Hilfe!! :( Verkalkuliert mit Nebenkosten/ Betriebskosten

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von litschi91, 17.07.2014.

  1. #1 litschi91, 17.07.2014
    litschi91

    litschi91 Neuer Benutzer

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    Guten Tag :)

    Mein Freund und ich haben uns im Oktober ein Einfamilienhaus gekauft und eine Mietwohnung im Haus erschlossen.

    Wir haben jetzt 75 m² für 370,00 EUR warm vermietet, beziehungsweise ich habe die Nebenkosten (70,00) und die Betriebskosten (30,00) sowie die Kaltmiete (270,00) im Mietvertrag aufgelistet und bei uns steht auch drin, dass wir uns vorbehalten Kosten zu erhöhen.

    Nun stellt uns die Frage, da wir am Anfang etwas falsch kalkuliert haben, bzw ich das Gefühl habe, dass wir die Nebenkosten einfach zu niedrig gehalten haben (Unsere Mieterin duscht 3 mal am Tag usw.), ob wir welche Kosten erhöhen können, damit wir nicht die Wohnung umsonst vermieten.

    Ja ich weiß, dass es wahrscheinlich schlecht aussehen wird, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, als Erst-Vermieter hatten wir leider keine Ahnung.
    Die andere Wohnung wird von uns bewohnt.

    Aufgrund, dass die Wohnung mit an unser Wasser und Ölheizung anschließt, konnten wir leider nicht anders als pauschal abrechnen.
    Strom bezahlt sie an die Stadtwerke selbst.

    Könnt Ihr mir etwas vorschlagen oder habt ihr ne Idee?
     
  2. AdMan

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  3. Pitty

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    Betriebskosten kann man nachfordern. Läuft die Wohnung mit Warmwasser über seperate Zähler?
     
  4. #3 litschi91, 17.07.2014
    litschi91

    litschi91 Neuer Benutzer

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    warmwasser wurde auch von uns nur geschätzt, daher denken wir, dass wir zu niedrig kalkuliert haben.
     
  5. Andres

    Andres
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    Bevor wir lange herumraten, was denn nun genau vereinbart ist: Kannst du bitte die entsprechende Passage hier einstellen?

    Bei Vorauszahlungen müsstet ihr sowieso abrechnen, bei Pauschalen sind begründete Anpassungen möglich, ... - es gibt da einfach ein paar Varianten.


    "Keine Ahnung" ist nicht schlimm - hatten wir alle mal. Damit ist das Thema aber nicht erledigt, sondern man muss sich dann eben schlau machen. Bei ein paar Tausend €€ im Jahr komme ich mir ein bischen doof vor, wenn ich das einem Erwachsenen erklären muss.

    Wenn es dich beruhigt: Ihr seid nicht die ersten, denen das passiert, und ganz bestimmt werdet ihr nicht die letzten sein.


    Gut, damit steht euch wenigstens die erleichterte Kündigung (§ 573a BGB) als Option zur Verfügung. Auf diesem Weg kann man auch unliebsame Vertragsklauseln per Änderungskündigung loswerden - oder gleich den ganzen Mieter. Problem: Das dauert über 6 Monate, wirkt also erst während der nächsten Heizperiode.

    Ich würde das so machen:
    • Zuerst einmal im Guten - wenn das klappt, ist es für alle Seiten eine gute Lösung: Gespräch mit der Mieterin suchen, darauf aufmerksam machen, dass ihr mit den aktuellen Betriebskosten nicht hinkommt. Vielleicht könnt ihr euch auf einen Betrag einigen, mit dem ihr auf eure Kosten kommt und der auch für die Mieterin akzeptabel ist.
    • Bei diesem Gespräch kann man sich auch einen besseren Eindruck von der Mieterin verschaffen. Solltet ihr zu der Erkenntnis kommen, dass ihr mit der Dame auf lange Sicht mehr Ärger haben werdet, als gesund ist, wäre der nächste Schritt klar: Kündigung. Diesmal bitte vorher schlau machen ;) An diesen Punkt solltet ihr möglichst bis zum 4. August kommen - dann könnt ihr zu Ende Januar kündigen.
    • Wenn ihr das Mietverhältnis fortsetzen wollt, aber keine Einigung bzgl. der Betriebskosten erzielt werden kann, wäre die o.a. Änderungskündigung eine gute Option. Ihr kündigt das Mietverhältnis (s.o.), bietet aber gleichzeitig einen neuen Mietvertrag zu neuen Konditionen an. Die Mieterin kann das Angebot annehmen - andernfalls endet das Mietverhältnis entsprechend der Kündigung.


    Natürlich konntet ihr anders abrechnen - ihr wolltet nur nicht, weil dadurch nicht ganz unerhebliche Kosten für die Verbrauchserfassung entstanden wären. Ob das eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung war, könnt ihr vielleicht mal irgendwann versuchen auszurechnen oder wenigstens zu überschlagen. Je nachdem, wie sehr ihr euch mit den Betriebskosten verschätzt habt, könnte das schon Stand heute die teurere Lösung gewesen sein.
     
  6. Andres

    Andres
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    Es scheinen Pauschalen vereinbart zu sein.
     
  7. #6 Martens, 17.07.2014
    Martens

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    In der Tat müssen hier belastbare Fakten her, sonst kommt man nicht weiter.
    Das ist zuerst einmal der Text aus dem Mietvertrag im Wortlaut, was wurde da zu den Betriebskosten vereinbart?
    Weiterhin hilft es nicht, zu glauben oder zu meinen, mit dem ursprünglichen Kostenansatz nicht hinzukommen. Man braucht schon mal die kompletten Kosten einer Abrechnungsperiode oder zumindest eines halben Jahres, um das überprüfen und dem Mieter plausibel machen zu können.

    Würde mein Vermieter in der Tür stehen und sagen, Du, ich glaube, ich komme mit der Pauschale nicht hin... ich könnte ihn nicht recht ernst nehmen.

    Wie schon geschrieben wurde, ist hier der Sonderfall gegeben, daß man eine Änderungskündigung aussprechen darf, es gibt also Licht am Ende des Tunnels.

    Christian Martens
     
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