Hilfe bei der Mietersuche / Anfänger sucht Erfahrungen

Diskutiere Hilfe bei der Mietersuche / Anfänger sucht Erfahrungen im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, nach längerer stiller Abstinenz melde ich mich zurück. Die Älteren werden sich an meinen Problemmieter erinnern, ich hatte...

Jon

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Hallo zusammen,

nach längerer stiller Abstinenz melde ich mich zurück.

Die Älteren werden sich an meinen Problemmieter erinnern, ich hatte Anfang des Jahres Räumungsklage eingereicht ohne Anwalt, das Gericht befand die fristlose Kündigung für rechtmäßig, hat aber im Sinne einer zügigen Streitbeilegung (und weil man dann kein Urteil begründen muss), einen Vergleich vorgeschlagen, der wurde geschlossen und auch weitgehend eingehalten.
Ich hatte nur auf Räumung geklagt, die finanziellen Ausstände habe ich abgeschrieben, Mieter wird seit rd. 30 Jahren vom Gerichtsvollzieher verfolgt, ohne Erfolg. Sie sind nun seit 31.08.21 draußen und das war das Ziel, Wohnung ist zu 95 % noch da, Steckdosen und Lichtschalter fehlen oder wurden zerstört, viel mit Farbe gesaut und Parkett kaputt geschlagen, Wände verbrannt und mit dem Hammer bearbeitet, aber sie sind draußen, Strich drunter, weiter gehts.

Der Problemmieter war mein erster Mieter, den ich ausgesucht habe, seitdem noch drei andere in einem anderen Objekt, bei denen ich deutlich vorsichtiger und aufmerksamer war, und das hat sich jedes Mal ausgezahlt, anständige Leute, allerdings auch andere Wohnung mit entsprechend mehr Auswahl (50 qm Stadt gegen 130 qm Land, Problemmieter war aufm Land).

Ich machs kurz:

Welche harten Fakten fordern die erfahrenen Vermieter hier in jedem Fall?

Schufa:

Ich dachte an Schufa-Selbstauskunft, bekomme aber wohl nur die Bonitätsauskunft für Vermieter, da steht "nur" drin, dass nichts vorliegt. Das stand bei meinem vorherigen ähnlich drin, ich kann den Nutzwert davon nicht richtig einschätzen.


Creditreform:

Genügt die Schufa oder wollt ihr beides?


Mieterselbstauskunft:

Nunja, kann man halt reinschreiben, was man möchte, ich habe keine Möglichkeit, die Angaben zu prüfen. Nutzwert für mich auch fraglich.


Verdienstnachweise/Arbeitsvertrag:

Welche Daten darf ich denn da genau erfragen bzw. welche erfragt ihr und unterlegt mit welchen Dokumenten?


Vorvermieter:

Ich glaube, das ist nicht zulässig, aber wenn der Interessent nicht zustimmt, ist wohl was faul. Andererseits wenn der die loshaben will, wird der mir ebenso das Blaue vom Himmel runter lügen.


Weitere Unterlagen?




Ich habe aktuell einen Interessenten, Zuzug aus 250 km Entfernung. Älteres Ehepaar, Frau Anfang 50, Mann Anfang 70. Frau arbeitet im medizinischen Bereich, Mann in Rente, Haushaltseinkommen laut Selbstauskunft rd. 3.500 Euro, Wohnung kostet rd. 1.000 Euro warm. Umzug wegen Jobwechsel. In der Schufa-Bonitätsauskunft der Frau steht "Es liegen uns zum 02.08.2021 ausschließlich positive Vertragsinformationen vor." Verdienstnachweise möchte sie zur Besichtigung mitbringen.

Ich weiß durch Nachforschung bereits, dass beide aus Osteuropa stammen, Ende der 1990er nach Deutschland gekommen sind und in den letzten 20 Jahren rd. achtmal umgezogen sind, teilweise innerhalb eines Jahres zwei Mal in derselben Stadt, immer südwestdeutscher Raum, immer Großstadt. Das wirkt auf mich erstmal erklärungsbedürftig, damit konfrontieren kann ich sie aber schlecht, die Antwort kann ich auch nicht prüfen.

