Heizkostenabrechnung in 2 FH mit Ölheizung

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Krönchen, 23.10.2012.

  1. #1 Krönchen, 23.10.2012
    Krönchen

    Krönchen Neuer Benutzer

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    Hallo,

    da ich hier schon einige sehr informative Beiträge zu Heizkostenabrechnungen gelesen habe, habe ich mich nun hier angemeldet und hoffe, dass ihr mir auch helfen könnt.

    Zunächst zum Hintergrund: Wir sind seit letztem Jahr frischgebackene Hausbesitzer und Vermieter. Wir haben das Haus, bzw. unsere Etage kernsaniert und die obere Etage zur Vermietung abgetrennt. Einen Heizungsinstallateur haben wir mit der Systemtrennung der Ölheizung beauftragt (unterschiedliche Heizkreisläufe und-arten für die einzelnen Etagen). Er hat zwar die Umbauten (hoffentlich) gut gemacht, seitdem ist er aber in der Versenkung verschwunden ist (gab auch ziemlichen Knas mit den Rechnungen), weshalb wir nie eine richtige Einweisung in die Heizungsanlage, die Wärmemengenzähler und allem drum und dran bekommen haben…

    Ich muss nun Ende des Monats die erste Heizkostenabrechnung für unsere Mieter erstellen und mir schwant, dass ich 1. aus dem vergangen Jahr zu wenig Daten habe und wir 2. auch gar nicht technisch die notwendigen Daten für die Zukunft erfassen können (zumindest nicht ohne erhebliche Kosten) um eine ordentliche Abrechnung machen zu können. Ich schildere einfach mal die Gegebenheiten:

    • 2 Familienhaus auf 2 Etagen (+ zukünftig teilausgebauter Keller)
    • EG + Keller ist unsere Wohnung, 1. Etage + Dachboden ist vermietet (d.h. Heizkostenverordnung ist für uns nicht bindend)
    • Öl-Zentralheizung mit 3 Heizkreisen + 1x Warmwasserversorgung nur für unsere Wohnung (vermietet Wohnung hat elektrische Durchlauferhitzer)
    • 1. Heizkreis für Keller + Handtuchhalterheizung in unserem Bad
    • 2. Heizkreis für unsere Fußbodenheizung
    • 3. Heizkreis für vermietete Wohnung
    • Wir haben (auf Anraten des Installateurs!) nur EINEN Wärmemengenzähler für den Vor-/Rücklauf des 3. Heizkreises für den Mieter (von Allmess)
    • Lt. Mietvertrag werden die Heizkosten über den Wärmemengenzähler erfasst, NICHT über die qm (ist bei den unterschdl. Heizungsarten auch nicht gewünscht)
    • Unsere Öltanks (3x 1.500 l) verfügen nur über eine rudimentäre Füllstandanzeige, die definitiv zu viel anzeigt (im Februar wurden uns noch ca. 20cm Restfüllhöhe angezeigt und wir standen ohne Öl da!).

    So, nach meinen Recherchen gilt bei uns also nicht die Heizkostenverordnung. Trotzdem möchte und muss ich (lt. Mietvertrag) natürlich eine gerechte und verbrauchsabhängige Kostenaufteilung vornehmen. Da wir nur den einen WMZ und keinen genauen Ölstandmesser haben, kann ich den Gesamtverbrauch des Hauses (3x Heizung + 1x Warmwasser) bzw. unseren eigenen Verbrauch nicht genau ermitteln, sondern nur den Verbrauch des Mieters ablesen. Den Gesamtverbrauch kann ich nur durch die Öllieferungen abschätzen.

    Somit kann ich auch die vorgeschriebene(?) Fifo-Methode der Abrechnung nicht nutzen, da ich ja nie weiß, wann der Gesamtverbrauch des Hauses die letzte Öllieferung aufgebraucht hat.

    Für die Zukunft sähe meine Methode wie folgt aus: Zu jeder Öllieferung und zum Stichtag der Abrechnung würde ich den WMZ der Mieter ablesen und dann mit dem Ölpreis der letzten Öllieferung berechnen. Unser Heizungsinstallateur nannte mir damals folgende Werte: 1l Öl = 10kWh und die Kesselanlage hätte einen Wirkungsgrad von ca.(!!!) 90% und somit hätte ich die Gleichung

    1l Öl = ca. 9 kWh

    Gibt es da einen genaueren/anderen Wert des Wirkungsgrades und wie kann ich den ermitteln(hängt der z.B. von der Kesselanlage ab, muss ich nur in die Prüfung vom Schornsteinfeger schauen oder so?)?
    Meiner Meinung nach wäre das zwar rechtlich nicht unbedingt haltbar (da nicht FIFO), aber unter den gegebenen technischen Mitteln doch noch fair, oder?

