Hundehaltung

Dieses Thema im Forum "Tierhaltung" wurde erstellt von Diego, 02.03.2007.

  1. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    Hallo Leute,

    ich habe ein Frage aus persönlichem Interesse. Kurze Beschreibung der Situation:
    Mehrfamilienhaus (ca. 12 Parteien), Haustierhaltung laut Mietvertrag nur mit Erlaubnis des Vermieters möglich (ausgenommen Kleintiere). Bis jetzt keine Haustiere im Haus vorhanden.
    Unser Vermieter würde uns sofort einen Hund erlauben. Er hat jedoch die Befürchtung, dass mit einem Hund der Damm gebrochen wäre. Denn wenn erstmal ein Hund im Haus vorhanden ist, dann könnte ein weiterer Mieter im Notfall das Recht auf Hundehaltung einklagen, wenn dem Verbot keine triftige Begründung zu Grunde liegt.
    Ein Hund im Haus wäre für unseren Vermieter überhaupt kein Problem, weil bei Lärmbelästigung und verursachtem Dreck der Übeltäter sofort ermittelt werden könnte. Außerdem ist er davon überzeugt, dass es bei uns gar nicht erst zu solchen Problemen kommen könnte.
    Aber schon bei zwei Hunden wäre ihm das einer zuviel. (aus genannten Gründen). Und da andere Parteien auf ihr Tierhaltungsrecht bestehen könnten, hat er die Hundehaltung nicht erlaubt.

    Ich weiß, dass ein Vermieter nicht willkürlich entscheiden kann, welche Partei einen Hund halten darf und welche nicht. Aber hat ein Vermieter nicht das Recht, in seinem Haus die Anzahl der Hunde zu limitieren? Seiner Entscheidung würde also keine persönliche Wertung zu Grunde liegen, sondern das Motto: Wer zuerst kommt...

    Was meint Ihr?
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 02.03.2007
    lostcontrol

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    nein, dein vermieter hat schon recht.
    wenn ein hund im haus ist, dann können die anderen mieter das recht problemlos einklagen...
    wir würden uns ja alle wünschen, dass vermieter mehr rechte haben - vielleicht auch das recht, die hundehaltung zu limitieren... aber so ist es nun mal leider nicht.
    ausserdem kommt ja noch hinzu, dass es auch mieter gibt, die sich die wohnung in diesem haus vielleicht genau deshalb ausgesucht haben, weil hundhaltung dort verboten ist... die könnten ja dann berechtigtermassen die miete mindern...
     
  4. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    Danke für die schnelle Antwort.
    Ich habe vor ein paar Tagen allerdings im Netz ein Urteil vom Landgericht Berlin gefunden, das dem Vermieter dieses Recht zugesteht. Vorraussetzung ist eine entsprechende Klausel im Mietvertrag, die besagt, dass ein Tierhaltung nur mit schriftlicher Genehmigung erfolgen kann. Ein Mieter hatte geklagt, weil schon einzelnen Parteien im selben Haus die Hundehaltung gestattet worden ist.
    Quelle / Beschluss: (Landgericht Berlin, 67 S 143/98)
    Kann es sein, dass die Rechtslage in so einem Fall nicht ganz geklärt ist?
     
  5. #4 lostcontrol, 02.03.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    tja - da siehste mal.
    diese klausel dürfte sich in den mietverträgen aber nicht finden, oder?
    da steht - soweit ich deinen post richtig gelesen habe - ja die standard-formulierung mit den kleintieren drin, aber nichts von schriftlicher genehmigung...

    ich fürchte ihr habt da echt schlechte karten...
     
  6. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    Naja, die Frage ist, ob das Wörtchen "schriftlich" den Ausschlag gibt...?

    Ich zitiere aus meinem Mietvertrag:
    "Die Haltung von Haustieren aller Art ist grundsätzlich nur mit Genehmigung des Vermieters erlaubt. Dies gilt nicht für Ziervögel und Zierfische (...). Eine einmal erteilte Zustimmung kann vom Vermieter widerrufen werden, wenn von dem Tier Störungen, Verschmutzungen oder sonstige Belästigungen ausgehen."

