Höhe der Instandhaltungsrücklage in der Abrechung

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Yanina, 21.01.2010.

  1. Yanina

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    Hallo und guten Tag,

    ich meine mich zu erinnern, dass es ein BGH-Urteil zur ausgewiesenen Instandhaltungsrücklage in der Jahresabrechnung gibt. Hier ist geregelt, dass die ausgewiesene Rücklage den tatsächlichen Bestand auf dem Bankkonto entsprechen muss.

    Irre ich mich da oder gibt es das Urteil (evtl. auch von einem anderen Gericht).

    Herzlichen Dank und Grüße
    Y.
     
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  3. #2 Kitzblitz, 21.01.2010
    Kitzblitz

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    Warum nur auf dem Bankkonto ? - Die Rücklagen können auch in Form von Goldbarren, Bargeld, Festgeldern auf anderen WEG-Konten oder sonst wie existent sein. Ein Nachweis, dass die Rücklagen für die WEG verfügbar sind, sollte der Verwalter allerdings schon erbringen können.
     
  4. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Ich gehe davon aus, dass der Verwalter mindestens ein Festgeldkonto angelegt hat. Seit Jahren wurden fiktive Beträge in den Abrechnungen genannt, die definitiv nicht vorhanden sind.
    Bei der letzten Abrechnung (2008) war ich bei der Kassenprüfung dabei. Ich habe keine Bankbelege über Festgelder oder andere Konten außer dem Hausgeldkonto gesehen. Auf schriftliche anfrage meineseits bei der Verwaltung bzgl. Bankbelegen kam keine Reaktion. auch unser anwalt, den wir dann eingeschaltet haben, bekam keine Reaktion zu sehen. also haben wir den Beschluss zur Jahresabrechnung fristgerecht angefochten. Es gibt einen errechneten Fehlbetrag in der einzelabrechnung im fünfstelligen Eurobereich. Vor Gericht gab der Verwalter zu, dass der ausgewiesene Betrag faktisch nicht vorhanden ist. Wievile Geld tatsächlich da ist, wurde defakto nicht belegt.

    Der Richter hat nun der Verwaltung auferlegt, den Fehlbetrag in der Einzelabrechnung zu erläutern. es kam nur wischi-waschi. In der Rücklage waren vor rund sechs Jahren einige Euros angesammelt, der Vorverwalter hatte ein Festgeldkonto angelegt, dass er dem derzeitigen Verwalter übergeben hat.

    Seitdem wurden der Gemeinschaft keine Bankbelege über die Gelder der Gemeinsvchaft vorgelegt.

    Grüße am Morgen
    Y.
     
  5. #4 PHinske, 26.01.2010
    PHinske

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    Nanu.

    Wie kommt's, Yanina?
    Du warst bei der Prüfung mit dabei, hast Probleme festgestellt und die Gemeinschaft hat bei der Versammlung trotzdem die unvollständige bzw. falsche Jahresabrechnung beschlossen?

    Hast du Probleme denn nicht in einem Prüfbericht dargelegt?

    Ich würde alles dransetzen, dass dieser Verwalter so bald wie möglich abberufen wird.

    Außerordentliche Versammlung vorbereiten (Mehr als 25 % der Eigentümer müssten das schriftlich beim Verwalter verlangen).

    Den Verwalter zur Rechnungslegung auffordern (§ 28 Abs. 4 WEG)

    Verwalter abberufen und Verwaltungsvertrag kündigen.

    Neuen (besseren) Verwalter aussuchen und bestellen.

    Wichtig wäre auch, wenn es einen Entlastungsbeschluss gibt, dass der auch angefochten wird.