    Für die aktuelle Abrechnung habe ich allerdings zusätzlich die Problematik, dass ich bei den ersten Öllieferungen nicht den WMZ abgelesen habe (ja, ich weiß, das war dumm, kann es jetzt aber leider nicht mehr ändern!). Folgende Daten habe ich da:

    • Hauskauf 1.4.2011 mit unbekanntem Ölstand zu unbekanntem Ölpreis
    • Vermietung ab 1.9., bzw. 1.11.2011 (ab 1.9. Berechnung nur verbrauchsabhängiger Nebenkosten wie Heizung, da 2 Monate mietkostenfrei für Renovierungen vereinbart wurden). Einzug der Mieter am 1.11.
    • Einbau des Wärmemengenzählers mit Zählerstand 0 am 31.8.2011
    • 1. Öllieferung am 3.11.2011 mit 1.498 l zu netto 71,53€/100l Öl
    • 2. Öllieferung am 23.02.2012 mit 1.999 l zu netto 77,90€/100l Öl (Öltank war leer)
    • 3. Öllieferung am 1.10.2012 mit 2.800 l zu netto 76,40€/100l Öl
    • Stand Wärmemengenzähler am 1.10.: 6.330 kWh
    • Stand Wärmemengenzähler am 31.10.: xxx

    Einen Durchschnittspreis zu bilden, wäre nicht wirklich sinnvoll, das ist mir klar. Die Info, dass im Februar der Tank leer war, bringt mir auch nicht viel, da ich ja unsere Verbräuche und den Anfangsstand nicht kenne. Jetzt eine Idee von mir: Von ista usw. gibt es doch so Durchschnittswerte wie viel man im Mittel in welchem Monat heizt (in % des persönlichen Jahresverbrauchs). An Hand solcher Mittelwerte wurden bei mir (als ich noch Mieter war) zumindest früher schwankende Gaspreise unterjährig berechnet (da ist ja auch nur einmal im Jahr die Ablesung). Könnten wir nicht so was für die Verbräuche zwischen den Lieferungen zu Grunde legen? Wenn ja, wo gibt es solche Listen (oder ich suche die damalige Abrechnung raus…) . Natürlich ist das immer noch nicht FIFO, aber das geht ja eben nicht.

    Natürlich könnte ich für die Zukunft 3 weitere WMZ anbringen lassen, ob das aber wirtschaftlich ist, ist fraglich. Es geht mir nicht darum, alles billig zu machen, sondern nur um eine faire, verbrauchsabhängige Abrechnung. Leider habe ich mich damals auf den Installateur und seinen Rat zu nur einem WMZ verlassen.

    So, nun freue ich mich auf Eure Antworten!

    Viele Grüße
    Krönchen
     
  2. AdMan

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  3. Syker

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    :74: Krönchen


    Schade das der Installateur dir nicht erklärt hat,
    wie man mit nur einem WMZ eine Kostenverteilung machen soll.
    Dies ist m.E. nicht möglich und du bräuchtest deinen Angaben zufolge 4 WMZ.

    Wenn du 4 WMZ hättest,
    könntest du die entstandenen Kosten im gleichen Verhältnis
    wie die Verbräuche der WMZ verteilen.


    Die HeizKV gilt auch für dich,
    du hättest nur die Möglichkeit gehabt,
    von der Ausnahme für ZFH gebrauch zu machen.
    Dies hast du im MV nicht getan,
    also ist nach HeizKV abzurechnen.


    Die Heizkostenabrechnung muss nicht gerecht sein,
    sondern richtig sein also der HeizKV entsprechen.


    Was ist Fifo-Methode


    Ob man so wirklich eine korrekte Abrechnung hinbekommt?
    Ich persönlich würde schleunigst die fehlenden WMZ einbauen.


    Ich denke du meinst die Gradtagszahlen.
    Die bringen dich nicht weiter,
    weil für ein ganzes Jahr einfach 1000/1000 zusammen kommen.


    Die Mietkosten für die WMZ zählen zu den Heizkosten,
    werden also anteilig auch vom M bezahlt.