    Ich weiß, ich bin hartnäckig! :)
     
  7. #6 lostcontrol, 02.03.2007
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    das wird so oder so dein vermieter entscheiden müssen.
    und wenn der nein sagt, dann bleibt's beim nein.

    wir haben auch diese klausel drinstehen in unseren mietverträgen (sogar in den "zusätzlichen vereinbarungen" noch verschärft, dass auch aquarien angemeldet werden müssen). und ich würde ganz sicher niemandem erlauben einen hund zu halten, schon weil ich weiss dass mindestens die hälfte der anderen mieter damit ein massives problem hätte und dann berechtigt die miete mindern könnte...

    euer vermieter kann ja jetzt nicht wegen euch sämtliche mietverträge ändern, oder?

    vielleicht fragt ihr einfach mal bei den anderen im haus nach, ob die etwas dagegen hätten - mal sehen was sie dazu meinen...
     
  8. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    Mietminderung wegen eines Hundes im Haus ist doch nur dann möglich, wenn eine tatsächliche Beeinträchtigung der Wohnqualität nachgewiesen werden kann. Und das kann ich mir wirklich nur dann vorstellen, wenn der Hund ununterbrochen bellt, das Haus wiederholt verunreinigt oder es sich um einen Listenhund handelt. Und in so einem Fall kannst Du als Vermieter die Hundehalter dazu auffordern, den Hund abzuschaffen. Das ist zumindest mein aktueller Wissenstand.
    Aber ich weiß, das man es als Vermieter nicht leicht hat, wenn es darum geht, den Frieden im Haus zu erhalten....
     
  9. #8 lostcontrol, 02.03.2007
    lostcontrol

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    och - wenn die mieter alle in ihrem vertrag stehen haben, dass hundehaltung nicht erlaubt ist, dann können die schon auch deshalb mindern, weil entgegen ihrer verträge da etwas passiert, sprich: weil sich die situation im haus geändert hat.
    stell dir vor jemand hat eine hunde-phobie, da stört die pure anwesenheit eines hundes.
    oder gar eine hundehaar-allergie - der kriegt ja im treppenhaus jedesmal 'nen anfall.

    ich bin mir sicher dass die mindern könnten...
     
  10. else

    else Erfahrener Benutzer

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    4 mögliche Varianten der Tierhaltung:
    1. Der Mietvertrag enthält keine Bestimmung:
    In diesem Fall ist nach dem "vertragsmäßigen Gebrauch der Mietsache" zu fragen. Ist z.B. Hundehaltung ebenso üblich wie das Aufstellen einer Waschmaschine? Die Antwort der Gerichte fällt zwar höchst unterschiedlich aus, die meisten Gerichte tendieren aber bei Hunden zu einer negativen Beurteilung. Katzen werden in der Regel eher als 'normal' angesehen und Tiere wie Meerschweinchen oder Goldhamster, Zierfische etc. bedürfen keinesfalls der Zustimmung des Vermieters.

    2. Der Mietvertrag verbietet die Tierhaltung:
    Zu unterscheiden ist, ob der Mietvertrag konkret die Haltung von Hunden oder Katzen untersagt (solche Regelungen sind wirksam) oder ob er ein generelles (und dann unwirksames) Verbot der Tierhaltung ausspricht. Bei einer unwirksamen Klausel muss der Vermieter konkrete Störungen durch die Hunde- oder Katzenhaltung nachweisen. Putzige Kleintiere im Käfig sind generell nicht zu verbieten.
    (Begründung z.b. im Mietvertrag: Hunde und Katzenhaltung wegen der Vielzahl der Mieter verboten)

    3.Der Mietvertrag verlangt die Zustimmung des Vermieters:
    Zwar hängt die Tierhaltung von der Zustimmung des Vermieters, aber nicht von seiner Willkür ab. Mieter/innen können deshalb davon ausgehen, dass der Vermieter gewichtige Gründe für die Versagung der Zustimmung geltend machen kann. Halten z.B. bereits andere Mieter/innen Hunde oder Katzen, wäre ein Verbot rechtsmissbräuchlich.


    4. Der Mietvertrag erlaubt die Tierhaltung:
    Zwar können Hunde und Katzen, ohne dass der Vermieter zustimmen muss, gehalten werden, aber nicht in ungebührlicher Anzahl. Die vertragliche Erlaubnis zur Tierhaltung erstreckt sich auch nicht auf Kampfhunde oder ungewöhnliche Tiere wie Gift- und Würgeschlangen oder gar Panzerechsen.
     