    MfG
    PHinske
     
  6. Yanina

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    Ich wurde in der Versammlung in 2008 in den Verwaltungsbeirat gewählt und habe mich dann auch aktiv eingebracht. So habe ich die Verwaltung darüber informiert, wenn Arbeiten dringend durchgeführt werden mussten. Oder ich habe ihm mitgeteilt, dass der Hauswart seiner Arbeit nicht nachkommt oder wenn Gefahrenquellen vorhanden waren. Der Verwalter hat mir dann eine Mail geschickt, dass ich mir einen Job in einer sozialen Einrichtung suchen soll, damit ich ihn nicht weiter mit diesem Kleinkram belästige. Ich fand das total dreist.
    Wir haben dann als Verwaltungsbeirat im Sommer 2009 die Buchprüfung vorgenommen. Der Verwalter war ganz konsterniert, als ich das buchungsjournal haben wollte. Er meinte, dass eine Stichprobenprüfung ausreichend sei. Das war für mcih ein alarmzeichen und ich wollte Buchung für Buchung prüfen. Allerdings ging das nicht, weil das Journal und das von der Verwaltung bebuchte Bankkonto nicht übereinstimmten. die dazugehörigen Rechnungen waren nur schwer zu finden, weil sie im Ordner nach einem mir nicht nachvollziebaren System abgelegt waren. Die Bankauszüge lagen nicht vor. die buchprüfung haben wir dann nach fünf Stunden abgebrochen. auf Fragen bekamen wir keine vernünftigen Antworten. So wurden Gelder, die in 2008 geflossen sind, in das buchungsjahr 2007 eingebucht, obwohl das bereits abgerechnet und beschlossen war. Die anderen drei Verwaltungsbeiratsmitglieder fanden das allerdings in Ordnung.

    Der Verwaltungsbeiratsvorsitzende sagte in der Versammlung, dass die Buchprüfung keinen Anlass zur Sorge gegeben hätte, die Bücher sind ordnungsgemäß geführt worden. Es gab keine Beanstandungen. Er empfahl, die Abrechnung so zu beschließen und den Verwalter zu entlasten. Ich habe dann das Wort ergriffen und auf die Mängel hingewiesen. Allerdings fand ich kein Gehör in der Gmeinschaft. Lediglich zwei Miteigentümner wurden hellhörig, eine Miteigentümerin bemängelte auch ihre Einzelabrechnung. Auch sie fand kein Gehör.
    Somit wurde die Abrechnung von der Gemeinschaft abgenickt und der Verwalter entlastet.

    Wir haben diese Beschlüsse angefochten, das Verfahren läuft seit 08/2009.

    Das Problem: der Verwalter wurde in 2005 vom gericht als Notverwalter eingesetzt und dann später von den Eigentümern wieder gewählt. Der Verwalter führt sich unmöglich auf, selbst vor Gericht.

    Wir hatten im Dezember den ersten Termin zur mündlichen Verhandlung. Der Verwalter gab zu, dass die Höhe der Rücklage ein rein rechnerischer Wert sei. Selbst auf die Aufforderung unseres Anwaltes, die Bankbelege vorzuulegen, reagierte der Verwalter nicht.

    Der Richter hat vom WEG keine Ahnung, das hat er selbst zu unserem Anwalt gesagt. Mitte Januar sollte Urteilsverkündung sein, es ist allerdings kein Urteil ergangen. Der Verwalter sollte nocheinmal erklären, wo die Differenz von knapp 40.000 Euro herkommt. Jetzt hat der Verwalter eine Erklärung versucht und wirft wieder andere Zahlen ein.

    Wir befürchten, dass der Verwalter mit mindestens zwei Verwaltungsbeiratsmitgliedern und einem anderen Miteigentümer krumme Sachen macht. Unser Anwalt hat jetzt beim richter beantragt, dass ein Sachverständiger die Bücher prüft.

    In der Branche hat dieser Verwalter einen sehr schlchten ruf, auch die Handwerker arbeiten nciht gern mit ihm zusammen.

    Wenn wir die Anfechtung gewonnen haben, wollen wir eine Absetzung der Verwaltung beantragen - notfalls per Gerichtsbeschluss. Nur mach das mal, wenn die Mehrheit dem Verwalter hörig ist.
     
