High-Speed Internet - Lösung für Mehrfamilienhaus

Diskutiere High-Speed Internet - Lösung für Mehrfamilienhaus im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Fuer ein neues Mehrfamilienhaus habe ich geplant, die Infrastruktur fuer ein high-speed Internet miteinzubauen. DSL steht in diesem Wohngebiet...

aspren01

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Fuer ein neues Mehrfamilienhaus habe ich geplant, die Infrastruktur fuer ein high-speed Internet miteinzubauen. DSL steht in diesem Wohngebiet leider noch nicht zur Verfuegung. Ich habe mich deshalb vorlaeufig für die folgende Lösung entschieden:

"... Satellitenantenne auf Dach die ueber Funk hohe Datenmenge uebertragen kann. Als Vermieter zahle ich einmalig die Installation der Antenne und der Kabel vom Dach in die Wohnungen, Die Kabel koennen dann spaeter auch fuer etwaige andere Loesungen verwendet werden. Die Mieter koennen dann direkt mit dem Provider einen Vetrag abschliessen und einfach dann in der Wand einstoepseln und los gehts. Als Vermieter habe ich dann damit nichts mehr zu tun (ausser wenn die Antennen / Kabel kaputt gehen) ..."

Was habt Ihr denn fuer Loesungen? Macht man das heute auf 'Wireless'? Was sind denn die Vor-/Nachteile von verschiedenen Varianten?
Danke im Voraus fuer die Hilfe
Andreas
 

Jerry

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Hallo,

nach meinen Erfahrungen macht "High-Speed-Internet" über Satellit nur sehr begrenzt Sinn, zumal es keine echte Flatrate-Lösung gibt, und Du als Vermieter auch nicht für die Mieter _einen_ Vertrag abschließen kannst, der dann den Anschluss aller Mietparteien erlauben und damit die Kosten eindämmen würde (hätte für mich auch Charme, wenn sowas ginge, andererseits ist das Risiko, wenn Du ein "schwarzes Schaf" (a.k.a. "Power-User") unter den Mietern hast, absolut unkalkulierbar).

Das nervige am Satelliten-Internet ist, dass es über Sat keinen brauchbaren Rückkanal gibt, d.h. dazu gehört noch eine ISDN- oder Modemstrecke für den Rückkanal, und da tickert der Gebührenzähler für den Endbenutzer. Ausserdem ist der Sat-Zugang neben dem erhöhten Hardwareaufwand auch noch recht teuer. Da kann es schon fast reizvoller sein, dass der Interessent in entsprechend schlecht angebundener Umgebung mal über eine UMTS-Flatrate nachdenkt (auch Hardware-Schlacht, aber wenn man sowieso Kunde eines einschlägigen Mobil-Flatrate-Anbieters ist, tariflich ansonsten bezahlbar und schneller als ISDN allemal).

Ansonsten bleibt wirklich nur das warten auf DSL-Verfügbarkeit - das kann in Gegenden mit "moderner Glasfaserverkabelung" noch dauern... Fluch der Fortschrittsgläubigkeit, als die anfingen, Glas zu verbuddeln, hatte noch keiner an DSL in Deutschland gedacht.

Infrastruktur: Tu Deinen zukünftigen Mietern einen Riesengefallen und plane neben ausreichend hochwertiger Telefonverkabelung (mindestens vier Adern pro Wohnungsanschluss, alles andere ist nicht zeitgemäß) noch einen zusätzlichen Cat.7 Strang pro Wohnung ein. Das erlaubt zumindest theoretisch, irgendwann mal ein Inhouse-Netz aufzuziehen - vielleicht gibt's ja mal einen Anbieter, der auf Ethernet-Basis zentrale Anschlüsse für Mehrfamilienhäuser anbietet, ein Markt dafür ist zweifelsfrei vorhanden. Man kann sowas zwar inzwischen auch prima per WLAN lösen, aber nicht jeder Mieter sieht die damit verbundenen mehr oder weniger erwiesenen Strahlungsbelastungen so schmerzfrei wie "wir Technik-Verliebte"... (was übrigens auch eine Einschränkung in Bezug auf die UMTS-Idee sein kann - denn da steht ja immerhin auch quasi ein "Handy" auf Dauerbetrieb...)

