Heizung läuft sporadisch-Mietminderung

Diskutiere Heizung läuft sporadisch-Mietminderung im Mietminderung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo bei meiner vermieteten Wohnung läuft die Heizung aktuell sporadisch. Das defekte Teil wird diesen Monat noch ausgetauscht. Konnte vorher...

  1. Dedo

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    Hallo

    bei meiner vermieteten Wohnung läuft die Heizung aktuell sporadisch. Das defekte Teil wird diesen Monat noch ausgetauscht. Konnte vorher nicht gemacht werden, da die Heizungsanlage nicht für soviele Parteien ausgelegt ist, läuft ein Gerichtsverfahren. Der Gerichtsgutachter war da, anfang Januar wird der Bericht ans Gericht weitergeleitet. Daher sollte man die Reparatur nicht vor dem Gerichtsgutachter vornehmen. So das ist erledigt diesen Monat wird das defekte Teil repariert. Mein Wohnung hatte Jahrelang keine schwierigkeiten und die Wohnung im EG ist sehr gut isoliert. Im Oktober ist ein neuer Mieter rein, und hat bemerkt das die Heizung sporadisch läuft.
    Aufgezeichnet hat er nichts, für ihn ist es gefühlt 19/20 grad, er möchte es wärmer haben.
    Hab ihm die aktuelle Situation mitgeteilt vor 1 ner Woche, habe ihm als vorübergehende Lösung ein Öl Radiator angeboten mit extra Stromzähler, das ich die Kosten übernehme und es ihm zur Verfügung stelle. Hauptsache er hat es warm in der Wohnung. Das wollte er nicht sondern eine Mietminderung von 30% ca.300€ für die kommenden Monate und er hätte sich so ein lüfter von der Arbeit in die Wohnung getan was die warme Luft zirkuliert und damit würde es gehen.
    Er wollte schon diesen Monat die Miete mindern ohne mir das rechtzeitig zu sagen.
    Ich habe das Gefühl ihm geht es nicht um eine warme Wohnung eher das er die Mietminderung bekommt.
    Was könnt ihr mir den empfehlen? Wenn ich in die Wohnung Elektoheizungen stelle und die kosten übernehme kann er trotzdem so eine hohe Mietminderung verlangen?

    Danke für eure Unterstützung:)
     
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  3. Andres

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    Im Streitfall hat der Mieter also keine Chance, irgendwelche Ansprüche durchzusetzen. Man kann Temperaturen nicht auf +- 1 °C fühlen. Er kann den Mangel nicht beweisen. Nur: Woher weiß man, dass der Mieter nicht doch ein Thermometer besitzt? Ein Mangel würde nämlich bei solchen Temperaturen durchaus vorliegen. Wie warm es der Mieter gerne hätte, spielt dabei aber keine Rolle.


    Man sollte dem Mieter mitteilen, dass man nicht gewillt ist, für die eigenmächtige Beseitigung von Mängeln Kosten zu übernehmen. Die Kosten für seine Heizlüfter hätte er also selbst zu tragen.

    Da sowohl der Ölofen als auch die Heizlüfter die Gebrauchsfähigkeit der Wohnung einschränken (Platz, Betriebsgeräusch beim Heizlüfter, Lüftungsbedarf beim Ölofen, Bedienungsaufwand, Brennstoffe, ...), halte ich eine Mietminderung trotzdem für zulässig - das natürlich unter o.g. Voraussetzung, dass man überhaupt einen Mangel hat und nachweisen kann. Ob das nun unbedingt 30 % sind, mag ich nicht beurteilen. Macht es einen erheblichen Unterschied, ob es nun wirklich 30 oder nur 20 % sind?


    Was ist "rechtzeitig"? Eine Mietminderung muss nicht angekündigt werden. Wenn ein Mangel vorliegt, darf man mindern - einfach so. Die Frage ist eher, ob der Mieter rückwirkend mindern möchte. Das ist nur in besonderen Fällen zulässig, aber das lässt sich ohne Kenntnis des genauen zeitlichen Ablaufs nicht beurteilen.


    Deine Rechtsstreitigkeiten mit dem Heizungsbauer (oder wem auch immer) dürfen dem Mieter zu Recht völlig egal sein. Ehrlich gesagt würde ich als Mieter auch eher angefressen reagieren, wenn der Vermieter aus solchen Gründen die Reparatur eines Mangels um Wochen oder gar Monate verzögert. Das gehört zum unternehmerischen Risiko des Vermieters.

    Wenn ich mich sowieso schon mit dem anlege, der die Heizung verbockt hat, kann man die Mietminderung dort gleich noch als Schadensersatz geltend machen. Kein Grund, damit das Mietverhältnis zu belasten.
     
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  4. dots

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    Eine kleine Ergänzung am Rande:
    Man darf erst dann mindern, wenn der Vermieter Kenntnis vom Mangel hat - woher auch immer. In diesem Fall hat der Vermieter scheinbar Kenntnis vom Mangel.
     
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  5. #4 Mattieu, 05.12.2018
    Mattieu

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    Die TE nannte einen Öl Radiator. Das ist kein Ölofen, sondern ein mobiler Heizkörper, in dem heißes Öl zirkuliert. Läuft mit Strom.
    Platzverbrauch und Bedienungsaufwand bringt der allerdings auch mit sich.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 05.12.2018
    ehrenwertes Haus

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    Wußte dein Mieter nachweisbar von dem Heizungsproblem schon bei Vertragsunterzeichnung?

    Ich nehme an, dass dir das Problem damals schon bekannt war. Bis gerichtlich bestellte Gutachter auftauchen, das dauert seine Zeit.
    Aus dem Vermieter bekannten, nicht offensichtlichten, verschwiegenen Mängeln können dir als Vermieter noch weitere Probleme als "nur" eine Mietkürzung entstehen. Dann kommt schnell der Verdacht der (arglistigen) Täuschung auf, denn du bist deiner Aufklärungspflicht evt. nicht oder nur ungenügend nachgekommen.

    Ich denke, in deinem Fall ist es besser die Füße still zu halten und die Kröte Mietminderung schlucken.
    Du kannst versuchen dich beim Heizungsbauer (oder wer immer die Heizung ausgelegt und aufgebaut hat) schadlos zu halten.
    Aber auch hier hast du eine Schadensminderungspflicht.
    Mit entsprechender nachweislichert Aufklärung vor Vertragsabschluß über das Heizungsthema, hättest du eine Mietkürzung deswegen ganz oder teilweise vermeiden können.

    Lass dich dazu von deinem Anwalt beraten, bevor du irgendwelche weiteren Aktionen machst, die vielleicht gut gemeint sind, aber trotzdem zu einer Bauchlandung führen.
     
  7. #6 Dedo, 05.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2018
    Dedo

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