Hohe Schätzung der Kaltwasserkosten wegen defektem Zähler

Diskutiere Hohe Schätzung der Kaltwasserkosten wegen defektem Zähler im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, kann mir wer helfen bei der Einschätzung ob das folgende Vorgehen rechtens ist. Single Haushalt 56m², Eingezogen Ende 2017. Ich habe 4...

  1. #1 stmamick, 25.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 25.05.2019
    stmamick

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    Hallo,

    kann mir wer helfen bei der Einschätzung ob das folgende Vorgehen rechtens ist. Single Haushalt 56m², Eingezogen Ende 2017.
    Ich habe 4 Wasserzähler. Nun hat sich herausgestellt, dass einer davon defekt ist (Wohl seit Einzug). Dieser wurde nun geschätzt. Aber auf einen Wert der mir viel zu hoch erscheint.

    Es geht um einen Kaltwasserzähler der nur für die Küchenspüle zählt.
    Geschätzt wurden 45m³ Verbrauch für das Jahr 2018.
    Die restlichen 3 Zähler haben jeweils einen Verbrauch von 1,5m³ (Spüle Warmwasser), 2m³ sowie 17m³ im Bad. Das ist plausibel.
    Nun argumentiert die Seite des Vermieters, sie hätten die Schätzung auf Basis des Verbrauchs anderer Wohnungen durchgeführt. Es muss doch aber klar sein, dass ein Verbrauch von 45m³ für eine Spüle niemals sein können, wenn man sich den Warmwasserzähler daneben anschaut...

    Mein Wasser Abschlag wurde wegen dieser Schätzung von 20€ auf 70€ erhöht. Was für eine Person die meistens nicht mal zu Hause ist absolut übertrieben erscheint.
    Fernwärme Abschlag von 40€ auf 122€ erhöht. Nach der Frage ob man die Abschläge nicht beibehalten kann oder minimal erhöhen wurde gesagt, nein das geht erst wieder im neuen Jahr.

    Die Schätzung machen etwa 300€ Euro aus und die Abschläge bringen mich auf lange Sicht finanziell um.
    Was kann ich noch tun?
     
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  3. #2 RP63VWÜ, 25.05.2019
    RP63VWÜ

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    Wenn es sich um eine Wohnung in einem Haus handelt, in dem alle anderen Wasseruhren funktionsfähig sind, kann man doch einfach rechnen.
    Schließlich gibt es auch einen Hausanschluss nebst Uhr.

    Was hat Fernwärme mit einem defekten Kaltwasserzähler zu tun?
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 25.05.2019
    ehrenwertes Haus

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    Ich glaube dir gerne, das dir der Verbrauch dieses Zählers zu hoch geschätzt vorkommt.
    Unlogisch ist aber ein schlechtes Argument, wenn du das nicht mit Zahlen belegen kannst.
    Manche Leute werfen auch wegen 1 Glas oder Tasse den Geschirrspüler an und wundern sich dann über einen relativ hohen Wasserverbrauch in der Küche.

    Da auch die Fernwärme bei dir deutlich angestiegen ist in der neuen Abschlagszahlung, ist meine Vermutung dass die bisherigen Anschlagszahlungen deutlich zu niedrig angesetzt waren, sofern die Abrechnung korrekt erstellt wurde.

    Nein, der Unterschied von alten zu neuer Abschlagszahlung für Wasser, (70-20 €) sind nach meiner Rechnung 50 € monatlich, die sich mit einem defekten Zähler begründen lassen. Der Rest ist Fermwärmeanteil. Da sollteste du dir Gedanken über dein Heizverhalten machen, wie das kostengünstiger gestaltet werden kann.
     
  5. #4 anitari, 25.05.2019
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    (4) Sind Betriebskostenvorauszahlungen vereinbart worden, so kann jede Vertragspartei nach einer Abrechnung durch Erklärung in Textform eine Anpassung auf eine angemessene Höhe vornehmen.
     
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  6. #5 stmamick, 25.05.2019
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    Klar Abschlagszahlungen waren zu niedrig. Das weiß ich. Die wurden so von denen in den ersten 4 Monaten nach Einzug so gesetzt.
    Heizkosten waren 750€ 2018. Und mir wurde wortwörtlich gesagt ich solle weniger Verbrauchen wenn ich niedrige Abschläge haben möchte. Die 122€ stünden nicht zu Debatte.
    Ich denke Mal dann Versuche ich eine andere Person sprechen zu können, wenn ich Recht auf eine Änderung des Abschlags habe..
     
  7. Duncan

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    @anitari : ziemlich genau das wird mit "im neuen Jahr" gemeint sein, sprich nach der nächsten, jährlichen, Abrechnung. Die jetzige Erhöhung/Anpassung beruht auf der aktuellen Abrechnung (inkl. der Schätzung über einen Posten). Also aktuelle sehe ich nur die Chance die Abrechnung inhaltlich zu prüfen, bisher sind da jedoch keine groben Fehler hervorgetreten.

    Und solche Diskussionen alá nach Abrechnung wäre nur eine Erhöhung der Vorauszahlung um xx,73 € zulässig nicht wie von ihnen vorgenommen um xx,77 € (weil man so auf einen runden 10er Betrag in der Warmmiete kommt...) halte ich für wenig zielführend und so schätze ich den TE auch nicht ein.
     
  8. #7 anitari, 25.05.2019
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    Dieses Recht kannst Du doch selbst umsetzen.

    Schreibe dem Vermieter das Du ab dem ... xxx € monatliche Vorauszahlungen leistest, fertig.
     
  9. Duncan

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    wundere dich aber nicht, wenn du zu niedrige Beträge wählst, dass die nächste Abrechnung sehr, sehr übel teuer werden könnte...
     
