Heizung Zwischenablesung: machen oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Diegoo, 11.10.2012.

  1. Diegoo

    Diegoo Neuer Benutzer

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    Lieber Forum-Leute, ich bitte ihr sehr um Rat und Hilfe in folgendes.

    Ich wohne mit meiner Frau in der Mietwohnung ab 1.08.2012 bis 31.10.2012 und dann ziehe ich aus. Diese 3 Monate habe ich die 71 Quadratmeter Wohnung nie geheizt. Als monatliche Vorauszahlung für die Heizung zahle ich 65 Euro. Die kosten verteilen sich auf 40% Grundkosten und 60% Verbrauchkosten. Zusammen mit dieser Wohnung gibt es insgesamt 8 Mietwohnungen im Haus. Alle sind 3 Zimmerwohnungen mit ca. 71 Quadratmeter.

    Nun wollte ich eine Zwischenablesung für die Heizung machen lassen (beim Eizug habe ich es nicht gemacht) und habe erfahren, dass ich die Kosten für die Zwischenablesung selbst tragen muss, es ist 48,79 Eur. In meinem Telefonat mit Vermieter-Firma habe ich erfahren, dass Falls ich Zwischenablesung nicht machen wünsche, dann werden die realle Werten für den Heizungverbrauch während diese 3 Monaten erst nach der regulare Abrechnung (findet ein mal im Jahr statt) bekannt und zwar werden mit so genannte Gradtagzahlen berechnet.

    Kann mir jemand bitte helfen einen Vergleich dürchzurechnen, ob es sich überhaupt lohnt die Fremdfirma für die Zwischenablesung beauftragen, oder gewinne ich mehr wenn ich Heizungsverbrauch dürch diesen Gradtagzahlen berechnen lasse.

    Ich habe folgende Gradtagzahlen für relevante Monaten gefunden:
    August 40/3
    September 30
    Oktober 80

    Aber was mache ich dann damit?! Ich lese tagsüber verschiedene Seiten diser Thematik, aber es ist mir immer noch nicht klar, mein Kopf explodiert bald :) Ich werde sehr dankbar für die Hilfe. Danke.
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

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    Warum liest Du nicht einfach selbst ab? So eine Hand voll Zahlen aufschreiben ist doch kein Problem.

    Eine Zwischenabrechnung muss eh gemacht werden. Egal wie die Werte ermittelt wurden.

    Die Gradtage geben an wie viel Promille der Heiztage im Jahr in dem jeweiligen Monat liegen. Das ist ein langjähriger Mittelwert. Im Oktober beispeilsweise 80. Also 8% der Heizkosten des Jahres entfallen auf diesen Monat.
     
  4. #3 Papabär, 11.10.2012
    Papabär

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    Hallo Diegoo, :wink5:

    so wie ich das sehe, wird hier ohnehin mittels der Gradtagszahlen ermittelt werden müssen - schließlich wurde bei Eurem Einzug ja kein Anfangsstand abgelesen.

    Hierbei werden die (noch?) abzulesenden Verbrauchswerte des gesamten Jahres durch 1000 geteilt und dann mit (in Deinem Fall) 123,33 multipliziert.

    Dieser Faktor ist die Summe aus den Gradtagszahlen August - Oktober, wobei der August mit 13,33 anzusetzen ist (Juni - August (92 Tage) = 40; 40/92=0,43 GTZ pro Tag x 31 Tage = 13,33).
    Soweit zum Prinzip der Gradtagszahlen.

    Ohne die Kosten des gesamten Abrechnungszeitraums (in €) zu kennen, hast Du keine Basis für irgendeine Vergleichsrechnung ... wir können hier also nur spekulieren.

    Durch die Gradtagszahlmethode wirst Du auch kaum etwas gewinnen ... aber ich vermute mal ganz vorsichtig, dass Du weniger verlieren wirst, als wenn Du jetzt noch eine Zwischenablesung (zum 01.08. !?) beauftragst.

    Die Ablesewerte beim Rückgabetermin solltest Du allerdings in das Abnahmeprotokoll mit aufnehmen lassen ... immer vorausgesetzt, dass Deine Frau auch dann auszieht und der Mietvertrag beendet wird (das wird aus Deiner Fragestellung nämlich nicht klar).
     
  5. Diegoo

    Diegoo Neuer Benutzer

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    ich glaube meine eigene Ablesung wird nicht bei ermitlung "de Fakto" Verbrauch nicht wahrgenommen, die Werte mussen doch von Fachfirma protokoliert und an Vermieter weitergegebn werden, so wie ich es verstehe.

    Danke für die Erklärung über Gradtagzahlen. Wenn ich nicht falsch bin... ich denke so: da ich die Wohnung nicht geheizt habe, könnte ich eine Erstattung bekommen, wenn der Nachmieter nicht extrem heizen wird und die Jahresbetrag 12 x 65 Euro nicht überschritten wird. Dabei haben wir folgende Schritten:
    1) Jahresverbrauch wird auf Monaten geteilt mit Respekt von Gradtagzahlen. Zum Beispiel, Jahresverbrauch (mein Null-Verbrauch + Verbrauch von Vormieter + Verbrauch von Nachmieter) wird 1000 Euro. Oktober ist 8% davon, September ist 3% und August ist 1,3 %. Dass macht zussammen 8+3+1,3 = 12,3% , das macht 123 Euro.
    2) Für die drei Monaten habe ich bereits 3 x 65 Ero gezahlt = 195 Euro. Hier sind 40% Grundkosten (das heisst die sind fest, wenn ich nicht falsch bin). Die andere 60 % ist Verbrauchkosten und die sind 117 Euro von 195 Euro.
    3) es bedeutet in unserem Beispiel, dass ich 123 Euro für die Heizungsverbrauch zahlen sollte, und im Fakt habe ich nur 117 Euro bezahlt. Und im Beispiel bedeutet es , dass ich 123-117= 6 Euro nachzahlen muss.

