Hund zu Besuch

Dieses Thema im Forum "Tierhaltung" wurde erstellt von Katja2014, 23.03.2014.

  1. #1 Katja2014, 23.03.2014
    Katja2014

    Katja2014 Neuer Benutzer

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    Hallo!

    Meine Mieter bereiten mir am frühen Sonntag bereits wieder "Ärger".

    Geweckt wurde ich um 08.30 Uhr von Hundegebell, um 09.15 Uhr sehe ich dann plötzlich unsere Mieterin mit einem Hund an der Leine aus dem Haus spazieren.

    Im Mietvertrag ist folgendes wörtlich vereinbart:
    Das Halten von Tieren mit Ausnahme von Kleintieren wie beispielsweise Zierfischen und Wellensittichen bedarf der Einwilligung des Vermieters. Die Einwilligung soll schriftlich erfolgen. Die Einwilligung bezieht sich in diesem Fall nur auf ein bestimmtes Tier. Sie kann widerrufen werden, wenn Unzuträglichkeiten eintreten. Der Mieter haftet für alle durch die Tierhaltung entstandenen Schäden. Aus einer anderweitigen Tierhaltung kann der Mieter keine Recht ableiten.

    Wir selbst, als Vermieter, haben ca. zwei Mal im Jahr den Hund unserer Eltern über eine Nacht zu Besuch. Unsere Mieterin aus dem Dachgeschoss hatte im letzten Jahr den Hund Ihres Bruders für 4 Tage, nach erteilter Erlaubnis durch uns, ebenfalls zu Besuch.

    Diese Mieter haben jedoch weder gefragt noch eine Einwilligung von uns. Hier im Forum habe ich gelesen, dass auch die vorübergehende Haltung als Gefälligkeit für einen Verwandten oder Bekannten unter das Verbot der Tierhaltung fällt.

    Handelt es sich also hier um einen Verstoß gegen den Mietvertrag? Und wenn ja, kann ich hier nach § 543 (3) BGB abmahnen und bei "nicht abstellen" der Vertragsverletzung kündigen?

    Vielen Dank für eure Antworten.

    LG Katja
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 23.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2014
    Pharao

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    Hi Katja2014,

    also einen Mieter der einen Hund nur als kurzzeitigen Besucher mal aufnimmt gleich abzumahnen oder sogar zu kündigen, das finde ich persönlich mehr als Kleinlich, ganz egal wie die Rechtsprechung dazu ist.

    Ansonsten was aus dem Internet dazu:
    Hinweis zu 1: "ständig" ist jetzt sehr dehnbar
    Hinweis zu 2: "grundsätzlich" bedeutet im Recht "vom Grundsatz her", d.h. Ausnahmen sind möglich.

    M.E. kannst du aber wegen einer einmaligen Sache nicht Abmahnen, weil im MV nicht ausdrücklich die Hundehaltung untersagt ist. Im MV geht es ja nur um Tiere allgemein. D.h. erst wenn der Mieter öfters (was immer das im einzelnen bedeuten soll) einen Hund als Besucher aufnimmt, erst dann könntest du m.E. abmahnen.
     
  4. #3 Katja2014, 23.03.2014
    Katja2014

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    Hallo Pharao,

    danke für deine Antwort.

    Leider "muss" ich davon ausgehen, dass es sich aufgrund des bestehenden Verhältnisses bei dem Verhalten der Mieter um reine Provokation handelt und umso liebsamer ist es mir, jedwede Vertragsverletzung o. ä. dokumentieren zu können. Dass der Hund nur zu Besuch ist, vermute ich lediglich, da er schon älter aussieht. Ich wollte auch nicht gleich heute oder morgen abmahnen, dies allerdings in Erwägung ziehen, sollte der Hund sich im Laufe der Woche weiterhin in der Wohnung befinden. Ansonsten würde ich die Mieter beim nächsten Aufeinandertreffen mal darauf hinweisen, dass man über den "Besuch" auch mal hätte sprechen können.

    LG
     
  5. #4 Pharao, 23.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2014
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    Hi,

    eine Nacht zum überschlafen ist immer gut ;) Denn wenn man gerade "aufgewühlt" ist, neigt man zu vorschnellen Handlungen oder das ggf. ein Brief auch mal zu heftig ausfällt. Und ein Tag hin oder her macht das "Kraut auch nicht Fett".