Wäre der letzte Punkt für die alten Hasen hier ein Ausschlusskriterium? Wie wird der dünne Rest bewertet? Was würdet ihr fragen oder noch sehen wollen? Mietvertrag mit beiden Parteien oder nur einem Ehegatten? Da ich selbst in dem Haus wohne und der letzte mich genug Nerven und Geld gekostet hat, bin ich etwas ängstlich geworden, ein Leerstand kommt aus finanziellen Gründen leider nicht in Frage, die Bewerberlage ist dünn, hier lebt man viel im Eigentum oder in kleineren Wohnung.

Wunschmieter waren ursprünglich mal älteres Ehepaar, ich erhoffte mir davon, Ruhe zu haben. Aktuell hätte ich gerne ein jüngeres Paar gehabt, dass in ein 3-5 Jahren vielleicht in ein eigenes Haus zieht, momentan weiß ich überhaupt nicht, wie mein Wunschmieter aussehen sollte.

Interessenten möchten Samstag zur Besichtigung anreisen, ich bin gegenwärtig noch unsicher, ob ich das überhaupt schon/noch machen soll und hoffe auf eure Hilfe, das war in der Vergangenheit sehr fruchtbar,

Vielen Dank und beste Grüße
Jon
 

Ich-bin-es

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Na ja, Du bist ein gebranntes Kind. Ich verstehe, daß man da super vorsichtig rangeht. 100% wird man einen Reinfall nie ausschließen können, aber verringern. Für mich ist das wichtigste Kriterium mein Bauchgefühl. Zu den anderen Punkten:

Mieterselbstauskunft:

Nunja, kann man halt reinschreiben, was man möchte, ich habe keine Möglichkeit, die Angaben zu prüfen. Nutzwert für mich auch fraglich.


Wer da reinschreibt, was er möchte, kann damit ganz gut auf die Schnauze fallen. Sind die Angaben falsch, können sich daraus evt. Kündigungsgründe ergeben. Würde ich in jedem Fall machen.

Verdienstnachweise/Arbeitsvertrag:

Welche Daten darf ich denn da genau erfragen bzw. welche erfragt ihr und unterlegt mit welchen Dokumenten?


Verdienstnachweise frage ich immer nach. Gern nehme ich auch den Arbeitsvertrag, empfinde es selber aber evt. etwas grenzüberreitend. Oft hab ich den Vertrag freiwillig bekommen, wenn nicht, habe ich es auch akzeptiert.

Beides schützt Dich aber nicht davor, daß derjenige morgen seine Kündigung bekommt. Insofern ist der persönliche Eindruck enorm wichtig.
 
immobiliensammler

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Schufa:

Ich dachte an Schufa-Selbstauskunft, bekomme aber wohl nur die Bonitätsauskunft für Vermieter, da steht "nur" drin, dass nichts vorliegt. Das stand bei meinem vorherigen ähnlich drin, ich kann den Nutzwert davon nicht richtig einschätzen.

Die Schufa-Selbstauskunft ist schon hilfreich, Dir geht es ja gerade um Negativinformationen und nicht um eine Bonitätseinstufung wie bei Banken. Wenn Du oben schreibst dass Dein Problemmieter seit 30 Jahren vom Gerichtsvollzieher "gejagt" wird verstehe ich aber ehrlich gesagt nicht, wie die Schufa sauber gewesen sein soll. Dann hat er wohl regelmäßig die EV (Vermögensauskunft) abgegeben, außerdem dürften dann doch von Schufa-Partnern wohl auch titulierte Forderungen vorhanden sein.

Creditreform:

Genügt die Schufa oder wollt ihr beides?

Creditreform hat für Privatkunden die gleichen Datenquellen wie die Schufa, ist m.E. überflüssig. Anders sieht das bei Selbständigen/Firmen aus.
 

