Illigaler Mieter verlangt Zutritt zur Wohnung (Untermieter)

Diskutiere Illigaler Mieter verlangt Zutritt zur Wohnung (Untermieter) im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, welche Möglichkeiten habe ich als Eigentümer einer Person, mit Zustimmung des eigentlichen Mieters, den Zutritt zur Wohnung zu...

  1. #1 Paul_Paul, 16.04.2019
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    Hallo zusammen,

    welche Möglichkeiten habe ich als Eigentümer einer Person, mit Zustimmung des eigentlichen Mieters, den Zutritt zur Wohnung zu verwehren ?

    Dem Mieter wurde untersagt das Appartement unter zu vermieten (Freundin NICHT Ehepartner !) , jetzt hat sich herausgestellt das die Dame sich mit einem Dokument aus dem Internet als Mieterin auf die Wohnung angemeldet hat (echter Mieter hat einen Untermietvertrag abgezeichnet).

    Nachdem es vermehrt massive Beschwerden über Lärm etc. gegeben hat welche darin endete das die Polizei die Frau der Wohnung nach Körperlichem Angriff auf den Hauptmieter verwies. Nach einer Woche verlangt die Untermieterin nun Zutritt zur Wohnung und beruft sich auf den Mietvertrag. Ein Teil Ihres Eigentums wurde Ihr bereits per Spedition zugestellt inkl. fristloser Kündigung seitens des Hauptmieters.

    Kann der Untermieterin der Zutritt zur Wohnung seitens des Hauptmieters / Eigentümers verwehrt / untersagt werden ?
     
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  3. Andres

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    Der Sachverhalt ist extrem verwirrend dargestellt. Das begrenzt die Qualität möglicher Antworten. Vielleicht möchtest du ein paar Dinge deutlicher darstellen.


    Wer ist "Freundin NICHT Ehepartner!"? Der Mieter, der Untermieter, bezieht sich das Verbot der Untervermietung nur auf Freundinnen und nicht auf Ehepartner, etwas ganz anderes? Ich verstehe den Klammerzusatz nicht.


    Die "Dame" ist die Untermieterin? Verstehe ich diesen Satz richtig: Sie hat einen vom Hauptmieter unterschriebenen Untermietvertrag? Was für ein "Dokument aus dem Internet" war das? Eine Wohnungsgeberbescheinigung? Hat die der Hauptmieter ebenfalls unterschrieben?


    Für welchen Zeitraum wurde der Platzverweis ausgesprochen?


    Dieser Anspruch richtet sich gegen den Hauptmieter. Da du (wie mir scheint) der Eigentümer/Vermieter bist, richtet sich dieser Anspruch nicht gegen dich. Es ist nicht dein Problem.


    Für mich sieht das nach einer "kalten Räumung" aus. Auf diesem Weg kann der Hauptmieter nicht rechtsfehlerfrei den Besitz an der Wohnung zurückerlangen (verbotene Eigenmacht, § 858 BGB). Wenn der Hauptmieter den Untermieter ausquartiren möchte, muss er genau das gleiche tun, was auch sein Vermieter ihm gegenüber tun müsste: Räumungsklage, Gerichtsvollzieher, Zwangsräumung.


    Offensichtlich. Die Frage ist nur, welche rechtlichen Folgen das hätte. Besteht noch ein enger zeitlicher Zusammenhang mit dem Entzug des Besitzes (also sagen wir mal: am Tag nach Ende des Platzverweises), darf sich der Untermieter u.U. sogar gewaltsam Zugang zur Wohnung verschaffen (Besitzwehr/Besitzkehr, § 859 BGB). Das mal zum extremen Ende des Spektrums. Über realistischere Mittel kann man sprechen, sobald die näheren Umstände geklärt sind.

    Vor allem sollte man mal klären, aus welcher Perspektive man eigentlich fragt. Die permanente Vermischung von Eigentümer- und Hauptmieterperspektive macht die Geschichte nämlich auch nicht gerade übersichtlich. Also: Wer fragt?
     
  4. #3 Paul_Paul, 16.04.2019
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    Wer fragt: Eigentümer
    Wer will die Person nicht mehr in der Wohnung ? Beide

    Ehepartner <> Freundin = nicht direkten Verwandten kann man die Untervermietung untersagen.