  11. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Hmm, wenn ich mir das so durchlese, muss ich das bei uns glaub ich nochmal überdenken...

    Z.Zt. haben wir keinen expliziten Passus bzgl. Tierhaltung - es hat aber auch kein Mieter ein Tier. Vor der Eigentumsübernahme gab's wohl mal ein Mieterpaar mit einem "großen Hund" (O-Ton Nachbarn) - die Spuren davon sind in der Wohnung noch erkennbar (angeknabberte Türen...), und wie zwei Menschen mit einer (sorry, an sich mag ich Hunde, aber) Riesentöle auf 48qm leben können, entzieht sich ein wenig meiner Einsicht.

    Aber der Rattenschwanz, den das nach sich zieht wenn das einmal einreisst, ist echt schwer abzusehen. Dabei würde ich im Normalfall niemandem ein zur Wohnungsgröße passendes Haustier (auch nicht Katze oder Hund) verbieten wollen - ist schließlich auch ein Stück Lebensqualität. Aber wir leben in Deutschland, und was das für Freundlichkeit unter Nachbarn bedeutet, füllt Kilometer an Gerichtsakten...

    Also vielleicht doch die Mietverträge künftig anders formulieren...

    Grübelnd,

    Jerry
     
  12. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    @lostcontrol:
    Klar, wenn die Hundehaltung vorher verboten war ist vielleicht ein Grund zur Minderung vorhanden. Aber bei allen anderen Formulierungen muss der Mieter davon ausgehen, dass er rein theoretisch auf einen Hund treffen könnte. Und das muss ihm auch vor dem unterschreiben des Mietvertrages klar sein. Zum Thema Hundephobie und -allergie gab es schon Richtersprüche, die diese Argumente nicht akzeptierten: Das Tier lebt ja nicht in der Wohnung des klagenden Mieters. Eine allergische Reaktion ist da völlig auszuschließen. Ist ja nicht so, als würden Hunde ohne Ende Haare verlieren die sich den Weg in fremde Wohnungen bahnen. Auch im Treppenhaus sind wohl genausoviele Hundehaare anzutreffen, wie in jedem anderen Gebäude auch. In Sachen Phobie wurde ähnlich argumentiert.

    @else:
    Die vier Varianten waren mir bekannt, nur stört mich, dass keine Möglichkeit des Limitierens gegeben ist. Es bieten sich im Prinzip nur die zwei Alternativen: Entweder gar keine Hunde im Haus, oder damit leben müssen, dass möglicherweise ALLE Parteien einen Hund halten.

    @Jerry:
    Das mit der Lebensqualität ist schön gesagt und auch meine Meinung. Und wenn man einen Hund artgerecht hält, also für Beschäftigung sorgt, dann knabbert dieser auch nicht aus lauter Langeweile an Türen rum. Und dann ist es theoretisch sogar möglich, auf 48qm mit einer "Reisentöle" zu leben, wenn die Wohnung wirklich nur als Schafstätte dient. Ich würde mir halt wünschen, dass im Mietvertrag Klarheit herrscht: Entweder die Erlaubnis für nen Hund, oder eben nicht. Aber dieses "mit Zustimmung des Vermieters", das eigentlich ein "Ich sag jetzt mal mit Zustimmung, aber eigentlich meine ich: NEIN!" find ich ziemlich doof.
     
  13. #12 lostcontrol, 02.03.2007
    lostcontrol

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    wenn's für vermieter die möglichkeit zum limitieren gäbe, dann würde die sicherlich genutzt. aber was glaubst du was los ist, wenn ein vermieter sagt "wie bitte, sie sind schwanger? das geht nicht, wir haben schon ein baby im haus"...

    neneee - wenn schon, dann gleiches recht für alle.
    ich bin zwar hundefreundin, aber meiner ansicht nach sollten hunde besser in wohnungen mit garten gehalten werden...
     
  14. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    Aber Babys darf man nicht verbieten. Dabei sind die noch lauter als Hunde. Und machen definitiv mehr Dreck. Und stellen viel mehr an. :)
    Naja, der Vergleich hinkt wohl ein wenig...

