Hilfe...unsere Vermieterin hat die Gasrechnung nicht bezahlt

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von bienemaya, 07.12.2015.

  1. #1 bienemaya, 07.12.2015
    bienemaya

    bienemaya Erfahrener Benutzer

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    Hallo, nachdem wir vor einem Jahr schonmal die Insolvenz des Vermieters mitbekommen haben, hat nun unsere jetztige Vermieterin kein Geld mehr für das Gas. Gerade eben war ein Mitarbeiter des Gasversorgers da und wollte den Gashahn zumachen :eek...ich berichtetete ja, dass wir von der Miete schon für ein kaltes Kinderzimmer das wir mit STromöfchen beheizen ein wenig abgezogen haben. Der gute Mann meinte dann, er würde jetzt sagen er hätte Niemand angetroffen. Die Vermieterin wohnt ja ca. 60 km weit weg. Es müsse sich darum nun der Gerichtsvollzieher kümmern. Nun dachte ich, ich lasse Niemanden mehr in den Keller denn offiziell habe ich ja gar keinen Schlüssel ;)
    Das die Vermieterin kein Geld hat wußten wir ja aber das das jetzt so schlimm ist, ist eine Überraschung...
    Leider können wir keinen Kredit aufnehmen um die Summe auszugleichen, wenn wir Pech haben sitzen wir Weihnachten im Kalten.
    Was macht man denn in so einem Fall?? Keine Miete mehr zahlen?? Ach ich bin ganz aus dem Häuschen...was macht die Vermieterin nur mit der Miete und den Nebenkosten?? Sie bekommt von uns die Miete und NK, sowie von den beiden Firmen die hier im Gebäude mit sitzen.
     
  2. AdMan

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  3. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    solange ihr noch heizen könnt, liegt m.E. aber kein Mangel vor der eine 100% Mietminderung rechtfertigen würde.

    Hab ihr schon mal versucht mit eurem Vermieter deswegen zu sprechen oder/und mit dem Gasanbieter, um hier Lösungen zu finden?

    Das solltet ihr m.E. auch nicht machen. Das sind die Schulden von eurem Vermieter und nicht eure! Es gibt meines Wissens durchaus auch andere Lösungen, allerdings muss da der Energieanbieter "mitspielen".
     
  4. Andres

    Andres
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    Das ist tatsächlich mal eine gute Idee: Aus dem Häuschen, und zwar bei der ersten sich bietenden Gelegenheit. Wenn man das entsprechende Sitzfleisch hat, kann man zwar Pleiten des Vermieters auch einfach aussitzen (evtl. durchaus zum eigenen finanziellen Vorteil), aber wenn ich mir so anschaue, mit welchen Problemen du hier alle paar Wochen aufschlägst, würde ich mir dringend eine neue Unterkunft suchen.


    Heizlüfter. Vorsicht: Der Strom kostet auch nicht gerade knapp, also unbedingt schauen, dass das Geld über eine Mietminderung wieder hereinkommt.

    So weit sollte man es aber möglichst nicht kommen lassen, s.o.: Das Geld ist die eine Sache - die dauernde Angst, was als nächstes nicht funktioniert, ist auf Dauer viel lästiger. Auch wenn im engeren Sinn noch kein Mangel vorliegt, sollten die aktuellen Ereignisse sofort der Vermieterin gemeldet werden.


    Ist halt die Frage, ob du dir damit einen Gefallen getan hast. Aus den bisherigen Schilderungen sehe ich das so: Die Vermieterin wird gegen die Wand fahren, füher oder später. Nun ist die spannende Frage, ob für dich später besser wäre - oder doch lieber früher? Wenn heute das Gas abgestellt wird, ist es morgen oder spätestens übermorgen in der Wohnung so kalt, dass ein Mangel vorliegt. Du und deine Vermieterin können also mitten unter der Woche und mit sicherem Abstand zu allen Feiertagen nach einer Lösung suchen. Das macht keinen Spass, ist aber eine lösbare Aufgabe.