  7. #6 Kitzblitz, 26.01.2010
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    Allein schon die Tatsache, dass sich der Verwalter schwer vor Gericht tut, dürfte den meisten Miteigentümern Anlass genug sein, gegen den Verwalter zu stimmen.
    Ist das Gerichtsurteil ergangen, dürften auch die letzten Zweifel beseitigt sein.

    Wenn der Verwalter die WEG hintergangen haben sollte, ist die Vertrauensbasis doch erheblich gestört. Die Einberufung einer außerordentlichen Eigentümerversammlung mit dem einzigen Thema "Abwahl des Verwalters" ist m.E. gerechtfertigt.
     
  8. Yanina

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    Danke für deine Einschätzung. Ich hoffe ja, dass ein paar Miteigentümer wach werden. Wie gesagt, ich befürchte, dass mindestens der Verwaltungsbeiratsvorsitzende, ein weiteres Verwaltungsbeiratsmitglied und ein Eigentümer irgendwelche krummen Dinger drehen. Sie wollten partout nicht, dass ich an der buchprüfung teilnehme. Sie haben es auch erfolgreich verhindert, dass ich Einblick in die Rechnungen bekommen habe. Das wird seine Gründe haben.

    Bei einer Rechnung sagte der Verwaltungsbeiratsvorsitzende: ach, das war die Reparatur in meiner Wohnung. Was gemacht wurde und wie teuer das war wurde nicht verraten.

    In dieser Gemeinschaft liegt Einiges im Argen.
     
  9. #8 PHinske, 27.01.2010
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    Oje, oje, Yanina:
    Das ist bei euch ja noch viel schlimmer als bei uns!

    Bei uns ist es so, dass der Beirat seine Prüfpflicht nicht so genau nimmt.
    Diese Leute unterschreiben nach der Prüfung immer einen Vordruck des Verwalters, dass alles in Ordnung ist und die Abrechnung genehmigt werden kann.

    Ich bin jetzt 2 mal mit einem anderen Eigentümer unabhängig von der Beiratsprüfung beim Verwalter aufgelaufen. Dokumentiert habe ich mit einem Drucker/Kopierer und mit dem Fotoapparat. Das hat bis jetzt 2 mal zu Klagen geführt, über die noch nicht entschieden ist.

    Ich hoffe, du hast auch Beweismaterial, das das Gericht von den Fehlern überzeugen kann! Wenn du anwaltlich vertreten bist, musst du ja deinen Anwalt mit Details füttern, sonst kann der auch nichts ausrichten.

    Auch ein Eigentümer, der nicht im Beirat ist, kann jederzeit im Büro des Verwalters in ALLE Unterlagen der WEG Einsicht nehmen und Kopien machen oder gegen Kostenerstattung Kopien verlangen. Niemand braucht sich abwimmeln lassen.

    Ansonsten würde ich die Chance auf ein erfolgreiches Urteil als ausgesprochen gut ansehen bei dem von dir geschilderten Sachverhalt. Mach dir aber selbst noch mal ein klares Bild, ob und wie die wirklichen Fakten/Beweise in die Gerichtsakte gekommen sind!

    MfG
    PHinske
     
  10. Yanina

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    Der Verwalter unserer Anlage ist ein überhebliches *****. Bisher habe ich nie, egal ober persönlich voirgesprochen, per Post angefordert oder über meinen Anwalt, irgendwelche Bankbelege gesehen.

    Wei haben dem Gericht die Abrechnung vorgelegt und die Fehler markiert. Immerhin gibt es für die Anlage vier verschiedene Summen der Hauskosten. Auf der Einzelabrechnung der Wohnung steht maschinenschriftlich eine Summe von XX TEUR, wenn ich die Summe nachrechne komme ich auf einen Betrag, der rund fünfhundert Euro daruntger liegt. Die Einzelabrechnung der Garage hat eine Summe der Hauskosten von ebenfalls XX TEUR maschinenschriftlich ausgewiesen, nachgerechnet fehlen vierzigtausend Euro! Dann gibt es noch ein Blatt "Gesamtabrechnung Haus", da sind Kosten von XX TEUR plus 20000 EUR.

