Höhe der Anschaffungskosten

Diskutiere Höhe der Anschaffungskosten im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; ich kann mir vorstellen, daß es anderen auch so geht wie mir : als Erbe eines Zweifamilienhauses mit einer vermieteten Wohneinheit möchte ich die...

  1. #1 oberpfaelzer, 17.02.2007
    oberpfaelzer

    oberpfaelzer Neuer Benutzer

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    ich kann mir vorstellen, daß es anderen auch so geht wie mir :

    als Erbe eines Zweifamilienhauses mit einer vermieteten Wohneinheit möchte ich die Möglichkeit der linearen Abschreibung nutzen.

    Ich hab nun das Problem, daß ich die Höhe der Anschaffungskosten nicht weiss.

    Das Gebäude wurde 1974 fertiggestellt.

    Einen Steuerbescheid oder sonstige Unterlagen aus früheren Zeiten, die einen Hinweis auf die Herstellungskosten geben, hab ich nicht.

    Es gibt natürlich einen Einheitswert, der liegt aber normalerweise erheblich unter den tatsächlichen Anschaffungskosten.

    Es wurden im laufe der Jahre auch einige Investitionen getätigt (z.B. Heizung, Badrenovierung usw.), die zum Erhalt des Gebäudes beitrugen. Hierzu gibts noch einige Rechnungen.

    Wie kann man die Höhe der Anschaffungskosten ermitteln ?

    Gruss aus der Oberpfalz, Bayern
     
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  3. Mac

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    Grundsätzlich gilt im Rahmen der Erbfolge die "Fußstapfentheorie" d.h., dass die einmal festgestellten steuerlichen Abschreibungswerte des Erblassers beim Erben fortgesetzt werden. In deinem Fall muss beim Finanzamt, bei dem der Erblasser veranlagt wurde eine Abschreibungshistorie bestehen, aus der sich die Werte ergeben. Oder evtl. damaliger Antrag auf Eigenheimzulage bei Selbstnutzung. Das Finanzamt gibt hierzu Auskunft.

    Die damals festgelegten Anschaffungskosten (und hieraus 2% lin. Abschreibung p.a.) sind um die Investitionen zu erhöhen, die für grundlegend neue Bestandteile getätigt wurden. (z.B. Ausbau des bisher nicht genutzten Dachgeschosses, Einbau eines vorher nicht vorhandenen Bades, etc.). Alles was für Renovierungen ausgegeben wurde, die grob gesagt den Austausch von schon vorhandenen Bestandteilen des Hauses betreffen, können voll als Ausgabe angesetzt werden. (Austausch des Bodenbelages, Austausch der Elektroleitungen, Austausch der Heizung)

    Bzgl. der steuerlichen Abgrenzung zwischen Erhaltungsaufwand (zu 100%als Ausgabe abzugsfähige Renovierungen, Reparaturen) und nachträglicher Anschaffungskosten (Ansatz i.R.d. 2% Abschreibung) würde ich dir bei Bedarf separat antworten.
     
  4. #3 oberpfaelzer, 19.02.2007
    oberpfaelzer

    oberpfaelzer Neuer Benutzer

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    Hallo Mac,

    vielen Dank für deine Antwort,

    dann werd ich wohl mal beim Finanzamt anklopfen.

    Eine Frage dazu habe ich noch :

    Wie verhält es sich mit den Erhaltungsaufwendungen, die z.B. vor 3 Jahren gemacht wurden ?
    Erhöhen diese den Wert des Gebäudes, und damit die Anschaffungskosten für die lin. Abschreibung ?

    Eine Einkommensteuer wurde von meinen Eltern bereits seit ca. 10 Jahren nicht mehr gemacht.
     
  5. Mac

    Mac Erfahrener Benutzer

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    Die Bemessungsgrundlage für die lin. Afa wird um die Kosten erhöht, welche nicht als Ausgabe im Rahmen der Werbungskosten bei den "Erhaltungsaufwendungen" angesetzt werden konnten. Wenn deine Vermietung z.B. erst im Jahre 2006 anfängt solltest du versuchen die Erhaltungsaufwendungen aus den Vorjahren (Annahme: welche wegen Nichtvermietung keine steuerliche Berücksichtigung gefunden haben) als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beim FA durchzubringen und somit wenigstens die Abschreibung in den Folgejahren noch zu sichern.

    Also alle betreffenden Rechnungen aus den Vorjahren bis zu deinem ersten "Vermietungsjahr" zusammenstellen und in den entsprechenden Zahlungsjahren zu der Bemessungsgrundlage für die AfA (Unterlagen beim FA deiner Eltern) hinzuaddieren, und quasi die Abschreibung in den nicht vermieteten Jahren weiterlaufen lassen. Somit ist zu Beginn deiner Vermietung die korrekte Bemessungsgrundlage errechnet.
     
Thema: Höhe der Anschaffungskosten
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