Jon

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Die Schufa-Selbstauskunft und die Schufa-Bonitätsauskunft sind zwei Paar Schuhe. Ich hätte gerne ersteres, habe vorerst von den Interessenten nur letzteres erhalten, das würde ich noch auf ein Missverständnis zurückführen. Ihr würdet auf die detaillierte Selbstauskunft bestehen?

Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, beim Problemmieter gab es keinen Eintrag im Schuldnerverzeichnis, trotz ständiger Pfändungsversuche. Laut Gerichtsvollzieher hatten die Gläubiger keinen Antrag gestellt, auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, daher erfolgte auch kein Eintrag. Schufa hatte ich von dem keine verlangt, Anfängerfehler.

Mietvertrag mit und Dokumente von allen Bewohnern der Wohnung oder genügt einer? Im Zweifel habe ich bei mehreren, die gesamtschuldnerisch haften, mehr Masse zum Angreifen.

Wie bewertet ihr das, für mein Gefühl, häufige Umziehen?
 
dabescht

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Ich verlange regelmäßig die letzten drei Gehaltsnachweise und den Arbeitsvertrag zur einsicht. (Stichwort Befristung/Pobezeit). Mietschuldenfreiheitsbescheinigung nicht -> die würde ich selbst auch nur ungern ausstellen.
Weiter verlange ich die Schufa-Auskunft die dann den von dir beschriebenen Satz enthält.
Das häufige Umzugsverhalten ist schon seltsam. Lag das an der Tätigkeit des Mannes?
Im "medizinischen Bereich" kann viel bedeuten. Lass dir das genau erklären und sei kritisch. Ich habe mir abgewöhnt vor unangenehmen Fragen zurück zu schrecken. Zumal du ja finanziell darauf angewiesen bist UND im gleichen Haus wohnst.
Wenn du nach allem ein ungutes Bauchgefühl hast -> Lass es!
Ich habe auch schon 3 Monate Lehrstand ertragen bis ich den richtigen Mieter gefunden hatte.
Ob grundsätzlich ein "älteres Ehepaar" die besseren Mieter sind? Hmm...kommt auf den Einzelfall an. Ich habe, ohne dass das beabsichtigt war, mittlerweile einen Altersschnitt von U30 bei meinen Mietern. Das funktioniert super. Allesamt freundlich, zuverlässig und absprachefähig. Letzteres ist bei Ü70 nicht immer der fall und kann ganz schön Nerven kosten.
 
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Die Schufa-Selbstauskunft und die Schufa-Bonitätsauskunft sind zwei Paar Schuhe. Ich hätte gerne ersteres, habe vorerst von den Interessenten nur letzteres erhalten

Sorry hatte ich falsch formuliert. Mir reicht natürlich auch die Schufa-Bonitätsauskunft, was mich interessiert steht da drin. Wieviel Kreditkarten oder Girokonten der Mieter hat interessiert mich nicht wirklich.
 

Jon

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Die Aussage "im medizinischen Bereich" war von mir anonymisiert. Ich kenne die exakte Bezeichnung und auch den letzten und zukünftigen Arbeitgeber, beides öffentliche Träger. Beim letzten bzw. aktuellen AG kann man die Dame auch auf der Homepage noch finden, das scheint plausibel.
Ich werde versuchen, im persönlichen Gespräch etwas mehr über die letzten 20 Jahre herauszufinden, sollten sie das gar nicht erwähnen, weiß ich ja auch, was los ist.

Hat denn schonmal jmd eine Schufa-Bonitätsauskunft erhalten, in der etwas anderes stand? Das ist ja recht allgemein gehalten, gibt es denn irgendwo alle Varianten zu sehen, ich konnte bisher dazu nichts finden.
 
