Hilfe! Seit Monaten dauernder Baulärm usw.

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Gast, 11.07.2006.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    ich wende mich jetzt an dies Forum, weil ich langsam wahnsinnig werde und auch nicht mehr weiter weiß.

    Seit über 3 Monaten wird hier jetzt am Stück gebaut! Teilweise sogar samstags oder bis in die Abendstunden. Ich habe mal im Internet gesucht und bin auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz gestoßen. Dort steht z.B. drin, dass als Nacht die Zeit von 20-7 Uhr gilt. Jedoch fangen die Bauarbeiten hier schon ab punkt 6.30 uhr mit einem dermaßenen Lärm (Baggern, Hämmern etc) an, daß man jedesmal wortwörtlich aus dem Bett fällt! Dabei muß vor 7 Uhr und nach 20 Uhr doch ein Richtwert eingehalten werden, der lt. BImSchGesetz eine bestimmte Dezibelzahl nicht überschreiten darf. Nur wie kann man das jetzt als Anwohner nachprüfen oder besser noch: nachprüfen lassen, ob diese Werte eingehalten werden? An wen kann man sich wenden?

    Was mir auch weiterhin aufgefallen ist: Im BImSchGesetz steht außerdem,daß auf der Baustelle alles getan werden muß, um die Anwohner vor Lärmbelästigung etc zu schützen. Für diesen Fall sollten normalerweise Lärmschutzwände etc.aufgestellt werden und Maschinen verwendet werden, die auf dem neuesten Stand der TEchnik (und damit besonders leise) sind... jedoch sind hier noch NIE irgendwelche Maßnahmen zum Lärmschutz getroffen worden! Keine Lärmschutzwände o.ä. Und als ich mal genauer nachgesehen hab,fiel mir auch auf,dass die Maschinen etc. auch mit Sicherheit nciht dem neuesten Standard entsprechen. Auf einer hab ich sogar noch einen Schriftzug mit der uralten Postleitzahl gefunden.

    Außerdem werden hier auch öfters laute Geräte wie Sägen und dergleichen direkt an der Grundstücksgrenze zu uns aufgestellt,was eine noch schlimmere Lärm- und Schmutzbelästigung darstellt. Ist sowas überhaupt erlaubt? Auch hier wird nichts unternommen, um uns vor dem Lärm und Schmutz durch Lärmschutzwände o. ä. zu schützen!

    Was außerdem weiterhin unerträglich ist: Die Bauarbeiter,die momentan am Werk sind, führen sich unmöglich auf! Die brüllen und schreien sich den ganzen Tag über an. Das geht los mit Arbeitsanweisungen und endet dann sogar in Dingen wie "Halt die Schnauze" oder lautem Rülpsen! Ich denke wirklich jeden Tag aufs neue "Das kann doch nicht wahr sein! Was sind das für Leute?! Was für nen Umgangston haben die?!?!" Und sowas muß man als Anwohner dann den ganzen Tag ertragen! Teilweise fällt denen z.B. ein,daß sie sich gegenseitig etwas mitteilen müssen,wenn gerade eine Säge in Betrieb ist - aber anstatt dann einfach einige Meter von der Säge wegzugehen oder kurz die paar sekunden zu warten,bis der Balken oder was auch immer durchgesägt ist,schreien die sich lieber über den Krach der Säge hinweg an! Kürzlich war hier wohl ein Streit, da wurde dann in unmöglichem Tonfall gebrüllt und eben gerade habe ich durchs offene Fenster "Halts Maul" und das laute Rülpsen vernommen. Für uns Anwohner wird diese Situation langsam wirklich immer unerträglicher! Bitte bitte helft daher mal,wenn Ihr wißt, an welche Behörde etc.man sich wenden kann,damit mal nachgeprüft wird, ob sowas überhaupt zumutbar ist..

