Immobilien Finanzierung

Diskutiere Immobilien Finanzierung im Baufinanzierung Forum im Bereich Finanzen; Guten Tag, ich habe hier mal ein paar fragen und erhoffe mir von euch ein paar Antworten. Erstmal zu meiner Person, Männlich, 27 Jahre alt, habe...

  1. #1 Braunbär, 31.05.2018
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    Guten Tag, ich habe hier mal ein paar fragen und erhoffe mir von euch ein paar Antworten.

    Erstmal zu meiner Person, Männlich, 27 Jahre alt, habe mein erstes Haus mit 21 gekauft und 2016 das zweite. Das eine Haus ist bereits vermietet und das andere folgt nächsten Monat. Ich würde nun allerdings gerne so weitermachen, kaufen, vermieten, kaufen, vermieten.

    Hierbei stellt sich mir allerdings die Frage ob die Gründung einer GmbH sinnvoll wäre oder ich weiterhin als Privatperson haften sollte.

    In erster Linie gehts mir um Wachstum. Wie sind die Chancen, größere Kredite, ohne Eigenkapital, vielleicht nur mit der stammeinlage (30000€) zu bekommen im Vergleich zur Privatperson?

    Die Häuser (DHH,RH) erzielen ungefähr 16200€/anno und stehen aktuell aufgrund höherer Tilgung 4% nicht ganz so gut da mit Zinsen und Tilgung belaufen sich die Ausgaben auf 15500 Euro.

    Nebenher kann ich monatlich noch 1200-1500 Euro sparen. Die ich halt gerne unterbringen würde.

    Finanzieren würde ich aus steuerlichen Gründen am liebsten immer mit >100% der Kaufsumme. Sicherheiten gibts keine, steckt alles in den Häusern.

    Wie sehen eure Erfahrungen mit den Banken aus? Wie weit spielen die mit bei Kaufsummen/Nebenkosten/ Renovierung um die 200 000? Sind dort Grenzen gesetzt oder stört da niemanden irgendwas solange die Bilanzierung stimmt ? Aktuell ist wie oben schon geschrieben ein Überschuss von 1200-1500 Euro vorhanden.

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen und freue mich über ein paar Antworten!
     
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  3. #2 immobiliensammler, 31.05.2018
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    Nur aus den von Dir beschriebenen Haftungsgründen ist eine GmbH absolut überflüssig. Du wirst über die GmbH keinen Kredit bekommen, ohne selbst als Geschäftsführer/Gesellschafter dafür zu bürgen. Insofern ist die Haftung faktisch gleich, die GmbH produziert erst mal nur unnötige Kosten. Ich halte alle Immos als Privatperson, eventuell mal (wenn mehrere (außer meiner Frau) beteiligt sind) als GbR.

    Es gibt hier im Forum übrigens einen User, (@walga) der Dir hier wohl helfen könnte, hat einen eigenen Blog, den ich ganz gut gemacht finde.

    Schau Dir das mal an, Kontaktdaten findest Du da auch - ansonsten willkommen im Forum

    https://vermietertagebuch.com/
     
  4. AJ1900

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    Zustimmung, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Ermutige ihn bloß nicht auch noch.
    Geniales Konzept. 100% Kredit und 0% Sicherheit.
    Wieso, verdienst du soviel Geld das du es nötig hast unbedingt Steuern zu sparen? Wenn ja, wie geht das mit den 0% Sicherheiten zusammen?
     
  5. #4 immobiliensammler, 31.05.2018
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    Naja, jeder muss selbst entscheiden was er macht, walgas konzept finde ich nicht so schlecht, auch wenn es im Forum kontrovers diskutiert wird. Und wenn @Braunbär die Immo-Kredite mit 4 % tilgt dann ist das schon eine ganz gute "Sparrate".

    Ich würde mir eher die Frage stellen, wo man aktuell noch gute und nicht überteuerte Immobilien findet, ich finde das ist - bis auf seltene Glücksfälle - aktuell fast unmöglich. Darum kaufe ich persönlich seit 3 Jahren faktisch nicht mehr zu.
     
