Heizölgeruch im Wohnraum. Unisolierter/ undichter Heizungkeller

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Wohnraum" wurde erstellt von Tom Tom, 14.06.2014.

  1. #1 Tom Tom, 14.06.2014
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2014
    Tom Tom

    Tom Tom Neuer Benutzer

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    Guten Tag und vorab lieben Dank für eure Ratschläge und Hinweise.

    Worum es geht.

    Wir, eine kleine Familie, mein Sohn (8 Monate) und mein Mann, wohnen in einen alten Bauernhausteil zur Miete. Unsere Vermieterin nebenan.

    Unter unserem Wohnteil befindet sich ein Heizungskeller, der mit Öl und entsprechender Brennanlage, den gesamten Bauernhof (also auch den Teil, den die Vermieterin bewohnt) mit Warmwasser und ZHZ versorgt.

    Soweit so gut.

    Unser Flur, die Stube und die Küche befinden sich direkt über dem Heitungskeller.

    Während die Küche über einen betonierten Boden verfügt (und damit Geruchsfrei ist), weisen die Stube einen Holzparketboden auf, durch den man am Abend das Licht im Keller brennen sieht. Im Flur ist´s das gleiche, nur sind die Dielen deutlich gröber, ebenso wie die Spalten. In beiden "Räumen" ist der Geruch deutlich wahrnehmbar. Sommer wie Winter.

    Es gibt drei Fenster im Heizungskeller, die alle drei direkt in den Garten weisen.
    Sind diese geöffnet, zieht der Ölgeruch nicht nur ins Gemüsebeet, sondern auch in die Wohnräume, wenn die Fenster geöffnet sind.

    Der Ölgeruch ist in der Stube und im Flur ziemlich stark.

    Seit unser kleiner Sohn auf der Welt ist, machen wir uns nun echte sorgen, nicht nur weil der kleine Naturgemäß seine erste Zeit auf dem Boden zubringt, sondern weil alle unsere Gesprächs und Vermittlungsbemühungen mit der Vermieterin in recht intensiven Reaktionen ihrerseits mündete.
    (Ein Beispiel: Ihre erste Reaktion war, wir sollten doch einfach alle Türen auflassen - die Eingangstüre iengeschlossen - auch im Winter!, dann riecht man´s nicht)

    Zwar konnten wir inzwischen erreichen, dass die Ururalten Öltanks ersetzt und eine Zwischentür (nein, eine Brandschutztüt ist´s nicht - was auch egal wäre, denn die Kellerdecke sowie der Rest des Hauses oben sind aus Holz - und nein - eine Isolierung zwischen Keller und Wohnraum gibt es auch nicht) eingebaut worden ist.

    Diese Maßnahmen reduzierten zwar den Geruch ein minimales wenig, doch nur 14 Tage später war diese Zwischentür wieder geöffnet. Der Grund - die Filterpumpe des Schwimmbades der Vermieterin braucht Luft. Da sonst keine Luft von aussen in den Keller dringt, ausser der aus unseren Wohnräumen durch die Spalten im Boden, findet ein spaßiger und vor allem Geruchsintensiver Austausch statt.

    Da ich eure werte Geduld nicht weiter strapazieren möchte - zur Frage:

    Ist der Vermieter verpflichtet, den Wohnraum (bzw. den Heizungskeller) entsprechend abzudichten? Und wenn ja auf welcher Grundlage?
    Nicht nur aus Gründen des Geruchs, sondern auch aus Gründen eines möglichen Brandes?


    Alle Eltern unter den Lesern mag es nachvollziehbar scheinen, warum dieser Umstand inzwischen mehr quälend geworden ist. Der Kleine jedenfalls ist aus dem EG verbannt und hält sich nur im Schlafzimmer auf (letztlich auch nur eine Farce, da wie bemerkt alle Böden aus Holz und in den Zwischendecken nicht isoliert sind) - jedoch merken unsere Nasen nichts und unser "Gewissen" ist ein wenig ruhiger.

    Eines jedoch muss man unserer Vermieterin lassen. Sie besitzt ein unerschöpfliches Mas an bauernschlauer Ignoranz...

    Danke euch!

    PS: Ja - ein Auszug ist immer eine Möglichkeit, doch gibt es wesentliche Gründe, die diesen als letzten Ausweg offen lassen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Bürokrat, 14.06.2014
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    Hatten wir diesen Thread nicht schon mal?
    Ich sehe hier keinen Anspruch auf eine Abdichtung, das Recht auszuziehen habt ihr aber natürlich. Ich vermute aber mal dass die Wohnung ganz besonders billig ist... Auch scheint mir die Vermieterin mit den neuen Heizöltanks doch schon viel unternommen zu haben. Eine Abdichtung des Dielenbodens dürfte schwer möglich sein, evtl. könnte man vom Keller aus Gipskartonplatten an die Decke schrauben und dann verputzen, das ist aber nicht ganz billig.
     
