Heizkosten von Öl auf Gas umgestellt, alter Vertrag, wer zahlt ?

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Gaseta, 20.02.2013.

  1. Gaseta

    Gaseta Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen.

    folgende Problematik:

    Ein Objekt (Gastwirtschaft) wurde (vor 1 Jahr) vermietet, der Pachtvertrag war im Bestand, es wurden nur die Namen geändert, alles weitere wurde beibehalten.

    Der Paragraph über Betriebskosten sagt aus Betriebskosten gehen zu Lasten des Mieters.
    Darunter wird auch ein Punkt erwähnt "Heizungs- und Warmwasserversorgung".

    Am Ende steht, "für die anfallenden Betriebskosten wird eine Vorrauszahlung mit jährl. Abrechnung vereinbahrt".

    Soweit so gut.

    Nun wurde bestimmt vor über 8 Jahren, also lange bevor der aktuelle Pächter dieses Objekt bezog, ein Gasanschluss gelegt, sodaß die Heizungsanlage sowie die Warmwasserversorgung über Gas läuft.

    Diese/r Veränderung/Punkt (also Gasversorgung) wurde im Vertrag nicht aufgeführt, der Mieter stellt sich aktuell quer, zu zahlen, da das Gas direkt vom Versorger von ihm eingefordert wird und behauptet, wir müssten die Kosten übernehmen, da ja "Heizungs- und Warmwasserversorgung bereits zum Großteil über die Vorrauszahlung der Betriebskosten abgedeckt sein sollte.
    Das dies anhand der aktuellen Summe nicht möglich sein kann, ist zwar ersichtlich, aber ist für ihn kein Grund, an seinem Standpunkt festzuhalten.

    Die Frage ist hier, was kann man machen, wie kann man ihm klarmachen, daß er hier nicht im Recht ist ?

    Danke für Antwort !
     
  2. AdMan

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  3. ObiWan

    ObiWan Erfahrener Benutzer

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    Hallo Gaseta,

    was würde denn passieren, wenn ihr die Kosten des Gasbezugs übernehmen würdet?

    Spätestes bei der Betriebs- und Heizkostenabrechnung würde der Mieter sein blaues Wunder erleben, wenn die Vorauszahlungen nicht angemessen waren (das scheint bei euch ja der Fall zu sein).

    Vielleicht rechnet ihr das dem Mieter einfach mal vor. So verbohrt kann er doch eigentlich nicht sein (oder etwa doch? :sauer031:).

    Gruß
    ObiWan
     
  4. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Gaseta,

    die Art der Energieversrgung ist doch völlig egal.
    Dem Mieter steht eine ordnungsgemässe BetrkAbr. zu, anhand der Du die monatlichen Vorauszahlungen errechnest.
     
  5. Gaseta

    Gaseta Neuer Benutzer

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    @ Berny

    Wie meinst Du das ?

    Er hat ja -aus unserer Sicht- eine ordnungsgemässe Abrechnung bekommen, alle anderen Nebenkosten sind dort aufgeführt, nur da der Gasanschluss mit eigener Uhr direkt auf ihn angemeldet ist, bekommt er von dem Versorger die Rechnung direkt, wir haben die Gas-Rechnung nie gesehen bzw. vor Zustellung an ihn erhalten, sodaß wir ihm diese Kosten nicht mit in die Betriebskostenabrechnung integrieren könnten.
    (Eigentlich sollte er doch einen Abnahmevertrag mit dem Versorger haben, wieso hat er bei Vertragsabschluss nicht bei uns nachgefragt, wie das zu händeln sei ???)

    Der vorherige Pächter hatte damit nicht im entferntesten ein Problem, nur der neue macht hier solche Schwierigkeiten...

    (Aktuell hält er schon 4 Pachten fest, weil er meint, seine angeblich über 7te hohe Gasrechnung darüber ausgleichen zu können.)

    Wir vermuten, da er mittlerweile auch schon gekündigt hat, bzw. wir ihm zeitgleich gekündigt haben, daß er nur noch versucht, irgendwo Geld für sich zu retten und einfach mal im ersten Augenblick nicht ganz schlüssige Vertragsparameter anficht, um noch rauszuholen, was geht.

    Wird wahrscheinlich auf einen Rechtsstreit hinauslaufen, ich hatte beim letzten Gespräch nicht den Eindruck, daß er es verstehen möchte wie die Sachlage ist, er ist sehr starrköpfig und fühlt sich angeblich betrogen, etc.

    Er hat den Betrieb im Okt. 2011 bezogen, bei der Nebenkostenabrechnung für 2011 hat er kein Wort über die Gasrechnung verloren (und diese vermutlich auch beglichen) nur in 2012 fällt es ihm urplötzlich auf, ist schon eigenartig...
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Gaseta:

    "@ Berny
    Wie meinst Du das ?
    Er hat ja -aus unserer Sicht- eine ordnungsgemässe Abrechnung bekommen, alle anderen Nebenkosten sind dort aufgeführt, nur da der Gasanschluss mit eigener Uhr direkt auf ihn angemeldet ist, bekommt er von dem Versorger die Rechnung direkt, wir haben die Gas-Rechnung nie gesehen bzw. vor Zustellung an ihn erhalten, sodaß wir ihm diese Kosten nicht mit in die Betriebskostenabrechnung integrieren könnten."
    - OK.

    "(Eigentlich sollte er doch einen Abnahmevertrag mit dem Versorger haben, wieso hat er bei Vertragsabschluss nicht bei uns nachgefragt, wie das zu händeln sei ???)"
    - Ist doch für Euch kein Thema, wenn er mit dem EVU selbst abrechnet.