    Und natürlich findet es ein Hund besser, wenn er noch nen eigenen Garten hat. Wobei dieser ja nur das Revier vergrößert. Ein gesunder, beschäftigter und ausgelasteter Hund würde auch genausowenig im Garten Dreck hinterlassen, wie in der Wohnung. Denn für ihn ist der Garten nichts weiter als ein Zimmer mir Rundumblick und ohne Dach. Im Übrigen finden es Kinder auch ganz toll, wenn sie noch einen Garten zum spielen haben. :zwinker

    Aber zurück zum Thema:
    Wenn wir uns einig sind, dass Hundehaltung etwas mit Lebensqualität zu tun hat, sollten wir uns auch einig sein, dass ein Verbot u.U. diese einschränken kann. Da 20 Hunde aber definitiv für Chaos in einem Mehrfamilienhaus sorgen und daher nicht im Interesse des Vermieters sind, bleibt diesem nichts anderes übrig, als die Haltung komplett zu verbieten, mit der Konsequenz, dem einzelnen Mieter ein Stück seiner Lebensqualität zu rauben. Natürlich kann man als Vermieter jetzt sagen: "Ist mir doch egal!" Doch auf der anderen Seite möchte man doch auch, dass sich seine Mieter wohl fühlen und lange lange lange in ihrer Wohnung leben (und zwar glücklich),was die regelmäßigen Einnahmen sichert und den Stress der ewigen Mietersuche und Wohnungsübergaben und Renovierungen mindert.
    Fazit: Meiner Meinung nach fehlt einfach der nötige Spielraum, was die gesetzliche Regelung betrifft.
     
  15. Capo

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    Die Regelung ist doch eindeutig. Es gibt auch Ausnahmen. Wenn der Vermieter eine Genehmigung für einen kleineren Hund (Pudel etc) ausgibt, weil er es Begründen kann.
    (zB wohnhafte Tochter nimmt den betagten Hund der verstorbenen Mutter auf. Hier macht es wohl kaum Sinn, dass der Vermieter sein Recht durchsetzt, das Tier einschläfern zu lassen)
    Lebensqualität hin oder her: Ich denke, dass es der Lebensqualität des Hundes auch nicht zuträglich ist, wenn er ein größeres Tier ist und in einer Mietwohnung leben muss.
    Ein Verbot des Haustieres kommt ja nicht plötzlich zustande, sondern ist Bestandteil des Vertrages.

    Weil wir bei hinkenden Vergleichen sind: Als Raucher kann ich auch nicht alle Wohnungen mieten, die ich möchte. Meine Lebensqualität sinkt dadurch, dass mir bezüglich des Rauchens vorschriften gemacht werden. Aber der Nachbar kann in einem Nichtraucher-Haus (tolle Erfindung unserer Gesellschaft) mir eben das Rauchen als Mietminderungsgrund verwenden.

    Persönliche Freiheit hört eben bei der Freiheit des anderen auf...
     
  16. cheche

    cheche Neuer Benutzer

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    Ja, allerdings. Der hinkt gewaltig. Ich finde es sowas von bescheuert einen Menschen mit einem Tier zu vergleichen. :stupid Das macht mich grad echt wütend. Dann macht ein Kind, statt einen Hund in eure Wohnung zu holen. Würde bestimmt auch dem Staat zugute kommen.

    Wohin soll das denn führen, dass die Menschen bereits lieber ein Hund statt ein Baby haben wollen?

    Und es ist sehr schwer mit Baby eine Wohnung zu finden. Wenn man sagt man hat zwei Kleinkinder, dann ist man schon mal raus aus der Liste der Wunschmieter.

    Entschuldigt mich, aber ich bin grad total wütend. :wand:

    PS: Der Hund wird dir sicher auch deine Rente bezahlen
     
  17. Diego

    Diego Neuer Benutzer

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    Hallo cheche,
    hast auch guten Grund wütend zu sein, aber bitte nicht auf mich. Denn wenn Du nochmal genau hinschaust, wirst Du feststellen, dass nicht ich den hinkenden Vergleich gebracht habe. Mein von Dir zitierter Text war lediglich eine Reaktion auf genau diesen und sollte durch die überspitzte Formulierung seine Absurdität verdeutlichen. Hat wohl etwas mit Sarkasmus zu tun. Denn wir sind uns bei diesem Thema einig! Im Übrigen ziehe ich dem Hundebaby ein eigenes Menschenbaby durchaus vor; ist deshalb auch schon in Planung. Musst Dir also keine Sorgen um meine Rente und unseren Staat machen.

