Hilfe ... Verwalter will immer wieder mit immensen Handwerkerrechnungen absahnen

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von marcb38, 10.04.2016.

  1. #1 marcb38, 10.04.2016
    marcb38

    marcb38 Gast

    Hi,

    folgende Situation:

    - Großstadt neue Bundesländer, MFH 10 WE, 5 Eigentümer, daher nicht wirklich geschlossener Druck seitens der Eigentümer, der Verwalter weiß das natürlich
    - große Verwalter-Firma, ein alteingesessener "Hai" der Branche hier vor Ort und hat selber ein erhebliches Portfolio Wohnungen + Häuser

    Uns kommen seit Anbeginn die Rechnungen für Handwerker und haushaltsnahe Dienste extrem hoch vor.
    Teils, bei den kalten NK, konnten wir gegensteuern. Bei den Handwerksleistungen gelingt das nicht.

    Verdacht ist, dass der Verwalter seine "Best Buddies" für unsere WEG beauftragt mit der Maßgabe "Hier könnt Ihr gerne richtig schön zuschlagen". Im Gegenzug müssen diese Firmen dann ...eventuell... in seinem Eigenbestand für ein Apfel und ein Ei arbeiten. Oder es gibt andere "Connections". Irgendwie so halt.

    Was könnten wir tun? Wie würdet Ihr gegensteuern?

    Danke
    Marc
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 10.04.2016
    lostcontrol

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    Kannst Du das auch "irgendwie so halt" beweisen dass der Verwalter da finanzielle Vorteile hat?
     
  4. Duncan

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    Dann macht von eurem Recht als ET gebrauch, seht die Belege durch und prüft dabei halt insbesondere diese Rechnungen. Ggf. holt ihr euch Vergleichsangebote oder fragt zu den einzelnen Preisen und Posten mal jemanden der sich damit auskennt.

    Ich habe häufiger mit ET zu tun, die Vorstellungen von Handwerkerstundensätzen unterhalb des Tarifvertrages haben, eigentlich sollte man noch den Stundensatz der Bettler in den Straßen von Dhaka unterbieten...
    Bevor man hier also mal wild umher spekuliert, mal einfach die Belege einsehen und prüfen. Dann wird man schon sehen.
     
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  5. #4 lostcontrol, 10.04.2016
    lostcontrol

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    Wir könnten auch "billigere" Handwerker haben.
    Die brüchten aber etliche Stunden bzw. Tage um überhaupt zu kapieren wo welche Leitung verläuft. Und die würden sie uns zu Recht in Rechnung stellen.
    Der "teure" Handwerker kennt die Installationen, kommt auch mal nach Feierabend oder am Wochenende wenn Not am Mann ist und berechnet das meistens noch nicht mal (OK - vermutlich haut er's auf die nächste Rechnung drauf), im Endeffekt ist er aber trotzdem effektiver und preisgünstiger.

    * preisgünstiger: Ich hab schon als Kind von meiner Mutter eingetrichtert gekriegt wo der Unterschied zwischen "billig" und "preisgünstig" liegt - heute würde man in dem Zusammenhang von "Nachhaltigkeit" reden.
     
  6. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    In unseren Einzugsbereich wurde ein Verwalter wegen solcher Mauscheleien angezeigt und verurteilt. Es gibt sie tatsächlich...
     
  7. #6 BHShuber, 11.04.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    in dem man den Verwaltervertrag zur Hand nimmt und die Kündigungskonditionen des Vertrages studiert.

    Bei so einem Verdacht vielleicht nicht die schlechteste Idee. Wenn man dann festgestellt hat, wie und wann man kündigen kann und sich bereits auf die Suche gemacht hat nach einer anderen Verwaltung des Vertrauens, den derzeitigen Verwalter kündigen!