  10. Andres

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    Dieser Punkt erscheint mir der wichtigste überhaupt zu sein: Die Vorauszahlungen basieren auf der Abrechnung. Die Diskussion über die Vorauszahlungen ist einigermaßen sinnfrei, solange die Abrechnung selbst nicht beanstandet wird. Und dafür sehe ich schon Anhaltspunkte:


    Das sind über 120 Liter am Tag. Nicht unmöglich, aber ohne konkrete Anhaltspunkte wird man das nicht unterstellen können, noch dazu ...
    ... da im Bad der Kaltwasserverbrauch durch die Toilettenspülung kräftig gepusht wird und ...
    ... in einfachster Analogie daher für einen Kaltwasserverbrauch von unter 12 m³ spricht.

    Nun ist die Grundlage der Schätzung ja bekannt:
    Also Zeit für Faktencheck: Einsicht in die Verbrauchswerte der anderen Wohnungen. Dann sieht man ja, was Sache ist. Vor allem würde mich interessieren, wie viele Nutzer am Kaltwasseranschluss der Küchenspüle doppelt so viel Verbrauch wie im gesamten Rest der Wohnung haben. Das wird eine kurze Liste ...


    Wenn ich wild raten sollte, würde ich annehmen, dass die Schätzung genau so abgelaufen ist. Das Ergebnis verwundert dann nicht: Diese Werte stimmen seltenst überein und dem Mieter werden so Zählertoleranzen des gesamten Hauses übergeholfen.


    "Unlogisch" ist aber das einzige Argument, denn konkrete Zahlen liegen nicht vor. Außerdem ist es nicht die Pflicht des Mieters, den Verbrauch zu beweisen. Ich habe es gerade schon einmal geschrieben: Ohne konkrete Anhaltspunkte ist diese Schätzung hochgradig unplausibel.


    Auch wenn es eigentlich nicht zu diesem Thema gehört: Da kann man schon mal hellhörig werden, wenn sich die Vorauszahlung um 200 % Prozent erhöht. Falls Kontakt zum Vormieter besteht, würde ich da mal nett anfragen, ob man dessen letzte Abrechnung(en) bekommen könnte. Ich finde das verdächtig.
     
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  11. #10 stmamick, 25.05.2019
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    Ich danke für die ausführlichen Antworten.

    Für mich wäre es halt logisch einfach den Verbrauch durch 12 zu teilen und das als Abschlag zu nehmen. Also 40 und 65€.
    Ich hab erstmal widersprochen mit Hinweis die Grundlage der Schätzung offenzulegen.
     
  12. Pitty

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    Wann wurde denn der Zähler ausgetauscht? Kann man vom Tausch bis jetzt schon einen Monat hoch rechnen? Genau diesen Wert würde ich ansetzten.

    Da im 20 MFH der große Hauptwasserzähler immer noch eine Weile nachläuft, so kann es sein das dein Vermieter jetzt die Differenz übergelegen möchte.

    Ich würde den aktuellen Verbrauch einfach hoch rechnen. Logisch für mich wäre das man in der Küche nicht mehr verbraucht wie im Bad mit duschen und WC Spülung.
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 26.05.2019
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    Warum?
    Pauschal ist das für mich nicht logisch,, sondern abhängig von den Verbrauchern an den Leitungen und den Lebensgewohnheiten.
    Geschirrspüler + Waschmaschine in der Küche, Duschen auf Arbeit oder Sportstätte und schon ist die Chance auf "Hauptzähler" in der Küche recht gut.
     
  14. Andres

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    Vielleicht bleiben wir einfach mal beim geschilderten Fall: Dort heißt es "Küchenspüle".
     
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  15. #14 Fremdling, 26.05.2019
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    @stmamick, werden wir vom Ergebnis erfahren? Mich würd's interessieren. Viel Erfolg!
     
  16. #15 stmamick, 29.05.2019
    stmamick

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    Ergebnis: Widerspruch abgelehnt. Begründung "Der abgerechnete Gesamtwasserverbrauch liegt sonst deutlich unter dem Durchschnittswert"
    Bin dann nochmal persönlich hingefahren um rauszufinden worauf denn bitte die Schätzung beruht.
    Glücklicherweise ein freundlichen Ansprechpartner bekommen der dann eingesehen hat dass die Schätzung (Einfach irgendwie Gesamtwarmwasserverbrauch * 2.x gerechnet) wenig Sinn macht, weil der Warmwasserzähler daneben eben nur 1.5m³ hat. Also vorerst andere Schätzungsmethode genommen.
    Sobald der Zähler dann Verbrauchswerte nächstes Jahr hat, kann ich im Nachhinein die Schätzung auch noch Mal auf dieser Basis neu lassen machen.

    Abschläge konnte ich Verringern. 80/40.

    Ich geh Mal einfach davon aus dass man mich nicht wirklich ernst genommen hat beim 1. Mal weil ich keiner bin der auf den Tisch haut.
     
  17. #16 ehrenwertes Haus, 29.05.2019
    ehrenwertes Haus

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    Eine positive Eigenschaft, die leider viele Mieter nicht beherzigen...

    Wobei das auf den tischhauen in einem guten Mietverhältnis auch nicht erforderlich ist, weil beide Seiten auf Fairness achten.
     
  18. sara

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    Wie stellst du dir das vor?
    Meinst du deine Abrechnung von 2018 würde dann nochmal korrigiert?
    Kann ich mir nicht vorstellen, außer der Eigentümer übernimmt die Differenz dann selbst. Denn für alle 20 Mieter wird sicher keine korrigierte neue Abrechnung dann gemacht werden.
     
Thema: Hohe Schätzung der Kaltwasserkosten wegen defektem Zähler
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