    @capo:
    Ich finde, der Raucher-Nichtrauchervergleich hinkt gar nicht so sehr. In beiden Fällen geht es darum, dass der Einzelne für sich und sein Leben eine Entscheidung trifft, die ersteinmal keine Rolle für den Nachbarn spielt. Denn selbst wenn mein Nachbar Kette raucht, krieg ich doch davon in meiner Wohnung normalerweise nix mit. Eine Mietminderung dürfte daher auch hier nicht gerechtfertigt sein. Ich würde auch keinem Raucher das Rauchen verbieten wollen, wenn es mich nicht direkt betrifft. Und ähnlich kann man doch argumentieren: Wenn der Hund niemanden stört, hat man doch auch keinen Grund, ihn schon mal vorsichtshalber im Voraus zu verbieten.

    Aber um das nochmal klarzustellen: Ich rüttel doch nicht an einem absoluten Hundeverbot in Mietshäusern, wenn das der Vermieter so will! Sondern an der unsinnigen Formulierung: "Haustierhaltung nur mit Erlaubnis des Vermieters". Wenn ein Vermieter keine Hunde haben will, dann soll er das auch so im Vertrag verankern. Wenn es ihm egal ist, dann soll er dazu nichts äußern. Aber was hat diese Klausel zu sagen, wenn er es gar nicht wirklich entscheiden kann.
    Ich habe hier ja jetzt einige Meinungen von Vermietern gelesen. Keiner von Euch will ein Haus voller Hunde. Was ich durchaus verstehe. Aber eigentlich hat auch keiner wirklich etwas gegen Hunde. Doch weil der Vermieter nicht entscheiden kann, wie viele Hunde in seinem Haus leben, sondern nur ob überhaupt, wird die Hundehaltung generell nicht erlaubt. Dann kann man sich diese Formulierung "mit der Erlaubnis" aber auch sparen.

    Und was ich mir zu guter Letzt leider nicht mehr verkneifen kann: Die Größe der Wohnung hat rein gar nichts mit der Lebensqualität eines Hundes zu tun! Der Wolf in freier Wildbahn baut sich schließlich auch keine 500 qm Villa, sondern lebt in einer Erdhöhle mit seiner kompletten Sippe. Allein die Beschäftigung des Tieres gibt den Ausschlag. Aber Gott sei Dank ist das hier ja nur ein Mietrecht Forum.
     
  18. #17 lostcontrol, 04.03.2007
    lostcontrol

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    heeeee - das war doch ironisch gemeint!
    aber ok - ich werde solche sätze künftig wieder ausdrücklich als ironie bzw. sarkasmus kennzeichnen, wenn das tatsächlich von manchen leuten so falsch verstanden wird.
    ich bin eigentlich davon ausgegangen dass das wohl niemand ernst nehmen wird.

    trotzdem solltet ihr auch verständnis für die vermieter haben - wenn ein vermieter eben nun mal keine hunde im haus haben möchte, dann ist das seine freie entscheidung.
    und dass es mit kleinen kindern auch nicht einfach ist, eine wohnung zu finden, ist auch klar - man muss schon schauen, dass die hausgemeinschaft zusammenpasst.
    (schaut euch all die threats in diesem forum an, wo's darum geht, dass ein mitbewohner sich mit anderen bewohnern nicht verträgt und es zoff gibt - wie oft führt das dann leider dazu, dass die "guten" mieter ausziehen? ich hab das selbst schon erlebt, dass sich "altmieter" über das neugeborene kind von anderen beschwert haben. das grösste war dann der vorwurf, dass ich gefälligst an jemand anderen hätte vermieten sollen, der keine kinder bekommen kann / will. na super.)
     
  19. cheche

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    @Diego

    :shame Das tut mir leid. Ich dachte dieser Vergleich käme von dir.

    @lostcontrol

    ich finde es total traurig, dass Menschen sich so sehr an Kinder stören können. Ich meine vergisst ein Mensch so schnell, dass er selber mal ein Kind war?

