Heizkostenabrechnung unerwartet niedrig

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von stiftsquelle, 10.11.2010.

  1. #1 stiftsquelle, 10.11.2010
    stiftsquelle

    stiftsquelle Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen

    Die Heizkostenabrechnung für ein Mehrfamilienhaus hat ergeben, dass 7 Mitparteien insgesamt etwas über 2000€ an Heizkosten zuviel gezahlt haben. Die Mieterstruktur hat sich seit der letzten Abrechnung nicht verändert, (Mieter sind die selben, kein Leerstand) weshalb es nicht nachvollziehbar erscheint, warum der Verbrauch so stark gesunken ist. Vorallem, weil der Winter der zugrunde liegenden Heizkostenabrechnung wesentlich kälter war, als der vorherige, so man zumindest keine fallenden Gasverbräuche erwarten würde.

    Meine Frage ist, inwiefern man wegen der Verbräuche Nachforschungen anstellen kann/darf. Das Haus hat eine Zentralheizung. Jeder Heizkörper hat eines dieser Röhrchen zur Verbrauchsmessung. Als wegen einer kleinen Reparatur kürzlich eine der Wohnungen betreten wurde, fiel auf, dass mindestens ein Röhrchen überhaupt nicht zählt, da es offensichtlich defekt/nicht eingeschaltet war. Was ist, wenn das in mehreren Wohnungen der Fall ist? Wie kann man dann ergründen, seit wann bzw. in welchem Umfang es da zu einer Fehlmessung kam? Ist in so einem Fall eine zumindest teilweise pauschale Berechnung anwendbar?


    Herzlichen Dank!
     
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  3. RMHV

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    Warum sollen die Mieter denn zuviel gezahlt haben? Haben etwa alle Mieter mehr Vorauszahlung geleistet als verlangt wurde?
    Mein Eindruck ist, dass sich hier mal wieder jemand selbst im Weg steht.
    Mit der zitierten Aussage war wohl eher gemeint, dass die Kosten für den Gasbezug 2000 € niedriger waren als im Vorjahr. Wenn man nach der Ursache dafür suchen will, wird man bei den Rechnungen des Gasversorgers ansetzen müssen. Wurde vielleicht auf der Basis einer Schätzung abgerechnet? Liegt vielleicht ein Ablesefehler vor, der mit der folgenden Rechnung wieder ausgeglichen wurde oder der vielleicht auch erst mit der nächsten Rechnung ausgeglichen wird? Passt der aktuelle Zählerstand zu den Verbrauchsmengen, die in den letzten Jahren abgerechnet wurden?

    Selbstvrständlich kann man Nachforschungen anstellen und es gibt auch niemanden, der es verbieten könnte.

    Ausgehend von der Annahme, dass die Gesamtkosten gesunken sind, sind alle Erwägungen über Messfehler verfehlt. Durch die Messeinrichtungen wird der Umlageschlüssel für die Gesamtkosten bestimmt. Wenn es signifikante Fehlmessungen geben sollte, führt das zu einer Verschiebung von Kostenanteile, die für jeden einzelnen Mieter errechnet werden. In der Summe ergeben die einzelnen Mieteranteile aber immer wieder die Gesamtkosten.

    "Röhrchen" werden übrigens nicht eingeschaltet. Dass ein Verdunster nicht funktioniert kann eigentlich nur einen Grund haben: die Verschlusskappe wurde beim Austausch nicht entfernt. Das Problem erledigt sich bei der nächsten Ablesung. Der Verbrauch wird vom Ablesedienst geschätzt. Eine Verteilung des Verbrauchskostenanteils nach dem Schlüssel, der für dei Grundkosten verwendet wird, in der Regel also Wohnfläche, wird erst erforderlich und zulässig, wenn die von der Schätzung betroffene Wohnfläche 25% der gesamten Wohnfläche übersteigt.
     
  4. #3 Christian, 10.11.2010
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    Hallo,

    die Röhrchen sind einzig und allein dafür da, um die Kosten zu verteilen. Mit diesen Röhrchen werden keine Kosten gemessen.

    Im ersten Schritt ermittelst du die Kosten (Gas, Schorni, Heizungswartung, ..). Da kommt dann ein Betrag X raus, z.B. 10 Euro.

    Diese 10 Euro musst du auf die Wohnungen aufteilen. Das ist der 2. Schritt, und den machst du mit Hilfe der Röhrchen.

    Wenn also in einer oder mehreren Wohnungen ein oder mehrere Röhrchen defekt sind, hat das auf die Heizkosten aus Schritt 1 (die 10 Euro) keine Auswirkungen. Diese 10 Euro werden dann nur anders (evtl. falsch) auf die einzelnen Wohnungen verteilt.

    Aus Vermietersicht bekommst du die 10 Euro ja in jedem Fall, die Rörchen sind nur dafür da, um festzulegen, welcher Mieter welchen Anteil an den 10 Euro zahlen muss.

    Gruß,
    Christian
     
  5. #4 lostcontrol, 10.11.2010
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    ölheizung?
    wir hatten das auch mal. im einen jahr gigantische nachzahlungen, im anderen jahr ähnlich gigantische rückzahlungen.
    hing damit zusammen, dass im einen jahr im dezember nachgetankt wurde, im anderen im januar, also im einen jahr 2 tankfüllungen, im anderen garkeine (also grob vereinfacht).
    ich weiss das ist doof, aber auch doofe fehler passieren...
     
  6. #5 stiftsquelle, 10.11.2010
    stiftsquelle

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    Danke für eure Beiträge!

    Ich weiß zwar nicht, wie es mit der Spendenbereitschaft der Mieter aussieht, aber wenn, dann würden sie sicherlich nicht dem Vermieter spenden. Natürlich ist "zuviel gezahlt" in dem Fall nicht wörtlich zu nehmen. Trotzdem danke für die Bewertung in Beamtendeutsch.

    Danke für die Aufklärung. Die Röhrchen sind also raus. ;-)

    Hallo
    Es ist eine Gasheizung. :)
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ich glaube in 2009 hatten wir eine Wirtschaftskriese mit Energiepreisen im Tiefflug.

    Logisch, dass sich das im Folgejahr auf die Heizkostenabrechnung auswirkt.

    Näheres wird man in den Versorgerrechnungen einsehen können.
     
  8. #7 Christian, 11.11.2010
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Lass uns noch mal ganz vorne anfangen:

    Es geht um die Kosten fürs gesamte Haus, für alle Wohnungen, in Summe? Dann wären die "7 Mietparteien" ja lediglich eine Randinfo, die nicht weiter berücksichtigt werden muss. Oder steckt da was anderes dahinter?

    Als nächstes der Vergleich: 2000 Euro mehr als was? Als im Vorjahr?

    Dann: Wie setzen sich diese Summe(-n) zusammen?
    Sind das Brennstoffkosten, Heizungswartungskosten, Schornikosten, und/oder was ganz anderes oder irgendeine andere Kombination?


    Gruß,
    Christian
     
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