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  6. AJ1900

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    Geht mir ähnlich. Aktuell bebauen wir noch fertig was an Grundstücken noch da ist. Ansonsten wird der Bestand verbessert. Für Unsummen letztlich defizitäre Immobilien ans Bein zu binden, muß nicht sein.
    Sein Konzept heißt für mich, "Nach mir die Sintflut".
    Wenn ich jeden Risiko ausblende und mir meine Umgebung und meine Geschäftspartner im grunde egal sind, dann mag man sowas machen. Wenn jeder im Geschäftsleben so verfahren würde wie er, würde wohl nur noch das Prinzip Vorkasse möglich sein.
     
  7. #6 immobiliensammler, 31.05.2018
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    Gut, nur weil er (Walga) 110-%-Finanzierungen macht (und bekommt) sehe ich das nicht als "nach mir die Sintflut". Ist halt hochriskant, kann gut gehen kann auch scheitern. Viel interessanter wäre für mich, wie die Banken eine seriöse Wertermittlung machen, damit sie bei den überteuerten Marktpreisen noch eine 110-%-Finanzierung darstellen können (oder sie weisen intern einen Teil der Finanzierung halt blanko aus).
     
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  8. AJ1900

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    Eine Wohnung ist aber keine Aktienpaket. Gewöhnlich laufen bei der Bewirtschaftung von Wohnraum reale Kosten für reale Dienstleistungen z.Bsp. für Handwerker, Reinigung, Verwaltung usw. usw. auf.
    Es existiert also eine Infrastruktur von realen Menschen die sich im Zweifel an einer evtl. Pleite mit beteiligen dürfen. Das die Banken natürlich an erster Stelle stehen sei nur nebenbei erwähnt. Insofern ist so ein vorgehen eben nicht nur für einen selber hochriskant, wie du richtig bemerkst, sondern für jeden anderen Kreditgeber, z.Bsp. für Lieferungen und Leistungen auch. Und genau das ist es was mich grundsätzlich stört. Wenn es nur ihn betreffen würde, wäre ja alles wunderbar.
    Aber die Fähigkeit auch die möglichen Folgen für andere zu sehen scheint da leider grundsätzlich ausgeblendet zu werden.
    Wenigstens das kann man nur hoffen.
     
  9. #8 Braunbär, 31.05.2018
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    Vielen Dank erstmal für die zahlreichen Beiträge.

    Also die Sache mit der GmbH können wir erstmal abhaken. Habe hier nochmal die Suchfunktion genutzt um weitere Infos zu bekommen. Die Nachteile überwiegen ja anscheinend.

    @Aj1990

    Was für Vorteile haben denn Sicherheiten für mich? Ich kann die Sicherheiten nicht steuerlich absetzen, bei der Bank habe ich auch keine Vorteile so wie ich es bisher mitbekommen habe.

    Mein Einkommen ist ausreichend, ich stelle an mich keine besonderen Ansprüche, verzichte auf Urlaub und habe sonst keine teuren Hobbys. Den einzigen Luxus den ich mir gönne ist mein Auto und wie bereits gesagt ist nach der Berechnung der Bank, Einkommen - Kredite, Haushaltspauschale ein Überschuss von 1200-1500 Euro vorhanden. Mich persönlich interessiert das Thema Immobilien, ich finde es faszinierend und würde eher privat noch 3-4 Jahre zurückstecken um nach kurzer Zeit einen großen Teil zu tilgen.

    Mein Risiko ist für die nächsten 3 Jahre relativ hoch, wenig Überschuss, steuern und Instandhaltung drücken da natürlich noch ein bisschen aber es ist für mich noch zu verkraften. Nach diesen 3 Jahren muss der erste Kredit refinanziert werden und dort wäre dann monatlich bei 2% Tilgung im neuen Vertrag ein Überschuss von 350 Euro vorhanden.

    Ich verstehe die Bedenken bezüglich des Risikos, es ist schon nicht ohne und beim letzten Haus musste ich auch einige Rückschläge hinnehmen, ich habe beide Häuser Kernsaniert, hauptsächlich in Eigenregie. Ich habe beide Immobilien relativ günstig bekommen und laut meiner Hausbank (Gutachter für die Bewertung ist vorbeigekommen) sind die Häuser 70000 Euro mehr Wert als ich bisher finanziert habe.

    Ich persönlich kann dieses Risiko vertreten eine Immobilie zu 110% zu Finanzieren. Ich finanziere hier ja auch keine Unsummen. Mit Sanierung investierte ich 100-150Teur pro Haus.

