Heizkostenabrechnung Einliegerwohnung

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von marla geier, 20.02.2012.

  1. #1 marla geier, 20.02.2012
    marla geier

    marla geier Gast

    Hallo zusammen,

    wie der Titel schon in etwa erahnen lässt, beschäftigt mich das Thema wie man Die Heizölkosten für alle Beteiligten am fairsten verteilen kann/darf.
    In der Einliegerwohnung wird ein Päarchen als Mieter einziehen, die andere Wohnung wird vom Vermieterpaar bewohnt (es besteht also der Fall, dass nicht zwingend nach Heizkostenverordnung abgerechnet werden muss).
    Zentrale Heizungsanlage, Warmwasserzähler vorhanden.
    Welche Möglichkeiten gibt es in so einem Fall? Ist das Anbringen von Heizkörperzählgeräten sinnvoll und wirtschaftlich? wie könnten die Kosten für Heizöl anderweitig verrechnet werden; nach Personen nach Quadratmetern oder anderer Massstab? Welcher Anspruch muss eine eventuell zu treffende Vereinbarung im formal juristischen Sinne erfüllen?
    Um Kosten für Messgeräte und Ärger zu sparen fände ich die Idee, die Heizölkosten 50/50 aufzuteilen am sinnvollsten; über eine mtl. Vorrauszahlung und einer jährlichen Abrechnung (wie viel Öl wurde verbraucht/Literpreis). Wäre das so in Ordnung, gibt es eine bessere Alternative? was würdet ihr mir raten?

    Hoffe es findet sich hier jemand, der Erfahrung mit dieser Problematik hat

    viele Grüße
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 20.02.2012
    lostcontrol

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    wirtschaftlich meiner meinung nach nie (die dinger kosten geld, und zwar für BEIDE parteien, ebenso kostet es geld die entsprechenden abrechnungen machen zu lassen bzw. zeit und nerven sie selbst zu machen).
    ansonsten hängt's vom verhältnis der wohnungsgrössen ab. wenn die einliegerwohnung wesentlich grösser ist als die vermieter-wohnung lohnt sich's vielleicht. ansonsten nicht.

    heizkosten nach personen abzurechnen ergibt nicht wirklich sinn (es sei denn man will die körperwärme der zusätzlichen person/en abziehen, die geben ja auch wärme ab).
    nach quadratmetern ergibt da deutlich mehr sinn.
    aber in dieser sonderkonstellation könntest du vermutlich auch nach körpergrösse oder zahl der auslandssemester abrechnen, denn möglich ist dir da alles. nur ist halt nicht alles sinnvoll und einigermassen fair.

    in dieser sonderkonstellation garkeinen, ausser dass es im mietvertrag vereinbart werden muss.

    das ist nur dann sinnvoll, wenn die wohnungsgrössen sich auch 50:50 verhalten. ansonsten wäre es sinnvoller eben doch nach dem verhältnis der wohnfläche zu gehen.

    öl nach quadratmetern, grundkosten (wartung, kaminfeger, heizungsstrom, heizungswasser usw.) 50:50.

    ich mach's bei der einliegerwohnung so, dass ich 'ne pauschale vereinbart hab für die sachen, die sich garnicht oder nur sehr aufwendig berechnen lassen (selbstverständlich mit der vorgabe, dass bei erhöhung der kosten auch die pauschale erhöht werden kann), das bedeutet heizkosten, allgemeinstrom, allgemeinwasser usw.). wasser allerdings nach verbrauch. aus purer faulheit, ich hab nämlich keine grosse lust das mit der abrechnung auch noch fürs privathaus durchkaspern zu müssen.
    aber die einliegerwohnung ist sehr klein im vergleich zur wohnfläche der eigentümerwohnung (knapp ein viertel). und die einliegerin heizt eher weniger als ich, zudem hab ich was davon wenn unter mir geheizt wird, müsste ich so oder so in einem gewissen maß auch tun, wenn die einliegerwohnung nicht bewohnt wäre.
     
