Heizkostenabrechnung nach Leerstand einer Wohnung

Diskutiere Heizkostenabrechnung nach Leerstand einer Wohnung im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, es geht um die Heizkostenabrechnung für ein 3-Familienhaus: Bisher habe ich immer komplett nach Verbrauch abgerechnet. Ab diesem Jahr...

  1. #1 Christian555, 21.01.2011
    Christian555

    Christian555 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    es geht um die Heizkostenabrechnung für ein 3-Familienhaus:

    Bisher habe ich immer komplett nach Verbrauch abgerechnet.
    Ab diesem Jahr werde ich, wie es in der Heizkostenverordnung steht mit Grundkosten und Verbrauchskosten abrechnen. Was ist die übliche Abrechnungsart 30:70 oder eher 40:60. Wie rechnet Ihr ab?

    Was ist, wenn eine Wohnung mal längere Zeit leer stehen würde. Bleibe ich dann auf den Grundkosten sitzen, oder kann ich diese auf die anderen beiden Wohnung wieder aufteilen?
     
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  3. tokape

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    Die Abrechnung nach 30:70 ist normal. Mit den Grundkosten ist es so, dass du eine leere Wohung für die Abrechnung mit einer Person belegen musst wenn nach Personen abgerechnet wird. So habe ich es gestern erst gelesen. Fand ich sehr interessant und war mir auch neu.
    Stand auf Bild.de. Da konnten Fragen gestellt werden und jemand vom Mieterbund hat geantwortet.

    Ich habe hier die Stelle mal kopiert: Quelle: bild.de (Hoffe, das ist so rechtens? Wenn nicht bitte den Beitrag eleminieren!)

    „In unserem Haus stehen seit einiger Zeit ein paar Wohnungen leer. Darf der Vermieter Kosten, die personenbezogen abgerechnet werden, wie z.B. Müllabfuhr, Wasser, Kanal und Straßenreinigung, einfach auf die anderen Mieter umlegen? Oder muss er das selbst tragen, indem er eine fiktive Person für die leerstehende Wohnung einsetzt?“

    Lukas Siebenkotten: „Letzteres ist absolut richtig. Für leerstehende Wohnungen muss der Vermieter alle Nebenkosten tragen, er darf diese Kosten nicht zusätzlich auf die restlichen Mieter mit verteilen. Bei dem Berechnungsschlüssel Personenzahl muss er für die leerstehende Wohnung die Anzahl von Bewohnern ansetzen, die normalerweise dort wohnen würden.

    Beispiel: Einzimmerappartement: 1 Person; Dreizimmerwohnung: 2-3 Personen (Ehepaar mit Kind).“


    Hier der komplette Bericht:
    http://www.bild.de/BILD/ratgeber/ge...recht-experten-meine-nebenkosten-zu-hoch.html
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das ist doch mal eine traumhafte Quelle für einen Vermieter... :help

    Grundsätzlich richtig ist, dass der Vermieter Leerstandskosten zu tragen hat und aus diesem Grund bei einer Umlage nach Personenzahl auch eine leerstehenden Wohnung mit einer Person anzurechnen hat.

    Das war aber hier überhaupt nicht das Thema...
    Es ging um die Umlage von Heiz- und Warmwasserkosten nach Heizkostenverordnung. Dabei kann eine Umlage nach Personenzahl nicht vorkommen. Grundkosten müssen nach HeizkV entweder nach Wohnfläche, beheizter Fläche, umbautem Raum oder umbautem Raum der beheizten Räume umgelegt werden. Umbauter Raum kommt dabei in der Praxis praktisch nie vor.

    Ein Leerstand wird nicht anders behandelt als ein Mieterwechsel. Der neue Mieter heißt einfach "Leerstand".
     
  5. #4 Christian555, 21.01.2011
    Christian555

    Christian555 Neuer Benutzer

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    Falls wirklich mal eine Wohnung längere Zeit leer stehen würde (was im Moment nicht der Fall ist) dann wäre es als für den Vermieten viel besser, wenn er nur Verbrauchsabhängig abrechnen würde. Oder ist das gar nicht erlaubt?
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Eine Abrechnung zu 100% nach Verbrauch ist nach § 10 HeizkV durchaus zulässig, wenn es eine entsprechende Vereinbarung mit dem Mieter gibt. Die Überschreitung der Höchstsätze nach § 7 abs. 1 und § 8 Abs. 1 HeizkV kann also nicht vom Vermieter einseitig bestimmt werden.

    Ob das sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage, die jeder für sich selbst aus seiner Situation heraus beantworten muss. Man sollte berücksichtigen, dass auch ein "Wenigverbraucher" ganz selbstverständlich und zu Recht verlangt, dass die Heizung sofort zur Verfügung steht, wenn er zufälligerweise mal heizen will. An den dadurch anfallenden Bereitstellungskosten sollte der Mieter über den Grundkostenanteil der HeizkV beteiligt werden. Außerdem gibt es Fixkosten, mit denen der Wenigverbraucher über den Grundkostenanteil ebenfalls belastet werden sollte. M.E. ist es zu kurz gedacht, wenn der Vermieter bei seine Entscheidung nur seinen Vorteil bei einem Leerstand berücksichtigen würde.
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Angenommen 2 Wohnungen stünden leer und der dritte Mieter wäre nie da und hätte alle Heizkörper runtergedreht.

    Es würde also kein messbarer Verbrauch anfallen oder in einer der Leerwohungen springt im Winter mal ein HK auf Frostschutz an und der HKV zählt eine Einheit.

    Dann viel Spaß bei der 100% Abrechnung :?

    Alle Schornikosten, Wartung, Reinigung, Bereitstellungsverluste und Zählergebühren müßten auf diese eine Einheit abgerechnet werden.
     
Thema: Heizkostenabrechnung nach Leerstand einer Wohnung
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