Heizkostenabrechnung Schätzwerte möglich?

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Marie89, 27.01.2014.

  1. #1 Marie89, 27.01.2014
    Marie89

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    Guten Morgen zusammen,

    ich hätte eine kurze Nachfrage zur Heizkostenabrechnung.

    Gibt es eine Möglichkeit diese Kosten zu schätzen und wenn ja wie?
    Es geht um ein Zweifamilienhaus in dem der Vermieter mit einer Mietpartei zusammen wohnt.

    Hat jemand von euch schon einmal mit Schätzwerten eine Abrechnung gemacht und könnte mir hier Tipps geben?

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.

    Grüße
    Marie
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Man kann alles schätzen. Die Frage dürfte daher weniger technisch und mehr auf die Abrechnung ausgerichtet sein. Bevor wir uns hier die Finger mit allen möglichen Szenarien wundschreiben: Geht es um die angemessene Festsetzung einer Pauschale oder um einen Maßstab für eine spätere Abrechnung?
     
  4. #3 Marie89, 27.01.2014
    Marie89

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    Hallo Andres,

    da hast du natürlich recht. Es geht eher um einen Maßstab.

    Der Mieter zieht zum 31.03.2013 aus und bisher wurde kein Unternehmen mit
    der Erstellung der Abrechnung beauftragt. Das soll erst mit dem neuen Mieter
    passieren und dort dann von Anfang an.

    Wir möchten für den alten Mieter für diese drei Monate keine separate Abrechnung
    durch ein entsprechendes Unternehmen machen lassen, sondern hier Schätzwerte nehmen.

    Können wir dann die Werte der letzten Abrechnung (diese wurde durch ein Unternehmen
    korrekt abgerechnet) als Schätzwerte nehmen und das ganze entsprechend nach
    Heizgradtagen auf die Monate runterrechnen? Ist das dann zulässig bzw. wird das vom Gesetzgeber
    als korrrekt anerkannt?
     
  5. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    zieht aus 2014 oder ist ausgezogen 2013?
    Wie habt ihr denn bis jetzt abgerechnet?

    So könnt ihr doch auch diese 3 Mt. berechnen, allerdings wenn 2014 der Auszug ist erst im nächsten Jahr.

    Gibt es denn entsprechende Zähler an allen Heizkörpern im Haus u. Warmwasser?
    Wenn nicht, warum soll das ein Unternehmen machen?

    Im Zweifamilienhaus in denen der Vermieter eine Whg. bewohnt, hat er die Möglichkeit der einfacheren Abrechnung wenn vertraglich vereinbart.
    Ihr solltet euch kundig da machen und in dem neuen Mietvertrag entsprechend vereinbaren.

    Nebenkostenabrechnung beim Zweifamilienhaus – Bitte beachten!
     
  6. #5 Marie89, 28.01.2014
    Marie89

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    Hallo Sara,

    falsche Formulierung...sorry. Also er ist bereits zum 31.03.2013 ausgezogen und wir sind nun an der Abrechnung. Wir haben vorher die Abrechnung über eine entsprechende Firma gemacht. Nur für das Jahr 2013 allerdings nicht.

    Daher war jetzt die Frage damit das danach wieder alles sauber läuft(ab neuem Mieter), würden wir jetzt für die drei Monate Schätzwerte nehmen und nicht extra noch eine Abrechnung durchführen lassen. Hier gehen ja auch ein Teil der Kosten zu Lasten der Mieter und das wollten wir jetzt gerne einfach vermeiden.

    Im Mietvertrag ist hierzu nichts geregelt...es ist schon ein alter Mietvertrag.
     
  7. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Marie89

    Da scheinbar nix anderes Vereinbart ist, musst du nach den Regeln der HeizkostenV abrechnen. Tust du das nicht kann der M seine Vorauszahlungen zurück fordern, rechnest du nicht nach Verbrauch ab darf der M die Heizkosten um 15% mindern.

    Da der Verbrauch scheinbar nicht erfasst wurde verteilst du die entstandenen Kosten auf m² und Gradtage auf den M.

