Heizungssanierung durch Contractor

Diskutiere Heizungssanierung durch Contractor im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich würde hier gerne eine Diskussion starten zum Thema "Heizungssanierung durch Contractor". Vielleicht gibt es hier schon einige...

  1. jores

    jores Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    ich würde hier gerne eine Diskussion starten zum Thema "Heizungssanierung durch Contractor".
    Vielleicht gibt es hier schon einige Erfahrungen.
    Hier mein Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus (16WE) in BW verfügt über einen Gaskessel von 1992.
    Der Schornsteinfeger hat darauf hingewiesen, dass bald eine Sanierung der Heizung ansteht.
    Jetzt gibts zwei Möglichkeiten,selber investieren oder einen Contractor Investieren lassen, der dann in Zukunft die Wärme abrechnet.
    Ich würde mich freuen, wenn einige Erfahrungen zusammen kommen würden.
    VG, jores
     
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  3. #2 Immofan, 26.07.2020
    Immofan

    Immofan Erfahrener Benutzer

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    Ist auf jeden Fall eine Variante. Vorteile sind: Du brauchst kein Geld weiter und zahlst sozusagen monatlich ab und hast keine Wartungs/Reparaturkosten. Nachteil: Du zahlst höhere Preise als wenn Du regelmäßig den günstigsten Anbieter am Markt nimmst und spätere Kosten zb. Für hydraulischen Abgleich werden nicht übernommen.

    Wegen den Kosten der Heizung, da ist die Umlage auf die Mieter meines Wissens eigentlich nicht erlaubt, nur der Brennstoff.
     
  4. Andres

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    Nein, aber ich persönlich gehe davon aus, dass das früher oder später kommt. Im Moment ist nur reguliert, wie die Umstellung auf Wärmecontracting abzulaufen hat, § 556c BGB. Das ist allerdings in einer WEG mit 16 Einheiten wahrscheinlich schon das Ende dieses Projekts.
     
  5. jores

    jores Neuer Benutzer

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    Ich habe mir den 556c BGB durchgelesen.
    Das heißt, es müsste eigentlich erstmal ein Wärmezähler nach dem jetzigen Kessel installiert werden um rauszufinden wie hoch die Betriebskosten je kWh Wärme sind. Dann darf der Contractor aber nicht mehr verlangen.. hat das jemand schonmal so gemacht?
     
  6. #5 Immofan, 27.07.2020
    Immofan

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    Nein, ich kenne das nur mit separaten Gasthermen je Wohnung. Da hat man das Thema nicht.
     
  7. Andres

    Andres
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    WärmeLV, insbesondere § 9. Zähler sind dafür nicht erforderlich.


    Der Contractor soll also für die Effizienzsteigerung durch den Austausch eines knapp 30 Jahre alten Kessels (und damals gab es schon Brennwertkessel, wenn auch nicht verpflichtend!) die Kosten einer neuen Heizung, deren Instandhaltung und außerdem seine eigenen Organisationskosten tragen und noch einen Unternehmergewinn realisieren? Bei einer Wohnanlage Faktor 100 größer und einem entsprechend großem BHKW glaube ich daran, aber doch nicht unter diesen Umständen.
     
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  8. GSR600

    GSR600
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    Der Contractor darf schon mehr verlangen, man darf nur eben nicht das in der Höhe an den Mieter weitergeben.
     
  9. jores

    jores Neuer Benutzer

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    Das würde bedeuten, dass doch etwas am Vermieter höngen bleibt, was das ganze wieder in Frage stellt
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 27.07.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Die aktuellen Kosten sind dir bekannt.
    Lass dir doch einfach von ein paar Contracting-Anbieter Angebote machen. Ebenso von Heizungsbauern was ein selbstfinanzierter Heizungstausch kosten würde. Dazu noch mögliche Förderprogramme checken. Wartungs- und Reparaturkosten kann man grob abschätzen

    Dann ist es nur noch eine Rechenaufgabe, welches Angebot über die geplante Contractinglaufzeit für dich wirklich interessant ist.

    Contracting ist teurer als eine eigene Heizung finanzieren. Dafür mietet man ein Rundum-Sorglos-Paket ohne weitere Kosten für Wartungen, Reparaturen, Heizkostenabrechnungen, (manchmal ist sogar der Kaminkehrer noch inklusiv). Bis auf die Energiepreise mit Contractorbindung hat man keine weiteren Risiken, im Gegensatz zur eigenen Heizung.

    Das kann (aus meiner Sicht) interessant sein für Vermieterfrischlinge (haben sich in genug andere Themen einzuarbeiten), wenn man damit einen momentanen finzanziellen Engpass abmildern möchte oder bei Selbstverwaltung mit dem Heizungsthema an seine Kappagrenzen gerät und daher auslagern möchte. Für die Masse der VM ist das eher uninteressant, solange die Anlagenmiete nicht auf Mieter umlegbar ist. Arbeiten/verantwortung auslagern kostet immer mehr als selber machen.
     
  11. Duncan

    Duncan
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    Unterm Strich bleibt das immer am Vermieter/Eigentümer hängen! Entweder als Einmalzahlung oder halt in Raten, sei es Kredit, Contracting oder halt klassisch als Vorauszahlung in die Instandhaltungsrücklage. Die Erneuerung der Heizung ist halt in aller erster Linie nichts weiter als normale Instandhaltung, die hat man entsprechend einzuplanen und gut ist. Im Einzelfall kann es sein, dass sich im Rahmen dieser Maßnahme auch ein Modernisierungsanteil ergibt, der umlagefähig sein kann. Dies ist halt im Einzelfall zu prüfen. Vorsicht die Prüfung und der Nachweis kann teurer sein als was als Modernisierungserhöhung umlagefähig ist.
     
    ehrenwertes Haus, immobiliensammler und GSR600 gefällt das.
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