Hund unregelmäßiger Besuch - Verstoß gegen Mietvertrag?

Dieses Thema im Forum "Tierhaltung" wurde erstellt von Reba, 13.01.2014.

  1. Reba

    Reba Neuer Benutzer

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    Hallo Forumteilnehmer/innen,

    ich habe schon mehrere Beiträge und andere Internetseiten durchforstet und möchte meinen Fall schildern, da er so noch nicht angesprochen wurde.

    Allgemeine Situation:
    Ich wohne mit meinem Mann in einer Mietwohnung (Aussenbereich). Wir haben mit Erlaubnis des Mieters Katzen und Schafe. Hundehaltung ist verboten. Wir haben mit ihm und der Familien seines Sohnes (der ebenfalls dort in Miete wohnt) ein gutes Verhältnis.
    Nun ist leider ein Problem aufgetreten, das mich sehr aufwühlt.

    Eine Nachbarin am Ende der Straße hat leider etwas viele (Tierschutz)Hunde aufgenommen, um die sie sich allein nicht ausreichend kümmern kann. Als ich dies vor den Weihnachtsfeiertagen mitbekommen habe, habe ich mich spontan bereit erklärt, einen dieser Hunde regelmäßig spazieren zu führen. Dies mache ich in einem Umkreis von ca. 15km (d.h. selten bei uns). Da ich mich selbst über "unreinliche" Hundehalter ärgere ist es für mich selbstverständlich, dass Hundekot sofort entfernt wird und Hund nicht an Gärten/Häusern markieren.

    Problem:
    Ich habe den Hund nun seit ich ihn Ausführe 2x nach dem Spaziergang mit nach Hause genommen. Für ca. 1 - 1,5Std.. Beim zweiten Mal stand nach ca. 20Minuten der Vermieter an der Tür und ohne zu Grüßen hat er sofort den Mietvertrag zitiert: "Dass auch eine vorübergehende Unterbringung nicht erlaubt sei.".
    Nach so langer freundschaftlicher Mietzeit wundert mich dieses Verhalten schon. Vor allem, da er den anderen Mietern (die den selben Mietvertrag haben) erlaubt hat, dass Besuch mit Hund auch über Nacht bleiben darf.
    Bin gerade sauer und frustriert. Würde gerne den Hund weiter ausführen und danach auch mal mit diesem die Wohnung betreten, ohne Ärger zu bekommen und Angst haben zu müssen.

    Frage:
    Bevor ich mich mit meinem Vermieter darüber unterhalte, würde ich gerne wissen, ob er mir so strikt den Aufenthalt verbieten darf?

    Für schnelle und adäquate Antworten wäre ich sehr dankbar.
    Reba
     
  2. AdMan

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  3. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Reba,

    Eingangs ist sicher der VM gemeint, und nicht der M oder?

    Dann wie genau ist die Hundehaltung im MV verboten worden?

    VG Syker
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Die bestmögliche Antwort auf diese Frage lautet: es kommt drauf an...

    Ein generelles Verbot der Hundehaltung ist als Formularklausel sicher unwirksam. Das sollte allerdings nicht zu der Schlussfolgerung fuehren, dass Hundehaltung damit erlaubt wäre. Es wird mangels wirksamer Vereinbarung eine Abwägung unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls vorzunehmen sein. Unter den beschriebenen Rahmenbedingungen dürften die Aussichten des Mieters vermutlich gut sein. Sicher ist allerdings, schon wegen fehlender Kenntnis möglicher Grunde des Vermieters an einer Untersagung, dabei überhaupt nichts.

    Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein Hund nicht zu Besuch sein kann. Besucher können nur Personen sein. Selbstverständlich darf ein Besucher auch einen Hund mitbringen ohne g dafür eine Erlaubnis des Vermieters erforderlich wäre.

    Alles in allem duerfte eine Einigung mit dem Vermieter angezeigt sein.
     
  5. Reba

    Reba Neuer Benutzer

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    Hundehaltung im Mietvertrag

    Hallo Syker,

    danke für die schnelle Reaktion.
    Die Hundehaltung ist in unserem Mietvertrag handschriftlich untersagt. Das ist für uns auch kein Problem, da wir uns keinen eigenen Hund anschaffen wollen.

    Hallo RMHV,

    - Danke, bringt mich zum Schmunzeln.
    Tja, da will man Rücksicht nehmen und Sonntags nicht klingeln und dann sowas... ich hatte 5 Minuten vorher zu meinem Mann gesagt, dass wir noch Bescheid geben müssen.

    Meine Anfrage hier im Forum dient einfach meiner Sicherheit, wie ich Auftreten kann, wenn ich mit dem Vermieter spreche. Ob ich einfach "klein Beigeben" soll oder ob ich die Möglichkeit habe darauf zu bestehen, dass er es zulässt, den Hund ab und zu für kurze Zeit (1-1,5Std.) zu tolerieren. Vor allem, da es absehbar ist, das der Hund bald vermittelt wird.

    Grüße
    Reba
     
  6. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Damit dürte das Hundeverbot wirksam sein.


    Du bist, auch wenn nur kurzzeitig, während der Betreuung der Hundehalter.

    VG Syker
     
  7. Reba

    Reba Neuer Benutzer

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    Hallo Syker,
    Ich wusste, dass man durch Füttern von fremden Katzen zum Katzenhalter wird, aber durch Nachbarschaftsdienst zum Hundehalter ist ein starkes Stück.

    Mein Mann hat sich vorhin mit unserem Vermieter unterhalten. Er ist leider strikt und will nicht, dass ein Hund auch nur die Wohnung betritt. Ich hatte mir nichts böses dabei gedacht, denn wenn wir mal Besuch mit Hund hatten, kam der auch ins Haus und das für mehrere Stunden.

    Gruß Reba
     
  8. #7 lostcontrol, 13.01.2014
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Vielleicht hilft Dir das hier ja weiter:
    Neues Urteil des BGH zur Tierhaltung in Mietwohnung
     
  9. #8 Papabär, 13.01.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Vermutlich nicht, denn


    Das lässt vermuten, dass es sich um eine individuelle Vereinbarung handelt.
    Lediglich wenn der Vermieter den gleichen Satz in mehreren Mietverträgen abgefasst hat (auch handschriftlich!), kann man wieder von einer formularmäßigen Formulierung sprechen.
    Nur wird der Mieter hierfür im Zweifelsfall den Nachweis zu führen haben.
     
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