    Ansonsten was ich noch so gefunden hab dazu, da ja noch die Frage etwas offen ist, was ist "oft" oder "ständig":

    Allerdings sollte sich der Hund nicht zu oft beim Mieter aufhalten. Als unzulässig können es Richter zum Beispiel ansehen, wenn ein regelmäßiger Besucher sein Tier immer mitbringt, der Hund häufig auch nachts in der Wohnung bleibt oder sich der Vierbeiner täglich mehrere Stunden dort befindet. Das sei dann kein "vorübergehender Aufenthalt" eines Hundes, sondern entspreche von den Auswirkungen her einer Hundehaltung und könne untersagt werden (AG Rheine, Az. 4 C 673/03).

    Ich gehe mal davon aus, das du mehrere Mieter hast im Haus. Hier sollte man nicht mit zweierlei Maß messen, denn das schürt m.E. oft nur noch mehr ärger, gerade wenn eben das Verhältnis "Vermieter zu Mieter x" schon angespannt ist.

    Wenn du es also anderen Mietern erlaubst einen Hund kurzzeitig zu halten, nachdem sie gefragt haben, dann solltest du das bei diesem unliebsamen Mieter auch tun. Natürlich kann man aber den Mieter darauf Hinweisen, das Fragen nix kostet .....
     
  6. #5 Katja2014, 23.03.2014
    Katja2014

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    Und noch mal danke für die Erläuterung, was "ständig" und "oft" ist. :)

    Es sind drei Wohnungen, unsere selbst bewohnte, im OG die der besagten Mieter - beide Wohnungen jeweils 80 qm und eine DG-Wohnung mit 40 qm Wohnfläche. Mein Mann und ich bewohnen unsere Wohnung alleine, mal für eine Nacht den Hund meiner Eltern zu nehmen, empfinde ich als okay. Die Mieterin im DG wohnt alleine und hatte, wie gesagt, auch mal einen Hund zu Besuch (Rasse: französische Bulldogge). Die besagten Mieter leben mit ihrem fünfjährigen Kind zusammen und halten bereits einen Hasen und Zierfische in einem mittelgroßen Aquarium, so etwa 200 Liter. Ich empfinde es da schon als unangemessen, auf 80 qm Wohnfläche zusätzlich noch einen Hund zu halten - Rasse ist mir unbekannt, von der Größe her vergleichbar mit einem Sheltie, also kein Kleintier).

    Ärger hab ich mit diesen Mietern leider mehr als genug. :(

    LG
     
  7. #6 BHShuber, 24.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 24.03.2014
    BHShuber

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    Man kann alles übertreiben

    Das Halten von Tieren, ein Besuch von Tieren ist aber nicht erlaubnispflichtig!


    Hundehalter ist, wer auch Hundesteuer bezahlt, wenn schon kleinkrämerisch dann aber auch in beide Richtungen. und wenn wir schon dabei sind, sollte der Vermieter sich das genau überlegen, lies hierzu folgendes:

    http://www.planethund.com/aktuelles...verbot-hundehaltung-durch-vermieter-2003.html

    Das wird euch der gegnerische Anwalt oder Mieterverein dann schon verklickern.
    Wie wäre es denn mal den Mieter auf den Hund anzusprechen und erstmal herauszufinden, was es mit dem Tier aus sich hat, dann kann man immer noch abmahnen und kündigen oder sonstig das Mietverhältnis zerrütten. denn nach aktueller Rechtsprechung läuft diese Abmahnung vollends ins leere!

    http://rfth.de/kein-generelles-verb...ung-durch-eine-allgemeine-geschaftsbedingung/

    Gruß

    BHShuber
     
  8. #7 NicoleNicole, 31.10.2014
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    Also ich habe als Vermieterin und großer Tierfreund niemals ein Problem mit Tierhaltung bzw. einem Besuch eines Hundes,solange die Tiere artgerecht gehalten werden. Was ich, da ich eh nicht direkt in der Nähe wohne, so oder so nicht mitbekomme. Ich denke hier ist es eher das persönliche Problem miteinander und die "Suche" nach Streit. Solange die Wohnung in einem ordentlichen Zustand ist und die Tiere artgerecht gehalten werden, sollte man da einen Gang runterschalten.
     
  9. #8 Stefaniee, 07.06.2015
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    je mehr ich hier in diesem forum mitlese

    desto mehr verhärtet sich mein leichtes vorurteil bezüglich als was die meisten vermieter ihre mieter sehen. nicht schön, sowas.
     
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