Heizkostenaufteilung nach Verbrauch und Wohnfläche

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Heizkostenabrechner, 25.02.2016.

  1. #1 Heizkostenabrechner, 25.02.2016
    Heizkostenabrechner

    Heizkostenabrechner Gast

    Hallo zusammen,

    aktuell erstelle ich die Nebenkostenabrechnung 2015 für unser MFH.
    2014 haben wir u.a. das Dach gedämmt und einen Teil der Fassade. Nun fällt mir bei der Abrechnung auf, dass einige Mieter verstärkt profitieren, indem sie weniger erfassten Verbrauch hatten. Bisher wurden immer 70% der Kosten nach Verbrauch und der Rest nach Wohnfläche abgerechnet. Gibt es einen Weg, dass ich ab Beginn 2015 den Maßstab auf 50/50 ändere?

    Mir geht es nur um einigermaßen Gerechtigkeit im Haus. Wir profitieren davon nicht, da wir nicht im Haus wohnen.

    Vielen Dank und viele Grüße!
     
  2. AdMan

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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Vielleicht liegt das gar nicht an der Dämmung? Vielleicht haben die Mieter sparsamer geheizt? Vielleicht wurden in allen Wohnungen weniger Einheiten verbraucht, weil z.B. die Durschschnittstemperatur höher war?
    Einheiten entsprechen NICHT dem Verbrauch, aus weniger Einheiten auf weniger Verbrauch zu schließen ist falsch!

    Beispiel:
    Wohnung A: 2014 100 Einheiten, 2015 3 Einheiten
    Wohnung B: 2014 100 Einheiten, 2015 3 Einheiten
    2014 und 2015: je 100 € Heizkosten

    Die 100 Einheiten entsprechen 50€, die 3 Einheiten entsprechen auch 50 €. Es wurde in beiden Jahren absolut gleich viel verbraucht.


    (ich habe der Einfachheit in dem Beispiel zu 100% nach Verbrauch aufgeteilt. Das ist aber für das beispiel nicht relevant).
     
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  4. #3 anitari, 25.02.2016
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Dann lass es wie es ist.
     
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  5. #4 lostcontrol, 25.02.2016
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Gerechtigkeit wirst Du so oder so nicht erreichen können.
    Ich seh's wie anitari - lass es wie es ist, damit kommst Du der Gerechtigkeit ja schon nahe und es entspricht den gesetzlichen Vorschriften.

    Und am Rande: Ich kenn's eigentlich ohnehin nur so, dass man im EG meist mehr heizen muss, in "Sandwich-Wohnungen" (zwischen zwei beheizten Wohnungen) weniger und im Dachgeschoss hängt's von der Dachdämmung ab.
    Tendentiell haben aber gerade Dachwohnung und EG-Wohnung dafür andere Vor- und Nachteile, die sich gelegentlich auch durchaus in der Kaltmiete wiederspiegeln.
    Gerade im Zusammenhang mit Dachdämmung fände ich es im MFH auch irgendwie gerechter wenn derjenige, der oberflächlich betrachtet am meisten davon profitiert (also die Dachwohnung/en), den größten Anteil an der Mondernisierungsmieterhöhung übernehmen würde/müsste. Aber "Gerechtigkeit" im Sinne von "Recht vor Gericht" ist eben nur selten das, was der "gesunde Menschenverstand" so betrachten würde.
     
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  6. #5 Fremdling, 25.02.2016
    Fremdling

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    Sorry, dots, neige zum teilweisen Widerspruch. Was Du darlegst, kann sein muss aber nicht; z.B. wenn es programmierbare E-HKV sind, deren Einheiten bereits die Besonderheiten des Heizkörpers (Art, Dimensionen, Wattzahl) bei Installation mit Programmierung berücksichtigen lernen. Bei uns arbeiten solche Biester.
    *Besserwissy aus* :117:
     
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  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Habe ich etwas anderes behauptet? Wenn, dann war das nicht gewollt.
     
  8. #7 Fremdling, 25.02.2016
    Fremdling

    Fremdling Erfahrener Benutzer

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    Ja, Du hast etwas anderes behauptet (Text habe ich zitiert) und Du hast sogar das "NICHT" durch Großschreibung besonders betont.

    Bei den programmierbaren HKV-Exemplaren bedeutet an allen Heizkörpern jeder Punkt Verbrauch denselben Euro-Betrag als Kostenanteil, da die (bei nicht programmierbaren E-HKV abstrakten) Einheiten nicht mehr erst über heizkörper-individuelle Faktoren umgerechnet werden müssen. Damit entsprechen die Einheiten eben doch dem Verbrauch; z.B. doppelte Zahl = doppelte Kosten. Was immer Du gewollt hast, ich hatte lediglich Deine Worte zum Begreifen. Sofern ich das "Gewollte" nicht korrekt begriff, bitte ich um wohlwollende Nachsicht.

    Das war's meinerseits zum Thema.
     
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  9. Andres

    Andres
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    Wahrscheinlich ja, aber das hängt von Heizanlage und Gebäude (§ 7 Abs. 1 Satz 2 HeizkostenV) und der Gestaltung der Mietverträge ab.