  4. #3 just_me, 14.01.2015
    just_me

    just_me Gast

    Wir haben uns soeben ein Haus samt Einliegerwohnung im Dachgeschoss gekauft.
    Die Einliegerwohnung soll vermietet werden, das EG und teilweise das Kellergeschoss wird von uns (Hauseigentümer) bezogen.
    Nun stellt sich die Frage wie die Heizkosten abgerechnet werden??
    Zentrale Pelletsheizung für Warmwasser und Heizung und einen Kaltwasserzähler.
    Dei Einliegerwohnung hat 95 m²
    Das EG und die 3 beheizten Räume im EG haben zusammen etwa 150m³
    Das Verhältnis somit etwa 60/40.

    Können die Pellets dann im Verhältnis 60/40 abgerechnet werden?
    Dann müsste zusätzlich noch ein weiterer Kaltwasser und Warmwasserzähler für beide WOhnung installiert werden und die Kosten entsprechend den verbrauchten m³ abgerechnet werden, oder?
    Alles andere wie Schornsteinfeger, Heizungswartung auch?, kann im gleichen Verhältnis 60/40 abgerechnet werden?

    Alles in allem wir dies wohl die günstigste Lösung sein und der Mieter wird zum Sparen animiert, anders wie bei Warmmiete.
     
  5. Andres

    Andres
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    Ganz einfach: So, wie ihr das vertraglich vereinbart. In eurer Situation gelten diverse Erleichterungen, u.a. seid ihr von der HeizkostenV befreit, sofern ihr mit den Mietern vertraglich einen anderen Abrechnungsmodus festlegt.

    Mein Rat: Macht es euch einfach. Gerechtigkeit ist weder vorgeschrieben noch erforderlich noch machbar.


    S.o., der Brennstoff kann nach jedem beliebigen Modus abgerechnet werden, der nicht grob unverhältnismäßig ist. Ihr könnt den Mieter also nicht für das ganze Haus zahlen lassen, aber einer Vereinbarung wie der von dir genannten, steht grundsätzlich nichts im Weg.

    Vermutlich bietet sich eine Vereinbarung an, dass die Heizkosten nach Wohnfläche verteilt werden. Vorsicht: Deine Formulierung klingt ein bischen so, als wolltet ihr jedes Jahr einfach die Rechnung des Pelletlieferanten aufteilen. Das geht so nicht oder wenigstens nicht ohne erhebliche Zusatzvereinbarungen. Ihr müsst zum Abrechnungsstichtag den Brennstoffvorrat ablesen und nach Verbrauch abrechnen - nicht nach Einkauf.


    Könnte man machen, muss man aber in eurem Fall nicht, wenn man etwas anderes vereinbart. Wenn ihr Warmwasser nach Verbrauch abrechnen wollt, wäre zudem noch ein Wärmemengenzähler für das gesamte WW erforderlich.


    Ja. Das gehört zu den Heizkosten.


    Zwischen der Verbrauchsabrechnung, wie sie die "Großen" machen müssen, und einer Warmmiete gibt es noch diverse Zwischenschritte.
     
  6. Berny

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    Hallo marla geier,
    wenn Du Wärmemengenzähler in die Heizkreise und die Warmwasserkreise einbauen lässt, kannste das centgenau auseinanderrechnen. Excel macht's.
    Voraussetzung ist jedoch, dass die vier Kreise separat zugängig sind.
     
  7. #6 lostcontrol, 16.01.2015
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    Fragt sich nur ob das sein muss.
    "Gerecht" kann's eh nicht sein - gerade im 2-Parteien-Haus lässt sich's ohnehin nie "gerecht" auseinanderklamüsern, z.B. wird die Einliegerwohnung im OG ja letztendlich auch von der Wohnung darunter mitgeheizt usw...
     
  8. Berny

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    Dann warte ich auf Deinen Verbesserungsvorschlag.
     