    Das System von Walga ist schon ganz interessant aber hier nicht wirklich anzuwenden. Im Speckgürtel von Hamburg/ Einzugsgebiet sind die Wohnungen/ Häuser um einiges teurer. Mit der einfachen Miete wird man hier niemals auf ein Plus kommen. Die meisten Häuser / Wohnungen werden pauschal im schlechten Zustand für 2500€/m2 angeboten. Bei mieten von 10-12€/m2 wird man da nichts erreichen. Ich muss also geduldig sein und brauche so oder so ein bisschen für die Sanierung. Ein paar Tipps bekomme ich von einer Immobilienkauffrau die bei einem der größten Baulöwen/ Vermieter hier in der Umgebung arbeitet. Hier gibt es auf jeden Fall noch Potential und ich kaufe sicher nicht überteuert nur um Einkommen zu haben.
     
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  10. AJ1900

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    Im Hamburger Speckgürtel? Was sind das für Häuser?
    Das ist schon mal ein wichtige Grundlage einer auf Dauer angelegten für dich positiven Entwicklung. Es ist nämlich meistens eine Legende das dir heutzutage ein Mieter allein dein Haus finanziert. Jedenfalls hast du schon mal jeden Euro den du durch Eigenleistung einsparen kannst im Sack.
    Eigentlich muß du die Frage anders stellen. Steuerlich ist die Sache für dich nur dann interessant wenn du real und absehbar genug Geld hast um es dir leisten zu können Steuern zu sparen.
    Wenn das nicht so ist, sollte dein Augenmerk auf Sicherheit liegen, und nicht darauf wie man sich bis unterkante Oberlippe veschulden kann um ein paar Euro Steuern zu sparen.
     
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  11. #10 Braunbär, 31.05.2018
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    Das eine Haus liegt im Hamburger Speckgürtel, 80qm+ Vollkeller und ist seit 1958 in seinem baulichen Zustand verblieben, am besten war die eine Drehsicherung für die komplette Elektrik im Haus! Bad im Keller, kleine Räume, sehr viel Arbeit! Das andere Haus liegt nördlich von Hamburg (45km) entfernt, Privat gekauft, vorheriger Besitzer war ein Messie, Haus war eine Ruine! Ich investiere extrem viel Zeit in die Sanierung aber mittlerweile habe ich einige Kontakte geknüpft und bin ganz gut davor. Es gibt auch Schnäppchen hier in der Umgebung und der Zuzug ist gerade aus Hamburg extrem hoch. Die meisten nehmen 30-40 Minuten Autofahrt in Kauf um vergleichsweise günstig zu wohnen.

    Na ja bei ständigem Zukauf und Sanierung würde ein Großteil der Kosten absetzbar sein. Bei meinem Steuersatz fällt schon ein bisschen was an wenn ich die Miete versteuern muss. Da ist man dann doch über jeden Euro froh den man sparen kann. Es ist ja nicht so dass ich keinen Cent mehr habe zum Sparen wenn ich ein Haus kaufe. Rücklagen bilde ich allerdings mit meiner privaten Sparrate.

    Es geht mir hier allerdings um Wachstum und Erfahrungen mit den Banken bei euch. Ist ein schnelles Wachstum überhaupt möglich? Setzen die Banken irgendwann ein Riegel vor und sagen deine Bilanz ist zwar positiv aber mehr als 1 Million Schulden sind das Maximum?

    Ich frage mich immer wie es andere Leute geschafft haben?! Ich meine es gibt doch genug Leute die 100-150 Wohnungen haben und dies innerhalb von 20-30 Jahren aufbauen. Was machen diese Personen anders ? Aus meiner Sicht fahren die meisten bloß mehr Risiko und generieren Einkommen über Masse.
     
  12. AJ1900

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    1. Die wichtigste Frage ist, wieviel von den 150 Wohnungen denen überhaupt gehören, oder ob Sie nicht nur großteils Immobilienverwalter der Bank sind, die dafür auch noch bezahlen dürfen.
    2. Gehe mal davon aus das das Geld in solchen Fällen nicht nur durch Mieteinnahmen generiert wird, sondern auch noch durch sonstige Einnahmen.
    3. Viele starten auch nicht bei null, sondern haben schon z.Bsp. 1-2 Mietshäuser geerbt usw.. Da ist es natürlich eine ganz ander Ausgangslage wenn man schon mit etwas Substanz anfängt.
    4. Kümmere dich nicht um das Gerede von anderen Leuten. Ersten kannst du meistens eh nicht real erkennen wieviel Substanz in den Worten steckt, und zweitens mußt du eh das tun was für deine Situation schlau erscheint.

