Heizung:Doppelte Ablesekosten wg. WEG-Gründung

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Luise, 16.03.2007.

  1. Luise

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    Hallo zusammen,

    habe eine spezielle Frage zu den Meßdienst- bzw. Ablesekosten:

    Die Wohnungen eines Wohnblocks wurden ab 01.10.2005 in Eigentumswohnungen gewandelt. Die meisten dort Wohnenden haben nicht gekauft, sind Mieter geblieben (die jetzt halt in einer Eigentumswohnung zur Miete wohnen).
    Nach der bisher üblichen (und durchgeführten) Heizkostenablesung/-abrechnung zum 30.09.2005 (30.09. eines jeden Jahres) ließ die teilende Eigentümerin ordnungsgemäß (wg. Wirtschaftsjahr) nochmal nach dem 31.12.2005 ablesen. Soweit so gut.

    Aber:
    Alle damaligen "noch-Mieter" erhielten später eine zweite Heizkostenabrechnung für die Zeit vom 01.10.-31.12.05, in der ihnen auch die Ablesekosten zum 31.12.2005 anteilig in Rechnung gestellt wurden.
    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, das ist nicht o.k.! Schließlich können die Mieter ja nichts dafür, wenn ein Eigentümer das Objekt in Eigentumswohnungen teilt. Ist m.E. nicht rechtens, wenn die Mieter die durch Begründung einer WEG entstehenden Zusatzkosten (hier für eine weitere HK-Ablesung) mittragen sollen.

    Leider habe ich im Internet nichts dazu gefunden. Wer von Euch kann mir was dazu sagen?


    Nebenbei: In besagter zweiter HK-Abrechnung wurden nicht die Gesamtkosten nach Gradtagen abgerechnet, sondern die Wohnfläche nach Gradtagen aufgeteilt :wand:. Das Ergebnis bildete dann den Anteil an den HK.

    LG
    Sabine
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 16.03.2007
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    ich glaube schon dass das in ordnung ist, wenn es da eine zwischenablesung gibt - immerhin gibt es neue eigentümer, und die brauchen ja auch entsprechende nachweise.
     
  4. Luise

    Luise Benutzer

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    Natürlich musste eine Zwischenablesung erfolgen - damit dem Gesetz (WEG-Wirtschaftsjahr) genüge getan wurde.
    Es sieht aber so aus, dass nur einige der Wohnungen verkauft werden konnten. Die meisten Parteien sind seit langer Zeit dort Mieter - nur dass sie jetzt halt in einer Eigentumswohnung wohnen.

    Strittig ist nicht, dass die 2. Ablesung/Abrechnung zum 31.12.05 erfolgte, sondern dass die teilende (Mehrheits-)Eigentümerin die mit der Teilung entstandenen zusätzlichen Ablesekosten auf ihre Mieter umlegt.

    LG
    Sabine
     
  5. #4 lostcontrol, 18.03.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    ich nehme mal stark an, dass die eigentümerin die ablesung nicht auf die mieter umgelegt hat sondern auf die neuen eigentümer. wenn die das dann an die mieter weitergeben, ist das natürlich etwas fragwürdig. als mieter würde ich das auch nicht akzeptieren. als neu-eigentümer würde ich allerdings auch auf der zwischenablesung bestehen, allerdings würde ich nicht mal auf die idee kommen, das an die mieter weiterzugeben, sondern die kosten selbst tragen.
    SOOOOO dramatisch sind diese kosten ja nun auch nicht - schon garnicht in relation zu einem wohnungskauf gesehen...
     
  6. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Eine Änderung des Abrechnungszeitraumes ist nicht unbedingt nötig und auch nicht vorgeschrieben. Der Abrechnungszeitraum muss nicht unbedingt mit dem Wirtschaftsjahr übereinstimmen.

    Alle Kosten können auch unterjährig abgegrenzt werden.

    Weiterhin ist es möglich auf eine Zwischenablesung zu verzichten und nach Gradtagen den Verbrauch abzugrenzen.

    Elektronische Heizkostenverteiler sind meist Stichtagsprogrammiert. Eine Umprogrammierung auf einen anderen Stichtag ist meist nicht ohne weiteres möglich. Noch kritischer wäre es bei Verdunstern. Hier ist eine Zwischenablesung nach nur 3 Monaten meist garnicht möglich und würde zu keinen brauchbaren Ergebnissen führen.

    Als Mieter würde ich daher die Kosten für die Zwischenablesung nicht zahlen wollen. Einmal weil sie nicht notwendig war und zum anderen weil sie möglicherweise sogar garnicht zulässig war.
     
  7. Luise

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    @Heizer
    Danke für die Infos.

    LG
    Sabine
     
  8. #7 lostcontrol, 19.03.2007
    lostcontrol

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    also... die EHEMALIGE eigentümerin hat verkauft.
    und hat ablesen lassen (was an sich korrekt und sinnvoll ist).
    es wäre nun an den NEUEN eigentümern, diese kosten zu tragen - oder sie eben (was ich nicht für rechtens erachte) an die mieter weiterzugeben.
    der ZEITPUNKT der zwischenlesung sollte da natürlich bei EIGENTUMSÜBERGANG erfolgen - und dieser zeitpunkt muss ja nicht bei allen wohnungen gleich sein.
     
