Heizungsablesung Aufteilung der Grundkosten und Gradzahltage

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Thomas123, 02.12.2007.

  1. #1 Thomas123, 02.12.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    jetzt brauche ich mal einen Rat!

    Ich habe letztes Jahr eine Wohnung erst Ende Februar vermietet. Der Winter war keiner und die Heizung in der leeren Wohnung blieb aus. Ein Verbrauch war deshalb an den Zählerröhrchen nicht abzulesen.

    Nun besteht die Diskussion, es müssten die Gradzahltage ebenfalls berücksichtigt werden, also ein "fiktiver" Verbrauch zugrundegelegt werden.

    Ich bin ja damit einverstanden, dass die Grundkosten, also der Aufteilungsschlüssel z. B. 50 : 50 von mir übernommen werden müssen. Allerdings wäre es richtig, wenn der Verbrauch in diesem Fall auf Null gesetzt würde.

    Frage: Was ist richtig?
    Müssen die Gradzahltage (und damit die "fiktiven" Verbräuche) zusätzlich bei der Heizkostenabrechnung berücksichtigt werden?

    Die von mir zu tragenden Heizkosten wären damit m. E. zu hoch......weil ja nix verbraucht wurde.

    Mit den Heizungsfritzen kenne ich mich nicht so genau aus..... :wink

    Grüße Thomas
     
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  3. #2 Mainfisch55, 02.12.2007
    Mainfisch55

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    wenn ich 100 durch null teile, dann hab ich nichts. wenn nichts verbraucht ist ,dann gibst nichts zu bezahlen.
    was sind gradzahltage ? hab ich noch nie gehört.
    welches ablesesystem digital oder röhrchen
    :wink :wink
     
  4. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    @mainfisch
    Gradtagstabelle siehe HIER
    also Röhrchen... :tröst

    Ihr habt also eine 50:50 Ablesung, dann sollte das klar sein:
    50% geschätzt über die Tabelle '(wofür sie eigentlich gedacht ist)
    50% über den Verteiler.

    Da aber ein Verbrauch abgelesen wurde, warum sollte dann geschätzt werden?
    Ich verstehe den Sinn von dieser Schätzung nicht ganz. Nur weil jemand keinen Verbrauch hat, muss er geschätzt werden? Ach ja, war da nicht mal was mit 15% reduzierung wegen Schätzung?
    Dann kann bei dir nur 50% "verteilt" werden. wogegen du ja auch nix hast.
    Also sollen sie die Grundkosten nach Verteilerschlüssel verteilen und gut.
    Hier aber eine Schätzung anzustrengen, halte ich für "hilflosigkeit"...
     
  5. #4 Thomas123, 02.12.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Danke, Capo, so sehe ich es auch, mein Verwalter kapierts anscheinend nicht so richtig....
    Gruß Thomas123
     
  6. #5 Vermieterheini1, 03.12.2007
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Thomas123,

    da Meßgeräte für die Heizkostenverteilung vorhanden sind MÜSSEN diese bzw. deren Werte genommen werden!
    Etwas anderes würde ich nie akzeptieren!

    Oder sind die Zählerröhrchen nachweislich kaputt, manipuliert worden, usw.?
    Sind die abgelesenen Strichchen nicht plausibel, unglaubhaft?
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    So einfach ist das aber leider nicht.

    Verdunster düfen so kurz nach der Hauptablesung nicht abgelesen werden, weil das garnicht geht.

    Selbst wenn mäßig geheitzt wurde, würde man Null ablesen, da die Kaltverdunstungsvorgabe noch nicht aufgebraucht wurde.

    Daher ist eine Kostenabgrenzung nach Gradtagen vorzunehmen.

    Nachzulesen in der DIN EN 835.

    Das Ganze ist nunmal Systembedingt und daher so hinzunehmen. Verdunster ist nunmal ein billiges und mit einigen unzulänglichkeiten behaftetes Messverfahren, welches meiner Meinung nach verboten werden sollte.
     
  8. #7 Thomas123, 03.12.2007
    Thomas123

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    Hallo Heizer, das hab ich gleich mal gemacht. Danke für den Hinweis!