    Ganz einfach, solange Sie mit dir Geld verdienen können sind sie deine besten Freunde, wenn sich das ändert hauen Sie dir die Beine weg. Von was anderem auszugehen wäre töricht.
     
  13. #12 Braunbär, 03.06.2018
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    Da dürfte wohl etwas dran sein. Aber ist es nicht in jedem Bereich so? Jeder fängt mal klein an und ohne ein gewisses Risiko wird man es aus meiner Sicht niemals schaffen. Wobei ich Walgas System schon extrem gewagt finde, aber es könnte in seinem Fall vielleicht funktionieren aufgrund seines privaten Einkommens. Jeder andere normalverdiener ist spätestens nach dem nächsten Sanierungsbeschluss in der Schuldenfalle.

    Ich werde mal schauen und auf ein passendes Angebot warten. Danke erstmal für die zahlreichen Antworten!
     
  14. #13 Goldhamster, 04.06.2018
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    Hallo Braunbär,

    ich habe deine Beiträge mit Interesse gelesen. Auch ich bin im Raum HH unterwegs.

    Die Beiträge der weiter oben stehenden Forumsteilnehmer kann ich unterstreichen.

    Die von dir angestrebte Art des Erwerbes von Renditeimmobilien nur zum kleinen Teil.
    Der Fehler liegt dabei nicht in der Höhe der Investition, nicht in der Art der Immobilie oder ob ausreichend Menschen aus HH nachziehen.

    Als ergänzende Betrachtung sollte man eher folgendes beachten:
    -Was ist die Alternative zu einer Selbstständigkeit als Vermieter?
    -Was passiert, wenn man selber für ein paar Wochen, Monate oder gar Jahre ausfällt?
    -Als junger Mensch neigt man dazu, seine Kraft zu überschätzen. Am besten kannst du diesen am zitierten Investitionsmodell des Users Porsche-Walga sehen. Schon mal was von Burn-Out gehört?

    Gruß in die Nachbarschaft :75:
    Goldhamster
     
  15. #14 Braunbär, 04.06.2018
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    Hallo Goldhamster,

    interessant mal von jemanden zu hören, der hier in der Nähe wohnt. Die Bedenken kann ich voll und ganz verstehen. Wenn ich allerdings immer mit der Angst lebe meine Arbeitskraft zu verlieren, dürfte ich gar nichts im Leben finanzieren,kein Auto, kein Haus für mich privat oder sonst etwas. Ich habe gar nicht vor mit den Immobilien reich zu werden, Porsche möchte ich auch nicht fahren, teure Urlaube sind nichts für mich ... Ich saniere einfach gerne, Häuser interessieren mich, das ganze Thema Vermietung, Finanzierung und das Drumherum ist einfach faszinierend. Es ist eine Art Hobby und da ich die beiden Raten für die Häuser auch noch privat bei leerstand finanzieren kann sehe ich auch persönlich für mich aktuell kein Risiko.

    Was wäre denn aus eurer Sicht ein „gesundes‘‘ mittelmäß für den Ankauf?Ich bin ehrlich gesagt kein Freund von ständiger Sicherheit. Denn am Ende interessiert es die Bank ja eh nicht ob da jemand zu 100% oder 70% finanziert hat wenn das Geld nicht mehr kommt.Da mache ich lieber sondertilgungen am Ende des Jahres, wenn ein Überschuss zustande kommt und lass ein bisschen was auf dem Konto.

    Ich habe hier schon einiges gelesen über Rendite ect und jeder hat da seinen eigenen Weg. Ich würde einfach gerne weitermachen und dabei das Risiko nicht aus den Augen verlieren. Auch mal etwas zu hören, dass mich auf den Boden der Tatsachen zurückholt und zum Nachdenken anregt ist da ja nicht ganz verkehrt.
     