    Kündigen diese Behörden ihre besuche auf der Baustelle zur Messung der Geräuschbelästigung usw. eigentlich an? Dann würde das ja quasi gaar keinen Sinn machen, wenn die sich bei denen vorher noch extra anmelden *kopfschüttel*

    Naja, das soll erstmal fürs erste reichen... ich hoffe wirklich, dass sich hier wer findet,der mir weiterhelfen kann :-)

    Vielen vielen Dank schonmal fürs Lesen und hoffentlich auch fürs Antworten *g*

    Liebe Grüsse, Kathrin
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Die Behörde kündigt die Besuche nicht an. Manchmal merken die "Jungs" noch nicht einmal, dass sie kontrolliert werden.

    Sollte die Baustelle ausserhalb den üblichen Zeiten Lärm verursachen, dann ist das bestimmt ein Grund, die Sache untersuchen zu lassen...
     
  4. Gast

    Gast Gast

    Hallöchen Capo,

    super, endlich hab ich ne Antwort bekommen *freu*

    vielen vielen Dank erstmal :Blumen

    hmm.. könntest du mir vielleicht auch noch n tip geben, an welche behörde man sich da am besten wendet? hab mit sowas leider noch gar keine erfahrungen...

    viele grüsse und danke nochmals :zwinker

    Kathrin
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Mir fehlt da auch die Erfahrung. Aber auf meinen Baustellen war das Ordnungsamt (der Zoll ist eine andere Story :eek) :shame

    Die kontrollieren die Einhaltung der Vorschriften (Arbeitszeiten von Baustellen in Wohngebieten etc)
     
  6. #5 Insolvenzprofi, 19.07.2006
    Insolvenzprofi

    Insolvenzprofi Erfahrener Benutzer

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    mach doch einfach eine Mietminderung geltend
     
  7. Gast

    Gast Gast

    Hallöchen,

    Naja, eine Mietminderung kann ich leider nich geltend machen, weil das Haus unser Eigentum ist und wir dort nicht zur Miete wohnen ;-)

    hab auch gerade Post vom Ordnungsamt bekommen... jedoch hat der Typ in seiner Antwort nur so mit Paragraphen um sich geschmissen - und aus meiner Sicht hat er irgendwie nicht viel ausgesagt bzw. mir kommt es fast so vor, als hätte er gar keine Lust, uns da zu helfen... ich kann seine Antwort ja mal hier mit reinpacken...


    Voilà:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    als zuständige Untere Immissionsschutzbehörde bestätige ich den Eingang
    Ihrer nachfolgenden Mitteilung vom 17.07.2006, die gestern an mich
    weitergeleitet wurde:

    (Dann hatte er meine komplette Beschwerde Mail da nochmal mit rübergeschickt.. und dann gings bei ihm so weiter:)

    Ihre Eingabe ist hier unter dem Aktenzeichen 63-338-06-27 registriert.

    Die Baustelle wurde heute von mir unter dem Hintergrund des von Ihnen
    geschilderten Sachverhalts in Augenschein genommen.

    Gründe, die ein immissionsschutzbehördliches Einschreiten rechtfertigen,
    haben sich nicht ergeben.

    Dabei fanden die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm
    - Geräuschimmissionen, der gemeinsame Runderlass des Niedersächsischen
    Umweltministers und des Niedersächsischen Ministers für Wirtschaft,
    Technologie und Verkehr über Leitlinien für die Ermittlung von Geräuschen
    nach §§ 25 und 28 des Bundes- Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und die
    Bestimmungen des § 17 der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) Anwendung.
    Weder das Baugrundstück noch das Nachbargrundstück befinden sich in einem
    Wohngebiet nach § 7 der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32.
    BImSchV).

