Hilfe bei der HKVO § 9

Diskutiere Hilfe bei der HKVO § 9 im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Tag liebe Forenmitglieder. Ich habe mich hier im Forum angemeldet da ich eure Hilfe brauche. Ich hab Ende letzten Jahres ein...

  1. mrneu

    mrneu Neuer Benutzer

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    Guten Tag liebe Forenmitglieder.

    Ich habe mich hier im Forum angemeldet da ich eure Hilfe brauche.

    Ich hab Ende letzten Jahres ein Dreifamilienhaus saniert. Wohnung1 90 m² Wohnung2 110 m² und Wohnung3 100m²

    Ich hab eine komplett neue Heizungsanlage installieren lassen und den Heizungsbauer darauf hingewiesen das ich die Abrechnung selbst machen will.

    Es besteht eine zentrale Gasheizung die mit Flüssiggasbetrieben wird. (Tank im Garten)

    Das Warmwasser sowie die Heizung ist getrennt und mit Uhren ausgestattet.

    Nun zu meinem Problem.

    Der Heizungsdruchfluss zu den Heizkörpern in der Wohnung wird Zentral in kWh gezählt

    Wohnung 1 Mietbeginn 15.09.17 Verbrauch bis 31.12 = 3633,5 kWh
    Wohnung 2 Mietbeginn 15.11.17 Verbrauch bis 31.12 = 4430 kWh
    Wohnung 3 Leerstand bis 31.12.17 Verbrauch bis 31.12= 909 kWh

    Die Warmwasseruhren zeigten um 31.12.17 folegende Werte

    Wohnung 1 = 16,927m³
    Wohnung 2 = 1,511 m³
    Wohnung 3 = 0,13 m³

    Die Gesamtkosten der Heizung mit Warmwaasseraufbereitung laut Abrechnung Gas sowie Stromanbieter

    Gas 695,61 €
    Grundgebühr Gas 74,97 €
    Strom Heizung 23,46 €
    = 794,04 €

    also ich möchte gerne nach 70 / 30 verteilen.

    nur Verstehe ich nicht wie ich kWh und m³ in einklang bringe.

    also §9 der HKVO verwirrt mich ein wenig.

    kann mir jemand helfen ? Vielen Dank für eure Mühe
     
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  3. #2 immobiliensammler, 09.03.2018
    immobiliensammler

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    Wurde ein Wärmemengenzähler bezüglich der Warmwassererzeugung eingebaut? Welche Werte wurden dort abgelesen?
     
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  4. mrneu

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    Hallo Immobiliensammler danke für deine Antwort.

    Nein das ist ja das Problem oder ist es eben nicht ? Denn die Heizung ist ja ein eigener Kreislauf bei dem extra Osmosewasser eingefüllt wurde. Also wurde praktisch gesamt 18,568m³ Warmwasser erzeugt, wenn mal alle Werte aller Wohnungen zusammen nimmt.
     
  5. #4 anitari, 09.03.2018
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    Du mußt die Kosten der Warmwasseraufbereitung ermitteln. Dann 30 % nach Wohnfläche und 70 % nach Verbrauch. Dafür brauchst Du den Gesamtwarmwasserverbrauch des ganzen Hauses und natürlich den der einzelnen Mieter.

    Gibt es keinen separaten Wärmemegenzähler dafür muß Du das mittels Formel machen. Dann dürfen die Mieter aber die Heizkosten in der Abrechnung um 15 % kürzen.
     
  6. mrneu

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    das mit den 30 / 70 macht mir keine Probleme das wäre einfach Dreisatz.

    Ich habe den Gesamtwasserverbrauch des Hauses und natürlich den der einzelnen Wohnungen kalt wie warm gezählt.

    nun weis ich aber immer noch nicht wie ich die Kosten der von 794,04 € auf die Heizung sowie die Warmwasserkosten aufteile.