    Besser 15% "Verlust" verkraften, als gar keine Heizkosten erhalten.


    VG Syker
     
  8. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Wie hat denn die Firma die Heiz-u. Warmwasserkosten berechnet?
    Habt ihr denn wirklich überall Zähler an den Heizkörpern u. Warmwasserentnahmen im Zweifamilienhaus?

    Syker hat da schon die Antwort gegeben wie du abrechnen kannst:

     
  9. #8 Marie89, 29.01.2014
    Marie89

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    @Syker: Ja da hast du recht. Die 15% sind besser als alles komplett. Ich dachte nur das bei Privatvermietern, die ein Zweifamilienhaus noch mit einer Mietpartei selbst bewohnen, die Heizkostenverordnung gelockert ist bzw. hier einfachere Maßstäbe gelten.

    @Sara: Vorher wurde immer nach 50% Verbrauch und 50% nach Wohnfläche verteilt. Ich werde mich heute auch mal mit unserer Ablesefirma in Verbindung setzen vielleicht erreiche ich dort etwas bzw. kann ein paar Werte erhalten.
     
  10. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Marie89,

    da denkst du zwar fast richtig, nur muss das auch im MV vereinbart sein.

    Und das ist eben ein häufiger gemachter Fehler das viele einfach denken, dass die HeizkostenV im ZFH grundsätzlich nicht gilt. §2 regelt aber das Abweichungen explizit vereinbart werden müssen.

    Natürlich könnte man solche Vereinbarungen auch später treffen / ändern, nur müssen sich die Vertragsparteien einig sein und alle Parteien müssen zustimmen.

    Eine einseitige Änderung so du es gern hättest geht leider nicht.

    VG Syker
     
  11. #10 Marie89, 29.01.2014
    Marie89

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    Hallo Syker,

    der Mietvertrag ist leider nur sehr alt und war bereits vor einer entsprechend Heizkostenverordung (1981) zustande gekommen. Daher stellt sich die Frage, wenn die Heizkostenverordung noch gar nicht da war, wie hätte diese in den MV aufgenommen werden können bzw. hier eine Vereinbarung über die Abrechnung gemacht werden können? Daher dachte ich, vielleicht greift dann wirklich diese Geschichte mit für ZFH.

    Im MV steht lediglich drin, dass die Kosten abgerechnet werden - wie und in welchem Umfang wird nicht erläutert.

    §2 HeizkostenV
    "Vorrang vor rechtsgeschäftlichen Bestimmungen Außer bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt, gehen die Vorschriften dieser Verordnung rechtsgeschäftlichen Bestimmungen vor."

    Ich habe das ganze so verstanden, dass lediglich Zweifamilienhäuser nicht an die Heizkostenverordnung gebunden sind. Aber auch nur dann, wenn von den beiden Wohnungen eine vom Eigentümer selbst genutzt wird.

    VG
    Marie
     
  12. Syker

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    Die Vorrausetzungen hast du ja schon verstanden,
    nur den Inhalt scheinbar noch nicht so ganz.


    "Rechtsgeschäftlichen Bestimmungen" bedeutet hierbei eine Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien.


    In deinem Fall hättest du mit deinem M
    als Ausnahme von der HeizkostenV eine anderweitige Vereinbarung treffen können.
    Dies hast du aber versäumt,
    also die Ausnahme nicht in Anspruch genommen.
    Und nun lies dir noch §1 Anwendungsbereich durch,
    dann wirst du sehen das du leider nach HeizkostenV abrechnen müsstest.




    VG Syker
     
  13. #12 Marie89, 29.01.2014
    Marie89

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    Ok vielen Dank für die Info. Ich werde hier noch einmal nachschauen.

    Da wird sich sicher eine Lösung finden. Ansonsten muss ich eben mal mit dem alten Abrechnungsunternehmen sprechen. Die werden bei ihrer Abrechnung ja auch nichts anderes als Schätzwerte nehmen, wenn ihnen dort nichts vorliegt und diese entsprechend der Verordung aufteilen.
     
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