Heizmengenzähler defekt und in Heizkostenabrechnung nicht berücksichtigt

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von aldemar, 24.09.2012.

  1. #1 aldemar, 24.09.2012
    aldemar

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    Bei einem Mieter wurde kürzlich festgestellt, dass ein vor drei Jahren ausgetauschter Wärmemengenzähler falsch eingebaut wurde und deswegen keine Wärmemenge erfasst hat.
    (Der Verbrauch des Mieters liegt üblicherweise bei ca. einem Drittel des Gesamtverbrauchs.)
    Es sind also die letzten drei Heizkostenabrechnungen falsch.
    Der Vermieter weigert sich, die aktuelle Abrechnung ändern zu lassen. Es soll vielmehr der Verbrauch des Mieters in der kommenden Heizperiode gemessen werden und dieser Wert dann genommen werden, um den Verbrauch der fehlenden drei Jahre zu ermitteln.
    Ist das zulässig?
    Können die anderen Mietparteien für die letzten drei Jahre die Heizkosten rückwirkend um 15% kürzen?
    Wenn ja, betrifft die Kürzung nur die Verbrauchskosten oder auch die Grundkosten?
     
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  3. Berny

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    aldemar:

    "Es sind also die letzten drei Heizkostenabrechnungen falsch.
    Können die anderen Mietparteien für die letzten drei Jahre die Heizkosten rückwirkend um 15% kürzen?"
    Ja.

    "Der Vermieter weigert sich, die aktuelle Abrechnung ändern zu lassen."
    Zurecht, denn welche Parameter sollten dann in die neue Abrechnung eingebaut werden?
    Auch dann könnten die Mieter die HK-Zahlungen um 15% kürzen.

    "Es soll vielmehr der Verbrauch des Mieters in der kommenden Heizperiode gemessen werden und dieser Wert dann genommen werden, um den Verbrauch der fehlenden drei Jahre zu ermitteln.
    Ist das zulässig?"
    M.E. nicht.

    "Wenn ja, betrifft die Kürzung nur die Verbrauchskosten oder auch die Grundkosten?"
    Ja, die (Gesamt-)Heizkosten.
     
  4. #3 aldemar, 24.09.2012
    aldemar

    aldemar Neuer Benutzer

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    @Berny
    Danke erstmal für die Antworten.

    Inwieweit haftet eigentlich der Installateur, der den Heizmengenzähler falsch eingebaut hat? Ich denke nicht, dass man ihn für die drei Jahre regreßpflichtig machen kann.
    Es hätte ja eigentlich schon im ersten Jahr auffallen müssen.
     
  5. Berny

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    Das ist Bürgerliches, kein Mietrecht.
    Zur Klarstellung: Handelt es sich um Wärmemengenzähler, wie sie in Rohr-hin- und -rückleitungen eingebaut werden, ODER um Heizkostenverteiler, welche an Heizkörpern angebracht werden?
     
  6. #5 aldemar, 24.09.2012
    Zuletzt bearbeitet: 24.09.2012
    aldemar

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    Es handelt es sich um einen Wärmemengenzähler, wie er in Rohr-hin- und -rückleitungen eingebaut wird.
     
  7. Berny

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    Befindet sich der WMZ am Vorlauf und der Fühler am Rücklauf?
     
  8. #7 aldemar, 24.09.2012
    aldemar

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    Kann ich leider nicht sagen. Dem Vermieter wurde von der Installationsfirma bei der WMZ-Überprüfung lediglich gesagt, dass er falsch montiert wurde.
     
  9. #8 aldemar, 25.09.2012
    aldemar

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    Kann die Heizkostenabrechnung für 2012/13 auch gekürzt werden, wenn der WMZ lediglich 4 Monate in diesem Abrechnungszeitraum defekt war?
     
  10. Berny

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    Ich meine JA, denn Januar bis April haben allein 530/1000 der Heizgradtage eines Jahres.
     
  11. #10 aldemar, 25.09.2012
    aldemar

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    Es handelt sich um Mai-August, da dürfte der Anteil wesentlich geringer sein.
     
  12. Berny

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    Nur 80 - kann ich nicht beurteilen.
     
  13. Heizer

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    Ich denke nicht, dass ein Kürzungsrecht besteht. Denn es war ja eine messtechnisch Ausstattung nach HKVO vorhanden. Und nur für das Fehlen einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung ist die 15% Regel anzuwenden.

    Oft wird diese über Gebühr strapaziert. Dafür gibt es aber keine Rechtsgrundlage.

    Ob der Zähler nun falsch montiert war oder vergessen wurde abzulesene oder einfach nur defekt ist, ist unerheblich. Fakt ist, dass er vorhanden war.

    Voraussetzung ist allerdings, dass auch nach HKVO abgerechnet wurde und der fehlende Verbrauchsanteil nach den gesetzlichen Vorgaben ermittelt wurde.


    Das was der Eigentümer vor hat erfüllt den Tatbestand der vergleichbaren Zeiträume. Wäre alo zulässig. Es steht ja nirgends geschrieben, dass der vergleichbare Zeitraum in der Vergangeheit liegen muss.

    In der Praxis ergibt dies aber ein anderes Problem. Wenn man den Wert des Folgejahres zu Grunde legen will, so gerät man zwangsläufig in die Ausschlussfrist der vorangegangenen Abrechnung.

    Daher ist es auch nicht möglich die Abrechnung für die letzten 3 Jahre nachzureichen. Bzw. wäre eine Nachzahlung daraus nicht mehr fällig.
     
  14. #13 aldemar, 29.09.2012
    aldemar

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    Die Abrechnungsperiode geht von Anfang Mai bis Ende April. Der Zähler wurde aber erst im August gewechselt. Kann man da noch von vergleichbaren Zeiträumen ausgehen?
    Im Übrigen ist der Mieter schon knapp 10 Jahre in der Wohnung. Da liesse sich doch in Zeiträumen vor 2010 eine Schätzung eruieren.
     
  15. Heizer

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    Ja das geht schon. Dann füllt man halt die restliche Zeit nach Gradtagen auf. Ein geübter Abrechner würde da schon was zulässiges zusammenbasteln.
     
  16. #15 aldemar, 30.09.2012
    aldemar

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    Angenommen der Mieter verbrauchte dann 3 MWh. Erstellt dann die Abrechnungsfirma korrigierte Abrechnungen für die letzten 3 Jahre? Wie kann man da die Verjährung aufhalten?
    Also, die 15%-Kürzung für die letzten 3 Jahre erscheint mir da wesentlich praktikabler.
     
  17. Heizer

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    Garnicht.

    Wäre aber falsch. Es muss nach HKVO geschätzt werden. Und zwar jedes Jahr einzeln. Und die jeweiligen Nachzahlungen sind nicht mehr Fällig, wenn das Ende der Abrechnungsperiode länger als 12 Monate her ist.

    Ist eine Schätzung nach vergleichbaren Zeiträumen nicht möglich kommt noch eine Schätzung nach vergleichbaren Räumen in Betracht.
     
  18. #17 aldemar, 30.09.2012
    aldemar

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    Das würde hier heissen, dass der Mieter mit dem defektem Zähler dann für die Abrechnungsperioden 2009/2010, 2010/2011 und 2011/2012 keine Nachzahlungen zu leisten hätte. Was passiert mit den Gutschriften für die anderen Mieter? Sind die dann auch nicht mehr fällig?
     
  19. Heizer

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    Doch die Gutschriften müssen nach wie vor ausgezahlt werden. Diese verjähren erst 3 Jahre nach Abrechnungserstellung.
     
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