    Gruß
    BHShuber
     
  8. Duncan

    Duncan
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    wäre aber auch nicht die erste WEG die dann bitter lernt, dass der Verwalter schon echt günstige Konditionen ausgehandelt hat, weil er dem Handwerker beständige und wiederkehrende Aufträge im Gesamtbestand bieten kann, auch in nicht ganz so auslastungsstarken Zeiten. Ohne den Rückhalt eines entsprechenden Hintergrundes ist denn halt man mau.
     
  9. #8 BHShuber, 11.04.2016
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    Hallo,

    sicherlich hast du Recht was günstige Konditionen vielleicht angeht, doch bin ich ein Freund im Sinne von Vertragspartnern, dass man sich an vertragliche Gegebenheiten hält und sich konsequent danach richtet.

    Das erleichtert jeder Partei die miteinander vertraglich verbandelt ist das Leben ob Mieter und Vermieter oder WEG und Verwalter ob Mieter und Mietverwalter der für den Vermieter agiert.

    Das setzt natürlich voraus, dass Verträge im gesetzlichen Rahmen abgeschlossen und zusätzliche Vereinbarungen eingehalten werden!

    Dann klappts auch mit dem Vertragspartner und die Nerven und der Geldbeutel werden geschont.

    Gruß
    BHShuber
     
  10. Duncan

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    @BHShuber : Ich sehe es zu oft, dass ET Handwerkerrechnungen pauschal als viel zu hoch ansehen...
    Gehe mal davon aus, dass HV und Handwerker ganz korrekte Arbeit abliefern, aber trotz sehr günstiger, aber noch marktgängier Preise natürlich immer viel zu teuer sind, weil man es ja bezahlen soll... Oftmals hat man solche Arbeiten nie selbst ausgeführt und weiß nicht was dazu nötig ist.
    Deshalb erst mal prüfen. Klar bekomme ich auch öfter Kostenangebote, die mir auf den ersten Blick sehr teuer erscheinen, nach genauer Prüfung und mal überschlägiger Nachberechnung waren sie oftmals das gar nicht sondern durchaus gute und günstige Angebote.
    Wenn du nen Kostenvoranschlag über 150T€ auf den Tisch bekommst pfeifst ja auch erst mal und sagst ist ne Stange Geld, wofür?
     
  11. #10 Papabär, 11.04.2016
    Papabär

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    Oder die Arbeiten werden aufgrund eigener Heimwerkererfahrungen eingeschätzt. Malerarbeiten sind da sehr typisch. Klar, wenn die Eigentümer sich zum gemeinsamen Subbotnik entschließen wär´s preiswerter (selbst mit den Grillwürstchen) ... aber da natürlich niemand Zeit hat, muss es eben eine Firma sein.

    Gerade große Verwaltungen bekommen von Handwerkern oft recht günstige Konditionen. Wissen die doch, dass der Wegfall des Kunden einen massiven Auftragseinbruch mit sich ziehen würde.

    Und natürlich gibt es auch Amigohandwerker - genau wie es vermutlich auch Verwaltungen gibt, die sich darauf einlassen. Aber bevor man so einen Verdacht laut äußert, sollte man sich tatsächlich mal mit entsprechenden Vergleichsangeboten informiert haben. Sonst kann das auch kräftig nach hinten los gehen. (Btw.: Selbst mit Vergleichsangeboten kann man nicht 100%ig sicher sein. Ich kenne auch Handwerker, die zwar meist das günstigste Angebot abgegeben haben - sich aber schlussendlich nie daran gehalten haben und teilw. sogar effektiv teurer waren als jene Mitbewerber, die sich die Baustelle vorher mal angeschaut hatten).

    Die Kündigung des Verwaltermandates wäre sicherlich der letzte Schritt. Vorab ließe sich mit der Verwaltung evtl. vereinbaren, dass Einzelaufträge (außer Havarien) über yx Euronen vorab vom Beirat abzusegnen sind. Muss sich halt der Beirat nur auch die Arbeit machen und Vergleichsangebote einholen. Und da war sie wieder - die Sache mit der Zeit ...
     
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