    VG Syker
     
  4. #3 Krönchen, 23.10.2012
    Krönchen

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    Hallo Syker,
    danke für Deine Einschätzung.
    Ja, mit 4 WMZ wäre alles kein Problem. Das wäre die kostenintensive Lösung für die Zukunft. Im Mitvertrag wird 1 WMZ pauschal berechnet. Da kann ich ja nun leider nicht einfach einen 2. WMZ abrechnen (2 für den Mieter, zwei für uns). Somit würden wir auf den Kosten für 3 zusätzlichen WMZ sitzen bleiben.
    Oh, das wusste ich nicht.:unsicher016: Muss man das wirklich explizit reinschreiben? Der Mietvertrag ist extra für ein 2FH geschrieben (also in der Überschrift steht 2FH) und verbrauchsabhängig wollen wir es ja machen, nur nicht für uns, nur für den Mieter.

    Sorry, es geht mir weniger um eine rechtliche Prüfung, sondern um eine faire Abrechnung. Wir haben ein sehr gutes Verhältniss zu den Mietern, da mache ich mir keine Sorgen. Ich will nur eine für alle wirtschaftliche und faire/verbrauchsabhängige Abrechnung


    first in first out = es wird so lange zum"alten" Ölpreis abgerechnet, bis das Öl der alten Lieferung verbraucht ist (Gesamtverbrauch notwendig). Erst danach wird zum Ölpreis der darauf folgenden Lieferung abgerechnet.
    Ich würde ja (zukünftig) immer zum aktuellen ölpreis abrechnen. Den Ölpreis der Lieferung vor dem Hauskauf (Bestand bei Mietereinzug) kenne ich ja nicht.


    Ja genau, das meine ich. Aber den Verbrauch des Mieters für ein Jahr habe ich doch über den WMZ + Wirkungsgrad 90%. So könnte ich dann aber für die letzten Monate die unterschiedlichen Preise bei den Öllieferungen zuordnen.

    Und zukünftig hätte ich ja die kwh zu den jeweiligen Lieferterminen, wenn ich den WMZ dann auch ablese (hängt eh im Keller neben den Tanks).
    Wäre das von der Abrechnung denn sooo falsch, kämen da so andere Werte raus, dass es die zusätzlichen Kosten für die 3 WMZ (+ alle 5 Jahre erneuen) wirklich wirtschaftlich sinnvoll ist?

    Danke nochmal,
    :wink5:Krönchen
     
  5. Syker

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    Hallo Krönchen

    Ich dachte du willst nach HeizKV abrechnen,
    die Kosten für die WMZ gehören in die Gesamtheizkosten,
    die dann auf alle Nutzer verteilt werden.


    Ich habe hier im Forum gelesen,
    das es explizit vereinbart werden muss,
    wenn der VM von der Ausnahme nach §2 HeizKV Gebrauch machen will.
    Dies kann natürlich in deinem MV schon Formuliert sein.

    Wie das gehen soll nur den M verbrauchabhängig abzurechnen ist mir ein Rätsel.
    Du musst doch die Gesamtkosten anhand der Verbrauchwerte verteilen,
    hierzu benötigt man zwangsläufig mindestens 2 Verbrauchswerte,
    sonst müsste der M ja immer 100% der Kosten tragen.


    Gut das ist natürlich deine Entscheidung,
    sicherlich kann man als VM damit auch Jahrelang gut fahren,
    aber auch einmal mit auf die Nase fallen.


    Ahh... jetzt verstehe ich was du meinst.


    ???
    Ich persönlich würde in deinem Fall auf den Anfangsbestand verzichten,
    und in Zukunft immer auch den Heizölstand zum 31.10.? ablesen.


    VG Syker
     
  6. Heizer

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    Was die Heizkosten an geht, so ist es unerheblich was im Mietvertrag vereinbart wurde. Es gilt als zwingendes Recht die Heizkostenverordnung.

    Ausnahme nach §2 ist in Deinem Fall möglich, wenn dies mit dem Mieter vereinbart wurde, was hier offensichtlich aber nicht der Fall ist.


    Leider ist ein WMZ zur rechtssicheren Messung nicht ausreichend. Es müssen alle Heizkreise gemessen werden und damit die Heizkosten anteilig aufgeteilt werden. Der Verteilschlüssel 30% nach Fläche und 70% nach Verbrauch ist bindend. Abweichungen können vereinbart werden, was hier scheinbar ebenfalls nicht der Fall ist.