    Hinsichtlich des privaten Nachbarschaftsrechts, auch unter dem Hintergrund
    des einstweiligen Rechtsschutzes, verweise ich abschließend auf den
    Zivilrechtsweg. Der Architekt des Bauherrn wurde heute von mir auf die
    Situation hingewiesen und gebeten, mit Ihnen persönlich Kontakt
    aufzunehmen, um die Angelegenheit einvernehmlich zu klären.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    B. Pfau


    ------------


    Joa, das war soweit seine Mail...hab mir dann mal die einzelnen Paragraphen rausgesucht... wobei ich diesen § 17 NBauO allerdings nirgends im Internet finden konnte *rätsel*

    Dafür hab ich aber dies hier gefunden:

    http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/anlagen/baulaerm.pdf

    Und dort steht doch unter 3. Immissionsrichtwerte, Punkt 3.1.1 c) und d) eindeutig drin, dass bei Gebieten mit gewerbl. Anlagen und Wohnungen bzw. bei Gebieten, in denen vorwiegend Wohnungen untergebracht sind, die dort angegebenen Dezibelangaben um nicht mehr als 20 dB(A) überschritten werden dürfen. Leider bin ich mir nicht ganz sicher, zu welcher Gruppe (ob nun c) oder d) unser Wohngebiet zählt, denn hier gibt es zwar einige Firmen, aber auch viele Wohnhäuser)... naja,aber die angegebenen Werte bei c) und d) nehmen sich ja nicht so wirklich viel.... aber kann mir vielleicht jemand erklären,wieso diese Werte für die Beurteilung durch das Ordnungsamt nicht hinzugezogen wurden? Und weiterhin würde mich ja interessieren, wie der Typ überhaupt all das festgestellt hat. Von irgendwelchen Messungen etc.haben wir jedenfalls nichts mitbekommen... für uns kam das in seiner Mail eher so rüber, als wenn er mal kurz "im Vorbeifahren gelauscht hat" und keine Lust hatte, bei diesem schönen Wetter irgendwas aufwendigeres zu tun *g* Oder kann es sogar sein, dass er die Bauarbeiter "befragt" hat und die natürlich alles abgestritten haben?

    Meint Ihr, es würde etwas bringen, den Ordnungsamt-Typ nochmal anzuschreiben u genauer nachzufragen? Am besten mit der Bitte, mal alles genauer zu erklären, anstatt nur Paragraphen mitzuschicken? Weiterhin verstehen wir auch nicht so ganz, wieso er nun den Architekten zu uns schicken will :gehtnicht

    Jedenfalls wird hier alles immer unerträglicher... gestern wurde einfach Abfall von den Bauarbeitern auf unsere Einfahrt geworfen, welcher natürlich NICHT wieder weggeräumt wurde.. den haben wir dann abends einfach zurückgeschmissen *g* und heut morgen wurde doch glatt ab 5.50 (!) Uhr mit bauarbeiten begonnen! Uns kommt das langsam schon eher wie Schikane vor... vielleicht wollen die sich ja so dafür bei uns "bedanken", dass wir das Ordnungsamt eingeschaltet haben? :stupid
    Jedenfalls hab ich das hier auch noch gefunden und fand es ganz interessant, da sind ganz unten nochmal die verschiedenen Lautstärkepegel angegeben mit Beispielen... http://www.code-knacker.de/dba.htm

    also unser Nervenkostüm ist jedenfalls auch schon sehr angegriffen... ich verstehe echt nicht, wieso das Ordnungsamt da nich mal einschreitet, wenn Lärmbelästigung auf Dauer wirklich krank machen kann und das schon über 3 Monate geht und wir diesen Krach wohl noch bis Oktober (!!) aushalten sollen... ich weiß echt nich, wie ich das überstehen soll, ohne durchzudrehen... irgendwas muß man doch machen können, damit die zumindest die Nachtruhe einhalten??

    Liebe und verzweifelte Grüße,
    und danke für Eure Antworten,

    Kathrin
     
  8. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Die Nachtruhe muss nur eingehalten werden, wenn das Gebiet ein reines Wohngebiet ist. Bei Mischgebiet liegt das im Rahmen und ist von Anwohnern zu akzeptieren. Bei einem reinen Wohngebiet kann es auch ausnahmegen. geben für die Nachtarbeit/Schichtdienst. Aber ansonsten sollte um 22 Uhr schluss sein.
     
