)

    Das ist doch nicht normal, dass man heizt und die Tür auflässt, das täglich. So schmeissen die doch unser Geld mitr aus dem Fenster und Umweltfreundlich ist das auch nicht.

    MfG
     
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