Heizkostenabrechnung nach Wohnfläche oder Grundfläche

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Rooney80, 08.07.2014.

  1. #1 Rooney80, 08.07.2014
    Rooney80

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    Ich habe im letzten Jahr einen unausgebauten Raum in einem Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses gekauft (Rohbau, keine Estrich, keine Heizung, keine Wände, also nix außer Außenwände). Das Rohbaumaß betrug 163 qm.

    Ich habe in diesen Raum 2 Wohnungen errichtet. Mein Architekt errechnete nach DIN am Ende eine Gesamtwohnfläche von 153 qm.

    Nun habe ich meine erste Hausgeldabrechnung erhalten und dort werden die Verbrauchsunabhängigen Heizkosten und Wasserkosten mit den 163 qm berechnet, also dem Rohbaumaß.

    Ist es richtig das die Verbrauchsunabhängigen Heiz und Wasserkosten (70/30) nach der Rohbaufläche berechnet werden?

    Vielen Dank für eure Hilfe ..
     
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  3. Jobo45

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    so steht es in der HKV
    § 7 Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme
    .......Die übrigen Kosten sind nach der Wohn- oder Nutzfläche oder nach dem umbauten
    Raum zu verteilen; es kann auch die Wohn- oder Nutzfläche oder der umbaute Raum der beheizten Räume zu
    Grunde gelegt werden.......

    demnach ist es nicht richtig!

    vermutlich hat der Verwalter Deine DIN Wohnflächenberechnung nicht erhalten und deshalb ist die Abrechnung wie vor dem Umbau!

    Entweder der Verwalter ändert es ab, denn bis vor dem Umbau waren es ja mehr m³, oder Du mußt einen Beschluß in der Versammlung herbeiführen.
     
  4. #3 Rooney80, 08.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.07.2014
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    Vielen Dank Jobo45 für die schnelle Antwort.

    Ich habe der Verwaltung die qm der 2 Wohnungen bei Fertigstellung mitgeteilt.
    Reicht es wenn ich schriftlich der Abrechnung widerspreche ?

    Ändert sich durch die geänderte Fläche eigentlich auch etwas an anderen Kosten außer als an den Grundkosten für Wärme und Wasser ?
     
  5. Jobo45

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    Die Abrechnung wird durch die Eigentümerversammlung genehmigt!
    Also reicht der Einspruch alleine nicht. Hast Du mit der Verwaltung gesprochen ?

    ja, denn der Rest wird über Verbrauchserfassung (Wasseruhr und Wärmemengenzähler an Heizkörpern) abgerechnet.

    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/heizkostenv/gesamt.pdf
    § 7 Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme
    § 8 Verteilung der Kosten der Versorgung mit Warmwasser
    da wird es sehr gut beschrieben.

    Die anderen Kosten werden meist nach Miteigentumsanteile abgerechnet, die wiederrum sind in der Teilungserklärung festgelegt. Diese zu ändern bedarf es Einstimmigkeit und jeder Eigentümer muss zum Notar, also ein eher aufwendiges Verfahren.
     
  6. #5 Rooney80, 08.07.2014
    Rooney80

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    Wie soll ich denn jetzt am besten vorgehen ? Die Eigentümerversammlung ist in ca. 3 Wochen.

    An den Miteigentumsanteilen möchte ich nichts ändern. Diese wurden auch richtig erfasst.

    Gibt es eigentlich Änderungen wenn man erst Mitte des Jahres eingezogen ist ? Also die Hausgeldabrechnung ist von Januar bis Dezember. Vorher war der Umbau und die Wohnung nicht bewohnbar (Rohbau). Ich weiß das Leerstand nicht auf Kosten anderer Laufen kann aber vielleicht gibt es da trotzdem Kosten die abgezogen werden müssen..?!
     
  7. Jobo45

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    Ich würde mich als erstes mal hinsetzen und gemäß der Heizkostenabrechnung den Unterschied ausrechnen ! Denn in der Versammlung mußt Du gegebenefalls die anderen Miteigentümer überzeugen und da solltes Du auch auf Fragen antworten die den Umfang der Änderung für die Anderen betrifft.
    Dann würde ich mit der Verwaltung sprechen und eine vorgehensweise abstimmen. Sollte der Verwalter beratungsresistent sein und nichts machen zu wollen, so musst Du alleine einen Tagesordnungspunkt einreichen der diese Änderung der m² in der HK Abrechnung beschließt.

    Das heißt ja nicht, dass die Räume die leer standen niemanden gehört haben! Es wurde lediglich keine Verbrauchsabhängigen Kosten auf diese WEG Einheit abgerechnet.
     
  8. Andres

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    Das ist zwar richtig, aber diese Situation würde ich nach Kräften vermeiden. Man wird sich bei den anderen Eigentümern nicht gerade beliebt machen, wenn man eine weitere Eigentümerversammlung zwecks Jahresabschluss verursacht. Daher würde ich alles daran setzen, den Verwalter bereits vorab vom meiner Meinung nach korrrekten Abrechnungsmodus zu überzeugen.
     
  9. Jobo45

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    Meiner Meinung nach sollte es in die anstehende Versammlung noch mit rein kommen! dafür eine extra Versammlung ab zuhalten, finde ich auch nicht für sinnvoll, zumal da vermutlich keine beschlussfähige Versammlung zu stande kommen könnte (je nach Teilungserklärung, Wackelbeschlüsse ect.ausgenommen).
     
  10. #9 PHinske, 09.07.2014
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    Hallo Rooney80,

    um mal die Größenordnung nachvollziehen zu können, habe ich meiner Heizkostenabrechnung 2013 nachgesehen.

    Ich wohne in einem 10-Wohnungen-Haus mit 700 qm beheizter Wohnfläche.
    Die Zentralheizung ist nur für die Raumwärme da, nicht für Warmwasser.
    Die Aufteilung ist ebenfalls 30 zu 70.

    EIN qm kostet ausgehend von den Gesamtheizkosten für ZWÖLF Monate = 2,97 €.
    In DEINER Abrechnung findest du sicher auch den Wert für einen Quadratmeter.

    Was aber an eurer Abrechnung schief sein kann, ist nach meiner Vermutung:
    Die Quadratmeter wurden auch für die ersten Jahresmonate angesetzt, obwohl in deinen Wohnungen noch gar keine Heizung und keine Warmwasserentnahme vorhanden war.
    DANN wäre die Größenordnung deutlich erheblicher als zB 10 qm mal zB ca. 2,97 €.

    Verantwortlich für die Übermittlung der korrekten Daten an den Abrechnungsdienst ist der Verwalter.
    Mit dem solltest du sprechen und dann überlegen, ob du einmalig bereit bist, eine fehlerhafte Abrechnung zu akzeptieren.
    Selbst wenn du es dieses Mal durchgehen lässt, musst du den Verwalter davon überzeugen, dass er im nächsten Jahr die korrekten qm an den Abrechnungsdienst schickt. Ansonsten wiederholt sich das Problem immer wieder.

    Wenn er dazu nicht bereit ist, hilft wohl nur der harte und deutliche Weg:
    Ansprache in der Eigentümerversammlung mit der Bitte, die Abrechnung SO NICHT zu beschließen und notfalls den Genehmigungsbeschluss beim Amtsgericht anfechten. Die Erfolgschancen dürften bei guter Begründung überragend sein.

    MfG, PHinske
     
Thema: Heizkostenabrechnung nach Wohnfläche oder Grundfläche
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