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Hat denn schonmal jmd eine Schufa-Bonitätsauskunft erhalten, in der etwas anderes stand? Das ist ja recht allgemein gehalten,

Ja habe ich, da standen dann eben sogenannte harte Negativmerkmale (in dem Fall glaube ich titulierte Forderungen (mit Betrag) und Vermögensauskunft) drin.
 
dabescht

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Hat denn schonmal jmd eine Schufa-Bonitätsauskunft erhalten, in der etwas anderes stand? Das ist ja recht allgemein gehalten, gibt es denn irgendwo alle Varianten zu sehen, ich konnte bisher dazu nichts finden.
Ja, schon öfters. Manchmal haben die Interessenten den ganzen Pack dabei den man einmal jährlich kostenfrei (ich glaube 6 Wochen Vorlaufzeit) von der Schufa bekommt.

Mit allen Scores und jedem Konto und Handyvertrag usw...

In einem Fall habe ich sogar an einen in Privatinsolvenz befindlichen vermietet. Die Whg. war in schlechtem Zustand und wenig gute Bewerber. Auch wenn es danach persönlich etwas schwierig wurde mit ihm hat er immer pünklichst gezahlt um ja sein Insolvenzverfahren bzw. die Wohlverhaltensphase nicht zu gefährden.

Verwunderlich war damals für mich allerdings der Umstand, dass ihm von seinem Lohn nur 200€ gepfändet wurden und er nach allen Abzügen mit 2000€ Netto deutlich über der Pfändungsgrenze lag. Ich dachte immer, dass dann bis auf die rund 1100€ alles eingezogen wird.
 
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Ich dachte immer, dass dann bis auf die rund 1100€ alles eingezogen wird.

In der Summe eigentlich nur möglich wenn es Unterhaltspflichten gibt, die Kinder müssen ja nicht bei ihm leben .....
 
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Weitere Unterlagen?
Nicht weitere, sondern nur: Bankauskunft.
Statt der von dir bis zu dem zitierten aufgezählten Unterlagen.

Da ich selbst in dem Haus wohne
Gibt es mehr als 2 Wohnungen (deine und die zu vermietende) in dem Gebäude?
die Bewerberlage ist dünn, hier lebt man viel im Eigentum oder in kleineren Wohnung.
Kann man aus der Wohnung zwei (oder mehr) einzelne machen?


Wenn ich irgendwelche Auskünfte, Belege etc. haben wollen würde, würde ich diese möglichst selbst einholen, besorgen, anfordern (mit dem Einverständnis des Interessenten).
Wenn der Interessent mir einen Arbeitsvertrag oder eine Schufa-Auskunft vorlegt, kann das (vom Interessenten) manipuliert worden sein.
 

Jon

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Vorsicht, hier liegt wieder eine Verwechslung vor. Was ihr in der Hand hattet, war die Schufa-Selbstauskunft, diese ist detailliert. Ich meine aber die Schufa-Bonitätsauskunft mit von mir zitiertem Satz ("Es liegen uns zum 02.08.2021 ausschließlich positive Vertragsinformationen vor.").

Mich interessiert, bis zu welchem Scorewert bspw. gibt die Schufa diesen Satz aus, was kommt danach, das gibt es doch sicher Abstufungen. Dann könnte ich das etwas besser einschätzen, welchen Wert diese Bonitätsauskunft hat.




Nicht weitere, sondern nur: Bankauskunft.

Wie funktioniert das genau, ich bin beim Einlesen noch nicht ganz erleuchtet worden? Beantrage ich das über meine Hausbank mit dem Einverständnis des Mieters, dass bei seiner Hausbank angefragt wird? Wie siehts aus, wenn der Mieter mehrere Konten hat? Wer trägt die Kosten, wie hoch sind diese?


Gibt es mehr als 2 Wohnungen (deine und die zu vermietende) in dem Gebäude?
Nö, nur zwei, ich bin Eigentümer der Immobilie und Vermieter der einen Wohnung (EG), die andere (OG) bewohne ich selbst.

Kann man aus der Wohnung zwei (oder mehr) einzelne machen?
Eher nicht, es handelt sich um eine recht großzügig und luxuriös geschnittene Wohnung, die ihrer Zeit weit voraus war und daher im Grundriss mit modernen Wohnungen/Bungalowgrundrissen sehr gut mithalten kann. Diese Größe wird bei uns aber eher als Haus bewohnt, ich schätze, in der Gemeinde (20.000 Einwohner) wird es keine 10 Wohnungen zur Miete dieser Größe geben.
Wenn ich irgendwelche Auskünfte, Belege etc. haben wollen würde, würde ich diese möglichst selbst einholen, besorgen, anfordern (mit dem Einverständnis des Interessenten).