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  16. AJ1900

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    Nö, eigentlich nicht. Für Immobilien brauchst du normalwerweise richtig Kapital. Das ist mit den meisten anderen Diensleistungen mit denen man sich sonst so selbstständig macht oder ähliches, oft gar nicht so zu vergleichen. Außerdem ist die Investition extrem unflexibel, und meistens nur gering verzinst. Jedenfalls wenn man das mal mit anderen Investitionen vergleicht.
    Mit so etwas bei nahe null anzufangen ist eigentlich nicht mal besonders schlau, weil die wahrscheinlichkeit rech hoch ist, wenn du alles finanzieren mußt, das du nur noch für alle anderen ackerst, und das über Jahrzehnte. OK, momentan sind die Zinsen gering, aber das kann sich ja auch mal wieder ändern.
    Es sei denn du bringst eben viel Eigenleistung bei Bau und Sanierung usw.. Wenn dann kann sich das schon lohnen, dann geht der evtl. Gewinn aber sprichwörtlich auf deinen Buckel, was natürlich auch nicht das schlechteste ist, solange man es körperlich kann.
    Minimal um 50% Eigenkapital für den Anfang. Wenn dann (abbezahlte) Substanz da ist, kann man das auch reduzieren, evtl. auch wesentlich.
    Ansonsten haut dich doch jede größere Investition für die du zusätzliche Kredite brauchst aus den Latschen, wenn du keine Geld von zuhause mitbringen kannst oder willst.
    Sorry die Devise "einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche fassen" ist in dem Fall eines Immobilieninvestments echt eine schlechter Ratgeber.
    Das hat eigentlich wenig mit sichereheit zu tun sondern lediglich mit gesundem Menschenverstand. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht welche seriöse Bank jemandem solche Sachen finanziert? Also ich bürge für jeden Groschen bis zum letzen dreckigen Schlüpfer. Und wenn du so etwas in angriff nimmst sollte dir klar sein, das du im Insolvenzfall mindestens 7 Jahre bis zu Pfändugsfreigrenze für die Bank ackern gehst.
     
  17. #16 Braunbär, 06.06.2018
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    Ich habe nicht vor Immobilien zu kaufen die ein halbes Vermögen kosten. Wohnungen und Häuser die in einem renovierungsbedürftigen Zustand sind gibt es mehr als genug und die meisten Menschen schäuen die Arbeit. Wie schon gesagt habe ich die Zeit und das passende Werkzeug um 90% der Arbeiten selber auszuführen. Dafür mache ich mir gerne den Buckel krumm. Von nichts kommt nichts! Ich finanziere mit 4% Tilgung und habe noch mehr als genug finanziellen Spielraum für Sondertilgungen. Natürlich hat eine abgezahlte Wohnung/ Haus einen Vorteil aber wie sie schon sagen dauert es nun einmal bis eine Immobilie bezahlt ist.

    Ich werde mir ihren Ratschlag einmal zu Herzen nehmen und mein Hauptaugenmerk erstmal auf weitere Sondertilgungen richten. Einen Großteil tilgen, kann bei der Refinanzierung kann ja nicht schaden.

    Ich finde das Zitat ziemlich aus dem Text gerissen, ich wollte lediglich sagen, dass es absolut egal ist ob man nun 70% oder 100% finanziert wenn man zahlungsunfähig ist. Es sollten schon Rücklagen vorhanden sein um eventuelle Reparaturen, Sonderausgaben zahlen zu können. Ich sehe allerdings einen Vorteil in der 100% Finanzierung aufgrund der steuerlichen Vorteile, der Staat greift bei Steuerklasse 1 und einem höheren Einkommen ziemlich tief in die Tasche.

    Was spricht gegen eine Finanzierung der vollen Summe wenn eine gute bonität vorhanden ist und Sicherheiten in Form von Einlagen? Jede Seriöse Bank gibt einen Kredit über 100 000 wenn man über ein gutes Einkommen verfügt. Jeder der ein Haus zur eigennutzung kauft für >200 000€ ist da schon schlimmer dran. Schauen sie doch mal in die Neubaugebiete von heute und fragen nach der aufgebrachten Eigenkapitalquote. Da würde ich 90% der Banken wohl eher einen Vorwurf machen und diesen Leuten ins Gewissen reden.