    Für Familien lohnt es sich dann nur sein eigenes Haus oder eigene Wohnung zu haben.

    In meiner Abi-Zeit wohnten über uns auch Kleinkinder, die wahrnsinnig laut waren. Ich musst oft Oropax benutzen, damit ich mich überhaupt konzentrieren konnte. Es hat mich schon manchmal genervt. Aber ich dachte echt nie daran mich zu beschweren. Weder beim Vermieter noch bei der Mutter.
    Kinder sind halt auch unsere Zukunft und es sind kleine Menschen, die noch viel lernen müssen. Man kann ja nicht verlagen, dass man sie anbindet.

    Ich finde sogar die Leute sollten sich nicht mal trauen sich über Kinder zu beschweren. Gerade weil man soviel Rücksicht auf Kinderlose Paare nimmt und schon Ehepaare mit einem Kind als Mieter ablehnt, öffnet man dem Nörgler alle Tore.

    In Deutschland sollte es was ganz normales sein, dass nun mal Kinder in einem Haus wohnen. Unnormal sollte die Beschwerde über ein Kind sein.

    In einem Englisch-Kurs sagte mal mein amerikanischer Lehrer, dass es in Deutschland der Kinderhass ja Gang und Gäbe ist. Er wunderte sich z.B darüber, dass man empfängnisverhütende Pille, Anti-Baby Pille nennt. Er hat sich echt darüber kaputtgelacht.

    Aber jetzt bin ich zu sehr vom Thema abgewichen.

    Fakt ist, dass mich diese Anti-Kinder Haltung in Deutschland ankotzt :eek
     
  20. #19 lostcontrol, 04.03.2007
    lostcontrol

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    wenn's dich irgendwie tröstet: mit beschwerden erreicht man da ja auch nichts. dazu gibt's massig urteile, und fazit ist in etwa: "kinderlärm ist zu tolerieren".

    das ändert aber nichts daran, dass schon öfter mal leute ausgezogen sind, weil sie's mit dem lärm nicht ausgehalten haben.
    ich bin auch schon durch kinderlärm massig genervt worden (hab zuhause selbständig gearbeitet, und die haben ihr kind im kinderwagen immer sehr gerne zum "auslüften" direkt vor meinem fenster in den innenhof gestellt und liessen es dann stundenlang dort plärren - da kam aber auch irgendwann das jugendamt vorbei - nein, nicht von mir gerufen, es war der postbote, der das wohl zu oft miterlebt hat).
    beschweren bringt da garnichts. da hilft nur ausziehen.
    oder selbst kinder machen *g*.
     
  21. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Weil ich das grad mit dem Kinderlärm lese...

    Ich find's auch total schlimm, dass es momentan in Deutschland offenbar erheblich leichter ist, eine Wohnung zu finden, in der Hundehaltung erlaubt ist, als eine Wohnung zu finden, wenn man ein oder mehrere Kinder hat oder bekommt. Wenigstens (schwacher Trost) ist das spätere Bekommen von Kindern noch kein valider Kündigungsgrund geworden.

    Ebenso amüsant: Es gibt Menschen, die führen schonmal gern Klage über Kinderlärm. Irgendwann tickt dann deren biologische Uhr und sie bekommen selbst Kinder - schon erstaunlich, wie wenig die dann noch von ihrer früheren Geräuschempindlichkeit wissen wollen - kommt eben immer darauf an, WER den Krach macht (ich nehme mich da nicht aus (vielleicht abgesehen davon, dass ich Kinderlärm nie als Belästigung empfand), und ich möchte um keinen Preis auf meine Kids verzichten! ;-) )

    Kinderlärm "ist zu tolerieren" - super... Erfahrene Eltern wissen, dass es deutlich bedenklicher ist, wenn der Kinderlärm auf einmal wegbleibt. Meistens stellen die Ratzen dann nämlich grad irgendwas an. Aber sonst...

    Segnungen der Moderne hin und her, irgendwie war die Welt deutlich mehr in Ordnung, als drei oder vier Kinder pro Familie noch eher die Regel als die Ausnahme waren... und da fiel der ein oder andere Schmusehund dann auch nicht mehr ins Gewicht (und vor allem starben die Tiere da nicht an Langeweile!)

    Jerry
     
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