  9. #8 lostcontrol, 16.01.2015
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    Irgendwo hab ich's schon mal lang und breit geschrieben wie ich das bisher hier im Privathaus gemacht habe, ich versuch's mal verkürzt zusammenzufassen:

    Solange die Größenverhältnisse so sind, wie man sie sich bei so 'nem Zwei-Parteien-Haus (bei uns umgangssprachlich "Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung" genannt) vorstellt, d.h. eine größere Hauptwohnung, in der der Vermieter selbst wohnt und eine kleinere Wohnung ("Einliegerwohnung"), die vermietet wird, kostet eine korrekte Abrechnung mehr Geld, als dass sie sich lohnen würde.
    Hinzu kommt, dass in so einem Haus (meist wohl 2 Stockwerke) auch eine Abrechnung nach Verbrauchserfassung und Quadratmetern vielleicht korrekt sein mag, aber sicher nicht "gerecht". Wenn das untere Geschoss beheizt ist, wird das obere ein bisschen mitgeheizt, was wäre da "gerecht"?
    Von den anderen Betriebskosten ganz zu schweigen, Wasserzähler sind ja kein Problem, eigener Stromzähler auch nicht, aber da gibt's zig andere Sachen die umzulegen einfach schwierig ist bzw. aufwendig.

    Ich hab mich da für eine Mischform entschieden:
    Wasser nach Verbrauch (Zähler),
    Heizkosten nach Quadratmetern. Hier ist die Einliegerwohnung im unteren Stockwerk, wenn dort gut geheizt ist macht sich das in meinem Wohnzimmer deutlich bemerkbar und insgesamt ist das sicherlich auch gesund fürs Haus (Altbau). Das Größenverhältnis der beheizten Räume ist etwa 1:3.
    Für den Rest (Versicherung, Steuer, Waschmaschinenmitbenutzung, Allgemeinstrom, Winterdienst, Gartenpflege usw.) 'ne Pauschale.
    Strom selbstverständlich auf eigenen Zähler mit eigenem Vertrag.

    Es gibt hier keine Extra-Zähler für Allgemeinstrom, Außenwasser usw., teilweise auch altbaubedingt. Und wozu auch? Das kann man überschlagen. Und notfalls die Pauschale anpassen (muss natürlich im Mietvertrag stehen).
    Aktuell ist die Einliegerwohnung hier noch nicht an die thermische Solaranlage angeschlossen (abgesehen vom Waschbecken in der Küche), das wird aber nach der fälligen Badezimmersanierung so sein - aber da kann man dann ja 'nen Warmwasserzähler gleich mit einbauen.

    Bisher bin ich damit gut gefahren.
     
  10. #9 just_me, 18.01.2015
    just_me

    just_me Gast

    @lostcontrol
    Deine Ausführungen hört sich nach einer sehr guten, auch für uns umsetzbaren Situation an.

    Könntest du mal deinen Beitrag verlinken wo du es genau beschrieben hast? Vielen Dank.
     
  11. #10 just_me, 18.01.2015
    just_me

    just_me Gast

    @lostcontrol
    D.h du hast auch je ein Wasserzähler für Kalt und Warmwasser? ALso 4 Stück insgesamt?
    Kann man dass getrennt abrechnen durch den Wasserversorger wie z.B beim Strom auch? Oder muss ich das als Vermieter machen?
     
  12. #11 lostcontrol, 18.01.2015
    lostcontrol

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    Nein, aktuell gibt's hier im Privathaus neben der stätischen Hauptuhr nur einen Wasserzähler, nämlich den für die Einliegerwohnung. Alles andere Wasser läuft auf mich, also auch das Außenwasser für den Garten, das Wasser in der gemeinsam genutzten Waschküche (drum ja auch der Punkt "Waschmaschinenmitbenutzung").
    Warmwasserzähler gibt's noch keinen, den wird's erst dann geben wenn die Einliegerwohnung an die Solaranlage angeschlossen wird, aktuell wird doch noch mit einem Elektro-Boiler Warmwasser erzeugt.

    Beim Kaltwasser ist das ja verhältnismässig einfach, das kannst Du gut selbst machen.
    Beim Strom würde ich auf jeden Fall einen eigenen Zähler für die Einliegerwohnung einbauen - auch damit der Einlieger selbst entscheiden kann mit wem er seinen Vertrag diesbezüglich machen will.
     
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