    Der Mieter hat um Hilfe gebeten da er Körperlich angegangen wurde und sich nicht mehr zu helfen weiss und Angst um sien Leben hatte (Polizeieinsatz von mehreren Personen von Nöten gewesen)

    gehe ich von aus

    Das Eigentum wurde mitlerweile im Keller eingelagert und befindet sich nicht mehr in der eigentlichen Wohnung.
     
  5. Andres

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    Ok. Der Eigentümer kann zwar dem Untermieter ein Hausverbot erteilen. Das verhindert aber bestenfalls den Aufenthalt des Untermieters auf den Verkehrsflächen des Gebäudes. Der Eigentümer kann kein Hausverbot für die vermietete Wohnung erteilen - er hat dort kein Hausrecht.


    Dann wäre eine naheliegende Option, dass beide - jeweils für ihren Bereich - ein Hausverbot erteilen. Der Hauptmieter hat den Untermietvertrag ja dem Vernehmen nach bereits gekündigt. Wie man sich eventueller Ansprüche des Untermieters erwehrt, soll der Hauptmieter mit seinem Anwalt besprechen.

    Das halte ich für den Kern der Geschichte: Es ist völlig nachrangig, was denn hier nun rechtlich möglich und zulässig ist. Den Untermieter hält man von der Wohnung fern und den Rest sollen die Anwälte klären.


    Erstens ist das falsch, zweitens hilft das nicht weiter. Dass der Hauptmieter die Wohnung nicht untervermieten durfte, ändert nichts daran, dass er es getan hat. Der Untermietvertrag ist auch dann wirksam, wenn er gar nicht hätte geschlossen werden dürfen.
     
  6. #5 Paul_Paul, 16.04.2019
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    D.h. also das generell ein Mieter die Wohnung an jemand anderen untervermieten kann die Wohnung verlassen kann und der eigentliche Eigentümer der Wohnung hat den untermietvertrag mit dem Mieter am Hals.

    Genau das ist ja eigentlich die Frage wie schaffe ich es den Untermieter von der Wohnung fern zu halten.
     
  7. Duncan

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    hm - gar nicht. Oder mal aufgedröselt: du kannst nur für die Verkehrsflächen des Hauses ein Hausverbot aussprechen. Bei der Durchsetzung dessen wird´s dann schon haarig, im Zweifel ist auf die Staatsmacht hier in Form der Polizei zu verweisen. Rein praktisch haben die auch so keine lange Weile und werden dich auf dem zivilrechtlichen Weg verweisen (den es für solche Fälle nur sehr eingeschränkt gibt).

    Was machen kann eigentlich nur dein Mieter/der Hauptmieter, sprich die Kündigung auch durchsetzen, ggf. mit Räumungsklage und Verweis der Wohnung, und auch hier wieder Hinzuziehung der Staatsmacht vulgo Polizei bei jeglichen Angriffen gegen Person oder Sachwerte. Da wohl schon Angriffe vorlagen wäre durch den Anwalt des HptM zu prüfen in wieweit Fernhalteverfügungen in Frage kommen und erfolgversprechend sind. Hätten den Charme, dass die Polizei eine höhere Motivation zur Durchsetzung hat.

    Es läuft also darauf hinaus der Hauptmieter/dein Mieter muss sich um seine Sorgen erst mal selbst kümmern, da gibt es durchaus geeignete Instrumente zu. Thema geeignete Instrumente: was mir da so spontan an weiteren Lösungen einfällt hat dem Makel direkt in den Dunstkreis des Illegalen zu fallen... - eine weitere Diskussion verbietet sich dadurch also.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 16.04.2019
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    Ok, Hausverbot wurde erklärt.

    Wenn der Hauptmieter, den Vermieter beauftragt in seinem Namen ein Hausverbot für seinen Untermieter für die Mietwohnung auszusprechen, ... naja lassen wir das, führt wohl zu noch mehr Verwirrung beim TE...


    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist da häusliche Gewalt mit im Spiel.
    Den Platzverweis durch die Polizei bekommt man gratis, aber nur kurzfristig.
    Evt. ist in deinem Fall eine Lösungsoption ein Näherungsverbot per Eilverfahren zu erwirken. In deinem Fall könnte das auch ein von einem Richter ausgesprochenes Hausverbot (oder nur sehr eingeschränktes Zutrittsrecht) sein. Hält sich der Untermieter nicht daran, gibt es ziemlich zügig eine kurzfistige staatliche Übernachtungsmöglichkeit, meist mit seltsamen Stäben vor dem Guckloch.
    Die Erfolgschancen hängen aber von den Gesamtumständen ab.

