hohe Steigerung Kosten Gartenpflege

Diskutiere hohe Steigerung Kosten Gartenpflege im Gartenpflege Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo Forum-User, in meiner Nebenkostenabrechnung (insgesamt sind wir 12 WE´s und ca. 1000qm Grundstück) sind die Kosten für die Gartenpflege für...

  1. #1 Mutzel82, 08.10.2020
    Mutzel82

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    Hallo Forum-User,
    in meiner Nebenkostenabrechnung (insgesamt sind wir 12 WE´s und ca. 1000qm Grundstück) sind die Kosten für die Gartenpflege für das gesamte Grundstück vom Jahr 2018 zu 2019 um knapp 2000 € gestiegen!
    Laut Vermieter gab es hier zum einen eine entsprechende Preisanpassung durch die beauftragte Firma...in den Jahren zuvor war hier nicht viel mit Gartenpflege und so sah es auf dem Grundstück auch aus, wobei da auch die Kosten sehr gering waren.....
    Nun hat die "neue" Firma alles ganz ordentlich "in Schuß" gebracht, was lt. Aussage des Vermieters allerdings auch sehr aufwendig war (Wildwuchs sowie Bäume entfernen, Hecke säubern, Unkraut etc.) ...und trotzdem störe ich mich enorm an der erheblichen Erhöhung der Gesamtkosten, weil das für meine WE ein Mehrbetrag von ca. 160,00 EUR ist. Laut Aussage des Vermieters sind die Kosten für das laufende Jahr 2020 dann wieder nicht so hoch, da ja nun "Grund" reingebracht wurde und der Aufwand wieder geringer ist.....!
    Muss ich das - also diese Kosten im Jahr 2019 - so dulden oder welche Möglichkeit habe ich hier?
    Könnt ihr mir da weiterhelfen?
    Danke schonmal im Voraus.....
     
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  3. #2 Sweeney, 08.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2020
    Sweeney

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    Natürlich ist der Vermieter an das Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass er zwar frei in seiner Entscheidung ist, diese jedoch gewissenhaft abwägen muss.

    Ob die ausgeführten Arbeiten und dadurch verursachten Kosten dem Wirtschaftlichkeitsgebot widersprechen, dürfte kompliziert sein und auf den Einzelfall ankommen. Beispielsweise führte das AG Münster folgendes aus: "Kosten für die Wiederherstellzung des Gartens nach jahrelanger Vernachlässigung sind nicht umlegungsfähig, da sie Folge einer nicht ordnungsgemäßen Bewirtschaftung sind." (vgl. AG Münster WuM 1992, 258)

    Ferner wäre zu prüfen, ob die durchgeführten Arbeiten zumindest teilweise dem Wirtschaftlichkeitsgebot widersprechen. Fraglich ist nämlich, ob der Vermieter die gesamten Kosten anteilig auf den Mieter abwälzen durfte oder lediglich eine teilweise Abwälzung zulässig war. Insbesondere wäre zu klären, ob das "Entfernen der Bäume" eine zulässige Umlage auf den Mieter darstellt.

    Der Vermieter liefert mit seiner Aussage ja bereits eine Steilvorlage und räumt sogar ein, dass der Garten in der Vergangenheit vernachlässigt und nicht ordnungsgemäß bewirtschaftet wurde.
     
  4. #3 BiG Rock 95, 08.10.2020
    BiG Rock 95

    BiG Rock 95 Erfahrener Benutzer

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    Das ist wiederum eine Steilvorlage für alle Vermieter diese Kosten eben nicht runterzufahren oder evt. sogar einzusparen.

    Lerne hier: eine gleichmässige langfristige Bewirtschaftung zahlt sich aus.

    An den Mieter: sei froh das in der vergangenen Zeit die Kosten niedrig waren, daß muß nicht dauerhaft so bleiben. Vielleicht mal ein ruhiges Gespräch mit dem Vermieter führen.
     
  5. Andres

    Andres
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    Baumfällungen sind keine Betriebskosten und irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier auch andere Arbeiten enthalten sind, auf die genau das gleiche zutrifft.
     
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