Was sind die Klassiker, die ich selbst einholen kann, die du einholen würdest? Ich möchte mir mal für die Zukunft eine Liste anlegen, welche Information woher mit welchem Einverständnis für mich von Interesse sind.

Danke!
 
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Vorsicht, hier liegt wieder eine Verwechslung vor. Was ihr in der Hand hattet, war die Schufa-Selbstauskunft, diese ist detailliert. Ich meine aber die Schufa-Bonitätsauskunft mit von mir zitiertem Satz ("Es liegen uns zum 02.08.2021 ausschließlich positive Vertragsinformationen vor.").

Mich interessiert, bis zu welchem Scorewert bspw. gibt die Schufa diesen Satz aus, was kommt danach, das gibt es doch sicher Abstufungen. Dann könnte ich das etwas besser einschätzen, welchen Wert diese Bonitätsauskunft hat.

Nein, es war keine Selbstauskunft, sondern die von mir über H+G eingeholte Schufa-Auskunft. Die Antworten sind dann eben nur positiv (bzw. Person bekannt) oder eben die Aufzählung der Negativmerkmale. Die Auskunft "ausschließlich positive Vertragsinformationen" ist doch eindeutig, oder? Das hat nichts mit dem Score-Wert zu tun. Wenn ein einziges Negativmerkmal eingemeldet ist darf die Schufa diese Aussage eben nicht treffen.
 
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Wie funktioniert das genau, ich bin beim Einlesen noch nicht ganz erleuchtet worden? Beantrage ich das über meine Hausbank mit dem Einverständnis des Mieters, dass bei seiner Hausbank angefragt wird? Wie siehts aus, wenn der Mieter mehrere Konten hat? Wer trägt die Kosten, wie hoch sind diese?

Ich kenne die Bank an Bankauskunft nur im geschäftlichen Bereich, Deine Bank fragt bei (ggfs. jeder) Bank des Interessenten an, bei im Handelsregister eingetragenen Firmen geht das einfach so, die anderen müssen zustimmen. Die Kosten berechnet Dir ggfs. Deine Bank, die zahlst erst einmal Du, üblich sind so 10 - 50 Euro pro Auskunft.
 
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Beantrage ich das über meine Hausbank mit dem Einverständnis des Mieters, dass bei seiner Hausbank angefragt wird?
Jo.

Wie siehts aus, wenn der Mieter mehrere Konten hat?
Dann sagt die Bank, bei der er nur ein Konto hat, vermutlich, dass dein Interessent die Miete eher nicht stemmen können wird (auf Basis der der Bank vorliegenden Informationen).
Hast du was anderes erwartet?

Wer trägt die Kosten, wie hoch sind diese?
Keine Ahnung. Wenn's was kostet, dann Peanuts. Die Wohnung, die du dem Mieter anvertraust, ist ungleich teurer.
 

Jon

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Dann sagt die Bank, bei der er nur ein Konto hat, vermutlich, dass dein Interessent die Miete eher nicht stemmen können wird (auf Basis der der Bank vorliegenden Informationen).
Hast du was anderes erwartet?
D.h. der Mieter könnte mehrere Konten nutzen, würde mir ggf. nur das Hauptkonto angeben und ich würde nur darüber Informationen erhalten? Die Banken wissen ja untereinander nicht, ob und wo ggf. weitere Konten bestehen oder gibt es die Möglichkeit das abzufragen? So wäre die Antwort von Bank A im Hauptkonto möglicherweise positiv, obwohl der Mieter bei Bank B-E knietief im Dispo steht oder würde das in irgendeiner Form aus der Antwort hervorgehen?
 

