Heizkostenabrechnung bei WG-Vermietung

Diskutiere Heizkostenabrechnung bei WG-Vermietung im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, ich habe folgenden Fall / folgende Frage: mir wird demnächst ein 2-Fam. Haus in perfekter Uni-Nähe gehören. Dieses werde ich...

  1. #1 PetraEi, 26.11.2014
    PetraEi

    PetraEi Gast

    Hallo,

    ich habe folgenden Fall / folgende Frage:

    mir wird demnächst ein 2-Fam. Haus in perfekter Uni-Nähe gehören. Dieses werde ich vorläufig an Studenten vermieten, bis ich die notwendigen Renovierungen geplant habe und stemmen kann.
    Pro Wohnung sind das 3 Studenten. Um die Kontrolle über die Bewohner zu behalten, möchte ich mit jedem Studenten einen eigenen MV abschließen "Vermietet wird Zimmer x. Küche, Bad, Abstellraum und Keller zur gemeinsamen Nutzung".
    (Im Gegensatz zu einem Hauptmieter mit dem Recht zur Untervermietung)


    Am liebsten würde ich Nebenkosten und Heizkosten pauschal haben (kein/kaum Verwaltungsaufwand).
    Die HeizkostenV lese ich jedoch so, dass die Heiz- und Warmwasserkosten zwingend Nutzerabhängig abgelesen und abgerechnet werden müssen.
    Sprich:
    Heizkosten für das allein genutzte Zimmer dem jeweiligen Mieter in Rechnung stellen
    Heizkosten der Gemeinschaftsräume einer Wohnung zu 1/3 auf jeden Bewohner der Wohnung aufteilen
    Warmwasserbereitungskosten der jeweiligen Wohnung zu 1/3 auf jeden Bewohner der Wohnung aufteilen

    Alles in Allem natürlich auch mit einem großen Aufwand und Kosten für die Zählermiete, Ablesung, Nutzerwechsel, Abrechnung verbunden.

    Lässt sich das irgendwie umgehen? Mir ist klar, dass ich das Risiko bei Mehrverbrauch durch z.B. offene Fenster und Heizung auf Volllast selber tragen würde (bzw. durch Fensterkontakte den Heizkörper automatisch abstellen lasse).
    Kann man hier über die Wirtschaftlich argumentieren?

    Es gibt auch die Ausnahme, dass die Nutzerabhängige Abrechnung z.B. bei Studentenheimen nicht notwendig ist, aber dies wird mich vermutlich nicht betreffen, oder?

    Viele Grüße

    Petra
     
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  3. Syker

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    Hallo,

    Dazu läuft gerade auch ein ähnliches Thema: Unterschiedliche MV in WG.

    Heizung ist m.E. nicht so das Problem mit eHKV an den Heizkörpern lässt sich das ganz gut realisieren.
    Wie wird denn das WW erhitzt? Sollte das auch über die Zentralheizung laufen, bekommst du bei der verbrauchsabhängigen Abrechnung Probleme.

    VG Syker
     
  4. #3 PetraEi, 26.11.2014
    PetraEi

    PetraEi Gast

    Hi Syker,

    den anderen Beitrag kenne ich, trifft jedoch meine Frage nicht zu 100%.

    Aktuell wird das Haus durch eine Öl-Zentralheizung beheizt, in den wohnungen sind für das Brauchwasser jedoch Gas-Durchlauferhitzer installiert.
    d.h. Aktuell kann das WW problemlos extra abgerechnet werden.

    Diese Anlagen werden jedoch als erstes erneuert werden müssen, im Anschluss dann die schönen Bäder von 1962.
    Vermutlich wird das dann auf eine zentrale WW-Versorgung hinaus laufen, aber da ziehe ich dann einen Energieberater hinzu.

    Klar kann man mit einem eHKV die Heizkörper (und mit zwei Wärmemengenzähler die Differenz zwischen Heizwärme und Brauchwasserwärme) erfassen und einzeln abrechnen. Hier ist dann
    Die Frage ist: Gibt es eine legale Art, die Kosten pauschal abzurechnen?
    Ich würde gerne den Abrechnugnsaufwand und die Installation der Geräte vermeiden.
    (Natürlich kann man es auch einfach machen, die Chance dass sich ein Student darüber beschwert sind eher gering.)

    z.B. ist dies bei der Nutzung einer Wärmepumpe (Wenn die Bohrung nur nicht so teuer wäre) oder einer KWK ja problemlos möglich.

    Petra
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen darunter auch einige für die keine Bohrung notwendig ist. Luft-Wasser-Wärmepumpen z.B.. Wir haben eine solche in Betrieb. Ja, u.a. Auch weil eine Tiefenbohrung unwirtschaftlich gewesen wäre.
    Noch ist ja Zeit sich da etwas mit auseinanderzusetzen und die für euch sinnvollste Form zu finden. Es gibt auch die verschiedensten Hybrid-Systeme z.B. Gas+Wärmepumpe aber auch ÖL+Wärmepumpe.
     