    Das sollte dein Hauptmieter, evt. mit einer moralischen Stütze dabei, mit seinem Anwalt durchsprechen, Vor- und Nachteile erklären lassen, bevor er solche Schritte selber versucht einzuleiten. Die moralische Stütze, kannst auch du sein, wenn du dabei nicht Gefahr läufst dich zum Kumpel deines Mieters zu machen. Für dich sollte nur dein Vertragsverhältnis dabei wichtig sein, nicht einmischen (oder reinziehen lassen) in das Untermietverhältnis. Wenn du deinen Mieter zur Seite stehen möchtest, pass auf, dass sich diese Themen nicht vermischen.
     
  9. #8 Paul_Paul, 17.04.2019
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    OK - danke.

    D.h. also das generell ein Mieter die Wohnung an jemand anderen untervermieten kann, die Wohnung verlassen / untertauchen und der eigentliche Eigentümer der Wohnung hat den Untermietvertrag mit dem Mieter am Hals ?! der Krux wäre ja dann das er diesem Untermieter nicht mal Kündigen könnte da er ja nicht der Vermieter ist.
     
  10. GSR600

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    Dann müsste man den Hauptmieter wegen unerlaubter Untervermietung mehrfach abmahnen und dann ein Kündigungsverfahren anstrengen und durchprozessieren.
     
  11. #10 Paul_Paul, 17.04.2019
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    Ich kann echt verstehen warum so viele Leute keine "Vermieter" mehr sein wollen.
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 17.04.2019
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    Das ist eines der Probleme, mit denen sich Vermieter immer wieder Mal rumschlagen müssen.

    Nicht jeder Mieter hält sich an die Vereinbarungen und dann dauert es bis man solche Mieter wieder los werden kann.
    Wobei Untervermietung ohne den VM zu informieren, ist i.d.R. kein ernsthaftes Problem, solange die Miete gezahlt wird.
     
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  13. Andres

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    Das ist zwar richtig, spielt aber keine Rolle. Der Vermieter des Hauptmieters kann zwar das Untermietverhältnis nicht kündigen, aber bei einer Kündigung des Hauptmietverhältnisses schuldet der Untermieter trotzdem die Rückgabe der Mietsache, § 546 Abs. 2 BGB.
     
  14. #13 Paul_Paul, 17.04.2019
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    welches man aber im Erstfall wieder durch alle Instanzen klagen müsste.
     
  15. #14 ehrenwertes Haus, 17.04.2019
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    Stimmt, aber eine Klage gegen einen Mieter durchziehen zu müssen um als Vermieter seine Rechte durchsetzen zu können, hat nichts damit zu tun, ob es auch noch Untermieter gibt oder nicht.
     
  16. #15 Paul_Paul, 20.04.2019
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    Jain, zahlt der ungewollte Untermieter weiter die Miete muss ich ihn auch raus klagen wenn der Hauptmieter die Wohnung verlassen hat.
     
  17. dots

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    Nö.
    Ob und wem der Untermieter Miete (oder sonstwas) zahlt (oder nicht), kann dir egal sein und hat dich nicht zu interessieren. Schließlich hast du keinen Vertrag mit ihm.
     
  18. #17 ehrenwertes Haus, 20.04.2019
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    Überlege dir doch mal wer dein Vertragspartner ist. Das ist dein Mieter, nicht Personen mit denen dein Mieter sonst noch irgendwelche Verträge hat.

    Wie dein Mieter seine Untermieter aus der Bude bekommt, ist sein Problem.
    Räumumgstitel richten sich gegen alle Personen, die sich in der Wohnung aufhalten, wenn man nicht bei der Klageeinreichung oder Antragsstellung gepennt hat.
    Somit braucht man keine extra Klage oder Titel gegen einen Untermieter, um eine Wohnung zurück zu erhalten.
     
  19. #18 notwendiges Übel, 20.04.2019
    notwendiges Übel

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    Seit ein Mieter seiner Ex gegen meinen Willen die Wohnung überlassen hat und ich (nicht er !) die „Dame“ samt Kinder und neuen Lover rausklagen mußte......und der Richter Ihr dann noch 3 1/2 Monate zugestanden hat....
    Weiß ich, daß -auch wenn derjenige keinen Vertrag hat, die Wohnung praktisch „besetzt“ - ihm durchaus Rechte eingeräumt werden.
    Für mich als Eigentümer unverständlich.
     
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