Ich-bin-es

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Du schreibst, die Bewerberlage sei dünn, da man dort eher im Eigentum wohnt. Genau deshalb könnte eine so große Wohnung evt. schwerer zu vermieten sein. Vielleicht doch mal überlegen zu teilen? Das bedeutet auch Risikostreuung.

Ansonsten würde ich einfach fragen, warum sie so oft umgezogen sind

Und ich würde mir die anderen Bewerber unbedingt auch ansehen. Warum nicht?
 
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D.h. der Mieter könnte mehrere Konten nutzen, würde mir ggf. nur das Hauptkonto angeben und ich würde nur darüber Informationen erhalten?
Ja.
Du bekommst aber - soweit ich das kenne - nur eine Einschätzung des Bankmitarbeiters, ob der Interessent wohl (aufgrund der bisherigen Verläufe) in der Lage sein wird, die von dir genannte Miete zahlen zu können.
Ich habe bisher noch nie konkrete Zahlen bekommen, sondern eher so ein "Daumen nach oben" oder "Daumen nach unten" vom Sachbearbeiter in Bezug auf die geforderte Miete.

Wenn der Mieter mehrere Konten nutzt, dir (und damit bzgl. der Bankauskunft) aber nur eines nennt, so wird das ja das Konto sein, auf dem monatlich Geld ankommt.
Wenn dein Banksachbearbeiter dann erkennt, dass der Kandidat schon 20 Jahre bei denen Kunde ist, und bisher monatlich ein Mietbetrag in ungefähr gleicher Höhe regelmäßig gezahlt wurde, wird er halt den Daumen nach oben richten.
Wenn der Interessent erst seit 2 Monaten Kunde ist / das Konto hat, erfährst du das auch.
 

Jon

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Ich hab mal versucht, zum Thema Bankauskunft mehr herauszubekommen, das scheint bei uns in der Region gänzlich unbekannt.

Sparda-Bank, das Mietkonto:
Die haben davon noch nie gehört, Mieter solle selbst einen Finanzstatus seiner Bank anfragen und mir weitergeben, sie könnten das mir nicht anbieten, das ginge einfach nicht. Da würden auch jede Menge Daten drin stehen, die nur Banken untereinander austauschen zur Bonitätseinschätzung, das ginge mich auch nichts an.

Sparkasse, Hausbank1:

Die haben die Position immerhin im Preisverzeichnis, soll 26 Euro kosten, aber bisher weiß kein Mitarbeiter, wie das gehen soll. Wenn es zwei gewerbliche Konten beträfe, sei das kein Problem, aber bei zwei privaten wäre das nicht vorgesehen. Man wolle das intern mal klären, ansonsten könne doch der Mieter auch den Status bei seiner Bank selbst abfragen und mir weitergeben.

Volksbank, Hausbank2:

Gleich wie bei SpardaBank


Hab ich da irgendwo einen Denkfehler oder übersehe ich etwas?
 
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Sparkasse, Hausbank1:

Die haben die Position immerhin im Preisverzeichnis, soll 26 Euro kosten, aber bisher weiß kein Mitarbeiter, wie das gehen soll. Wenn es zwei gewerbliche Konten beträfe, sei das kein Problem, aber bei zwei privaten wäre das nicht vorgesehen. Man wolle das intern mal klären, ansonsten könne doch der Mieter auch den Status bei seiner Bank selbst abfragen und mir weitergeben.

Das ist die Antwort die ich gelten lassen würde. Du brauchst aber halt nicht irgendeinen Schaltermitarbeiter sondern jemanden der mit Firmenkunden zu tun hat, bei denen dürfte das Standard sein. Natürlich darf ein Privatkunde auch eine Bankauskunft anfordern (z.B. um die Solvenz eines Handwerkers vor einem größeren Auftrag zu prüfen), wenn der Gegenpart (also der über den Auskunft eingeholt werden soll) nicht im Handelsregister eingetragener Kaufmann ist wird die Antwort seiner Bank halt lauten, dass keine Auskunft erteilt werden kann - daher nur sinnvoll wenn der Mietinteressent auch vorher schriftlich zustimmt.
 
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