    Dass es eine ganz schlechte Idee ist, weil jegliche Änderungen der Abläufe im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis ein ewiger Quell von Ärger sind, wurde ja schon geschrieben.
     
  10. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Ich sehe auch keinen Grund für eine Änderung auf 50/50
    Vielleicht noch ein Hinweis, der zwar aktuell nicht vorliegt, aber bei Leerstand bist du dann auch immer mit 50% statt der 30% Grundkosten an den Heizkosten für die Zeit des Leerstandes für die Wohnung beteiligt.
     
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  11. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    @ Fremdling: Statt "NICHT" besser "nicht grundsätzlich"? Ich denke, das ist besser, oder?

    Ja, schon, aber wenn ich letztes Jahr 3 Einheiten hatte und dieses Jahr wieder 3, kann ich nicht automatisch mit den Kosten wie im letzten Jahr rechnen.
    Innerhalb eines Jahres gilt das aber. Aber auch nur bedingt, da Heizkosten ja nicht zu 100% nach Verbrauch verteilt werden.
    Aber das nur am Rande, ich denke ich habe dich richtig verstanden und du mich auch.
     
  12. #11 ImmerPositiv, 27.02.2016
    ImmerPositiv

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    Huhu,

    Muss das nicht den Mietern schriftlich vorher mitgeteilt werden wenn sich bei Einen Umlageschlüssel Etwa ändert bzw wenn ich jetzt bei den HZK aufeinander statt 30/70 auf 50/50 änder?

    Ich weiß ja nicht was im MV steht.

    LG
     
  13. #12 ImmerPositiv, 27.02.2016
    ImmerPositiv

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    Das ist ja ne feine Sache bei Euren HKV ...

    Bei uns ist ablesen und dann rechnen angesagt ;-) sprich k Wert ermitteln (gut dass uns die Firma da entsprechend die Werte der Heizungen mitgeteilt hat) ... dann von jeder Heizung und entspr.de.HKV die Summe aufschreiben und bei jedem dann mit dem K Wert multiplizieren und dann kann *normal weiter gerechnet werden, bei uns 30/70)

    Wusste gar nicht dass es HKV gibt die die K Werte gleich einprogrammiert bekommen

    Wenn es so ist ...wieder was dazu gelernt :-)

    LG
     
  14. Nanne

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    Dieser Meinung bin ich bislang auch.
     
  15. Duncan

    Duncan
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    und die ist in sofern falsch, als das die verbrauchsunabhängigen Grundkosten da noch nicht inkludiert sind, die schwanken zwar zumeist nicht so sehr aber es ist durchaus nicht ungewöhnlich.
     
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  16. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ich verbrauchsabhängige Kosten nach Verbrauch bezahlen muß.
    ..
     
  17. #16 Heizkostenabrechner, 01.03.2016
    Heizkostenabrechner

    Heizkostenabrechner Gast

    Vielen Dank für die vielen Meinungen dazu!
    Bei uns sind die HKV elektronisch und auf den Heizkörper eingestellt, d.h. die Werte sind direkte Verbrauchswerte und können auch verglichen werden. Lediglich ein direktes Umrechnen in kWh oder € ist nicht möglich.
    Klar, Gerechtigkeit liegt immer im Auge des Betrachters. Vermutlich habt ihr Recht und ich belasse den Maßstab lieber.
     
  18. #17 anitari, 01.03.2016
    anitari

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    Das ist bei keinen HKVs möglich. Nur anhand der Gesamtkosten der Heizungsanlage und Gesamteinheiten des Hauses kann der Preis pro Einheit errechnet werden.

    Und dann ist ja noch der verbrauchsunabhängige Teil, der vorher abgezogen werden muß.
     
  19. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Wobei Du wieder mal recht hast. Natürlich werden verbrauchsunabhängigen Kosten auch noch dazugerechnet.
     
  20. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Es ist KEIN Vergleich über mehrere Jahre möglich!
    Eine Einheit in 2010 kann teurer sein UND weniger Energie(-verbrauch) entsprechen als z.B. eine Einheit aus dem Folgejahr. Und natürlich umgekehrt und in allen anderen Konstellationen ...

    Es kann sogar vorkommen, dass man in einem Jahr, in dem man wirklich sparsam war, mehr Einheiten auf dem Zähler hat, aber trotzdem weniger zahlen muss, als im Vorjahr.
     
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  21. #20 Heizkostenabrechner, 01.03.2016
    Heizkostenabrechner

    Heizkostenabrechner Gast

    Natürlich ist ein Vergleich über mehrere Jahre möglich, aber nicht in €, sondern in verbrauchten Wärmeeinheiten.
    Die Winter sind über die Anzahl der Gradtage vergleichbar und über die Wärmeeinheiten kann die im Raum "verbrauchte" Wärmemenge verglichen werden. Wie hoch die Kosten dafür sind, hängt dann von der Effizienz des Wärmeerzeugers, des Gaspreises und noch weiteren Faktoren ab.
     
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