    Die Allmess WMZ gehören mit zu den teuersten Geräten am Markt. Normale Aufputzzähler sind da deutlich preiswerter und messen genau so gut, da sie entsprechend geeicht sein müssen.
     
  7. Berny

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    wirtschaftlich "sinnvoll"

    Nach "sooo falsch" bzw. "wirtschaftlich sinnvoll" fragt das Gesetz nicht.
    Baue die fehlenden WMZ ein, überprüfe, ob der vorhandene dort eingebaut ist, wo es erforderlich für eine korrekte Ablesung aller einzelnen Kreise ist, dann kannste korrekt abrechnen.
    Es hilft nicht....: Etwas investieren musste nun mal (mussten wir auch...).
     
  8. #7 Krönchen, 24.10.2012
    Krönchen

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    ok, konkreter...

    Guten Morgen,

    vielen lieben Dank für Euren Einsatz. Leider ist Theorie und Praxis nicht immer das gleiche und der Knackpunkt bei uns liegt mMn doch woanders.

    Wir haben schriftlich fixiert, dass die Heizkosten einmal pauschal für einen WMZ (Wartung, etc) erhoben werden und ansonsten nur verbrauchsabhängig berechnet werden. Davon möchten wir auch nicht abweichen, auch wenn das mglw. rechtlich nicht haltbar wäre. Bei den unterschiedlichen Heizungsarten (20 Jahre alte Heizkörper oben und FBH unten), die sich natürlich in der Kaltmiete niederschlagen, sehe ich darin auch keinen Anreiz. Ob wir die Ausnahme von der Heizkostenverordnung damit auch rechtssicher mit unserem Mieter nun vereinbart haben oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

    Was mir noch unklar ist:
    Wenn ich 3 weitere WMZ installieren lasse, hilft mir das immer noch nicht weiter. Ok, ich habe dann denn Gesamtverbrauch in kwh und somit auch den anteiligen Verbrauch der Mieter in kwh - den habe ich aber jetzt auch schon (6.330 kwh vom 1.9.2011 bzw. 1.11.2011 bis zum 1.10.2012)?! @syker, der WMZ hängt ja nur an dem Heizkreis für den Mieter.

    Aber wie viel Liter Öl sind das???
    Dazu habe ich nur diese Faustformel über den Wirkungsgrad von 90% der Kesselanlage 1 Liter Öl = 9 kwh:

    Also: 6330 kwh = 6330/9 liter = 703,33 liter Öl

    Wenn ich nicht die Faustformel nutzen möchte, benötige ich doch Anfangs- und Endbestände der Öltanks - und die sind ja eben nicht brauchbar, nicht bekannt, nicht ablesbar, zu ungenau (+/- 30 cm in 3, nicht quadratischen, Öltanks, wieviel Öl soll das sein?).

    So bleibt mir dann nur noch, diese 703 Liter Öl den Öllieferungen mit den unterschiedlichen Ölpreisen zuzuordnen. Und das ginge für die Vergangenheit nur geschätzt z.B. über die genannten Gradtagszahlen und in Zukunft über die Ablesung des WMZ zu den Lieferterminen.

    Versteht mich nicht falsch, ich würde auch die Investition der 3 weiteren WMZ tätigen, wenn es mich irgendwie voranbringen würde. Und da sehe ich nur eine genauere Füllstandsanzeige, die wohl (lt. 2. Heizungsinstallateur) mit unseren Öltanks nicht möglich ist?!

    Einzig die 703 Liter erscheinen mir für 3 Personen und 90 qm unterm Dach sehr wenig für ein Jahr, wo wir mit 2 Personen + 2 Babys in 100qm mit FBH + Warmwasser gaaaanz grob geschätzt 2800 Liter verbrauchen.... wir sind sparsam (wenig duschen, max. 4x baden im Jahr, Raumtemperatur von FBH recht niedrig eingestellt....) und die Wärmedämmung ist oben wir unten gleich schlecht...
    Da habe ich das Gefühl, dass da doch der Wurm drin ist?!

    Hoffentlich habe ich irgendwo nen Denkfehler drin, bitte helft mir!