    Ach und über die Schlittenfahrtklausel wurde ich mehr als einmal aufgeklärt. Ich habe nicht vor Russich Rouelette mit meinem Leben zu spielen.
     
  18. Andres

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    Der entscheidende Unterschied ist, dass man bei einer 70-%-Finanzierung die Immobilie verkaufen kann und danach so einigermaßen ohne Schulden dasteht. Vielleicht hat man viel Geld verbrannt, aber man steht danach wenigstens bei null. Bei einer 100-%-Finanzierung (oder noch mehr) steht man dann ohne Immobilie aber immer noch mit Schulden da.


    Ok, nur zur Klarstellung: Du hinterlegst Geld bei der Bank als Sicherheit für einen Kredit, zahlst dafür Zinsen und freust dich über den Steuervorteil? Da ist irgendwo ein Fehler. :wink1:
     
  19. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Das ist doch der entscheidende Punkt. Es geht auch nicht gegen dich, nur haben viele die komische Vorstellung als wenn ihnen der Mieter sozusagen zu Nullkosten eine Immobilie finanziert. Das ist aber eben meistens überhaupt nicht so. Wenn dir das klar ist bist du doch schon ganz weit vorne.
    So generierst du dann eben die Rendite über deine Arbeitskraft. Aber eben nicht nur dadurch das möglichst hohe Kredite aufnimmst.

    Das ist alles eine Frage ob es übehaupt sinnvoll für dich ist zu versuchen über immobilien nennenswert Steuern zu sparen. Ich habe die Erfahrung gemacht das das eigentlich nur Sinn macht, wenn sowieso Einkommen da ist egal ob sich die Immobilie trägt oder nicht.
    Für viel ist es nämlich so das so ein Investment einfach nur bedeutet weniger Geld zu verlieren, als wenn man nicht investiert. Aber auch das muß man sich leisten können. Ob und wie das in deinem Fall ist sollte man vieleicht erst mal von einem Steuerfachmann prüfen lassen.

    Im Prinzip nichts. Aber das ist wirklich von jedem Einzelfall abhängig. Ich kann dir jedenfalls über Netz und nach drei Sätzen nicht guten gewissens zu einer 100% Fianzierung raten, wenn du nicht im Garten aul Öl stößt.
     
  20. #19 taxpert, 06.06.2018
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    Mit dieser Argumentation bist Du der ideale Kandidat für Versicherungs- und Bausparkassenvertreter! Selbst im Spitzensteuersatz musst Du rund 2,50 Euro ausgeben um 1 Euro Steuern zu sparen! Macht ein Minus von 1,50 Euro im Geldbeutel und fällt damit unter die Kategorie "Wir müssen Steuern sparen, koste es was es wolle!". Deine eigene Argumentation konterkarierst Du durch Aussagen wie z.B. ...
    ..., denn hier "investierst" Du lieber deine eigene Arbeitsleistung, die sich steuerlich nicht auswirkt, anstatt den steuerwirksamen Handwerker kommen zu lassen!

    Wie ich schon an anderer Stell hier im Forum gesagt habe, sind die Zeiten des Steuernsparens durch Immobilien seit etwa 10 Jahren vorbei! Was -wie auch bereits an anderer Stelle dargelegt- nicht heißt, dass Einkünfte aus V+V nicht trotzdem noch gegenüber den anderen Einkunftsarten bevorzugt sind!

    Natürlich sind KANN eine 100%-Finanzierung tatsächlich steuerlich sinnvoll sein, wenn man z.B. seinen ...
    ... mit dem vorhandenen Eigenkapital finanziert und daher die Immo voll finanzieren muss. Denn so drückt man die Zinsen in den steuerlich relevanten Bereich. Ob dies jedoch auch wirklich sinnvoll ist, muss jeder für sich selber entscheiden!

    taxpert
     
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  21. #20 Braunbär, 06.06.2018
    Braunbär

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    Alles klar, ab zum Steuerberater und ein vernünftiges Ergebnis bekommen. Nehme ich auf jeden Fall mit und werde die nächste Steuererklärung nicht selber sondern mit einem Fachmann machen um alle Sachen lückenlos aufzuklären und um zu schauen was in meinem Fall am sinnvollsten ist. Vielleicht sehe ich die ganze Sache, bezüglich steuern, aus einer falschen Sicht.
     
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