Jerry
 

aspren01

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Original von Jerry... Infrastruktur: Tu Deinen zukünftigen Mietern einen Riesengefallen und plane neben ausreichend hochwertiger Telefonverkabelung (mindestens vier Adern pro Wohnungsanschluss, alles andere ist nicht zeitgemäß) noch einen zusätzlichen Cat.7 Strang pro Wohnung ein. Das erlaubt zumindest theoretisch, irgendwann mal ein Inhouse-Netz aufzuziehen - vielleicht gibt's ja mal einen Anbieter, der auf Ethernet-Basis zentrale Anschlüsse für Mehrfamilienhäuser anbietet, ein Markt dafür ist zweifelsfrei vorhanden. Man kann sowas zwar inzwischen auch prima per WLAN lösen, aber nicht jeder Mieter sieht die damit verbundenen mehr oder weniger erwiesenen Strahlungsbelastungen so schmerzfrei wie "wir Technik-Verliebte"... (was übrigens auch eine Einschränkung in Bezug auf die UMTS-Idee sein kann - denn da steht ja immerhin auch quasi ein "Handy" auf Dauerbetrieb...) Jerry
Jerry, Du hast recht, dass manche die Strahlenbelastung des WLAN nicht moegen, deshalb habe ich eine Internetverkabelung im ganzen Haus geplant wie von Dir erwaenhnt. Ich muss noch richtig stellen, dass die geplante Satellitenloesung kein Modem benoetigt. Es ist eigentlich eine 'Kabel'-Loesung, bei der die Verbindung zwischen dem Haus und dem in sichtweite installiertem Empfaenger des Providers eben per Satellit gemacht wird. Ich glaube das ist genau die Loesung, die Du als optimale Loesung vorgeschlagen hast. Die Mieter muessen dann einen Vetrag mit dem Provider abschliessen und der Provider rechnet dann per Wohnung ab. Die Installation kostet mich einmalig ca. 200 Euro und dann muessen die Mieter 30 Euro pro Monat zahlen fuer
- Freies Datenvolumen von 1,5 Gbyte
- Geschwindigkeit von 1000Kbit beim Senden und Empfangen
- 3 E-Mail Adressen
Die Datenmenge und Geschwindigkeit kann dann beliebig erhoert werden wenn der Mieter dementsprechen zahlt.
Das gute ist auch, dass kein Mieter gezwungen wird den Vertrag abzuschliessen.
 

lostcontrol

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vom prinzip her find ich (als technik-freak) das natürlich klasse...
aber was machst du mit mietern, die garkein interesse an sowas haben, und dann sagen "die miete ist nur wegen diesem ganzen technik-kram so hoch, das will ich nicht"

irgendwie musst du ja die kosten für sowas auch verrechnen...

aber: auf jeden fall würde ich leer-rohre legen lassen - dann kann man jederzeit "nachinstallieren".
 

CS Immobilien

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Die beste und einfachste Lösung ist einfach eine Telefonleitung (ISDN) legen und diese in den Wohnungen installieren. Per WLAN ist das immer noch so eine Sache zwecks "Datenschutz", weil ein Mieter, der sich nicht mit Computer und so das nicht weiß und das nur begrenzt nutzt.

Wie Jerry schon sagte, auf DSL warten und nur ISDN lassen. Die Mieter sollen sich selber bei einem Provider anmelden und du hast nicht so viel Stress.
 

Jerry

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Original von aspren01
Jerry, Du hast recht, dass manche die Strahlenbelastung des WLAN nicht moegen, deshalb habe ich eine Internetverkabelung im ganzen Haus geplant wie von Dir erwaenhnt. Ich muss noch richtig stellen, dass die geplante Satellitenloesung kein Modem benoetigt. Es ist eigentlich eine 'Kabel'-Loesung, bei der die Verbindung zwischen dem Haus und dem in sichtweite installiertem Empfaenger des Providers eben per Satellit gemacht wird.

