Heizkostenzähler nicht abgelesen

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Gast Benni, 06.02.2007.

  1. #1 Gast Benni, 06.02.2007
    Gast Benni

    Gast Benni Gast

    Hallo erstmal,

    also es geht darum, meine Freundin ist im Jahr 2005 in ihre jetzige wohnung gezogen und hat im Dezember ihre Betriebkostenabrechnung für 2005 bekommen. Da sie ne Mänge nachzahlenmuß, haben wir das ding uns mal genau unter die Lupe genommen und festgestellt, das ihr die Heizkosten für das ganze jahr in rechnug gestellt wurden.
    Daraufhin haben wir festgestellt, das ih ihrem Übergabeprodokoll nicht die Stände der Heizungszähler festgehalten wurden, sondern nur die gerätenr. und somit liegt uns kein wert vor wie er zu ihrem einzug war.

    Wir sind jetzt mit dem Vermieter auch schon im schriftlichen kontakt und haben ihn darauf hingewiesen, das fehler in der abrechnung sind und als Antwort bekommen, wir das es ja nicht sein fehler ist, das die Stände nicht festgehalten wurden und wir somit trotzdem alles bezahlen müssen. Also den heizungsverbrauch für das ganze jahr obwohl sie nur nen 1/2 drin gewohnt hat in 2005.

    Was sollen wir jetzt machen, wie kann man dagegen angehen, wer ist im recht, wer ist dafür verantwortlich das die Zählerstände abgelesen werden beim einzug.
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 06.02.2007
    lostcontrol

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    um was für zähler geht es denn da?
    warmwasserzähler?
    heizkostenverteiler?
    digital? röhrchen?

    bei den digitalen heizkostenverteilern der firma T. weiss ich, dass extra-ablesungen "ausser der reihe" auch extra bestellt werden müssen, wenn dies gewünscht wird. das verursacht natürlich kosten (zusätzliche ablesung + fahrtkosten, zusätzliche abrechnung usw.).
    wer die dann tragen muss, kann ich allerdings nicht sagen.
    weiss aber der heizer bestimmt.

    es sollte aber doch in jedem falle (ob abgelesen oder nicht) möglich sein, die heizkostenabrechnung auf die beiden parteien, die 2005 in der wohnung gewohnt haben, je nach abrechnungszeitraum aufzuteilen, oder nicht?
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Eine Zwischenablesung ist nach § 9b Abs. 1 HeizKV vom Gebäudeeigentümer, in der Regel also vom Vermieter, durchzuführen. Dies ist aber nachträglich nicht mehr wichtig. Der Zählerstand kann ohnehin nicht rückwirkend abgelesen werden.

    Ohne vorliegenden Ablesewert sind die Jahreskosten der Wohnung komplett nach Gradtagzahlen auf die einzelnen Nutzungzeiträume zu verteilen.
    Die Gradtagzahlentabelle lässt sich vom Forum aus direkt aufrufen.
    Es wäre also zunächst festzustellen, ob in der Mieter in der Abrechnung tatsächlich mit den Kosten des gesamten Jahres belastet wurde. Dann kann der zutreffende Mieteranteil berechnet werden. Anschließend sind die Einwendungen em Vermieter - am besten schriftlich - nach Grund und Höhe mitzuteilen. An dieser Stelle ist dann auch ein Endergebnis der Abrechnung bekannt. Falls dann noch ein unstreitiger Nachzahlungsbetrag verbleibt, ist dieser auszugleichen. Ansonsten hätte der Vermieter ein Guthaben auszuzahlen.
    Wenn die Parteien keine Einigkeit herstellen können, wird notfalls ein Gericht entscheiden müssen.
     
  5. Heizer

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    Prinzipell sollte zwar eine Zwischenablesung gemacht werden, aber häufig wird das vergessen.

    Allerdings ist das bei Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip nicht immer möglich. War der Einzug nur 2-3 Monate nach der lezten Abrechnung, ist eine Zwischenablesung der Röhrchen nicht möglich.

    Bei elektronischen Heizkostenverteilern und Wärmemengenzählern sowie den Wasserzählern ist das hingegen kein Problem.

    Nicht alle Vermieter bestehen bei der Wohnungsübergabe auf eine Zwischenablesung. Dennoch kann man das recht einfach selber machen und die Ableseergebnisse im Übergabeprotokoll vermerken. Wenn dafür der Messdienst beauftragt wird, stellt der nicht selten bis zu 100€ dafür in Rechnung.

    Genau für solche Fälle gibt es in der Heizkostenverordnung daher einen § in dem die unterjährige Kostenabgrenzung bei Nutzerwechsel geregelt wird.

    Bei der Heizung muß nach Gradtagen abgegrenzt werden und beim Wasser nach Kalendertagen.

    Wenn da in der Abrechnung irgendwas von Gradtagen oder kurz GT steht, scheint das so gemacht worden zu sein.
     
  6. #5 lostcontrol, 06.02.2007
    lostcontrol

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    äh... blöde frage:
    ich hab mal bei der firma T. nachgefragt, ob ich das mit dem ablesen auch selbst machen könne, da wurde mir mitgeteilt, dass das nicht geht, weil ich nicht die technische ausrüstung dafür hätte.
    tatsächlich kommen die "jungs" auch immer mit notebook daher...

    zum glück war's bisher nicht nötig, das unterjährig zu machen (seit dem einbau der dinger gab's in den betroffenen räumen keinen mieterwechsel), aber jetzt würd ich das dann doch gerne vorsorglich genau wissen...
     