    Die gesamten Heizkosten sind laut Einzelabrechnung YY TEUR, auf dem Beleg des Heizungsabrechunungsunternehmens sind es rund 600 Euro mehr, in der Gesamtabrechnung sind es 400 Euro weniger. Der Erklärungsversuch des Verwalters (schriftlich) weist einen noch anderen Wert aus.

    Im Wirtschaftsplan wurden keine Reparaturkosten veranschlagt, obwohl Beschlüsse zu Reparaturen, die rund 15000 Euro Kosten verursachen, gefasst wurden.

    Die Zufürhung zur Rücklage ist in der Einzelabrechnung mit 15000 Euro ausgewiesen, diese hat jedoch nicht stattgefunden - auch rechnerisch nicht, da die Entnahme aus der rücklage laut Einzelabrechnung mehr als 21000 Euro beträgt.

    Wir müssen also immer sehr deutlich zwischen den Abrechungsarten unterscheiden, da hier oftmals unterschiedliche Kosten genannt sind.

    Mir ist ein Rätsel, warum der Richter nicht schon im ersten Verhandlungstermin entschieden hat. Die Abrechnung ist sowas von undurchsichtig mit massenhaften Fehlern.
     
  11. RMHV

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    Das mag zutreffen, ist aber beim hier vorliegenden Sachstand eine mutige Einschätzung...

    Vielleicht sollte man "noch mal" durch "erst mal" ersetzen...
    Noch kennt offenbar niemand die Ursache der Differenz. In der Sache wird man nicht weiterkommen, wenn diese Ursache nicht geklärt wird. Mir fallen dazu - ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Überschneidungsfreiheit - drei Bereiche ein, in denen die Ursache zu finden sein kann:
    - fehlerhafte Buchführung
    - ausstehende Eigentümerzahlungen
    - Unterschlagung, landläufig oft "Griff in die Kasse" genannt.

    Eine fehlerhafte Buchführung wäre schlicht und einfach zu korrigieren. Das Problem würde sich dann vielleicht nicht in Luft auflösen, wäre aber zumindest deutlich erkennbar.

    Dass in einer Abrechnung ein Posten "Rücklagenzuführung" enthalten ist bedeutet nun keinesfalls, dass dieser Bertrag auch bereits auf ein Anlagekonto geflossen sein könnte oder müsste. Mit der Abrechnung steht zunächst lediglich fest, welche Beträge von den Eigentümern wofür in der Abrechnungsperiode zu zahlen waren und die Anteile der einzelnen Eigentümer an diesen Beträgen. Erst wenn die entsprechenden Beträge von den Eigentümern auch gezahlt wurden, steht das Geld bei der WEG überhaupt zur Anlage zur Verfügung.

    Ist das Geld von den Eigentümer an die Gemeinschaft geflossen, sollte ein unbefugter Abfluss leicht erkennbar sein. Wenn der Verwalter und/oder einzelne Eigentümer sich bei der Gemeinschaft einfach "bedienen" sollte, kann es für diese Zahlungen keine Belege geben. Eine Durchsicht der Kontoauszüge sollte also ausreichen.
    Sollte der Verwalter, sei es mit oder ohne Beteiligung irgendwelcher Eigentümer, die Gemeinschaft durch überhöhte Handwerkerrechnungen schädigen, hätten dei Eigentümer auch überhöhte Kostenanteile zu zahlen. Die hier in Rede stehende Differenz könnte dadurch allerdings nicht entstehen.
     
  12. Yanina

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    Das Problem ist sicherlich die undurchsichtige Buchführung der Verwaltung. Wenn schon die einzelnen Konten nicht mit dem Buchungsjournal übereinstimmen, wie soll dann die Buchhaltung in Ordnung sein?