    :/ hm... keine Anhung, ich glaube ich bin komplet falsch, aber wie mache ich es richtig? :/
     
  6. Diegoo

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    Lieber Papabär, danke sehr für die Hilfe, du hast meinen Augen damit einbischen breite geöffnet. Den Zwischenablesung könnte ich zum 31.10.12 beantragen (rückwirkend zum 01.08.12 kann ich ja kein Ablesung machen, weil es ist schon Vergangenheit). Wir ziehen zusammen aus und Vertrag ist zum 31.10.12 schon gekündigt.

    Danke dir für das Tip die Ablesewerte in Protokoll mitzuschreiben, das ist ja wirklich wichtig. Ich zweifele jetzt ob ich die Zwischenablesung machen soll... Schade, dass ich es beim Einzug nicht gemacht habe. Villeicht es ist wichtig: befor ich eingezogen bin nach meiner Wissen die Wohnung stand 6 Monaten leer, ohne Mieter also.
     
  7. #6 Papabär, 11.10.2012
    Papabär

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    Na, ein bissel falsch "biste" da schon. Zunächst werden natürlich die 40% Flächenanteil abgezogen ... die GTZ sind nur für den Verbrauchsanteil.

    Als nächstes muss auch geschaut werden, ob evtl vom Vormieter brauchbare Ablesewerte vorliegen ... dann müsste ggf. nicht das ganze Jahr mit den GTZ gesplittet werden.

    Selbstverständlich kann die Ablesung auch von jedem anderen vorgenommen werden ... diese "Fachfirma" hilft lediglich "gegen das Vergessen" ... und als "neutrale Partei" reduziert sie natürlich auch das Streitpotential.

    Wenn Du die Ablesewerte aber in das Abnahmeprotokoll eintragen lässt, und sowohl Mieter als auch Vermieter dies unterschreiben, dann bist Du - zumindest für den Zeitpunkt der Abnahme - auf der sicheren Seite.
     
  8. #7 Papabär, 11.10.2012
    Papabär

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    Na, dann sei doch froh!

    Der Leerstand hat mit großer Wahrscheinlichkeit sogar noch weniger geheizt als Du. Bei der Aufteilung nach Gradtagszahlen wird der Leerstand aber ebenfalls mit anteiligen Kosten bedacht - Kosten die Du u.U. auch mitverursacht hast.
     
  9. Diegoo

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    sorry , heisst das, dass ich Zwischenablesung machen soll? oder lasse es dürch Gradtagzahlen abrechnen? Sorry noch mal, aber mein Kopf ist sehr uberbelastet jetzt :)
     
  10. #9 Papabär, 11.10.2012
    Papabär

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    Ohje ...
    mach´et einfach!
     
  11. Diegoo

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    danke dir! es ist jetzt eine von mein lieblings Forums.

    P.S. ich habe dein Satz auf Hochdeutsch so uberzetzt: "mach es einfach, dümme Kopf" :)
     
  12. Heizer

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    Wo steht geschrieben, dass Ablesewerte von einem Nutzer nicht verwendet werden dürfen? Ist alle mal noch besser als eine Schätzung.

    Und wenn der Vermieter die Werte anzweifelt, darf er die ja gerne nachprüfen oder auf seine Kosten nachprüfen lassen.


    Normalerweise werden die Werte bei der Wohnungsübernahme oder Übergabe im Protokoll festgehalten und von beiden Parteien gegengezeichnet. So gibt es später keine Missverständnisse.

    Der Dienstleister leht die Werte nur ab, wenn sie totaler Blödsinn sind. Ansonsten werden diese ohne weitere Prüfung so verwendet. Ist denen ja egal wer wie viel zahlt.
     
  13. Diegoo

    Diegoo Neuer Benutzer

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    Danke dir, Heizer!
    Ich versuche dann am Montag den Vermieter zu uberzeugen die Fremdfirma für die Ablesung nicht beaftragen und es zusammen mit mir machen. Schaue mal ob es klappt.
     
  14. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Sollte Dein Vermieter auf die Ablesung durch einen Dritten bestehen, so gib ihm zu verstehen, dass Du die zusätzlichen Kosten dafür nicht tragen wirst. Außer es wurde damals im Mietvertrag so vereinbart. Ist das nicht der Fall so bezahlt der die Musik der sie bestellt hat.

    Kosten für Zwischenablesung und Abrechnung sind nicht umlegbar, wenn es nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Gucke daher nochmal genau nach ob da so eine Klausel drin steht.
     
  15. Berny

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    Ola Diegoo,

    da die Werte bei Einzug nicht abgelesen wurden, werden Dir die Werte vom Auszug wenig nützen.
    Vom Ganzjahresverbrauch würden Euch nach DIN 4713 Teil 5 15+30+80=125/1000 des Jahresverbrauchs zu berechnen sein.
    Gemäss HKVO sind nicht 40, sondern 30% der Gesamtheizkosten auf die Nutzflächen umzulegen, der Rest von 70% auf die Verbräuche: Heizkostenverordnung - Gesetze und Verordnungen erläutert bei Techem §7, erster fett gedruckter Satz.
     
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