Heizöl- und Wasserverbrauch in der Steuererklärung (Zweifamilienhaus, selbst bewohnt und vermietet)

Dieses Thema im Forum "Steuer - Vermietung und Verpachtung" wurde erstellt von hubertk, 22.02.2016.

  1. #1 hubertk, 22.02.2016
    hubertk

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    Hallo zusammen,

    ich habe mich die letzten Stunden durchs Forum "gekämpft", aber leider keinen Beitrag gefunden, welcher mir weitergeholfen hat. Vielleicht habt ihr ja eine Idee....

    Ich habe vorletztes Jahr ein Zweifamilienhaus gekauft, die Wohnungen renoviert, bin in eine selbst eingezogen und habe eine seit September letzen Jahres vermietet. Beim Erstellen der Lohnsteuererklärung komme ich jedoch nicht richtig weiter.
    Ich verlange von den Mietern eine Kaltmiete und eine Vorauszahlung der Nebenkosten. Da die Mieter im August eingezogen sind, wird die erste Nebenkostenabrechnung im August 2016 gemacht.
    In der Lohnsteuererkläurung für 2015 möchte ich aber die Werbungskosten für die vermietete Wohnung angeben. Heizung und Warmwasser-Aufbereitung finden in beiden Wohnungen mittels zentraler Ölheizung statt. An den Heizkörpern sind Heizkostenverteiler angebracht. In 2015 habe ich 2x Heizöl getankt, kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht feststellen, wie viel Heizöl die Mieter verbraucht haben (geht frühestens nach der Heizkostenabrechnung). Dies führt dazu, dass ich die Menge des in der Mietwohnung verbrauchten Öls in der Lohnsteuererklärung für 2015 nicht festlegen kann. Oder kann die ich Kosten für das Heizöl nach einem von mir gewählten Schlüssel einfach verteilen?

    Vielen Dank im Voraus für eure Hinweise.
     
  2. AdMan

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  3. GSR600

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    Warum wird die Abrechnung abweichend zum Kalenderjahr?
     
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  4. dots

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    Ich hab die Menge des Heizöls (oder den Wert dessen in Euro) nie in der Steuererklärung angegeben.
    Wenn du jetzt noch schnell eine Betriebskosten-Abrechnung für August 2015 bis 31.12.2015 machen würdest, könntest du folgendes in der Steuererklärung angeben (mache ich auch immer so):

    - die monatlich vom Mieter erhaltenen Betriebskostenvorauszahlungen als Jahressumme (bei dir dann 5 Monate mal Betrag x), ergibt einen einzigen in der Steuererklärung einzutragenden Wert.
    - die dem gegenüberstehenden dir entstandenen Kosten (den einen Wert kannst du 1:1 aus der Betriebskostenabrechnung übernehmen), ergibt einen einzigen in der Steuererklärung einzutragenden Wert.
    - eventuell vom Mieter in 2015 erhaltene Nachzahlungen oder Rückzahlungen an den Mieter (bei dir nicht, da die erste Abrechnung erst in 2016 erstellt wird, aber nächstes Jahr könnte das wichtig werden), ergibt einen einzigen in der Steuererklärung einzutragenden Wert.

    3 Werte, die man alle aus der Betriebskostenabrechnung entnehmen kann.

    Dann die Betriebskostenabrechnung als Kopie in die Anlage, und alle sind glücklich, ohne sich Gedanken über Öl gemacht zu haben ;-)
     
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  5. Duncan

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    Weil die sonst nicht schon so genug Fallstricke beinhaltet. Ich habe bei Jährlicher Abrechnung leider im August noch nicht alle erforderlichen Unterlagen um eine Abrechnung fürs Vorjahr erstellen zu können. Die öffentlich-rechtlich Beliehenen erhalten ihr Geld ja auch so...
     
