Holzkosten bei Wasserführenden Kaminofen umlegen

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Aluron, 26.01.2014.

  1. Aluron

    Aluron Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    um es kurz vorweg zu nehmen, dies ist mein erster Beitrag/ erste Frage auf der Platform :unsicher001:

    Wir haben ende letzten jahres ein 3-Familienhaus erworben, in welchem wir bereits selbst seit 2½ Jahren glücklich und zufrieden wohnen.
    Gesamtwohnfläche= 412m²
    Eigen Wohnung= 212m²
    Mietwohnung1= 101m²
    Mietwohnung2=99m²

    Im Zuge einer dringend notwenigen Heizungsanlagen-Sanierung sind wir von einer 35 Jahre alten Öl-Heizung, auf eine moderne Gas-Zentralheizung für alle 3 Wohneinheiten gewechselt, nebst Solarthermie-Anlage für Brauchwasser usw..... (die Info nur am Rande).
    Natürlich inkl. aller Wärmemengenzahler für Heizung, warm Wasser.

    Wir gedenken nun, in unserer eignen Wohnung einen Wasserführenden Kamiofen an zu schaffen. Hierbei fließt (wie es sicher bekannt ist) das erwährmte Wasser vom Kaminofen über die "Rücklaufleitung" unseres Heizkreises zum Warmwasserspeicher. Dieser Speicher wird dann wieder von allen Parteien genutzt.

    Hier nun die eigentliche Frage:

    Kann ich kosten, die ich bsp. für Holz welches ich mir anliefern lasse um den Kaminofen zu befeuern anteilig auf meine zwei Mieter umlegen?

    Mir fehlt da atm. die Grundlage um hier bsp. eine Aussage treffen zu können. Sieht der Gesetzgeber da etwas vor?

    Was die Berechnung angeht, muss man sich sicher nach den Werten des Kaminofens richten (Abgabe an Raumluft und Abgabe an Wasser)

    Besten Dank für die Hilfe/ Rückmeldung,

    Grüße,

    David
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Eine Aufteilung der (Brennstoff-)Kosten für den Kamin entsprechend der Heizwärme und Warmwasserbereitung wird dir nicht in (für meinen Geschmack) ausreichender Rechtssicherheit gelingen.

    Ich finde die Lösung (bei allem Charme, den die Kombination mit der Solarthermie hat!) auch zu komplex. Das ist aber natürlich wieder eine Geschmacksfrage.
     
  4. Aluron

    Aluron Neuer Benutzer

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    Hallo Andres,

    ich habe das schon befürchtet.
    Die Solarthermie-Anlage ist was die "Berechnung" angeht außen vor.

    Ich hätte mir das in etwa so vorgestellt:


    Kaminofen hat bsp. eine Heizleistung von 15KW. 10KW an Wasser und 5KW an Umgebung (ich rechne mal absichtlich mit glatten werten und ohne Verlustleistung)

    Es wurde Holz für bsp. 1000€ gekauft
    Mietwohnung 1 hat 25% der Kosten für Heizung u. WW verbraucht
    Mietwohnung 2 hat 35% der Kosten für Heizung u. WW verbraucht
    Eigene Wohnung hat 40% der Kosten für Heizung u. WW verbraucht

    Kosten für Heizung/WW anteilig 2/3 (da 1/3 an Raumluft abgegeben wird)=666€

    Anteilige Kisten Holz für:
    Mietwohnung 1=166,50€
    Mietwohnung 2=233,10€
    Eigene Wohnung=266,40€+rest der 1000€

    Prinzipiell (sofern man dann noch die Verluste des Kaminofens abzieht mit ca.11%) sollte das nicht nachteilig sein, oder?
     
  5. #4 sara, 27.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.01.2014
    sara

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    Da sind meines Erachtens zwei paar Schuhe genannt.

    Heizkreis für Heizung? oder "Rücklauf" in Warmwasserspeicher?

    oder sind es zwei getrennte Leitungen für Heizung und Warmwasser?


    Diese Verteilung (bei angenommenen Werten) 2/3 für Warmwasser und 1/3 für die Erwärmung deiner Wohnung finde ich auf jeden Fall nicht nachvollziehbar. Denn hauptsächlich baut man sich ja einen Kaminofen ein um den Raum zu wärmen. Warmwasser wird nicht ständig gebraucht. Außerdem wenn du den Kaminofen nicht an hast. Denke das ist bestimmt der Fall, denn wer schürt einen Kaminofen von morgens 6:00Uhr bis nachts 23:00Uhr durchgehend.

    Also wird noch andere Energie für die Warmwassererwärmung zusätzlich gebraucht. (oben genannt Solarthermie)

    Ich halte diese Berechnungen wie auch immer für sehr angreifbar. Eine korrekte Abrechnung schwierig zu gestalten.
     
  6. Andres

    Andres
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    Genau das ist der kritische Punkt: Wie kann man dieses Verhältnis beweisen? Vor allem beim Anfeuern und nach Erlöschen des Feuers wird das Verhältnis nicht konstant sein, schon alleine weil die Wasserzirkulation irgendwann abschaltet. Und messen kann man das Verhältnis auch nicht, denn die Heizwärme lässt sich nicht messen.

    Mir fällt folgender Mittelweg zwischen messen und rechnen ein: Für die Gesamtenergie der Anlage den Brennwert des Holzes ansetzen und den WW-Anteil mit einem WMZ ermitteln. Das löst das Problem aber nicht: Woher bekommt man einen anerkannten Brennwert für die offene Verbrennung von Holz?
     
  7. Aluron

    Aluron Neuer Benutzer

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    Ich habe es wohl etwas umständlich beschrieben. Kaminofen soll in unseren Heizkreis mit eingebunden werden an den Rücklauf. Mit der "Erwärmung" des Brauch-WW habe ich den Wärmetauscher im Speicher gemeint/ beschrieben. (liest sich nun auch nicht unbeding besser, aber ich hoffe, man kann mir etwas folgen)

    P.S.: Ich gebe Dir absolut recht, dass der Kaminofen hauptsächlich zur Raumerwärmung angeschafft werden soll, wenn man aber nebenbei noch in den Heizkreis wieder einspeisen kann, sollte man das nutzen(meiner Meinung nach)

    Diesee Werte/ dieses Verhältnis habe ich aus den Datenblättern einiger Kaminofenhersteller entnommen.
    Man hat bei den "Normalen" Geräten in etwa ein solches Verhältnis, da die Wasserschleifen im Gerät meist direkt im Brennraum liegen, und somit eine "ideale" abgabe an das wasser hat. Ist nicht bei allen Ofen so zutreffend.


    Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich denke, dass hier wirklich nahezu unmöglich ist eine "wasserdichte" Berechnung zu machen.
    zudem ist der "Spareffekt" nahezu nicht mehr vorhanden wenn man holz fertig kauft. Ums selber schlagen und verarbeiten kommt man in diesem fall nicht rum.

    Grüße,

    David
     
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