    Wie wird das wohl ablaufen, wenn die Versorgungssperre dann tatsächlich zwangsweise durchgesetzt wird?


    Darauf würde ich mich nicht verlassen. Es ist aber auch egal.


    Das solltet ihr auch keinesfalls tun. Am Ende zahlt ihr für euer Gas doppelt. Und die vermietende Nichtschwimmerin haltet ihr damit noch zusätzlich über Wasser.
     
  5. #4 bienemaya, 07.12.2015
    bienemaya

    bienemaya Erfahrener Benutzer

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    Wir sind schon dabei, aber leider gibt es hier auf dem Lande gerade überhaupt Nichts, was annähernd passt.

    Für den Monat Dezember ist es eh schon zu spät, ist ja schon überwiesen.
     
  6. #5 Venceremos!, 07.12.2015
    Venceremos!

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    Fragt mal den Gasversorger, der wird ja Erfahrung mit solchen Situationen haben. Vermutlich ist es möglich, dass ihr für die Zukunft die Abschläge direkt an den Versorger überweist. Eure Miete bzw. die Nebenkostenvorauszahlung kürzt ihr dann dementsprechend. Auf keinen Fall solltet ihr die Rückstände des Vermieters bezahlen, die gehen euch nichts an.
     
  7. Berny

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    In solchen Fällen können die Mieter die Rechnung bezahlen und die Beträge von der Miete abziehen.
     
  8. #7 Akkarin, 07.12.2015
    Akkarin

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    Kann man in so einem Fall überhaupt noch guten Gewissens Miete zahlen?

    Worauf ich hinaus will, wenn der VM Insolvent ist, muesste man die Miete nicht ehr beim AG hinterlegen, bis klar ist ob ein Insolvenzverwalter das Geld will?
    Ist nur ne Frage, ich weiß es auch nicht. Kann man mitschuldbefreiender Wirkung an den VM zahlen, obwohl der in Privatinso ist?

    Und Biene: Andres hat recht.
     
  9. Andres

    Andres
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    Nur wenn man von der Insolvenzeröffnung keine Kenntnis hatte und auch nach Treu und Glauben nicht hätte haben müssen. Die bloße Veröffentlichung unter insolvenzbekanntmachungen.de belastet einen damit zwar nicht immer (BGH IX ZR 62/09), aber unter den hier geschilderten Umständen hätte ich massive Bedenken, ob man sich als Mieter erfolgreich auf Unkenntnis berufen könnte. Vor jeder Zahlung an den Vermieter würde ich lieber kurz im Netz nachschauen ...
     
  10. Berny

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    ... denn vor einem Jahr hatte die Fragesteolerin bereits schon einmal von der Inso des VM etwas mitbekommen, wie sie selbst schreipte..
     
  11. Andres

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    Ich glaube, das war eher der letzte Vermieter - und womöglich nicht der erste ...
     
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  12. #11 bienemaya, 08.12.2015
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    Genau, vor einem Jahr war es unser erster Vermieter, und nun ist es der 2. Das ist so. Er und sie waren ein Paar. Er mietete das gesamte Haus samt Gewerbehallen und Büros. Sie war die Eigentümerin. Dann trennten sie sich. Er hinterließ ihr einen Haufen Schulden und nu ist ihr Geld auch alle.
     
  13. Pitty

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    Ich würde Gas von der Miete abziehen und an den Gasversorger zahlen. So umgeht man, das sie den Hahn zudrehen.

    Warum soll man als Mieter die Miete an das Amtsgericht zahlen? Mich geht doch die Insolvenz als Mieter nichts an. Und mit dem Insolvenzvollzieher hat man als Mieter doch nichts im Sinn, wenn er nicht auf den Mieter hinzukommt und ihn anspricht zahle Miete XY an mich.

    Für diesen Fall würde ich mir übrigens auch eine Bescheinigung geben lassen, wenn Summe X des mtl. Verbrauchs nicht gezahlt wird, wird das Gas abgestellt. Dann kann der Insolvenzverwalter bei Dir nicht den Differenzbetrag holen, wo Du dann ja Gefahr läufst.
     
