Horrende Instandhaltungskosten

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von ginkai, 02.04.2013.

  1. ginkai

    ginkai Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    Meine Mutter muss unglaublich Hohe Instandhaltungskosten zahlen. Diese scheinen sich schon über Jahre immer weiter erhöht zu haben. Sie hat eine 55qm Wohnung und musste letztes Jahr insgesamt 2600€ nur Instandhaltung zahlen, dazu kamen dann noch 850€ Nebenkosten.
    Ist das erlaubt? Ich habe gelesen, dass man max. 11€/qm Instandhaltungskosten veranschlagen kann. Kann mir hier jemand helfen, was stimmt und was ich machen kann?

    Vg

    Ginkai
     
  2. AdMan

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  3. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Das kann daran liegen weil das Haus mit den Jahren auch älter wird.
    In der Abrechnung steht doch bestimmt drin für was die Instandhaltungskosten gebraucht wurden, oder ?
    Was wurde denn in der letzten Versammlung an Sanierungen beschlossen ?
    Was steckt denn in den Nebenkosten drin, denn 71 €uro pro Monat finde ich generell nicht viel, kommt halt drauf an was damit bezahlt wird.
    Mir ist kein Gesetz bekannt dass die Instandhaltungskosten nominal begrenzt, denn entscheidend ist doch was die Gemeinschaft beschlossen hat.
     
  4. #3 Martens, 02.04.2013
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    Als Eigentümer trägt man - anteilig - alle Kosten des Objektes.
    Sofern Instandsetzungen anfallen, müssen diese bezahlt werden.
    In der WEG-Abrechnung steht nur die Summe der Kosten, wie sich diese verteilen und wofür sie angefallen sind, muß man bei der Verwaltung nachfragen. Da jeder Eigentümer auch ein Einsichtsrecht in die Unterlagen hat, sollte die Aufklärung recht einfach sein.

    Ach ja, der Eigentümer hat ein Einsichtsrecht, keinen Anspruch auf Übersendung von Kopien oder Zusammenstellungen. ;)

    Christian Martens
     
  5. Jobo45

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    Ich kenne nur Abrechnungen die genaue Auflistungen der Ausgaben und Einnahmen den Abrechnungsunterlagen beilegen.

    Diese Pauschalaussage ist nicht richtig, denn das kommt ganz auf den Verwaltervertrag an. Es kann durchaus vereinbart sein, dass der Verwalter gegen Aufwandsentschädigung die Unterlage kopiert und zu schickt.
     
  6. Berny

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    Aber das eine muss das andere doch wohl nicht ausschliessen, oder?
     
  7. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Doch, denn Martens schreibt
    diese Aussage schließt aus, dass Verwalter vertraglich etwas vereinbart werden kann. Denn ich denke nicht, dass er Ginkai´s Vertrag kennt, wenn ja ziehe ich meine Aussagen zurück.
     
  8. #7 Martens, 04.04.2013
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    Ach ja...

    Eine WEG-Abrechnung ist die geordnete Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben der WEG im Abrechnungszeitraum.
    Dabei reicht es aus, die einzelnen Zahlungspositionen sinnvoll zu gruppieren und beispielsweise die Kontosalden der einzelnen Buchungskonten zu nennen.

    Es finden sich also die Salden für z.B. Hauswart, Kabelfernsehen, Heizkosten, INSTANDHALTUNG, Hausverwaltung etc.

    Eine Auflistung der einzelnen Buchungen, die in der Summe den Betrag bei Hauswart, Instandhaltung etc. ergeben, ist grundsätzlich nicht notwendig, da dies den Umfang der Abrechnung sprengen würde.

    Wenn also in der Abrechnung steht, Instandhaltung gesamt 135.738,39 Euro Ihr Anteil 2.600,00 Euro dann ist diese Information für eine Abrechnung grundsätzlich ausreichend.

    Gesetz und Rechtsprechung billigen dem Miteigentümer das Recht zur Einsichtnahme in die Verwaltungsunterlagen der WEG zu, ein Anrecht auf Übersendung von Kontoauszügen oder Belegen jedoch grundsätzlich nicht.
    Selbstverständlich kann im Verwaltervertrag, den ich in der Tat nicht kenne, welch Wunder, wirksam etwas anderes vereinbart sein, sofern es nicht zum Nachteil des Eigentümers von der Gesetzeslage abweicht.

    Mit entsprechend gutem Willen kann man mich immer falsch verstehen.

    Christian Martens
     
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