Ach so - dann ist das keine Satelliten-Verbindung sondern eine Richtfunkstrecke zum Provider. Wie der Provider dann die Sache löst, muss nicht Euer Problem sein, angesichts der von Dir gelisteten Kosten hat er aber wahrscheinlich selbst eine eher teure Anbindung angemietet.

Ich glaube das ist genau die Loesung, die Du als optimale Loesung vorgeschlagen hast. Die Mieter muessen dann einen Vetrag mit dem Provider abschliessen und der Provider rechnet dann per Wohnung ab. Die Installation kostet mich einmalig ca. 200 Euro und dann muessen die Mieter 30 Euro pro Monat zahlen fuer
- Freies Datenvolumen von 1,5 Gbyte
- Geschwindigkeit von 1000Kbit beim Senden und Empfangen
- 3 E-Mail Adressen
Die Datenmenge und Geschwindigkeit kann dann beliebig erhoert werden wenn der Mieter dementsprechen zahlt.
Das gute ist auch, dass kein Mieter gezwungen wird den Vertrag abzuschliessen.

Dass kein Zwang besteht, ist schonmal gut - 30 EUR im Monat sind nämlich nicht jedermanns Sache, vor allem sind die 1,5GB ziemlich flott verbraten. Wie der AddOn-Traffic abgerechnet wird, wage ich mir nicht auszumalen.

Der Lichtblick ist, dass es offenbar nur viel teurere oder viel langsamere Alternativen gibt. Den meisten Anwendern ist "always online" sowieso am wichtigsten - Minutenticker sind halt nicht mehr zeitgemäß. Notorische "Datensauger" kriegst Du aber auch mit diesem Angebot nicht in die "DSL-Diaspora" gelockt. Wer hinter Datenmengen und Bandbreite her ist, kriegt für 30 EUR im Monat heutzutage 16Mbit und unlimitierten Traffic... bitter aber so ist's halt (und mich wurmt's auch, denn trotz "DSL-erschlossener" Großstadtlage freuen sich manche Nachbarn über 6M oder gar 16M und in unserer Strasse ist bei 2M Schicht...)

Berichte unbedingt mal über Deine "Live"-Erfahrungen und wie die Mieter damit umgehen.

Jerry
 

aspren01

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Original von Jerry ... Berichte unbedingt mal über Deine "Live"-Erfahrungen und wie die Mieter damit umgehenJerry
Werde Euch auf dem laufenden halten zu sehen ob Mieter einen Vertrag fuer diesen Preis abschliessen.
 

Heizer

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Mittlerweile gibt es ja auch bezahlbare UMTS Lösungen. Da gibt es auch Hochgeschwindigkeitsflatrates zu einer überschaubaren Monatsrate.
 

aspren01

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Noch ein Update zu diesem Thema:
Inzwischen hat sich das Problem fuer mich geloest, da DSL Anfang naechsten Jahres in unserem Gebiet kommt.

Hier jedoch noch ein paar zusaetzliche Informationen, fuer diejenigen, die eine Loesung mit Richtantenne angehen moechten:

Ich hatte ein Angebot von dem Provider mit der Richtantennenloesung, dass ich fuer 7 Wohnungen das Internet mit 3000 kBit Datenrate und 60 GB Datenmenge fuer 120 Euro pro Monat zur Verfuegung gestellt bekommen haette (wie eine Firma das auch machen wuerde). Das waere nur 17 Euro pro Wohnung wenn die Mieter Internettelefon statt der Telek. gemacht haetten, und somit sehr attraktiv. Die Bedingung war jedoch, dass der Provider mit dem Vermieter direkt abrechnet und der Vermieter das Internet 'untervermietet'. Fuer alle die was aehnliches planen hier die Probleme, die die Loesung unnuetzlich machen:
- Als Vermieter waere man dann verantwortlich, dass die Mieter keine illegalen Sachen machen. Wenn z.B. einer Kinderpornographie anschaut dann wandert der VERMIETER in den Knast
- Der Vermieter muesste dann ein System haben nachdem man das Datenvolumen per Mieter beschraenken koennte, so dass das max nicht ueberschritten wird
- 60 GB hoert sich viel an, aber wenn alle Internettelefonie machen, wird von dem gleich mal einiges verbraten