    Wenn ein Wirtschaftsjahr abgerechnet wird, muss zwangsläufig die Summe aller Kosten auf allen Abrechnungen im Objekt in gleicher Höhe ausgewiesen werden, oder? Es kann doch nicht sein, dass ich auf andere Werte komme, wenn ich die genannten Positionen addiere.

    Beispiel:
    Gesamtkosten der Verwaltung auf Einzelabrechnung WE 1 entspricht 500 Euro
    Gesamtkosten der Verwaltung auf Einzelabrechnung WE 2 entspricht 400 Euro
    Gesamtkosten der Verwaltung auf Gesamtabrechnung Haus entspricht 800 Euro.

    Wie soll ich nun wissen, in welcher Höhe die Kosten denn nun wirklich entstanden sind?

    Nächstes Beispiel:
    Gesamtkosten der Heizung auf Einzelabrechnung WE 1 entspricht 21000 Euro
    Gesamtkosten der Heizung auf Einzelabrechnung WE 2 entspricht 21550 Euro
    Gesamtkosten der Heizung auf Gesamtabrechnung Haus entspricht 23450 Euro
    Gesamtkosten der Heizung laut Beleg Brunata entspricht 22200 Euro

    Wie hoch waren denn nun die Heizungskosten im Jahr?

    Laut Einzelabrechnung des Wirtschaftsjahres hat eine Zuführung zur Rücklage in Höhe von 15.000 Euro stattgefunden. Gleichzeitig ist eine weitere Zuführung von 21.500 Euro und ein Abgang von 21.500 Euro ausgewiesen. Die Entwicklung der Rücklage, die der Verwalter per PC dargestellt hat, weist einen Abfluss in Höhe von 6500 Euro aus. Somit gab es keine Zuführung von 15.000 Euro, wie in der Abrechnung ausgewiesen.

    Die Eigentümer haben mit der Abrechnung eine Zinsbescheinigung erhalten. Für ein Festgeldkonto mit einem Anfangsbestand von 0 Euro und einem Endbestand von ein paar hundert Euro gab es dann 11 Cent Zinsen. Das ist der einzige Hinweis auf eine Geldanlage. Laut Verwaltung soll eine Rücklage von rund 65.000 Euro vorhanden sein. Belegt ist davon nicht ein Cent.

    Ein Schelm, wer da böses denkt ....

    Nach meinen Recherchen komme ich auf ein Manko von mindestens 40.000 Euro, die fehlen.

    wie soll denn die Eigentümergemeinschaft prüfen, ob ein unrechtmäßiger Geldflkuss stattgefunden hat, wenn
    a) die Buchhaltung undurchschaubar ist und
    b) von der Verwaltung keine Bankbelege vorgelegt werden?
     
  13. #12 PHinske, 28.01.2010
    PHinske

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    Hallo Yanina,

    es bleibt zu hoffen, dass es eine baldige positive Gerichtsentscheidung für dich gibt!
    Wegen der unterschiedlichen Zahlungen, die du hier aufgeschrieben hast, liegt es ja auf der Hand, dass die Abrechnungen objektiv falsch sind und der Genehmigungsbeschluss daher niemals ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen kann.

    Selbstverständlich muss die Summe der Gesamtausgaben der WEG in der Abrechnung für die einzelnen Häuser absolut identisch sein. Gleiches gilt für die Summe der Heizkosten, bevor diese auf Nutzer oder Nutzergruppen runtergebrochen werden.

    Vielleicht findet sich unter dem Eindruck des zu erwartenden Urteils dann auch eine Mehrheit, den Verwalter auszuwechseln.

    Mit Sicherheit müssen die letzten Jahre aufgearbeitet werden. Vielleicht durch einen Wirtschaftsprüfer, der es können müsste.

    Ohne Prüfung der kompletten Bankunterlagen wird man nicht weiterkommen.
    Jeder Eigentümer hat einen Anspruch auf Einsicht gegen den Verwalter. Bei Weigerung müsste dies gerichtlich durchgesetzt werden.