  4. #3 Modernfamily, 15.06.2014
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    Jetzt brennts aber unter den Nägeln

    Warum zieht man in so einem Fall nicht um?
    Sorry, aber ich kann sowas nicht nachvollziehen.
    Man hat einen Zustand den man für sich nicht mehr hinnehmen kann
    aber ändert nix an der Situation sondern erwartet dass alles drumherum
    plötzlich und kostenaufwendig verändert wird.

    Wenn die Wohnung wirklich so günstig ist, dann war der Grund dafür
    doch bei Anmietung bekannt oder?

    Ganz ehrlich ich verstehe das nicht! Als ich noch Mieter war bin
    ich immer ausgezogen wenn bei mir persönlich was nicht gepasst hat,
    z.Bsp. Hauptstraße mit Kind oder ungedämmtes Dach und Höhe Heizkosten.
    Ich wäre Nie auf die Idee gekommen den VM zu zwingen an seinem
    Eigentum nur für mich was zu ändern...
    Aber scheinbar wird das Mode. Niedrige Miete erhalten,
    Dem VM an den Karren pissen und wenn er wirklich saniert die Mieterhöhung
    Mit Anwalt bekämpfen...
     
  5. Pitty

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    Mietminderung sind hier zum Volkssport geworden. Bei der Behebung von Schäden keine Mitwirkungspflicht zeigen, nicht ans Telefon gehen, sich verleugnen lassen, das ist alles kein Problem, da lebt man auch mit nicht gestrichenen Wänden, wenn man Miete sparen kann. Ich könnte bei so etwas ..... .

    Wenn Ihr Euer Kind schützen wollt, zieht aus. Der Boden war schon bei Anmietung drin. Ich sehe keinen Grund für eine Sanierung.
     
  6. Duncan

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    Ich bin ja großer Fan der Spannbetondecke, aber im Brandfalle wünscht man sich eine Holzdecke!
    Im Gegensatz zu Beton warnt Holz einen lange vor Versagen (=durchbrechen), eine Betondecke versagt einfach...
     
  7. Andres

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    Wenn es da baurechtliche Probleme gäbe, hätte das der Schornsteinfeger vermutlich schon moniert.
     
  8. #7 notwendiges Übel, 15.06.2014
    notwendiges Übel

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    Jetzt mal ehrlich, wenn Ihr Euch solche Sorgen um die Gesundheit Eures Kindes macht. . . .welch NOCH wichtigeren Gründe gibt´s da nicht auszuziehen ?!

    Wenn Ihr Euch dort SO unwohl fühlt (was ich durchaus verstehen kann) solltet Ihr Euch auf die Suche nach einem neuen Zuhause machen.

    . . . und Hut ab vor Eurer Vermieterin, die "mal eben" so Einiges an Geld in die Hand nimmt um neue Öltanks einbauen zu lassen in der Hoffnung daß der Ölgeruch verschwindet. Da kann ich verstehen daß sich die Finanzen erst einmal erholen müssen um weiteren Modernisierungswünschen Eurerseits nachkommen zu können.

    Ich hatte das Glück daß in meinem MFH (mit Betondecke) der Ölgeruch im Keller durch den Austausch der Ölabnehmer beseitigt werden konnte. *was-schon-teuer-genug-war*(Die Tanks sind dicht *Gottseidank* die Leitung zur Heizung ebenfalls. . . und mehr hätte ich als Vermieter auch nicht investiert ohne die genaue Ursache zu kennen). . . daher Anerkennung an die Vermieterin - auch wenn es nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat.
     
  9. #8 Papabär, 17.06.2014
    Papabär

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    Ja und nein ... denn wie naiv muss man sein, um so eine Investition zu tätigen, ohne die Ursache zu kennen.
    Möglicherweise wurde der Heizungskeller auch einfach zu gut abgedichtet (so dass nicht ausreichend frische Luft mehr hinein kommt). Bei aufsteigenden Öldämpfen würd´ ich schon nervös werden und den BSFM mal gezielt darauf ansprechen.

    Zugegeben - eine kritische Konzentration zu erreichen dürfte schwierig werden, aber falls doch genügt ein Funke ... und es spielt keine Rolle mehr, ob es sich um eine Holz- oder eine Spannbetondecke gehandelt hat.


    Interessant wäre evtl. auch, ob das Geruchsproblem durchgängig, oder nur bei bestimmten Wetterlagen auftritt. Öl verbrennt ja relativ kalt. Ein langer Abgasweg i.V. mit schwül-heißer Außenluft ... das kann m.E. durchaus böse Folgen haben.
     
  10. Andres

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    Ich würde ja eher vermuten, dass da irgendwo eine größere Lache schwimmt, die langsam verdunstet. Bei Heizöl dauert das eine halbe Ewigkeit und stinkt entsprechend. Es ist aber müßig, darüber zu spekulieren - aufklären könnne wir das hier nicht.
     
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