Ich muss jedoch dazu sagen, dass es eigentlich schade ist, dass ich den Mietern nun nur die teure DSL Loesung anbieten kann statt der guenstigen 'Firmen'-Loesung. Vielleicht gibts da ja Software, die das untervermieten von Internetverbindungen an Mieter ermoeglicht. Wenn da jemand was weiss, dann lasst es mich wissen. Wenn ich eine Wohnung vermiete mit guenstigem Internetanschluss ist das ja heutzutage ein Verkaufsfaktor, oder?
 

Quartiero

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Inzwischen gibt es schon LTE (Beschreibung)- Mit LTE spart man sich die Kabel. Ich bin total begeistet. Ist auch schneller als der normale DSL Anschluss.
 
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Heizer

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60GB ist nix. Das benötige ich ja fast alleine.

Wenn man sich dann noch gelegentlich Onlinefilme reinzieht, sind auch 100GB kein Problem in einem Haushalt. Und dann lasse mal noch den ganzen Tag das Internetradio dudeln.
 

Pharao

60GB ist nix. Das benötige ich ja fast alleine.

Wenn man sich dann noch gelegentlich Onlinefilme reinzieht, sind auch 100GB kein Problem in einem Haushalt. Und dann lasse mal noch den ganzen Tag das Internetradio dudeln.
Öhm ? Der Beitrag war ja auch von 2006 oder verlese ich mich da ? :85:
 

westagon

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Hallo zusammen,

Ich würde gern den Thread wieder aufleben lassen:

Bei Unitymedia bekommt man 150MBIT Highspeed Internet für 45€/Monat. Ich würde mit solch einem Anschluss gern ein Mehrfamilienhaus (9Parteien, 15Personen) versorgen.

Wenn ich LAN Kabel ziehe und pro Anschluss 15€/Monat verlange, dann haben die Mieter eine gute Kostenersparnis und ich habe meine Installationskosten schnell raus.

Hat jemand Erfahrung mit einer ähnlichen Lösung?
 

Syker

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Hallo westagon


Bei Unitymedia bekommt man 150MBIT Highspeed Internet für 45€/Monat. Ich würde mit solch einem Anschluss gern ein Mehrfamilienhaus (9Parteien, 15Personen) versorgen.

Wenn ich LAN Kabel ziehe und pro Anschluss 15€/Monat verlange, dann haben die Mieter eine gute Kostenersparnis und ich habe meine Installationskosten schnell raus.

Ist finanziell auf den ersten Blick gesehen ein gutes Geschäft,
du solltest dich aber unbedingt
über die rechtlichen Konstequenzen informieren.


VG Syker
 

BarneyGumble2

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Ich denke auch, dass ein Weiterverkauf bzw. Weiterverteilung auf mehrere Wohneinheiten der bezogenen Leistung in den AGB von Un***dia augeschlossen sein wird.
 

Gast6603

Bei Unitymedia bekommt man 150MBIT Highspeed Internet für 45€/Monat. Ich würde mit solch einem Anschluss gern ein Mehrfamilienhaus (9Parteien, 15Personen) versorgen.

Wenn ich LAN Kabel ziehe und pro Anschluss 15€/Monat verlange
Dann wirst Du, sobald auch nur ein Mieter die Belege zur Abrechnung sehen möchte, ein Problem bekommen. Denn 45.- EUR/mtl. geteilt durch 9 Einheiten ergeben eben keine 15.- EUR.
 

marcus.peine

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Hallo zusammen,

die 15,-€ pro Monat wären ja keine Nebenkosten, sondern eine zusätzliche Option zur Miete, analog Garagenmiete. Daher ist es auch egal, was 45,-€/9 ergibt.

Viele Grüße
Marcus.Peine
 
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High-Speed Internet - Lösung für Mehrfamilienhaus

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