    Die Kreisläufe sind getrennt. Es ist eine neue Berennwerttechnik die kaum speicher hat sondern das Wasser sowie das Warmwasser für die Heizung adhoc zubereitet.
     
  7. #6 immobiliensammler, 09.03.2018
    immobiliensammler

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    Aber die Wärme wird doch durch einen gemeinsamen Brenner erzeugt oder? Daher brauchst Du einen extra Wärmemengenzähler. Wenn der Heizungsbauer den nicht eingebaut hat würde ich den ganz schön aufs Dach steigen!
     
  8. mrneu

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    ja die Wärme wird von einem gemeinsamen Brenner erzeugt. Wie muss ich mir das mit extra Wärmemengenzähler vorstellen ?

    Ist das nicht obsolet wenn es zwei Kreisläufe sind und man die Menge des Warmwasseres aller Wohnungen hat ?

    Die Heizungsmenge wird ja in kwH gezählt und die Warmwassermengen in m³

    Ich müsste also wissen was mich 1 m³ warmes Wasser gekostet hat in der Herstellung. Dann würde ich diese Kosten von den Gesamtkosten abziehen und dann nach kwh umlegen und das jeweils noch zu 30 / 70
     
  9. #8 anitari, 09.03.2018
    anitari

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    Simpel gesagt ist das ein Gaszwischenzähler. Der erfasst den Gasverbrauch für die Warmwasseraufbereitung. Damit kannst Du dann die genauen Kosten der WW-Aufbereitung ermitteln. Die von den Gesamtkosten der Anlage abziehen. Dann hast die Die Kosten für Wärme und Warmwasser.
     
  10. mrneu

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    Das wäre einfach und schön wenn das so wäre. Den habe ich aber nicht. Ich habe den Gesamtgaszähler in m³

    Irgendwie muss es doch gehen wenn ich m³ fürs Wasser und kWh für die Heizung habe.

    Ich hatte da auf eine Formel in §9 gehofft.
     
  11. #10 anitari, 09.03.2018
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    30/70 bedeute zu 30 % nach der Wohnfläche und zu 70 % nach Verbrauch. Es sind doch alle Heizkörper mit HKV (Heizkostenverteiler) versehen?
     
  12. #11 immobiliensammler, 09.03.2018
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    In etwa so, ja.

    Den Wärmemengenzähler brauchst Du, weil das so in § 9 HeizkostenV steht:

    "Die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge (Q) ist ab dem 31. Dezember 2013 mit einem Wärmezähler zu messen."

    Wenn der Heizungsbauer wusste, dass die Anlage für ein MFH ist dann würde ich mal fragen, warum der nicht schon mit eingebaut bzw. angeboten wurde.

    Im Prinzip ist es ganz einfach:

    Du hast die Kosten für den Betrieb der Heizung und die Erzeugung des Warmwassers. Der Wärmemengenzähler zählt, wieviel kwh für die Erwärmung des Warmwassers benötigt wurdeb. Das ist dann der erste Dreisatz, Aufteilung der Betriebskosten in a) Heizung und b) Warmwasser.

    Der Rest ist dann wieder Dreisatz.

    Wenn der Wärmemengenzähler nicht vorhanden war dann muss man eben notgedrungen nach der "alten" Formel aus § 9 HeizkostenV abrechnen, die Abrechnung entspricht dann aber - wegen Verstoß gegen die Pflicht zum Einbau des Wärmemengenzählers seit 01.01.2014 - nicht der VO, damit hat der Mieter ein Kürzungsrecht von 15 %.
     
  13. #12 immobiliensammler, 09.03.2018
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    Die Formel steht doch ausdrücklich in § 9, nur darfst Du sie halt eigentlich seit dem 01.01.2014 nicht mehr anwenden, sofern Dir nicht ein "unzumutbarer Aufwand" einfällt!
     