    RMHV: Die positive Einschätzung zum Gerichtsverfahren hat sich durch die neuen Erklärungen für mich weiter verdichtet! Bleibt zu hoffen, dass dem Verwalter dann auch die Prozesskosten aufgebürdet werden.

    MfG
    PHinske
     
  14. Yanina

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    Es handelt sich um ein Haus, WE steht für Wohneigentum 1, WE 2 für Wohneigentum 2. Da wir in dem Objekt eine Wohnung und zwei Garagen besitzen, können wir natürlich diese Fehler bemerken. wer nur eine Wohnung hat und nicht zum Taschenrechner greift, bemerkt diese Fehler nicht.

    Zu der Belegeinsicht: wir sind dabei, immerhin haben wir einen entsprechenden Antrag bei Gericht gestellt. Denn ohne Gerichtsbeschluss kommen wir bei diesem Verwalter nicht einen mm weiter.
     
  15. #14 Kitzblitz, 28.01.2010
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    Nun, das muss nicht unbedingt falsch sein.

    Reparaturkosten in der veranschlagten Höhe werden üblicherweise aus den dafür vorgesehenen Instandhaltungsrücklagen genommen.

    Für Kleinreparaturen, Bepflanzungen etc. kann ein Posten im Wirtschaftplan vorgesehen sein.

    Bedenke einfach mal, dass aus den Kosten laut Wirtschaftplan sich die Hausgeldumlage ergibt. Bei 15.000 EUR Hausgelderhöhung wegen irgendwelcher Reparaturen würden die Miteigentümer ganz schön stöhnen. Das Geld stände dann in voller Höhe erst am Ende des Wirtschaftsjahres zur Verfügung.
     
  16. Yanina

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    Die geplante Zuführung zur Rücklage soll laut WP 15000 Euro betragen, die beschlossenen Reparaturen verursachen höhere Kosten. In 2011 soll die Fassade isoliert werden. Seit mehreren Jahren schrumpft auch die rechnerische Rücklage, die Gemeinschaft ist pleite und weiß es noch nicht.

    Wenn die Kosten da sind, müssen sie beglichen werden. Die Rücklage ist blank. Warum sonst sollte der Verwalter die Bankbelege verweigern?
     
  17. #16 Kitzblitz, 30.01.2010
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    @Yanina:

    Kann es sein, dass der Begriff "Instandhaltungsrücklage" in dem von dir geschilderten Fall falsch gewählt wurde.

    Was du meinst, ist eine Instandhaltungsumlage - das hat mit dem Wirtschaftsplan nichts zu tun - über diesen fließen die monatlichen Anteile in die Instandhaltungsrücklage.

    Die von eurer WEG geplante Gebäudesanierung wurde doch in einer Eigentümerversammlung beschlossen ? - In diesem Zusammenhang müsste auch geklärt werden, wie die Finanzierung angedacht ist. 15.000 EUR sind ja kein Pappenstiel, den die Miteigentümer aus der Portokasse bestreiten können. U. U. muss der ein oder andere einen Kredit dafür aufnehmen.

    Vor Erteilung der Aufträge sollte der Verwalter die Sicherheit haben, dass er auch über die erforderlichen 15.000 EUR verfügen kann. Eine Auftragserteilung an die Handwerker ohne Kostendeckung über die WEG wäre da sicherlich der falsche Weg.

    Über das Hausgeld (also in Raten) kann so eine Aktion eigentlich nicht laufen - wie ich schon eingeworfen hatte, stände dann das Geld erst am Jahresende zur Verfügung. Ob sich die Handwerker solange mit offenen Rechnungen zufrieden stellen werden, darf nicht einfach unterstellt werden. Das schafft eine neue Baustelle ...
     
  18. Yanina

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    Nein, ich rede wirklich von der Instandhaltungsrücklage, so steht es im WP und in der Abrechnung.