  14. Andres

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    Und nachdem wir die Geschichte einmal durchdiskutiert haben, geht es von vorne los:

    Natürlich umgeht man so die Versorgungssperre. Nur schuldet man die Miete trotzdem, da zumindest im Moment noch kein Mangel vorliegt. Das kann dazu führen, dass man das Gas am Ende doppelt zahlt (einmal direkt, einmal an den Vermieter) und wegen Insolvenz des Vermieters diese Doppelzahlung nicht erstattet bekommt.


    Erstens das Problem von eben: Wenn ich an jemanden zahle, der sich in einer Insolvenz befindet, muss ich damit rechnen, dass das Geld weg ist. Während ich also an jemanden mit guter Bonität auch unberechtigten Forderungen vorübergehend nachkommen kann, um Nachteile abzuwenden (z.B. die Zahlung eines Teils der Miete unter Vorbehalt bis geklärt ist, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt), ist das gegenüber einem insolventen Gläubiger eine wirklich schlechte Idee.

    Zweitens und auch schon erwähnt: § 82 InsO. Und jetzt beweise doch mal bitte, dass du nach der öffentlichen Bekanntnmachung trotzdem keine Kenntnis von der Insolvenz hattest, haben konntest oder haben solltest - und das bitte auch noch für den Fall, dass dir schon Zwangsmaßnahmen gegen den Vermieter bekannt sind.
     
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  15. Berny

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    Also erst an den Versorger zahlen, nachdem abgesperrt wurde?
     
  16. Andres

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    Lieber nicht. Auf welchem Weg will man denn dieses Geld zurückerhalten? Maximal behält man die nächste Miete ein und zahlt damit an den Versorger, aber wenn dort ernsthaft eine Sperrung betrieben wird, dürften die Rückstände solide über einer MM liegen.

    Solange es noch Strom gibt, bevorzuge ich die o.g. Heizlüfter. So zahlt man wenigstens nicht doppelt für Gas, das bereits verbraucht ist und von dem die Bude nicht mehr warm werden kann. Außerdem geht man so wesentlich weniger stark in Vorleistung.
     
  17. #16 bienemaya, 14.12.2015
    bienemaya

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    Wir haben uns jetzt beim Deutschen Mieterbund angemeldet. Vermieterin spielt "tote Maus". Sie wohnt nicht hier in der Nähe. Jetzt warten wir mal ab was als Nächstes geschieht. Beim Gasversorger gibt man mir aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft.
     
  18. #17 bienemaya, 09.01.2016
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    Nun waren wir bei der Beratung vom Deutschen Mieterbund. Die Rechtsberaterin empfahl uns die Januarmiete solange zurück zu halten bis die Vermieterin durch einen Buchungsbeleg bzw Bestätigung des Gasversorgers vorweisen kann dass sie den Rückstand bezahlt hat.
    Ich habe sie darauf hin per WhatsApp in Kenntnis gesetzt. Außerdem habe ich nicht mal eine Adresse. Bisher kam keine Reaktion. Es bleibt spannend :)
     
  19. Andres

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    Auf die Begründung dieses Anspruchs bin ich gespannt. Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass hier noch kein Mangel vorliegt.


    Ja, macht dann auch keinen Unterschied mehr.


    Das wäre im Moment die sinnvollere Marschrichtung. Schließlich wolltet ihr euch eine neue Wohnung suchen und irgendwann musst du dazu mal eine Kündigung zustellen können. Per WhatsApp wäre die nicht wirksam.
     
  20. Berny

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    Ich bin der Meinung, dass eine nicht beheizte bzw. nicht wie üblich beheizbare Wohnung einen erheblichen Mangel zur kalten Jahreszeit darstellt.
     
  21. Andres

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    Ich auch, aber habe ich etwas verpasst oder ist das Gas noch immer nicht abgestellt?
     
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