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  14. mrneu

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    @ anitari, ja die Heizkröper hänge alle an einem Strang bei dem die kWh gemessen werden. Das mit den 30 Wohnfläche und 70 Verbrauch ist mir bekannt und würde kein Problem darstellen.

    @immobiliensammler

    zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge (Q) wären das nicht die 18,568 m³ alle Wohnungen. Welche einheit hat den Q ?



    wäre das die alten Formel ?

    2,5 x V x (tw -10)
    B = ------------------------------
    Hu
     
  15. #14 anitari, 09.03.2018
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    Formel für die Ermittlung der WW-Kosten

    2,5 x Verbrauch Warmwasser gessamt x 50/1 = xxxx kWh Gas x 100 : Gesamtkosten der Anlage = xx % der Gesamtkosten

    Gesamtkosten : 100 x xx % der Gesamtkosten = Kosten der WW-Aufbereitung

    Aber wie schon gesagt, dann dürfen die Mieter den Posten Heizkosten um 15 % kürzen, weil die Ermittlung in dieser Form seit 2014 nicht mehr zulässig ist.

    Ich rate dringend dazu in so einen Wärmemengenzähler zu investieren.
     
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  16. mrneu

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    ich würde ihn investieren ich bin gerade dabei einen verantwortlich der heizungsbaufirma zu erreichen. der auftrag war klar formuliert das ich alles sauber getrennt nach gesetzlichen vorschriften brauche
     
  17. #16 Newbie15, 09.03.2018
    Zuletzt bearbeitet: 09.03.2018
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    Ja, das ist jene Formel, mit der es geht, die aber eben nicht mehr zulässig ist. Die Einheit von Q sind die kWh, die du haben möchtest. Je nach Heizungsanlage ist der errechnete Wert ziemlich nah oder weit weg von dem, was ein Wärmemengenzähler zählen würde. Meistens ist die Nachrüstung aber recht einfach möglich.
     
  18. #17 Newbie15, 09.03.2018
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    Meine Erfahrung ist, dass da Heizungsbauer auch schon gerne mal zu wenige Zähler setzen, v.a. jene der älteren Generation. Es soll ja möglichst günstig für den Kunden werden. Uns hat auch einer erzählt, er würde gar keine Zähler tauschen lassen, das lohnt sich doch gar nicht,... Ja, tut es nicht, ich kann auch nichts für die Gesetze, dran halten muss ich mich trotzdem. Möglicherweise ist zu dem Heizungsbauer noch nicht vorgedrungen, dass der Zähler Pflicht ist. Jahre (bzw. Jahrzehnte) lang ging es ja auch ohne, inzwischen halt nicht mehr. Natürlich gibt es auch solche, die sich damit gut auskennen, aber es sind halt eben doch Heizungs-, Gas-, Wasserinstallationsmonteure und keine Abrechnungsdienstleister, deren täglich Brot das ist (und nicht mal die bekommen immer alles richtig hin).
     
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    super ich hab jemanden erreicht und die haben sich die rechnung angeschaut und gleich zugestimmt das es irgendwie vergessen wurde und das es ihnen leid tue. ^^ Na toll nun rechne ich nach der Formel ab und hoffe das es keinem Mieter auffällt. Den Mengenzähler bekomm ich dafür umsonst. naja schwacher trost wenn man für über 30 000 € neue Heizung baut.

    ich danke euch für eure mühe und zeit. ich hab mich gleich super aufgehoben gefühlt hier im forum
     
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  20. #19 anitari, 09.03.2018
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    Was anderes wird dir wohl nicht übrig bleiben.

    Mach der Heizungsfirma aber Dampf das die das Teil möglichst bald einbauen.
     
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  21. mrneu

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    ich hätte da ich zuge gleich noch ne frage dazu.

    wenn ich mieter nun die nachzahlung oder erstattung bekommen. wie lange haben die ein recht auf einspruch oder wann ist dieser erloschen
     
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