  6. Andres

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    ... was etwa so spannend wie der berüchtigte Sack Reis ist. Die Heizkostenabrechnung wird nach anderen Spielregeln erstellt als die Steuererklärung. Für die Heizkosten gilt das Leistungsprinzip, für die Steuer gilt für dich weitgehend das Abflussprinzip. Aus steuerlicher Sicht entstehen dir die Kosten für das Heizöl mit dessen Bezahlung. Hast du 2015 Heizöl gekauft, landet diese Rechnung in der Summe in Z. 46 Spalte 1 deiner Anlage V. Hat das Öl noch von 2014 gereicht und du musst erst 2016 wieder tanken, dann ist in dieser Summe diesmal kein Heizöl enthalten.

    Anschließend füllst du noch Spalte 3 aus, berechnest damit Spalte 4 und fertig ist die Butze.
     
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  7. #6 hubertk, 25.02.2016
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    Vielen Dank für eure Antworten,

    die Abrechnung führe ich im August durch, da
    1. Die Firma, welche die Ablesung der Hzk und die Abrechnung durchführt, das so empfohlen hat
    2. Die Mieter im August eingezogen sind und ich da dann zum ersten Mal alle Zählerstände (Kalt- & Warmwasser, Heizöl) abgelesen und notiert habe. Zum Jahreswechsel habe ich das leider nicht getan.

    Dann verschenke ich doch einen erheblichen Steuervorteil, wenn ich Heizöl im Wert von ca 2000€ nicht als Werbungskosten steuerlich geltend machen kann.


    Welchen Wert kann ich in Spalte 3 eintragen? Einen von mir geschätzten (möglichst hoch = gut für mich, da hoher Werbungskostenabzug) oder gibt es hier gesetzliche Vorschriften? Aus dem Bauch heraus würde ich 50% ansetzen, da die Einliegerwohnung zwar nur 2/3 der Fläche meiner Wohnung hat, aber im Keller liegt und somit mehr geheizt werden muss.
     
  8. #7 DER HAMSTER, 25.02.2016
    DER HAMSTER

    DER HAMSTER Gast


    Hallo,
    dann hat der Ableser aber einen tollen Eindruck auf dich hinterlassen wenn du Tipps von solchen Leuten umsetzt. Oder war es beim Verkaufsgespräch für den Ablesevertrag. Hat man dir evt. erzählt, dass du so einen Ablesetermin sparst?

    Das zweite Argument zählt natürlich nicht.

    Tut mir leid, aber dass das nicht ganz bis zu Ende gedacht ist ist dir ja jetzt auch klar.


    Hat der Ableser dir noch mehr gute Ratschläge gegeben?

    Ich würde das so schnell es geht auf jährliche Abrechnung umstellen. Am besten jetzt noch schnell ablesen lassen.

    DER HAMSTER
     
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  9. dots

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    Nö.
    Ich gebe die Heizölkosten indirekt doch an, nämlich durch die Werte, die ich aus der Betriebskostenabrechnung ab- und in die Steuererklärung rein-schreibe.
     
  10. dots

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    Wie wäre es, wenn du den errechneten Euro-Betrag für die Menge Heizöl, die dein Mieter laut Betriebskostenabrechnung verbraucht hat, einträgst?

    Klar kannst du einfach irgendwas eintragen oder nach Bauchgefühl vorgehen, dann darfst du dich aber nachher nicht wundern, dass dir das alles um die Ohren fliegt.

    Hast du überhaupt schon mal (d)eine Heizkostenabrechnung gesehen?
    Vielleicht erledigen sich dann viele deiner Fragen, wenn du die erste Heizkostenabrechnung in den Händen hältst.

    Meine Empfehlung: mach' die erste Betriebskostenabrechnung von August bis Jahresende, und alle folgenden jeweils von Beginn bis Ende des Jahres.
    Das setzt aber voraus, daß du alle Werte (Zählerstände, Heizöl(-be-)stand) zum Jahreswechsel kennst. Hast du um Silvester rum die Zähler abgelesen und den Heizöl(-be-)stand gemessen?
     
  11. Andres

    Andres
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    Die Anleitung (und ja: das ist eine Aufforderung, diese zu lesen) spricht beispielhaft von einer Aufteilung nach Nutzfläche. Bei der Vermietung ist die Aufteilung nach Wohnfläche eher die Regel, Ausnahmen davon sind grundsätzlich eine Frage der richtigen Begründung. Die Angaben in Z. 8 haben schon ihre Gründe ...
     
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