    15000 Euro entspricht 1,50 € pro Miteigentumsanteil, die Wohnungen haben zwischen 245 und 361 MET, da braucht keiner einen Kredit für aufzunehmen. In 2005 wurde der erste Teil der Fassade isoliert, ein Jahr später sollte der zweite Teil folgen. Wegen fehlender Gelder ging das dann nicht. In 2009 wurde ein neuer Beschluss gefasst, dass in 2011 die Fassade gemacht werden soll. Ich habe vorgeschlagen, die Zuführung zur Rücklage zu erhöhen, um eine Sonderumlage zu vermeiden, stieß aber auf heftigen Widerstand.

    Wir benötigen viele 15.000 Euro. Wir haben einen Kostenvoraschlag über knapp 80.000 Euro vorliegen.

    Deshalb sollte ja über die Jahre Geld angespart werden. Wenn die Verwaltung die vereinnahmten Gelder wirklich der Instandhaltungsrücklage zugeführt hätte, wäre das Geld auch da. Allerdings schrumpft der Topf von Jahr zu Jahr, obwohl die Eigentümer fleißig einzahlen. Im Topf müssten mindestens 95000 Euro sein. Laut Abrechnung 2008 haben wir aber nur einen fiktiven Wert von rund 65000 Euro. Vor Gericht gab der Verwalter zu, dass auch dieses Geld nicht da ist. Er hat in die Rücklage auch ausstehende Hausgelder eingerechnet, die bis zum heutigen Tag nicht geflossen sind. zudem sagte er, er würde die Rücklage auf dem Hausgeldkonto belassen, um die Zahlungsfähigkeit der Gemeinschaft nicht zu gefährden.
     
  19. #18 Kitzblitz, 31.01.2010
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    Wenn es den einzelnen Eigentümern mit einem so geringen Teil trifft, ist ja o.k.. Ich hatte vergessen zu hinterfragen, wie hoch die Belastung des Einzelnen wäre.

    Die Instandhaltungsrücklage ist eigentlich zweckgebunden - diese Rücklagen dienen, wie der Name schon sagt, der Instandhaltung des Gebäudes. Zur Erhaltung der Liquidität der WEG für die laufenden Unterhaltskosten sollte es also nicht herhalten.

    Wenn die WEG Liquiditätsprobleme hat, liegen die Ursachen darin, dass der Wirtschaftsplan nicht vernünftig gestaltet ist - er sollte so aufgestellt sein, dass es im Laufe des Wirtschaftsjahres zu keiner Unterdeckung kommt.

    Bei Gründung der WEG sollte eingentlich ein angemessener Startbetrag auf dem WEG-Konto sein, damit die anfangs hohen Kosten für die Versicherungen bezahlt werden können. Fehlt so ein Startbetrag, kommt es jedes Jahr zu Kontounterdeckungen.

    Das Problem eurer WEG liegt ganz offensichtlich beim Verwalter. Nur scheint dieses Problem vielschichtiger zu sein.
     
  20. Yanina

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    Stimmt, das Problem ist der Verwalter. Dieses Problem möchte ich nun bestmöglich lösen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass der Richter das auch so sieht.
     
  21. #20 PHinske, 01.02.2010
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    DAS, Yanina,

    scheint mir das Wichtigste zu sein!

    Natürlich muss man auch dafür eine Mehrheit in der Eigentümerversammlung bekommen. Aber nur so wird die Gemeinschaft eine Chance haben zu erfahren, wo sie finanziell wirklich steht.

    Zu deinem Gerichtsverfahren kann hier wohl nicht mehr gesagt werden. Welche Anträge du dort speziell gestellt hast, war wohl auch noch nicht aufgeschrieben.

    Aber Genehmigungsbeschluss und Beschluss über die Entlastung sollten bei dem geschilderten Sachverhalt schon gekippt werden können.

    Dass es so lange dauert bei Gericht, finde ich auch unangenehm.

    MfG
    PHinske
     
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