  7. #6 Gast Bensen, 06.02.2007
    Gast Bensen

    Gast Bensen Gast

    nein manche verstehen das falsch. Bei der Wohnungübergabe wurde ein übergabeprotokoll geführt und an den Heizkörpern sind solche digitalen Geräte dranne wo man den Jahresverbrauch bis jetzt und dem vom vorjahr ablesen kann und es wurde bei der übergabe nicht der verbrauchswert beim einzug aufgeschrieben, sondern die Gerätenummer.

    Und der Vermieter schreibt uns jetzt, das es ja nicht sein Fehler ist, das nicht der wert im Prototokoll steht und die ablesung erfolgt nur einmal im Jahr von einer firma und er stellt uns aber den verbrauch für das ganze jahr in rechnung und sagt es ist ja nicht sein fehler.
     
  8. Heizer

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    Dann frag doch mal ob deren HKV eine Sonderzulassung haben. :wand:

    Denn nach DIN EN 834 müssen elektronische Heizkostenverteiler ohne Hilfsmittel ablesbar sein. Oder warum haben die Dinger dann ein Display? :?

    Was die mim Schlepptopp machen sind die Monatsendwerte auslesen. Das können die aber auch später bei der Jahresablesung machen. Ansonsten reicht die Ablesung zur Übergabe auch aus.

    Die wollen blos die Kohle für die Zwischenablesung kassieren. Eine Selbstablesung passt nicht in deren Prozesse und verursacht nur zusätzliche Aufwände, die sie so nicht weiterberechnen können.

    Na die von Tech em sollen nur so weiter machen. Da brauchen wir uns wenigstens um neue Kunden keine Sorgen machen. :lol

    Wir haben in den letzten 4 Wochen ne ganze Menge ehemalige Tech emobjekte übernommen. Und morgen gucke ich mir das nächte an. :geil
     
  9. #8 lostcontrol, 06.02.2007
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    naja - ganz unrecht hat er da ja nicht.
    wenn deine freundin nur die gerätenummer abgelesen hat anstatt der stände (eigentlich hätte sie beides notieren sollen), dann ist ihr da ja tatsächlich ein fehler unterlaufen.
    problem nur: da hätte sie ja ohnehin alles mögliche aufschreiben können - auch zu ihren gunsten...
    wer hat denn das übergabeprotokoll unterschrieben?
    üblicherweise sind das ja mieter und vermieter - vorzugsweise noch ein bis zwei neutrale zeugen...
    wenn er das also so unterschrieben hat, ist er letztendlich mit schuld an dem fehler.

    aber ich frage mich dabei: was hat er denn den vormietern berechnet?
    denen muss er ja auch eine abrechnung machen, und er kann ja nicht von beiden mietern den vollen betrag verlangen...
     
  10. #9 lostcontrol, 06.02.2007
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    heizer - in der zwischenzeit hab ich mich da sogar schon schlau gemacht und festgestellt, dass man die dinger sehr wohl selbst ablesen kann *freu*.
    hab schon überlegt ob ich das dem zuständigen filialleiter mit auf die liste setzen soll "dinge, bei denen die firma T. ihre kunden gerne mal bewusst falsch informiert" (die liste ist mittlerweile schon ganz schön lange).

    aber achtung: im betriebseigenen technischen handbuch steht das auch tatsächlich falsch drin, wie man die dinger abzulesen hat. und da die T.-hotline mit diesen handbüchern arbeitet, kriegt man von denen da auch 'ne falsche auskunft wie ich mittlerweile von einem bei T. beschäftigten techniker weiss...

    es ist echt ein drama mit denen...
     
  11. Heizer

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    @Gast Bensen: Dann ist der Einspruch auf jeden Fall berechtigt.

    Egal wer daran Schuld ist, daß die Ablesung nicht erfolgte. Er hat nach Heizkostenverordnung abzurechnen. Und in §9 ist eindeutig geregelt wie bei Nutzerwechsel abzurechnen ist. Tut er dies nicht ist die Abrechnung schlichtweg falsch !!!
     
  12. #11 Gast Benni, 07.02.2007
    Gast Benni

    Gast Benni Gast

    Danke Heizer, das ist doch mal ne klare aussage, die mir weiter hilft.

    Ja wie sollen wir da jetzt am besten weiter verfahren, wer ist jetzt in der Beweispflicht, wie der tatsächliche Zählerstand beim einzug war.

    Ich mein den bekommt man eh nicht mehr raus, vielleicht kontakt mit dem vormieter aufnehmen, wär jetzt noch ne idee von mir.

    aber wenn das nichts bringt. Der vermieter kann ihr(meiner Freundin ja nicht Heizkosten in rechnung stellen, die sie nicht verbraucht oder verursacht hat.

    Was macht man in so einem fall...
     
  13. Heizer

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    Einfach den Vermieter auf §9 HKVo hinweisen.

    Wie bereits mehrfach erwähnt ist nach Gragtagen einen Kostenabgrenzung vorzunehmen.

    Auf keinen Fall darf Deine Freundin die falsche Abrechnung bezahlen. Sonst kann sie wahrscheinlich ewig auf eine Korrektur warten.
     
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