  9. Luise

    Luise Benutzer

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    Die Deiner Meinung nach EHEMALIGE Eigentümerin ist noch immer Eigentümerin von ca. 86 % der Wohnungen (weil diese noch nicht verkauft werden konnten). Und den Mietern eben dieser Wohnungen wurden die zusätzlichen Ablesekosten in Rechnung gestellt. (Nur mal so, weil ich vermute, Du hast die Eigentumsverhältnisse nicht so ganz nachvollzogen.)

    Ich stimme mit Dir überein, dass die Weitergabe an die Mieter nicht o.k. ist. Nur - wo steht das genau? Ich habe nichts gefunden. Deshalb ja auch der Thread als Solcher.

    LG
    Sabine
     
  10. #9 lostcontrol, 19.03.2007
    lostcontrol

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    also für diese wohnungen ist die zwischenablesung ja auch unnötig gewesen und somit auch deren abrechnung - egal an wen jetzt.
    aber für die VERKAUFTEN wohnungen ist das meiner meinung nach völlig korrekt und sinnvoll (damit die neuen eigentümer die entsprechenden werte haben).
    ich halte die weitergabe der kosten für die zusätzliche ablesung an die MIETER in allen fällen für nicht in ordnung - auch für diejenigen fälle, in denen die wohnungen verkauft wurden.
    bei den wohnungen, die noch nicht verkauft wurden, halte ich das sowieso für 100% unrechtmässig, denn hier gab es ja noch nicht mal einen grund überhaupt eine zwischenablesung zu machen.
     
  11. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Ich kann mir nicht helfen - wenn ich die Rechtslage bei Betriebs- und Heizkosten richtig interpretiere, sind doch die Kosten auf die Mieter umlegbar, die im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis notwendig sind (sinngemäß solche Kosten, wie sie ein Mieter als Eigenheimbesitzer ebenfalls hätte).

    Wenn nun durch den Verkauf eine Zwischenablesung notwendig wird, ist das m.E. Spaßvergnügen des Verkäufers, der ja nun auch nicht gerade unerheblich Geld mit dem Verkauf machen dürfte (sonst wäre dieser ja schön sinnfrei). Solche Kosten - zumal sie gemessen am Preis von Eigentumswohnungen nun wirklich überschaubar sind - kann ich nicht als Umlage an die am Vorgang zunächst mal völlig unbeteiligten Mieter sehen (Kauf bricht nicht Miete - für die Mieter ändert sich also nichts).

    Ärgerlich wird's wahrscheinlich für die Mieter dennoch, denn die Umwandlung in ETW birgt einige Risiken:

    - erhöhtes Risiko von Eigenbedarfskündigungen, denn mancher, der sich eine Wohnung kauft, will sie wohl doch lieber selbst nutzen

    - erhöhte Betriebskosten; im Zuge einer WEG können m.E. prinzipiell höhere umlagefähige Kosten entstehen als wenn das Objekt komplett in einer Hand ist (mit der Hand hinterm Rücken zähle ich jetzt ab wann die Proteststürme losbrechen ;) )

    Aber die unmittelbar mit der Umwandlung zusammenhängenden Kosten - nö, da finde ich die Reaktion der Mieter verständlich und würde in der gleichen Situation wohl ebenfalls versuchen, dagegen vorzugehen.

    Jerry
     
  12. #11 lostcontrol, 20.03.2007
    lostcontrol

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    nö jerry - das würde ich genauso einschätzen. zu viele köche verderben nun mal den brei, und irgendwie schlägt sich der aufwand, den man mit so vielen "köchen" nun mal hat, letztendlich irgendwo nieder... ob das richtig oder falsch ist, ist dann eine andere frage, aber so einige dinge, um die es immer wieder streit gibt (bsp.: kehrwoche/putzdienst) kann dann nicht mehr durch einzeleigentümer-machtwort geklärt werden sondern wird auf dem "kleinsten gemeinsamen nenner" gelöst - und der ist nun mal nicht immer der billigste...

    ausserdem wird keiner aus einer eigentümergemeinschaft sich verantwortlich fühlen, wenn es "kleinkram" per hand am arm zu erledigen gibt - da wird dann grundsätzlich der hausmeister eingesetzt (bsp.: herrenloses gerümpel im keller - der einzeleigentümer wird seufzen und selbst anpacken - in der eigentümergemeinschaft wird "professionell entrümpelt" und umgelegt).
    natürlich könnte der einzeleigentümer das auch umlegen - in der praxis passiert das aber eben eher selten...
     
  13. Luise

    Luise Benutzer

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    Danke für Euer Meinungen/ Info's. Ich werde es weitergeben.


    LG
    Sabine
     
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