    "Er hat den Betrieb im Okt. 2011 bezogen, bei der Nebenkostenabrechnung für 2011 hat er kein Wort über die Gasrechnung verloren (und diese vermutlich auch beglichen)"
    - Verstehe ich nicht: Wenn er der Gaskunde des EVU ist, dann kann doch Gas auf Euerer BetrkAbr. kein Thema mehr sein?

    "nur in 2012 fällt es ihm urplötzlich auf,"
    - Was, bitte?
     
  7. Gaseta

    Gaseta Neuer Benutzer

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    Nachdem ich jetzt nochmals ein Gespräch mit ihm hatte...

    Er sieht es ganz klar als "vorsätzliche Täuschung".

    Er hätte das Objekt gar nicht bezogen, wenn er, seiner Kalkulation nach, die doppelte NK-Pauschale hätte zahlen müssen.

    Daß in unserer Nebenkostenabrechnung keinerlei Heizkostenpauschale berechnet wird (wiederholt, mangels an uns adressierter Rechnung) interessiert ihn nicht, er schaltet auf stur, daß in seinem Vertrag ja stehen würde, daß "Heizungs- und Warmwasserversorgung" in den Nebenkosten/Betriebskostenpauschale integriert seien.

    Er meint auch, daß er keinerlei Vertrag mit dem Versorger abgeschlossen hätte, er würde "auf einmal" eine Jahresabrechnung über seinen Gasverbrauch bekommen, was das solle und warum sie ihn direkt anschreiben würden. (wiederholt, er hat einen eigenen Gasanschluss für sein Objekt mit eigener Zähleruhr)

    Ich dürfte die Nebenkosten max. um 30% erhöhen und das würde er von der Gasrechnung abziehen und übernehmen und die restlichen 70% sollten wir dann mit der ausstehenden Pacht verrechnen und gut wärs. (ca. 5000€ seiner Gaskosten, die wir dann übernehmen sollen)

    Das sehen wir dann doch ein wenig anders und werden uns jetzt einen Rechtsbeistand nehmen.

    Ich werde bei Gelegenheit mal den Ausgang dieses Streits hier schildern!

    Grüsse
     
  8. #7 Berny, 22.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 22.02.2013
    Berny

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    Gaseta:

    "Nachdem ich jetzt nochmals ein Gespräch mit ihm hatte... Er sieht es ganz klar als "vorsätzliche Täuschung"."
    - Das kann er sehen, wie er will. Letztendlich wird er hören und lesen lernen müssen, nämlich das, was ihm ein Richter mitteilen wird...:evil:

    "Er hätte das Objekt gar nicht bezogen, ..."
    - Hätte hätte ... meine Oma Räder, wäre sie ein Omnibus.

    "wenn er, seiner Kalkulation nach, die doppelte NK-Pauschale hätte zahlen müssen."
    - Ich glaube auch nur einer Kalkulation, welche mir "gefällt". Im Übrigen zahlt er kein NK-Pauschale, sondern eine (mtl.) BK-Abschlagszahlung.

    "Daß in unserer Nebenkostenabrechnung keinerlei Heizkostenpauschale berechnet wird (wiederholt, mangels an uns adressierter Rechnung) interessiert ihn nicht, er schaltet auf stur, daß in seinem Vertrag ja stehen würde, daß "Heizungs- und Warmwasserversorgung" in den Nebenkosten/Betriebskostenpauschale integriert seien."
    - Ist gegenstandslos.

    "Er meint auch, daß er keinerlei Vertrag mit dem Versorger abgeschlossen hätte, er würde "auf einmal" eine Jahresabrechnung über seinen Gasverbrauch bekommen, was das solle und warum sie ihn direkt anschreiben würden. (wiederholt, er hat einen eigenen Gasanschluss für sein Objekt mit eigener Zähleruhr)"
    - Durch Nutzung wurde er automatisch Kunde, ohne dass es eines (schriftlichen) Vertrags bedurfte.

    "Ich dürfte die Nebenkosten max. um 30% erhöhen"
    - Falsch: Du darfst die monatlichen Vorauszahlungen anpassen auf 1/12 der zu erwartenden Jahreskosten.

    "und das würde er von der Gasrechnung abziehen und übernehmen"
    - Klar, was ich beim Edeka zuviel bezahlt habe, ziehe ich beim Aldi wieder ab...

    "die restlichen 70% sollten wir dann mit der ausstehenden Pacht verrechnen und gut wärs. (ca. 5000€ seiner Gaskosten, die wir dann übernehmen sollen)"
    - Wilkommen auf dem Basar...:sauer016:

    "Das sehen wir dann doch ein wenig anders und werden uns jetzt einen Rechtsbeistand nehmen."
    - Einen Fachanwalt bitte.

    "Ich werde bei Gelegenheit mal den Ausgang dieses Streits hier schildern!"
    - Aber gerne!:smile031:
     
  9. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    es geht ja hier um Gewerbemiete,
    und ich kann der Argumentation des M gut folgen.

    Der M hat im Vertrag mit dem VM dieses stehen:
    Daraus kann man schon schließen,
    das der VM für die Gasrechnung zuständig ist.

    Aus meiner Sicht wäre dies aber ein Nachteil für den M,
    da dieser sich den Gasanbieter nicht mehr selber aussuchen könnte,
    und auf die Mitwirkung des VM angewiesen wäre.

    Problematisch könnte für den VM
    die im Raum stehende "vorsätzliche Täuschung" werden.
    Es ist m.E. dringend angeraten einen Fachanwalt mit dem Fall zu betrauen.


    VG Syker
     
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