Hellhörigkeit im Mietvertrag erwähnen?

Diskutiere Hellhörigkeit im Mietvertrag erwähnen? im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Ihr Lieben! Eine unserer Wohnungen wird demnächst frei und ich beschäftige mich mit der Gestaltung des neuen Mietvertrages. Der Bisherige...

  1. #1 Katharmo, 26.01.2020
    Katharmo

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    Hallo Ihr Lieben!

    Eine unserer Wohnungen wird demnächst frei und ich beschäftige mich mit der Gestaltung des neuen Mietvertrages. Der Bisherige war einer vom Mieterbund (vom Voreigentümer), es kann also nur besser werden.
    In Vorbereitung ist ein Mietvertrag von Haus und Grund.

    Unser Haus ist ja nun schon ein paar hundert Jahre alt und ziemlich hellhörig. Laut meiner Recherche ist eine Verbesserung nicht vorgeschrieben (wir machen das irgendwann, aber so kurzfristig wird das noch nichts) und Gerichte sind wohl im Allgemeinen der Auffassung, dass dem Mieter sowas bei einem Altbau klar sein muss. Meine Überlegung ist trotzdem, diesen nicht zeitgemäßen Schallschutz irgendwie irgendwo zu erwähnen. Sei es im Mietvertrag oder im Übergabeprotokoll.

    Findet Ihr das überhaupt sinnvoll? Macht Ihr solche Vermerke? Es handelt sich um das Dachgeschoss. Kein großes Anliegen, nur die Bitte um eure Meinungen und Erfahrungen.
     
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  3. #2 RP63VWÜ, 26.01.2020
    RP63VWÜ

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    Ich würde es durchaus bei Besichtigungen erwähnen.
    Im Mietvertrag hat so etwas imo nix zu suchen, da es sich prinzipiell um eine subjektive Wahrnehmung handelt.
    Dass sie auch objektiv durchaus störend (also messbar) sein kann, ist hier unbenommen.
     
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  4. Duncan

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    Naja, der Schallschutz ist ja schon irgendwie zeitgemäß, nur halt bauzeitgemäß. Das sollte man bei Besichtigungen auch entsprechend betonen. Kann man dabei auch durchaus positiv ausdrücken, also kein steriler Neubau, sondern ein heimeliger Altbau mit Leben und eigenem Charakter und gewissen Eigenheiten und Schrulligkeiten.

    Alte Seeleute waren durchaus überzeugt, das Schiffe Lebewesen sind bzw. ein eigenes Leben entwickelt haben. Die weibliche Konnotation des Schiffes als Braut des Seemanns findet u.a. auch darin ihren Ursprung. Alte Häuser stehen dem in nichts nach, auch für die muss man ein Gefühl entwickeln.
     
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  5. Andres

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    Wenn das die Alternativen sind, dann ist es einfach: Mietvertrag! Um das Minderungsrecht auszuschließen, muss der Mangel bei Vertragsschluss bekannt sein. Im Übergabeprotokoll ist es zu spät.


    Ich habe mal mit dem Gedanken gespielt, mich dann aber doch dafür entschieden, es wie die Vorschreiber bei der Besichtigung zu erwähnen.
     
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  6. Ferdl

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    Ich habe sowas im Mietvertrag unter sonstiges vermerkt (feuchter Keller, Gefahr von Überschwemmung)
     
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  7. #6 ehrenwertes Haus, 26.01.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Ich kläre Interessenten bei der Besichtigung auf.
    Wenn das Thema nicht von Mietkandidaten angesprochen wird, bringe ich es selber zur Sprache, dass sie im Altbau keinen Neubaustandard an Schalldämmung erwarten dürfen. Altbau ist meist hellhöriger, da ist schon etwas mehr Geräuschtoleranz angebracht, als in vielen anderen Wohnungen.

    Stehen denn größere Renovierungen oder Sanierungen in dem Haus an bzw. sind welche geplant, die die Mieter evt. beeinträchtigen können?
    Das nehme ich in die Mietverträge mit auf, wenn ich solche Dinge absehen kann.
     
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  8. GSR600

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    Wir haben teilweise schon geplante Bauvorhaben bei Nachbarhäusern im Mietvertrag erwähnt und somit Mietminderungen ausgeschlossen, hat bisher immer geklappt.
    Würde es bei der Besichtigung erwähnen und evtl im Mietvertrag auch bestätigen lassen, das darauf hingewiesen wurde.
     
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