    Viele Grüße
    Krönchen
     
  9. Berny

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    Dem kann abgeholfen werden.
    Du machst es Dir viel zu schwer, vergiss' Öl und Kilowattstunden!
    Wenn Du 4 WMZ hast, werden diese am Stichtag bestimmte Werte anzeigen.
    Du ermittelst die gesamten umzulegenden Heizkosten (Schorni, Brennstoffe, Reinigung, Wartung, etc. anderes Umlegbares) und hast somit die Gesamtheizkosten.
    Diese werden dann auf die einzelnen WMZ-Kreise (Verbraucher, Kunden, Mieter) verteilt mithilfe von Dreisatzrechnungen.
     
  10. Syker

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    Hallo Krönchen


    Ich persönlich glaube nicht,
    dass so eine Rechnung wirklich funktioniert,
    und rechtlich ist dies m.E. überhaupt nicht haltbar ist.

    Das ist ja so wie wenn du anhand des Spritverbrauchs
    die Geschwindigkeit deines Autos ermitteln willst.

    Bedenke bitte auch,
    wenn der M nicht mit deiner Rechenweise einverstanden ist,
    könntest du auf allen Heizkosten sitzenbleiben
    und müsstest eventuell auch die Vorauszahlungen zurückzahlen.

    Meiner Meinung nach gibt es für dich nur zwei Möglichkeiten.
    1.) Die fehlenden WMZ installieren
    2.) Von der Ausnahme nach §2 HeizKV gebrauch machen und nach m² abrechnen.

    Für die 2. Möglichkeit müsste dein M mitspielen,
    und ihr müsstet dies gemeinsam vereinbahren.


    VG Syker
     
  11. #10 Krönchen, 24.10.2012
    Krönchen

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    Huhu,

    ja, so langsam schwant es mir auch. Und zwar, dass der Wirkungsgrad zwar schön und gut ist (habe einen Internetrechner dazu gefunden, der die Werte des Schornsteinfegers zum Wirkungsgrad umrechnet).
    Wenn ich den aber verwende (90,64%), würde ich z.B. auf den Kosten zur Bereitstellung der Wärme sitzen bleiben, da diese ja schon vor dem Durchfluss durch den WMZ des Mieters entstehen.

    Gut, mit insgesamt 4 WMZ habe ich dann das richtige Verhältniss. Und das mitdem 3 Satz ist auch kein Problem. ABER: woher nehme ich den Gesamtbetrag der Brennstoffe?

    #
    Schorni wird nach qm, Reinigung pauschal abgerechnet.

    Aber ohne Füllstandsanzeige weiß ich doch nie, wieviel Öl wir alle in einem Jahr verbraucht haben.
    Dies ist nur im Mittel über mehrere Ölleiferungen bzw. Jahre zu ermitteln

    Ich habe wirklich Null Ahnung, wieviel Öl wir in den letzten 1,5 Jahren verbraucht haben. Ich weiß nur, dass wir insgesamt 6297 Lieter getankt haben, aber nicht ob wir mit 500 L oder 1500 L gestartet und geendet haben. Wie gesagt, die Füllstandsanzeige sagt mir etwas von +/- 30 cm Füllhöhe in den 3 Tanks...

    Ach ja, das ist alles so verzwackt. vielen Dank für Eure Hilfe.
     
  12. Berny

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    Krönchen:

    "Huhu,"
    Kommt mir auch bald so vor...:sauer016:

    "mit insgesamt 4 WMZ habe ich dann das richtige Verhältniss. Und das mitdem 3 Satz ist auch kein Problem. ABER: woher nehme ich den Gesamtbetrag der Brennstoffe?"
    Jahresendstand minus Jahresanfangsbestand plus Zugetanktes, allles in Euro.

    "Schorni wird nach qm,"
    Hä?? Die Rechnung dürfte doch wohl vorliegen, in Euronen, nicht in qm oder Lire...:sauer016:

    "Reinigung pauschal abgerechnet."
    Die Heizungsraumreinigung gehört zu den Heizkosten (auch in Euronen).

    "Aber ohne Füllstandsanzeige weiß ich doch nie, wieviel Öl wir alle in einem Jahr verbraucht haben.
    Dies ist nur im Mittel über mehrere Ölleiferungen bzw. Jahre zu ermitteln"
    Das muss der Betreiber schon selbst ermitteln, habe es oben bereits gesagt.