    Da steht:
    Zwischenablesungen bei Verdunstungs-Heizkostenverteilern
    Wesentliche Besonderheit gilt es bei Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip und einem Mieterwechsels im Hinblick auf die Kaltverdunstungsüberfüllung zu beachten.
    Die nach DIN EN 835 vorgeschriebene Überfüllung soll eigentlich die bei Verdunstern systembedingte Kaltverdunstung der Messflüssigkeit während der Sommermonate ausgleichen. Bei einer Jahresendablesung werden zu diesem Zeitpunkt die Ampullen mit der erwähnten Überfüllung eingesetzt. Ein Mieterwechsel während der Dauer des Abrechnungszeitraumes führt dazu, dass der Vormieter die Überfüllung von ca. 5 mm je Heikostenverteiler erst einemal „verheizt“, bevor auf seiner Verdunsterskala ein tatsächlicher Verbrauch registriert wird. Der nachfolgende Mieter hätte unter Umständen keinen Vorteil von der gesetzlich vorgeschriebenen Kalteverdunstungsvorgabe.
    Zum Ausgleich dieser systembedingten Problematik bei Verdunstern arbeiten - vor allem bei Winterhauptablesungen - praktisch alle Abrechnungsunternehmen zur Erreichung einer gerechteren und sachlich vertretbaren Lösung bei der Aufteilung der Heizkosten mit Gradtagszahlen nach VDI 2067.

    Alles richtig!
    Aber die Wohnung war nicht vermietet, sie stand leer und es wurde im Januar und Februar nicht geheizt....Somit kann eine "Kaltverdunstung" kaum stattgefunden haben....

    :wink
     
  9. #8 Vermieterheini1, 04.12.2007
    Vermieterheini1

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    Hallo Heizer,

    aus den Worten von Thomas123 kann ich nicht entnehmen, dass die Zwischenablesung "kurz" nach dem Röhrchentausch hätte stattfinden sollen.
    Thomas123 hat den Termin des letzten Röhrchentausches nicht genannt.

    Die von dir vorgebrachte Argumentation, dass "kurz" nach dem Röhrchentausch eine Zwischenablesung nicht verwertbar ist, kenne ich.
     
  10. #9 Thomas123, 04.12.2007
    Thomas123

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    Um genau zu sein: Die Röhrchen wurden im Dezember (bei Leerstand) ausgetauscht und die Wohnung Anfang März neu vermietet. Im Dezember bis Ende Februar stand sie leer und es wurde nicht geheizt.

    (Winter 2007/2008: Der Winter, der ein Sommer war...übrigens auch der Titel eines spannenden Buches :tuschel) war keine Heizung nötig.

    Ich denke, eine nennenwerte "Kaltverdunstung" hat wohl nicht stattgefunden?

    :wink
     
  11. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Dass in dem betreffenden Jahr eine Kaltverdunstung nicht stattgefunden hat, spielt keine Rolle. Die Heizkosteverteilung folgt einem standardisierten Verfahren. Diese Verfahren kann nicht jedes Jahr und vielleicht auch noch je nach Witterung für unterschiedlich Regionen neu festgelegt werden.

    Ablesungen sind nur möglich, wenn sich mindestens 400/1000 und höchsten 800/1000 für den Ablesezeitpunkt ergeben. Da für Januar und Februar nur 320/1000 anfallen, nmüssen die Kosten des gesamten Jahres nach Gradtagzahlen auf die einzelnen Nutzer aufgeteilt werden. Für Gerechtigkeitserwägungen im Einzelfall ist dabei kein Raum.
     
  12. #11 Vermieterheini1, 07.12.2007
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Thomas123,


    "Im Dezember bis Ende Februar stand sie leer und es wurde nicht geheizt."
    <= BEWUSST nicht geheizt, ja - das kann sein.
    Aber
    Gab es bei euch von "im" Dezember 2006 bis Ende Februar 2007 keinen einzigen Tag mit Frost?
    Schon mal was vom nicht abdrehbaren Frostschutz bei Thermostatventilen gehört?
    Frostschutz beginnt bei einigen Firmen schon bei weniger als + 8°C.
     
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