  6. #5 ChrstinaW, 28.11.2014
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    Ich würde in die Mietverträge irgendwo schreiben, dass die Kosten für die Verbrauchserfassung umgelegt werden können - das können sie als typische Betriebskosten ohnehin. Wenn sich dann einer beschwert, dass nicht nach Verbrauch abgerechnet wird, dann treibt ihm die durch Anmieten von Heizkostenverteilern deutlich erhöhte Betriebskostenvorauszahlung die Flausen vielleicht aus - bzw. die Mitbewohner reden ein ernstes Wörtchen mit ihm :61:

    Anstatt so einem Fatzken würde ich das eigene Hirn zu Rate ziehen. Das sollte man ohnehin wenn man vermietet in hohem Maße bereit sein zu tun. Man ist schließlich gewerblich tätig.

    Mit Energieberatern habe ich eine Menge amüsante Erfahrungen gemacht. Wenn man bedenkt, wer sich alles Energieberater nennen kann, ist das auch kein Wunder. Energieberater kann sich jeder Klempner, Dachdecker, Maler usw. nennen. Selbstverständlich empfiehlt der Klempner ne neue Heizung, der Maler ne Außendämmung, der Dachdecker ein neues Dach und so weiter. Frage niemals einen Friseur ob du einen Haarschnitt brauchst. Wenn man sich daran hält, fallen schon mal 99% der selbst ernannten "Energieberater" raus.
    Die anderen sind Ingenieure oder vielleicht ein paar wenige auch sehr gute Architekten. Die Kosten dann auch richtig Geld und die kannst du hinterher darauf festnageln was sie dir prognostizieren. Wenn die sagen es werden nach Maßnahme XY 40% weniger Heizkosten sein und das passiert dann nicht, sind die dafür haftbar! Die guten werden aber niemals etwas wie 40% versprechen. Wenn man realistisch rechnet, lohnt sich so gut wie keine Maßnahme wirtschaftlich - wenn der Energieberater dann sagt "ja aber sie schützen ja das Klima" würde ich ihn übrigens sofort ohne Bezahlung vor die Tür setzen und ihn bitten seinen Unfug wem anders zu erzählen.

    Naja wie auch immer... :hut031:
     
  7. #6 _holger, 30.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.11.2014
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    _holger Neuer Benutzer

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    am besten locker angehen, ausreichend Nebenkosten von vornherein vereinbaren (inkl. guter Versicherung, Grundsteuer etc) , solange du keine Nachzahlung schickst wird selten jemand reklamieren bei dem Klientel. Und dem kannst ja dann 15'% auf die Heizkosten geben.

    Wie willst den den Strom sauber trennen, geht ja auch nicht...

    Wir rechnen in einem Haus auch nach qm um, gegenüber den Mietern haben wir argumentiert Abrechnung kostet mehr als 15% der Heizkosten (also unwirtschaflich da man davon ausgeht abrechnen spart 15%) (gemischtes System FBH und Heizkörper) - die Mieter müssen ja die Abrechnung der Heizkosten bezahlen.

    Übrigens tausch einfach mal die Öl gegen eine Gasheizung, Gas hast ja scheinbar im Haus. Spart bei reinem Brennertausch schon 20-30% da die Energie einfach billiger ist. (1 Liter ÖL = ca 10 kwh, 1 kwh Gas ca 5,1 Cent aktuell) (Bin in Bawü dort darf man leider nicht so ohne weiteres ne neue Heizung einbauen, daher Brennertausch... wo anders mag ne Brennwerthzg. sinnvoller sein ;( ) )

    Wärmepumpen sind nur bei niedrigen Vorlauftemperaturen sinnvoll, also in der Regel mit Fußbodenheizung oder sehr guter Dämmung und extra großen Heizkörpern, richtig gut eigentlich nur bei Fußbodenheizung und guter Dämmung. Alles andere ist nur für den Verkäufer gut :)
    Brennwert bringt auch nicht viel bei Heizkörpern, aber Gas wie geschrieben ist einfach günstiger. Im von mir bewohnten EFH haben wir sogar nen Kollektor für Wärmepumpe im Garten verbuddelt, damals hat das Gas knapp 10 cent gekostet. Bis heute aber die Gastherme nicht rausgeschmissen, bei 5 cent pro kwh Gas kann keine Wärmepumpe günstiger sein. (kwh Strom = 25 cent, da müsste der sogenannte COP größer 5 sein, das ist nur bei sehr guten Bedingungen zu erreichen! - die hätten wir sogar im EFH dank extra viel verlegtem Fußbodenrohr und guter Dämmung, aber die 5 würde ich trotzdem nicht erwarten) )

    Statt zentraler WW Versorgung vielleicht eher die Heizung dezentralisieren, also eine Therme pro Wohnung. Technisch blöd aber die abrechnerei hat sich erledigt und die Mieter zahlen das Gas direkt....
     
Thema: Heizkostenabrechnung bei WG-Vermietung
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