    "Ich habe wirklich Null Ahnung, wieviel Öl wir in den letzten 1,5 Jahren verbraucht haben. Ich weiß nur, dass wir insgesamt 6297 Lieter getankt haben, aber nicht ob wir mit 500 L oder 1500 L gestartet und geendet haben. Wie gesagt, die Füllstandsanzeige sagt mir etwas von +/- 30 cm Füllhöhe in den 3 Tanks..."
    Meine Antwort: wie vor.
     
  13. Syker

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    Moin moin Krönchen


    Ok das ist ein Problem,
    welches aber m.E. gelöst werden kann,
    Kennst du das Gesamtfassungsvermögen?
    Normalerweise kann man das auch rechnerisch ermitteln,
    bzw. es gibt Leute die so etwas professionell machen.

    Ich würde dann nächste Woche volltanken,
    und du kannst dir ausrechnen wieviel noch im Tank war.

    Der Anfangsbestand ist zwar weiterhin unbekannt,
    ich würde als VM so großzügig sein,
    und einen Tankinhalt von 0 annhemen.
    In der Abrechnung den M aber auch darauf hinweisen

    Da es wohl keine zuverlässigen Füllstandsanzeige für deine Tanks gibt,
    würde ich für die Zukunft überlegen einen Zähler zu installieren,
    der die verbrauchte Menge ähnlich wie ein Wasserzähler zählt.

    VG Syker
     
  14. Berny

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    Und irgendwo müsste es doch auch noch Rechnungen geben...?:smile031:
     
  15. #14 Krönchen, 25.10.2012
    Zuletzt bearbeitet: 25.10.2012
    Krönchen

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    Hallo
    ich werde nochmal überlegen, ob ich irgendwie die verbrauchte Menge Öl im letzten Jahr abschätzen kann. Für einen korrekten Abrechnungsstart fürs nächste Jahr wäre Volltanken natürlich eine Möglichkeit. Ob es so einen Durchflusszähler für Öl gibt, werde ich mal nachforschen.

    Berny, warum so grantig? Nur weil ich "Huhu" als Begrüßung schreibe? Ist doch netter als ghar keine Begrüßung, oder?
    Das ich die Ölrechnungen noch habe ist doch klar, sagt doch aber nichts über den Verbrauch aus bei unterschiedlichen Anfangs- und Endbeständen.
    Und ja, auch der Schorni hat eine Rechnung gestellt, die ich über die qm auf die Mieter und uns umgelegt habe. Man muss doch nicht erst alles zusammenrechnen und dann umlegen, sondern kann auch einzelne Beträge umlegen, was war daran nicht zu verstehen? Ja, und für die Reningung und den WMZ haben wir eine Pauschale in € vereinbart, weil z.B. der Austausch der WMZ nur alle 5 Jahre erfolgt und diese Kosten aber gleichmäßig auf alle Jahre verteilt werden sollen. Sonst hätte ein Mieter wmgl. Pech, wenn er nur in dem einen Jahr des Austauschs hier wohnt und ich nur in diesem Jahr die Kosten umlegen würde.

    Viele Grüße
    Krönchen
     
  16. Berny

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    Falsch, sind Teil der Heizkosten.
     
  17. Syker

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    Hallo Berny

    klar zählt das auch zu den Heizkosten,
    aber warum kann der Schoni nicht einzeln in der BK-Abrechnung aufgeführt werden?


    VG Syker
     
  18. Berny

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    Eben (auch) deshalb.
     
  19. #18 Tobias F, 25.10.2012
    Tobias F

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    Weil das Kosten sind die nach HKV zu verteilen sind - ganz einfach. Deshalb dürfen diese auch nicht nach einem beliebigen Schlüssel wie qm, Alter der Oma, Anfangsbuchstabe des Vornames o.ä. verteilt werden.


    Auzug HKV:

    § 7 Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme
    Von den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage sind mindestens 50 vom Hundert, höchstens 70 vom Hundert nach dem erfaßten Wärmeverbrauch der Nutzer zu verteilen.
    ..........................................................

    Zu den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstromes, die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes, die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung, Aufteilung und Verbrauchsanalyse.
     
  20. Syker

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    Hallo zusammen


    @Berny
    Deine Antwort ist leider überhaupt nicht hilfreich.


    @Tobias F.
    Danke für die Erklärung,
    jetzt habe ich es verstanden.


    VG Syker
     
  21. Berny

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    Dir vielleicht nicht...?
    Bitte lies' einfach zuerst den 2. Satz, dann den 1. Satz:
     
Thema: Heizkostenabrechnung in 2 FH mit Ölheizung
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