  9. Gast

    Gast Gast

    Hmm...aha... aber was is mit dem LInk, den ich oben mit eingefügt hab? Da steht drin, dass als Nacht die Zeit von 20-7 uhr gilt u dann eben die Richtwerte für die verschiedenen Arten von wohngebieten.

    und was is denn generell mit samstags?? diese nervensägen sind seit heut frühmorgens auch wieder am bauen! das pendelt sich jetzt bei denen so ein, dass die JEDEN Sa. arbeiten, die anwohner sind dabei natürlich wieder egal... ich krieg hier langsam echt n anfall, kann doch wohl nich sein, dass die einem sogar die wochenenden versauen, dass man wegen denen Fr. abends nciht mal mehr lange weggehen kann, weil die einen frühmorgens schon wieder wecken, und dass man sich noch nich mal am Sa. gemütlich und in RUHE in den garten setzen kann, sondern dass einem anscheinend echt nur der Sonntag bleibt... irgendwie muß man sich da als anwohner doch mal wehren können, wenn das immer unerträglicher wird...

    verzweifelte grüsse, kathrin
     
  10. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Samstag ist ein Werktag und somit auch kein Wochende. Samstagarbeit ist in der Branche normal.
     
  11. Gast

    Gast Gast

    Hmm... und von wann bis wann am samstag? Es ist jetzt schon wieder viertel nach zwölf und die hämmern da immer noch fröhlich... kann doch echt nich sein, dass die samstags auch lustig bis 17 h oder noch länger hämmern dürfen??

    wer macht eigentlich solche bescheuerten gesetze, wonach auf anwohner keine rücksicht genommen werden muß, bloß weil sie das pech haben, in einer straße zu wohnen, wo es ein paar firmen gibt :stupid am besten sollte man diese leute mal für längere zeit so einem ätzenden baulärum aussetzen, damit die raffen, was sie anrichten :blabla nach über 3 monaten is man echt reif für die klapse! glaub, das kann sich keiner vorstellen, der sowas nicht mal miterleben mußte... das könnta mir aber glauben :eek
     
  12. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Samstags bis 17 Uhr, wie ein normaler Arbeitstag auch.

    Also gibt es in deinem Baugebiet Firmen. Damit ist das ein Mischgebiet und völlig okay. Für die völlige Ruhe sollte man in ein Wohngebiet ziehen. Sowas weisst der Bauplan aus und steht seit mehreren Jahren fest. (etwa 10-20 Jahre) Also kannst du da gar nichts machen.
     
  13. Gast

    Gast Gast

    Naja. als unser Haus gebaut wurde, war ich gerade mal 8-9 Jahre alt, da macht man sich um so etwas eher keine gedanken...

    außerdem ist man vor sowas doch nie sicher. wenn es vorher ein wohngebiet war, und die firmen erst später gebaut werden, ist man doch genauso blöd dran! hier gibts auch eine gegend, ein reines wohngebiet - bisher... da wird jetzt gerade n dicker supermarkt und n baumarkt hingesetzt... wer weiß was noch so kommt... die anwohner werden sich auch freuen... also kann man scih auf seine "völlige ruhe" in einem wohngebiet auch nie wirklich verlassen...
     
  14. #13 lärmgenervter, 19.11.2006
    lärmgenervter

    lärmgenervter Gast

    nachbarschaftslärm

    hallo, ich kenne das genauso -
    keiner ist zuständig und die nachbarn (kreis)sägen um die wette - und zwar gerade dann, wenn ,mal schönes wetter ist :motzki und man auf der terasse sitzen und seinen kaffee genießen will.

    landratsamt - fehlergebnis usw.

    mich wundert, dass es keine vorschrift geben sollte, dass nurt in geschlossenen räumen gesägt werden darf -

    wer weiss was dazu??

    schöne grüße
    aus bayern nord
     
Thema: Hilfe! Seit Monaten dauernder Baulärm usw.
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